
| 18.09.2009 |
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Kleines Dorf - große Hölle. Hier kennt jeder jeden. Costa Rica sei das Land der Seifenopern, meint Stefan, 29, unverheiratet und Jungunternehmer aus Deutschland. ![]() Das ist Javier. ![]() Er arbeitet nicht als Model in Venezuela, sondern bei Stefan auf der Finca. Javier ist ein Held. Er hat Leo das Leben gerettet. ![]() Leo ist der Pate. Fortsetzung folgt... |
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| 18.09.2009 |
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Jedes anständige deutsche Kind kennt die Geschichte von Tiger und Bär, die aufbrechen nach Panama, dem Land ihrer Träume. Dort sei alles besser, größer, schöner als zu Hause, meint der Bär. Tiger und Bär haben Panama nie gesehen. Janosch’ Geschichte ist eine Fabel über Träume, Unterwegssein und Ankommen dort, wo man hingehört. Doch wir sind leibhaftig im legendären Panama gelandet. Wer vom Fughafen in die gleichnamige Stadt hinein fährt, nimmt erstmal nur die glänzenden Hochhausfassaden und neuen Stahl- und Betongerippe wahr. Boomtown Panama? So sieht es zumindest aus. Wer sich mit seinem Kapital aus Venezuela zurückzieht, kommt in der Regel hierher, meint einer, der es wissen muss. ![]() Bei Panamakanal fiel mir als erstes die Hollywood-Komödie mit Cary Grant als Mortimer Brewster aus den 40er Jahren ein: "Arsen und Spitzenhäubchen". Mortimer ist entsetzt. Sein verrückter Bruder hält sich für Roosevelt und hebt im Keller des Hauses ihrer Tanten den Panamakanal aus, in dem zahlreiche, von den entzückenden alten Ladies vergiftete einsame Herren verbuddelt werden. Wir haben definitiv keine Leichen in den Tiefen des Kanals entdecken können. Es war nur – wie meist in den letzten Tagen – feucht. ![]() Ganz nah dran - ein Containerschiff von hinten. ![]() Doch Panama hat mehr als den Kanal zu bieten. Die Altstadt von Panama-City. Hinter dekorativen Werbetafeln verbirgt sich oft ein Kleinod im Kolonialstil. ![]() Hier gibt es noch etwas zu entdecken: z.B. Frauen mit ihren traditionellen Trachten ... ![]() ![]() .... und Marck Antonio, den Schuhputzer, der über die Politik und das Leben in der Hauptstadt räsoniert. ![]() Finanzkrise? Wer hier in Panama keine Arbeit fände, wäre einfach nur faul. Marck Antonio kann nichts erschüttern, dachte ich. Auf seine unvermittelt sehr persönlichen Gegenfragen, ob der große, blonde Kameramann mein Mann wäre und ich kochen könne, musste ich beide Male verneinen. Das fand er sehr befremdlich. |
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| 18.09.2009 |
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| Als ich neulich mit meinem Team im Auto unterwegs war und plötzlich nur noch Spanisch verstand, würde mir schlagartig bewusst, dass ich mit drei Latinos unterwegs bin. In Berlin hatten sie sich trickreich getarnt, in dem sie mit mir deutsch gesprochen haben. Aber es ist ok, Latinos haben ganz schön viele Vorteile: sie heben einem den Koffer ins Auto, sie machen einem Komplimente, wenn man zum Präsidenten geht. Qué guapa! Linda! Qué color!!! Sie handeln tolle Preise aus, wenn sie irgendwo – sagen wir mal – ein Boot brauchen, um eine Totale zu drehen, sie können Autos reparieren, wenn sie stehen bleiben, passen auf mich auf, damit mir keiner zu nahe kommt und improvisieren, wenn in der Ciudad del Este kein Dolly für eine Kranfahrt für geschätzte 20.000 Euro zur Verfügung steht. (diese Kamerafahrt hat uns einen Euro gekostet! Für Jonas, der neben Moya die Karre schiebt!) Wenn eine hübsche Frau vorbeigeht, ist es bei uns wie beim Synchronschwimmen. Geht sie von recht nach links, gehen zack, zack, zack, die Köpfe alle hinterher. Geht dieselbe oder eine andere von links nach rechts funktioniert das Spektakel zack, zack, zack, auch in die andere Richtung. Blöd ist nur, wenn man in dem Hotel in Foz de Iguazu einen kleine Streichelzoo hat. Wenn man dann vor den Kaninchen steht und sagt: „Oh, wie süß!“ Dann sagen sie: „Die sind lecker. Ganz besonders die kleinen.“ Ansonsten sind die Flüsse voller Piranhas (die Pfützen im Prinzip auch!), die Mücken voller Dengue und Malaria, man muß sich schön eincremen (mit Faktor 50 bis 100), damit man sich nicht verbrennt und es gibt Moskitos, die so groß sind, daß man sie mit einer Schere zerschneiden kann und dann läuft das ganze Blut raus. Meines oder das denjenigen, der gerade gestochen wurde. Ach ja, und Haie gibt es im Prinzip auch überall. Ich wette, falls es jemals wirklich Piranhas gibt, werde ich es nicht glauben. Erst wenn mir einer den Finger abgebissen hat. Sergio ist aus Argentien. Dort ist alles viel besser als überall sonst auf der Welt. Er macht für uns die Kamera. Das bin ich. Das ist Christian aus Paraguay, der für uns seine Kontakte spielen läßt. Das ist Moya aus Columbien, der eigentlich Kameramann ist und für uns den Ton macht. |
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