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Medien international

Freitag 10.02.2012 | 11:19

Kathrin Reinhardt | Medien international

Zwist um Meinungsfreiheit und Moral

Sanjiv Burman

Sanjiv Burman

Die indische Regierung hat mehrere Internet-Konzerne, darunter Google und Facebook, angewiesen, Möglichkeiten zur „Blockade obszöner Inhalte“ zu entwickeln. Medienexperten sehen darin einen Eingriff in die Meinungs- und Pressefreiheit. Der 1,1 Milliarden Einwohner zählende Staat belegt in der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen Platz 131 von 179. Sanjiv Burman aus der Südasien-Redaktion der Deutschen Welle über die aktuelle Diskussion auf dem Subkontinent.

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Donnerstag 26.01.2012 | 13:32

Kathrin Reinhardt | Medien international

„Wir werden oft als Feinde angesehen“

Bei Protesten nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Uganda im vergangenen Jahr, bei der Amtsinhaber Yoweri Museveni wiedergewählt wurde, kam es zu brutalen Übergriffen auf Opposition und Journalisten. Leylah Ndinda, DW-Korrespondentin in der Hauptstadt Kampala, berichtet im Interview mit Charlotte Hauswedell, wie der Alltag für Journalisten in Uganda aussieht.

Ndinda ist seit 2009 für die Kisuaheli-Redaktion der Deutschen Welle tätig. Zuvor arbeitete sie vier Jahre lang beim privaten Fernsehsender WBS-TV. Die Proteste 2011 erlebte die Journalistin hautnah. Die Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ mahnte in ihrer Jahresbilanz 2011 vor allem die gewaltvollen Übergriffe auf ugandische Journalisten bei Demonstrationen an.

Frau Ndinda, wie erleben Sie persönlich die Einschränkung der Meinungs- und Informationsfreiheit?
Es gibt zwar keine gesetzlich festgelegten Einschränkungen, aber ich weiß genau, dass es bei bestimmten Themen gefährlich wird, zum Beispiel Menschenrechtsverletzungen durch Sicherheitskräfte. Sie setzen uns unter Druck, unsere Quellen preiszugeben. Und das, obwohl wir als Journalisten per Verhaltenskodex dazu verpflichtet sind, unsere Quellen zu schützen. Wir sollten sogar unsere privaten Kontakte von Freunden und Familie den Sicherheitskräften übergeben. Nach Rücksprache mit der Kisuaheli-Redaktion der DW  habe ich das unterlassen.

Montag 05.12.2011 | 19:49

Berthold Stevens | Medien international

„Eine Quelle der Inspiration“

Chama Darchoul

Chama Darchoul

Die Journalistin und Bloggerin Chama Darchoul aus Tanger, Marokko, hat am Young Media Summit in Tunis teilgenommen. Dazu hatte die DW Ende November in Tunis eingeladen. Im weltzeit-Interview spricht sie über die marokkanische Blogosphäre und den Austausch zwischen dem Maghreb und dem Nahen Osten.

Welche Rolle spielen derzeit Blogs und Soziale Netze in Marokko?
Facebook und andere Soziale Netze haben während der Wahlen in Marokko einen großen Einfluss auf die Bevölkerung gehabt. Twitter ist hier weniger verbreitet. Einige Blogger beziehungsweise Internetaktivisten – diesen Ausdruck bevorzuge ich – haben die neuen Technologien genutzt, um die Marokkaner dazu zu bewegen, wählen zu gehen. Sie haben die Programme der verschiedenen Parteien erklärt und gezeigt, warum es wichtig ist zu wählen. Sie haben vor allem jungen Leuten klar gemacht, welche Bedeutung ihre Stimme hat.

Mittwoch 23.11.2011 | 18:41

Martina Bertram | Medien international Menschenrechte

Medienfrau in Pakistan: „Journalismus ist kein Geschäft, sondern Verantwortung“

Ayesha Hasan

Ayesha Hasan aus Pakistan, Benish Ali Bhat aus Indien und Tamana Jamily aus Afghanistan realisieren derzeit bei der Deutschen Welle ein Multimediaprojekt. Ihr Thema: Frauen – ihre Rechte, ihre Potenziale, ihre Rolle in der Gesellschaft. Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, geht das Projekt online. Wie sehen die drei Autorinnen ihre eigene Rolle als Journalistinnen in ihrer Heimat? Fragen an Ayesha Hasan von Martina Bertram.

 

Pakistan ist eine islamische Republik. Wie schwierig ist die Berichterstattung über religiöse Themen?
Ayesha Hasan: Sehr schwierig. Man kann zwar oberflächlich über alles Mögliche problemlos schreiben, Lifestyle, Boulevard oder Gesundheit. Aber Religion durchdringt in Pakistan alle gesellschaftlichen Bereiche. Schaut man genauer hin und berichtet etwa über Gewalt gegen Frauen, kommen schnell sehr starke Gruppen in der pakistanischen Gesellschaft auf den Plan, für die eine vergewaltigte Frau nicht Opfer, sondern Täterin ist, weil sie sich unreligiös gekleidet oder verhalten haben muss, also gegen religiöse Vorschriften verstoßen hat. Gleiches gilt für Frauen, die von ihren Ehemännern verstümmelt werden. Wer hierüber berichtet, verstößt aus Sicht dieser Gruppen zwar noch nicht gegen islamisches Recht, gerät aber in Verdacht, dies nicht voll zu akzeptieren. Diese Menschen glauben, das islamische Recht auf ihrer Seite zu haben. Islam ist aber keine Religion der Gewalt. Es sind einige Gruppen, die im Namen der Religion das Falsche tun.

Dienstag 22.11.2011 | 11:47

Kathrin Reinhardt | Medien international

Twittern auf Chinesisch

Das Microblogging-Portal "Sina Weibo"

Das chinesische Microblogging-Portal „Sina Weibo“ ist eine Mischung aus Facebook und Twitter. Mehr als 200 Millionen Chinesen kommunizieren über das Soziale Netzwerk.

Christoph Ricking, Freier Mitarbeiter der Chinesisch-Redaktion der DW, ist nach China gereist und berichtet, welche Möglichkeiten das Portal bietet und wie es mit Zensur umgeht. 

Lesen Sie den Artikel hier.