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Medien international

Search Results for Tag: Facebook

Berthold Stevens | Medien international

Generation Facebook: Jugend und Medien in der arabischen Welt

Jugend und Soziale Netze, ohne diese Begriffe wären die Umbrüche in der arabischen Welt kaum erklärbar. Zum einen ist die Bevölkerung jung – in Ägypten etwa sind 60 Prozent unter 30 Jahre alt. Zum zweiten gehören für viele dieser Generation Facebook und Twitter zur täglichen Mediennutzung. So beschäftigt sich auch die arabische Rundfunkunion, die Arab States Broadcasting Union (ASBU), mit diesem Phänomen.

 

Medienvertreter diskutierten bereits auf der jüngsten Generalversammlung der ASBU im vergangenen Dezember in der sudanesischen Hauptstadt Khartoum über das Verhältnis zwischen traditionellen und neuen Medien.

Den Protesten und revolutionären Veränderungen in der arabischen Welt liegen seit langem gärende gesellschaftliche und politische Missstände zu Grunde. Darin sind sich die Experten einig. Soziale Online-Plattformen – auch darin stimmen die Experten überein – waren und sind gleichwohl zentrale Instrumente zur Organisation und Koordination der Proteste. Ohne diese Sozialen Netze hätten die Demonstrationen nicht in diesem Tempo ein derartiges Ausmaß erreicht. Nur so verstanden könne man von einer „Facebook-Revolution" sprechen.

Datum

Dienstag 05.04.2011 | 14:00

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Radio – Afrikas Leitmedium heute und morgen

Zu einem Parlamentarischen Abend zum Thema „Radio – Afrikas Leitmedium heute und morgen“ laden die Deutsche Afrika Stiftung und die Deutsche Welle ein: am Mittwoch, 23. März, um 19 Uhr in der Repräsentanz der Evangelischen Kirche Deutschlands (Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin).

 

Radiohörer in Sierra LeoneFacebook und Twitter revolutionieren die Welt – doch nach wie vor ist Radio das Leitmedium in Afrika. Bis heute nutzt die überwältigende Mehrheit der Menschen in Afrika zur Informationsbeschaffung vor allem das Radio. Es ist Katalysator zur politischen Meinungsbildung – im positiven wie im negativen Sinne – und kann einen wichtigen Beitrag zu Entwicklung und Bildung leisten.

Anmeldung zur Veranstaltung bitte an info@deutsche-afrika-stiftung.de

Datum

Donnerstag 17.03.2011 | 13:54

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Berthold Stevens | Medien international

Zwischen Hoffen und Bangen

Nahla Elhenawy kam 2007 aus Ägypten nach Deutschland und absolvierte ein Volontariat bei der Deutschen Welle. Seit 2010 arbeitet sie bei DW-TV in der Arabisch-Redaktion. Was geht in diesen Tagen in der jungen Journalistin vor?

 

 

Nahla Elhenawy, Redakteurin bei DW-TV ArabischZurzeit bin ich bei DW-TV unter anderem für die Bewertung und Beobachtung der Kommunikation über Soziale Medien in Ägypten zuständig. Ich schaue mir an, wie und über was die Menschen in Ägypten im Netz kommunizieren – das ist Teil meiner Arbeit.

 

Auch vor den Unruhen und Demonstrationen in Ägypten hatte ich regelmäßigen Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden in Ägypten, verfolgte zudem täglich auf Facebook, was es Neues gibt. Seit dem 25. Januar jedoch rufe ich jeden Tag bei meiner Familie an, um sicherzugehen, dass es ihnen gut geht. Meine Freunde waren auf den Straßen Kairos und haben demonstriert. Zwei meiner Freunde wurden bei den Protesten am 25. Januar vorübergehend verhaftet, kamen aber kurz darauf wieder frei. An diesem Tag wurden auch Teile des Hauses meiner Eltern geplündert und niedergebrannt.

 

Seitdem sitze ich stundenlang vor dem Internet, tausche mich mit Freunden über Facebook aus und schaue auch auf die Nachrichten der Mitbewerber der Deutschen Welle: von CNN über BBC bis zu Al Dschasira.

Datum

Mittwoch 09.02.2011 | 12:45

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Tunesien: „Ein neues Kapitel“

Bei den Protesten gegen die Regierung in Tunesien hat Facebook eine bedeutende Rolle gespielt. Hier teilten die Menschen mit ihren Bekannten und Freunden Informationen, Fotos und Videoaufnahmen von den Unruhen. Die traditionellen Medien staatliche und private durften über die Proteste nicht berichten.

 

„Die Sozialen Medien haben eine maßgebliche Rolle gespielt, die Nachrichtensperre zu umgehen“, sagt Chamselassil Ayari, Redakteurin der Arabisch-Redaktion der Deutschen Welle. Denn in Tunesien „wurde Medienzensur im großen Stil betrieben“. Ayari, die aus Tunesien stammt, nutzt für ihre Berichterstattung auch die Sozialen Medien.

Den Menschen sei  bewusst gewesen, „dass sie – wenn sie nicht über ihre Lage berichten würden, wenn sie diese Bilder nicht zeigen würden es keiner erfahren würde. Und dann wären vielleicht diese Proteste gleich am Anfang im Keim erstickt worden.“

Hören Sie das Interview hier:

Interview mit Chamselassil Ayari

Datum

Dienstag 25.01.2011 | 15:54

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Äthiopien: Junge, urbane Hörer setzen zunehmend aufs Internet

Seit Mitte September setzt die Amharische Redaktion der DW auch auf Facebook und Twitter, um ihre Zielgruppen in Äthiopien zu erreichen. Ludger Schadomsky, Leiter der Redaktion, zieht eine erste Bilanz.

 

Herr Schadomsky, warum ist Ihre Redaktion in Facebook und Twitter aktiv und welches Publikum möchten Sie damit erreichen?

Aus politischen Gründen – die DW sieht sich in Äthiopien nach wie vor staatlicher gesteuerter Repression ausgesetzt – können wir auf absehbare Zeit nicht auf die Ausstrahlung über Partnersender setzen, da die elektronischen Medien nach wie vor staatlich gelenkt sind. Zwar ist die Kurzwelle nach wie vor der Ausspielweg Nummer 1, wir sehen aber, dass junge, urbane, Medien-affine Hörer zunehmend auf Alternativangebote setzen. Diesem Trend wollen wir durch Angebote in den Sozialen Medien, aber auch durch eine leichte Anhebung der Angebote im Internet, entgegenkommen. Wir denken primär an Studenten, junge Geschäftsleute, aber auch an junge, progressive Mitglieder des riesigen Beamtenapparates, von denen wir wissen, dass sie unsere Angebote trotz Regierungspropaganda nutzen.

Datum

Mittwoch 15.12.2010 | 09:47

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