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Kathrin Reinhardt | Medien international

„Revolution hat 0,0 Chance in China“

Wie steht es um die Meinungs- und Pressefreiheit in arabischen Ländern und in China? Darüber diskutierten Experten der Deutschen Welle mit Dr. Andreas Archut, dem Vorsitzenden des Bonner Medienclubs, am 28. April im DW-Funkhaus in Bonn. Anlass: der Internationale Tag der Pressefreiheit am 3. Mai.


Zwischen Facebook und Folter: Zu der Lage der Pressefreiheit diskutierten (v.l.) Adrienne Woltersdorf, Andreas Archut und Loay MudhoonDabei ging es vor allem um die Möglichkeiten und Einschränkungen Sozialer Medien in autoritären Ländern. „Das Entscheidende ist, dass es den Menschen gelungen ist, die Angstschwelle mithilfe der Sozialen Medien zu überwinden“, sagte Loay Mudhoon, Leiter des Dialog-Portals qantara.de, zu den Entwicklungen in Tunesien und Ägypten.

Über die Situation in China – auf der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 171 von 178 – berichtete Adrienne Woltersdorf, Leiterin der Chinesisch-Redaktion der DW. Die chinesische Regierung setze nicht nur ein „hoch entwickeltes, feinmaschiges Zensursystem“ ein, um die Bevölkerung zu kontrollieren. Sie beschäftige inzwischen auch „verdeckte“ Blogger, die Diskussionen in Foren und Blogs manipulierten, so Woltersdorf, was die Arbeit der Journalisten erschwere. Umwälzungen in China, wie sie sich in der arabischen Welt abgespielt haben, hält Adrienne Woltersdorf für nicht möglich. „Die Revolution hat 0,0 Chance in China.“

Sehen und hören Sie hier eine Audio-Slideshow von Chi Viet Giang über die Diskussion:


 
Anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit hat der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann, in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass „autoritäre und despotische Regime die Freiheit des Internets zunehmend zunichte machen“. Bei einer Veranstaltung in Brüssel wies Bettermann auch auf das Deutsche Welle Global Media Forum hin. Thema der internationalen Konferenz vom 20. bis 22. Juni in Bonn: "Menschenrechte und Globalisierung. Herausforderungen für die Medien".

Im WDR5-Medienmagazin Töne, Texte, Bilder vom 7. Mai 2011 erläutert Sybille Golte-Schröder, Leiterin der Asien-Programme der DW, wie in der VR China der Zugang zum Internet beschnitten wird – und Chinesisch-Angebote des deutschen Auslandssenders die Menschen dennoch erreicht.

 

Datum

Dienstag 03.05.2011 | 09:00

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Get-Together von internationalen Bloggern

Blogger aus aller Welt – die Jurymitglieder des internationalen Blog-Awards „The BOBs“ der Deutschen Welle – kamen am Dienstag, 12. April, bei der DW in Bonn zusammen und tauschten sich über die Bedeutung von Blogs und Sozialen Medien aus.

 

Über die Blogosphäre und Zensur in ihrem Heimatland Bahrain und der arabischen Welt berichtet Amira Al-Hussaini, eine Journalistin und Bloggerin im Gespräch mit Babak Zand:

Einige der BOBs-Jurymitglieder diskutierten auch auf der Bloggerkonferenz re:publica vom 13. bis 15. April 2011 in Berlin. Sehen Sie hier ein Video mit Impressionen von der Konferenz:

 

Außerdem: ein Video über die tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni, die vor kurzem mit ihrem Blog "A tunisian girl" den Blog-Award der Deutschen Welle gewonnen hat.

 

Datum

Freitag 15.04.2011 | 15:09

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Das Netz für Demonstrationen

Welche Rolle das Internet, Soziale Medien und das Fernsehen bei den Revolutionen in Tunesien und Ägypten gespielt haben, darüber hat der Blogger Markus Beckedahl mit Zahi Alawi gesprochen. Alawi ist als Freier Journalist für die Arabisch-Redaktion von DW-TV tätig. 

 

In den Golfstaaten hätten sich das Internet und Mobiltelefone in den vegangenen Jahren schnell verbreitet, so Alawi. In anderen arabischen Ländern, zum Beispiel Libyien oder Sudan, sei das bis heute eingeschränkt. "Das hat natürlich mit der wirtschaftlichen Situation der Familien zu tun", so Alawi, außerdem fehle dort die Infrastruktur.

Blogs und Soziale Netze seien die Infrastruktur für die Demonstrationen in Tunesien und Ägypten gewesen. Das Internet habe die Menschen im In- und Ausland vorbereitet und habe eine politische Meinungsbildung ermöglicht. Während der Demonstrationen hätten allerdings Fernsehsender die entscheidende Rolle gespielt.

Hier kommen Sie auf den Blog „Netzpolitik“, wo Sie das Gespräch mit Zahi Alawi (mp3) anhören können – vorausgesetzt, Sie lassen sich von Beckedahls Langmut nicht erschrecken, das Interview dauert rund 60 Minuten!

Datum

Mittwoch 09.03.2011 | 11:56

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Tunesien: „Ein neues Kapitel“

Bei den Protesten gegen die Regierung in Tunesien hat Facebook eine bedeutende Rolle gespielt. Hier teilten die Menschen mit ihren Bekannten und Freunden Informationen, Fotos und Videoaufnahmen von den Unruhen. Die traditionellen Medien staatliche und private durften über die Proteste nicht berichten.

 

„Die Sozialen Medien haben eine maßgebliche Rolle gespielt, die Nachrichtensperre zu umgehen“, sagt Chamselassil Ayari, Redakteurin der Arabisch-Redaktion der Deutschen Welle. Denn in Tunesien „wurde Medienzensur im großen Stil betrieben“. Ayari, die aus Tunesien stammt, nutzt für ihre Berichterstattung auch die Sozialen Medien.

Den Menschen sei  bewusst gewesen, „dass sie – wenn sie nicht über ihre Lage berichten würden, wenn sie diese Bilder nicht zeigen würden es keiner erfahren würde. Und dann wären vielleicht diese Proteste gleich am Anfang im Keim erstickt worden.“

Hören Sie das Interview hier:

Interview mit Chamselassil Ayari

Datum

Dienstag 25.01.2011 | 15:54

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