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Stefan: Mein „Tag X“

Stefan Dege, DW-RADIO/Deutsches Programm, Zeitgeschehen, 19.07.2007„Mit dem Rauchen aufzuhören, ist das einfachste, was ich je getan habe. Ich muss es wissen, ich habe es tausend Mal gemacht.“ Kennen Sie das Zitat von Mark Twain? Auf mich trifft es zu.

Meine Raucherkarriere reicht zurück bis in die Jugend. Schon als 14jähriger Schüler habe ich – natürlich heimlich – den ersten Glimmstengel gepafft. Heute bin ich 52, hinter mir liegen mindestens fünf Versuche, das Rauchen zu lassen. Einmal habe ich es sechs Jahre lang geschafft. Dann kam der Rückfall. Es gilt wohl: Einmal süchtig, immer süchtig!

Allmählich nervt der Husten. Rauchgeruch sitzt in Klamotten und Haaren. Der Atem riecht wie ein Aschenbecher. Das Schlimmste aber ist: Permanent halte ich nach der nächsten Zigarettenquelle Ausschau, die ich dann, wenn der Zigarettenvorrat zur Neige geht, wie ein Lemming ansteuere – an jedem Tag der Woche, 365 mal im Jahr. Und es kostet viel Geld. Kurzum: Ich bin ein Sklave meiner Sucht. Jetzt reicht’s!

Heute ist mein „Tag X“. An diesem Aschermittwoch proklamiere ich meinen „Raucherfrühling“.  Ich starte einen neuen Versuch. Im Deutsche Welle-Blog „ohne!“ werde ich beschreiben, wie mir geschieht. Ist das Selbstentblößung? Ich glaube nicht. Mein Motto lautet: „Tue Gutes und rede darüber!“ Wer meine Blog-Einträge in den nächsten sieben Wochen liest, wer einen Kommentar verfasst, ein Bild schickt oder ein Video (ob aufmunternd oder nicht), der sei hiermit mein Verbündeter im Kampf gegen das Nikotinmonster. In Astrid und Klaus habe ich ja schon zwei Gleichgesinnte gefunden…

Datum

0 03.03.2014 | 14:01

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