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Kathrin Reinhardt | Medien international

Afghanistan-Korrespondenten: „Offiziell sagen alle: Wir sind frei.“

Für das Dari- und Paschtu-Programm der Deutschen Welle berichten die Korrespondenten Soma Ahmadzai aus den Provinzen Nangharhar, Konar und Laghman und Mohammad Saber Yosofi aus der Provinz Kundus. Sie liefern der DW Informationen aus erster Hand. Zu Gast im Funkhaus in Bonn berichten sie, wie sie ihre Berichterstattung in Afghanistan erleben und welche Entwicklungen der Infrastruktur, Politik und Pressefreiheit sie beobachten.

Datum

Montag 20.12.2010 | 11:10

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Kathrin Reinhardt | Medien international

Ohne Sicherheit keine Medienvielfalt

„Ohne Sicherheit und einen funktionierenden Staat, der die Pressefreiheit garantiert, wird es keine Medienvielfalt mehr in Afghanistan geben“, sagt Ratbil Shamel, Leiter der Dari-/Paschtu-Redaktion der Deutschen Welle in dem aktuellen Magazin weltzeit“.

Viele lokale Sender, die nach der Herrschaft der Taliban entstanden seien, würden „in wenigen Tagen und Wochen wieder verschwunden sein.“ Die Glaubwürdigkeit sei für Medien in Afghanistan von zentraler Bedeutung: „Wer nicht als glaubwürdig gilt, wird von vielen Informationssuchenden nicht wahrgenommen – egal, ob es sich dabei um Auslandssender oder Inlandsmedien handelt.“ Die Deutsche Welle sendet seit 40 Jahren Hörfunk-Programme in den beiden afghanischen Landessprachen Dari und Paschtu, derzeit täglich jeweils eine Stunde.

Die aktuelle Ausgabe der weltzeit mit weiteren Artikeln zu Afghanistan und Pakistan als pdf

Datum

Donnerstag 02.12.2010 | 15:21

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Afghanische Medien und die Parlamentswahl

Am 18. September 2010 sind in Afghanistan zwölf Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, über ein neues Parlament zu entscheiden. Die Taliban haben mehrfach angedroht, die Wahlen mit aller Macht verhindern zu wollen.

Ratbil Shamel, Leiter der Dari-/Paschtu-Programme der Deutschen Welle, über die Lage der Medien in Afghanistan vor den Wahlen.

Was bedeuten die Wahlen für die Journalisten im Land?

Journalisten sind oft Opfer von Gewalttaten. Vor wenigen Wochen wurde ein bekannter Fernsehjournalist vor seinem Haus in Kabul erstochen. Viele Medienvertreter beklagen sich, dass die Regierung nicht genug für deren Schutz unternimmt. Dennoch war die Pressefreiheit in Afghanistan noch nie so groß wie in den vergangenen Jahren. Es gibt viele private Fernseh- und Radiosender. Neben eine Reihe von Unterhaltungsformaten, gibt es auch gute kritische Sendungen. Die Arbeit der Regierung wird zum Beispiel sehr offen kritisiert, manchmal sogar mehr als es erforderlich ist. Einige Medienvertreter in Afghanistan geben selbst zu, dass sie immer noch nicht genau herausgefunden haben wo die Grenzen einer freien Presse liegen.
 
Die innenpolitische Lage spitzt sich zu. Hat das auch Konsequenzen für die Berichterstattung?

Die Medienfreiheit verschlechtert sich von Tag zu Tag. Die Medien hatten zum Beispiel vor drei Jahren andere Freiheiten als es zurzeit der Fall ist. Weil sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren enorm verschlechtert hat, können viele Journalisten nicht mehr frei in allen Teilen des Landes arbeiten. Zudem üben sowohl die Regierung als auch die Taliban Druck auf die Journalisten aus. Keine Seite möchte in dem Krieg in Afghanistan, der auch ein Medienkrieg geworden ist, eine schlechte Presse bekommen.

Welche Rolle spielen in dieser angespannten Situation internationale Sender?

Sender wie die DW können gerade jetzt, wo die Kriegsparteien immer mehr Druck auf die Medien ausüben, eine wichtige Rolle spielen. Ein großer Sender wie die DW kann nicht eingeschüchtert werden wie ein kleiner Lokalsender in den Provinzen Afghanistans. Zudem versuchen zum Beispiel einige mächtige Warlods oder Politiker, ihre eigenen „Propagandasender“ aufzubauen und die Menschen bewusst in die Irre zu führen. Hier kann die DW jene Informationen liefern, fundiert und objektiv, die die Menschen in Afghanistan wirklich brauchen. Informationen, die zum Beispiel von vielen lokalen Sendern aus verschiedenen Gründen nicht gesendet werden. Zudem können internationale Sender vielen lokalen Sendern helfen, indem sie die afghanischen Journalisten schulen. Die DW arbeitet bereits seit Jahren mit afghanischen Medien zusammen. Mit dem Ziel, die journalistische Qualität im Land zu verbessern. Ein schwieriger, aber lohnenswerter Weg.

Datum

Freitag 17.09.2010 | 09:56

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