| |
Die Millionenstadt ist zwar nicht die Hauptstadt Boliviens aber als Regierungssitz die wichtigste Metropole des Landes. La Paz liegt in einem Talkessel auf 3600 Meter Höhe. Das Meer von Ziegelhäusern zieht sich wie ein rötlicher Schimmer die Hänge und Hügel rund um das Stadtzentrum empor. Ein verwirrender und beeindruckender Blick bietet sich dem Betrachter bei der Ankunft. Von oben aus betrachtet macht die Stadt ihrem Namen anscheinend alle Ehre: La Paz - der Friede.

Danach geht es innerhalb weniger Minuten fast 600 Meter hinab in die Millionenstadt – wir tauchen ein in einen brodelnden Kessel. Durch den dichten Verkehr schlängeln sich fliegende Händler und Fußgänger, aus den Minibussen ertönen die Rufe der „voceadores“, der Ausrufer, die die Rute und das Fahrziel bekannt geben, überall wird gehupt, rote Ampeln machen auf Bus- und Taxifahrer wenig Eindruck.

In La Paz führen alle Straßen entweder bergauf oder bergab, was von den Autofahrern einiges an Geschick erfordert und von Fußgängen eine zähe Ausdauer - zu mindest von jenen, die nicht an die Höhe gewöhnt sind. Nach einem halben Häuserblock steil bergauf ist erst einmal eine Verschnaufpause angesagt.

Abends, nach Einbruch der Dunkelheit verschnauft dann auch die Stadt – und hüllt sich ein in einen schwarzen, mit goldenen Perlen bestickten Umhang…

…ähnlich den eleganten und Umschlagtüchern, die zur traditionellen Tracht der “cholitas“, der Aymara-Frauen gehören.

|
|