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Search Results for Tag: Arabische Länder

Kathrin Reinhardt | Medien international

Das Netz für Demonstrationen

Welche Rolle das Internet, Soziale Medien und das Fernsehen bei den Revolutionen in Tunesien und Ägypten gespielt haben, darüber hat der Blogger Markus Beckedahl mit Zahi Alawi gesprochen. Alawi ist als Freier Journalist für die Arabisch-Redaktion von DW-TV tätig. 

 

In den Golfstaaten hätten sich das Internet und Mobiltelefone in den vegangenen Jahren schnell verbreitet, so Alawi. In anderen arabischen Ländern, zum Beispiel Libyien oder Sudan, sei das bis heute eingeschränkt. "Das hat natürlich mit der wirtschaftlichen Situation der Familien zu tun", so Alawi, außerdem fehle dort die Infrastruktur.

Blogs und Soziale Netze seien die Infrastruktur für die Demonstrationen in Tunesien und Ägypten gewesen. Das Internet habe die Menschen im In- und Ausland vorbereitet und habe eine politische Meinungsbildung ermöglicht. Während der Demonstrationen hätten allerdings Fernsehsender die entscheidende Rolle gespielt.

Hier kommen Sie auf den Blog „Netzpolitik“, wo Sie das Gespräch mit Zahi Alawi (mp3) anhören können – vorausgesetzt, Sie lassen sich von Beckedahls Langmut nicht erschrecken, das Interview dauert rund 60 Minuten!

Datum

Mittwoch 09.03.2011 | 11:56

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Berthold Stevens | Medien international

„Die erste Revolution seit 6000 Jahren“

Iskandar El-Dick, DW-Redakteur im HauptstadtstudioBerlin – In diesen Tagen schaut er gebannt nach Nordafrika und Nahost. Wovon er als junger Libanese geträumt hat, ist nun politische Aktualität im arabischen Raum: eine demokratische Revolution von unten. Iskandar El-Dick, Redakteur im Hauptstadtstudio der Deutschen Welle, berichtet aus Berlin für das arabischsprachige Hörfunk- und Online-Angebot.

 

El Dick arbeitet außerdem für die panarabische Zeitung Al-Hayat und war einige Jahre für den libanesischen Fernsehkanal LBC tätig. Gut zehn Jahre unterrichtete er an der libanesischen Universität im Fachbereich Journalistik.

Iskandar El-Dick wird im Mai nach fast zwei Jahrzehnten bei der Deutschen Welle in den Ruhestand gehen. Sein Blick zurück beginnt mit einem Blick auf die – wie er sagt – erste Revolution in Ägypten seit den Tagen der Pharaonen. Richard Fuchs hat sich mit ihm unterhalten. 

Hören Sie hier das Interview mit Iskandar El-Dick:

Interview mit Iskandar El Dick

Datum

Dienstag 08.03.2011 | 15:49

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Ägypten: Ein authentisches Bild und ein „Testament“

„Journalismus in Krisenzeiten“ – so der Titel eines Beitrags im „heute journal“ des ZDF am 4. Februar. Vorgestellt wurde die aktuelle Arbeit der Arabisch-Redaktion von DW-TV in Berlin. Ein Team im Ausnahmezustand. Fragen an Redaktionsleiter Mustafa Isaid.

 

Mustafa Isaid, Leiter der Arabisch-Redaktion von DW-TVWie hat sich DW-TV/Arabisch auf die besondere Situation im Programm eingestellt ?

Die „Revolte einer Generation“, wie wir diese Bewegung nennen, ist konkurrenzlos unser Topthema. An manchen Tagen haben wir die Live-Sendefläche verdoppelt, mehrfach ein einstündiges „Journal-Spezial“ gefahren anstelle des üblichen halbstündigen Journals. Hinzu kommen zusätzliche Sendungen des Talkformats „Quadriga“. So können wir im „Tagesthema“ die Analyse der Nachrichten aus Kairo vertiefen. Was uns im Sendegebiet von den Mitbewerbern hervorhebt: Bei uns werden unterschiedliche Sichtweisen aus dem Land selbst präsentiert. Dazu kommen viele arabischsprachige deutsche Experten zu Wort. So können wir auf authentische Weise eine deutsche Sicht vermitteln. Das ergänzen wir mit Schalten zu unseren Studios in Moskau, Brüssel und Washington.

Datum

Mittwoch 09.02.2011 | 14:28

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Berthold Stevens | Medien international

Zwischen Hoffen und Bangen

Nahla Elhenawy kam 2007 aus Ägypten nach Deutschland und absolvierte ein Volontariat bei der Deutschen Welle. Seit 2010 arbeitet sie bei DW-TV in der Arabisch-Redaktion. Was geht in diesen Tagen in der jungen Journalistin vor?

 

 

Nahla Elhenawy, Redakteurin bei DW-TV ArabischZurzeit bin ich bei DW-TV unter anderem für die Bewertung und Beobachtung der Kommunikation über Soziale Medien in Ägypten zuständig. Ich schaue mir an, wie und über was die Menschen in Ägypten im Netz kommunizieren – das ist Teil meiner Arbeit.

 

Auch vor den Unruhen und Demonstrationen in Ägypten hatte ich regelmäßigen Kontakt zu meiner Familie und meinen Freunden in Ägypten, verfolgte zudem täglich auf Facebook, was es Neues gibt. Seit dem 25. Januar jedoch rufe ich jeden Tag bei meiner Familie an, um sicherzugehen, dass es ihnen gut geht. Meine Freunde waren auf den Straßen Kairos und haben demonstriert. Zwei meiner Freunde wurden bei den Protesten am 25. Januar vorübergehend verhaftet, kamen aber kurz darauf wieder frei. An diesem Tag wurden auch Teile des Hauses meiner Eltern geplündert und niedergebrannt.

 

Seitdem sitze ich stundenlang vor dem Internet, tausche mich mit Freunden über Facebook aus und schaue auch auf die Nachrichten der Mitbewerber der Deutschen Welle: von CNN über BBC bis zu Al Dschasira.

Datum

Mittwoch 09.02.2011 | 12:45

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Johannes Hoffmann | Medien international

Ägypten: Glaubwürdigkeit hat Priorität

Fragen an Rainer Sollich, Leiter der Arabisch-Redaktion für Hörfunk und Online, zu den Entwicklungen im Nahen Osten:

 

Wie hat sich Ihre Redaktion auf die Situation eingestellt?
Was derzeit in Ägypten vor sich geht, ist eine historische Ausnahmesituation. Nicht nur für das Land, sondern für die ganze Region. Und damit natürlich auch für uns als Redaktion. Wir haben seit Beginn der Krise unsere Kapazitäten verstärkt. Damit haben wir im Hörfunk Sondersendungen ermöglicht, Sendestrecken für aktuelle Berichterstattung aufgerissen. Unser Korrespondenten-Netz haben wir um weitere zuverlässige und vertrauenswürdige Ansprechpartner vor Ort verstärkt. Wir sprechen mit Demokratie-Aktivisten, Menschenrechtlern, natürlich auch mit deutschen Ägypten-Experten. Zusätzlich stützen wir uns auf einen deutsch-ägyptischen Kollegen, der als Freier Journalist aus dem Land berichtet. Er ist auf eigene Faust dorthin gereist und bietet seine Dienste an. Vor dieser Arbeit und diesem Mut, sich den nicht unerheblichen Gefahren auszusetzen, habe ich großen Respekt. Der Ausfall des Internet in Ägypten hat unsere Arbeit zeitweilig allerdings zusätzlich erschwert: Berichte für unsere arabische Webseite mussten am Telefon aufgenommen und dann transkribiert werden. Zurzeit sind wir – ebenso wie die Kollegen unseres Fernsehens in Berlin – als Kompetenzzentrum für die arabische Welt stark gefragt. Sowohl innerhalb der DW als auch als Experten für andere deutsche Medien.

Datum

Montag 07.02.2011 | 09:55

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