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		<title>Südafrika 2010 | DW-WORLD</title>
		<description>Deutsche Welle: - News, Analysis and Service from Germany and Europe - in 30 Languages</description>
		<language>de_DE</language>
		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/</link>
		<item>
			<title>Aktion saubere Stadt:  Wie Südafrika gegen Straßenkinder vorging</title>
    		<description>&lt;b&gt;Damit die Touristen keinen schlechten Eindruck bekommen, haben die südafrikanischen Behörden vor der WM hunderte Straßenkindern und Bettler eingesammelt und in Heimen untergebracht. Viele sind jetzt wieder zurück auf der Straße. Für manche aber war die Aktion ein Glücksfall. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nqobile landete mit 13 auf der Straße. Seine Stiefmutter misshandelte ihn schwer, irgendwann floh der Junge aus dem Haus und kam nicht mehr zurück. Drei Jahre lang lebte er in der Welt der völlig Rechtlosen, stahl sich sein Essen zusammen, bettelte, hungerte. Hin und wieder gab es in der Suppenküche für Obdachlose eine Mahlzeit, &quot;nicht gut, aber wenigstens heiß&quot;, sagt er und grinst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam die Weltmeisterschaft. &quot;Auf einmal kamen Männer und nahmen uns mit. Sie sagten, wir dürften jetzt nicht mehr auf der Straße leben. Es sei ja bald die Weltmeisterschaft. Da würden wir nur stören.&quot; Die Stadt Johannesburg verfrachtete Nqobile mit hunderten anderen Kindern in ein Auffanglager für Straßenkinder. &quot;Concentration Camps&quot; nennen es die Kinder. Von dort aus wurden sie aufgeteilt, jedes Kind in ein anderes Heim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nqobile hatte Glück. Der scheue 16-Jährige kam zu Pater Laszlo. Der ungarische Missionar kümmert sich seit sieben Jahren um Straßenkinder in Südafrika, leitet ein Wohnheim, beschäftigt mehrere Streetworker. Doch durch die &quot;Aufräum-Aktion&quot; der südafrikanischen Behörden wurden mit einem Schlag viel mehr Straßenkinder in sein Heim geschwemmt als eigentlich finanzierbar wären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Der Stadt Johannesburg geht es nicht um die Kinder&quot;, kritisiert Pater Laszlo. &quot;Es ging darum, den WM-Touristen ein makelloses Bild von Südafrika zu bieten. Da störten arme Menschen - und sie mussten weg. Kosten aber sollte das alles nach Möglichkeit gar nichts. Es gibt keinen Plan, kein Konzept, keinen sozialpolitischen Gedanken hinter dieser Aktion. Die Unterbringung der Kinder finanzieren dürfen dann die internationalen Entwicklungshilfe-Organisationen.&quot; Milliarden habe Südafrika ausgegeben, um die teuren Fußballstadien zu bauen. Für die Straßenkinder aber gebe es kein Budget, so der Pater. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folgen dieser Politik sind sichtbar, an jeder Straßenecke: Je weiter die WM fortschreitet, desto mehr erscheinen Bettler, Straßenkinder, Obdachlose wieder auf der Bildfläche. Ohne Budget und Kapazitäten, öffnen viele Heime ihre Tore und lassen ihre Gäste zurück auf die Straße. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Obdachlosen war der Zwangsaufenthalt im Heim sowieso verhasst. Auch aus Pater Laszlos Heim laufen einige Kinder immer wieder davon. &quot;Man kann sie nicht zwingen, auf einmal in einem Heim zu leben&quot;, sagt der Pater. &quot;Die Jungen müssen innerlich bereit dazu sein, der Straße den Rücken zukehren. Das ist ein langer Prozess.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betreuer Andres drückt es noch drastischer aus: Von hundert obdachlosen Kindern würden es gerade mal fünf schaffen, dauerhaft der Straße zu entkommen. Zu groß das Trauma, zu widrig die Umstände. &quot;Die Neuankömmlinge sind im Geist immer noch auf der Straße&quot;, sagt Andres. &quot;Sie müssen ganz langsam wieder lernen, jemandem zu vertrauen, nicht zu stehlen, nicht Gewalt anzuwenden. Was diese Kinder erlebt haben, können wir uns oft gar nicht vorstellen. Sie brauchen Zeit.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dem 15-jährigen Piwe fiel es anfangs schwer, sich an das Heimleben zu gewöhnen. Seit einem Monat ist der schmächtige Junge jetzt hier, anfangs war er immer allein. &quot;Mein Freund ist sofort abgehauen, er will weiter auf der Straße leben&quot;, erzählt er. &quot;Wir haben den ganzen Tag zusammen Kleber geschnüffelt. Wenn wir Geld hatten, ist es für neuen Kleber draufgegangen. Zu essen hatten wir eigentlich nie genug. Und oft ist die Polizei gekommen und hat uns verprügelt.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches berichten auch die Obdachlosen in einer Johannesburger Suppenküche: Regelmäßige gewaltsame Übergriffe von der Polizei, Schläge, Abtransport in irgendwelche Heime, freigelassen durch die Hintertür und die Prozedur ging von neuem los. &quot;Wir haben halt gestört&quot;, sagt Piwe und zuckt mit den Schultern. &quot;Die Touristen von der Weltmeisterschaft sollten uns nicht sehen. Deswegen sind wir hier.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem: Piwe und Nqobile werden bleiben, auch nach der WM. Schule mache ihnen Spaß, sagen sie. Sie wollen etwas lernen, weg vom Kleberschnüffeln. Nqobiles größter Wunsch ist es, eines Tages Pilot zu werden. &quot;In meinen Träumen fliege ich jede Nacht&quot;, sagt er und blickt hinunter auf die Straße. Dahin will er nicht mehr zurück.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9351.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Morgenstimmung</title>
    		<description>Eines der schönsten Erlebnisse in Kapstadt: Morgens in aller Frühe auf den Tafelberg - und den Sonnenaufgang beobachten...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst kündigt nur ein roter Streifen am Horizont den neuen Tag an, dann ist es soweit...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sonne klettert langsam über den Horizont, steigt schnell höher. Das Licht verändert sich, die Nebel lösen sich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guten Morgen, Kapstadt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9350.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Cape by bike</title>
    		<description>&quot;Alles, was man mit dem Auto macht, kann man auch mit dem Fahrrad erreichen.&quot; Das ist die Grundeinstellung von Andreas Schönbach. Der 52-jährige Deutsche ist vor einigen Jahren nach Kapstadt ausgewandert. Dort ist er Mitbegründer der neuen südafrikanischen Fahrrad-Tourismus-Branche: Per bike geht es nicht nur durch die Innenstadt Kapstadts, sondern auch zum Kap der guten Hoffnung, in die Townships und auf Safari. &quot;Bis jetzt musste noch keine Gruppe wild strampelnd vor den Löwen flüchten&quot;, sagt er lachend. &quot;Dafür haben wir immer einen Ranger dabei.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mit dem Fahrrad in Kapstadt unterwegs ist, erregt immer noch Aufmerksamkeit. Leicht verwundert schauen einem Passanten nach: &quot;Haben Sie kein Geld für ein Auto?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Das Fahrrad ist für Südafrikaner einfach kein klassische Fortbewegungsmittel&quot;, erklärt Radführer Tony. &quot;Die Leute fahren mit dem Auto, und wer sich kein Auto leisten kann, geht zu Fuß.&quot; Dementsprechend vorsichtig muss man als Radfahrer in Kapstadt sein: Autofahrer sind nicht auf entgegenkommende Radfahrer eingestellt, schnell wird man übersehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem entgegenzuwirken, hat sich Kapstadt ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Insgesamt 250 Kilometer Fahrradwege sollen in der Kapregion in den nächsten Jahren gebaut werden. Gut 50 Kilometer gibt es schon. Das macht sich auch in der Innenstadt bemerkbar: Eigens eingerichtete Fahrrad-Ampeln, rot gepflasterte Wege - durch die Weltmeisterschaft präsentiert sich Kapstadt wesentlich Radfahrer-freundlicher als vorher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wir wollen den Verkehr in der Kapregion zunehmend umweltfreundlich gestalten&quot;, erklärt Steven Granger von der Stadt Cape Town. &quot;Aber bis auch Südafrikaner das Fahrrad benutzen, ist es sicher noch ein weiter Weg.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leichter in der Akzeptanz der Bevölkerung haben es da die neuen Linienbusse: Ob vom Flughafen oder im innerstädtischen Verkehr - nagelneue Busse zirkulieren durch die Stadt, das Ticket kostet weniger als einen Euro. An den Bushaltestellen stehen mehr Sicherheitskräfte als Fahrgäste. Nur eine Branche freut sich nicht über den verstärkten öffentlichen Nahverkehr: die Taxifahrer.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9349.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Für das, was übrigbleibt: Die Müll-Männer der WM</title>
    		<description>Walter ist für das da, was übrigbleibt. Was die Fans hinterlassen, wenn sie gehen. Manche drücken ihm den Müll in die Hand, manche suchen gewissenhaft die richtige Tonne in dem Multirecycling-System, das sich die Organisatoren der WM ausgedacht haben. Walter ist Müllmann, speziell für die WM.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter liebt seinen Job. &quot;Das ist sinnvoll, was wir tun&quot;, sagt er. &quot;Wir schützen die Natur.&quot; Und er deutet auf die Tonnenbatterie hinter ihm. &quot;Wet waste&quot; steht dort, daneben &quot;paper&quot;, &quot;plastics&quot;, &quot;tin cans&quot;. Die ganze Palette des europäischen Recycling-Gedankens. Über die sich hier in Südafrika vor der WM eigentlich niemand so wirklich Gedanken gemacht hatte. Kaum ein Haushalt in Südafrika trennt den Müll. Manche Südafrikaner erklären stolz, dass sie das Papier extra aufheben. Das ist ein großer Schritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sortiert wird trotzdem, später, auf der Mülldeponie: Hunderte Hände verlesen den Müll, schaffen Berge von Plastikflaschen und Getränkedosen. Wichtige Arbeitsplätze in diesem Land mit 20 Prozent Arbeitslosigkeit. Was dann mit dem Müll passiert, weiß niemand so genau. Händler holen sich ab, was sie gebrauchen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
500 Extra-Tonnen Müll während der WM - damit rechnet allein die Stadt Johannesburg. Schon das Eröffnungsspiel verursachte 90 Tonnen Müll. Der Großteil davon landet auf einer der riesigen Deponien der Stadt, über denen Tag und Nacht die Möwen kreisen. Am Horizont erkennt man die Skyline von Johannesburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter fährt einmal am Tag hierhin, um seine schwere Fracht abzuladen. Den Rest des Tages - und oftmals der Nacht - ist er an den Stadien unterwegs. Er kennt die großen Johannesburger Fußballarenen, &quot;Soccer City&quot;-Stadion und Ellis Park, in- und auswendig. Morgens in aller Frühe bringen er und seine Kollegen die Mülltonnen. Umkreisen mit ihren LKW das Stadion-Gelände, laden die leeren Tonnen mit lautem Geklapper ab. &quot;Immer fünf in eine Reihe. So ist gut.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast ein bisschen liebevoll rückt Walter seine Tonnen zurecht. Entfaltet den ersten der gigantischen blauen Plastiksäcke, legt ihn hinein, streicht sorgsam den Rand glatt. Das hat noch keiner der Fans bemerkt. Sein Kollege bringt den Deckel mit den Beschriftungen. Wet waste, paper, plastics... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob sein Job ihn manchmal ekelt, später, wenn die Säcke voll sind und stinken? Walter zuckt mit den Schultern. &quot;Ich habe bei dieser WM eine Aufgabe. Ich bin stolz darauf, dass ich etwas dazu beitragen kann. Andere sagen, was quälst du dich, was räumst du den Dreck der Fans weg? Ich sage, dass ich es gerne mache. Weil ich etwas dazu beitrage, dass es eine gute WM ist.&quot; Leise fügt er hinzu: &quot;Und weil meine Kinder dann etwas zu essen haben.&quot; Walter hat keine Arbeit, eigentlich, wenn nicht gerade WM ist. Sein Arbeitsvertrag als Müllmann hat am 11. Juni begonnen und endet am 11. Juli. In wenigen Tagen gehören Walter und 400 seiner Kollegen wieder zu dem Heer von Arbeitslosen, mit denen Südafrika jeden Tag klarkommen muss - und es nicht schafft. Deswegen war die WM für Walter eine gute Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher, manchmal kommen die Zweifel. Wenn er abends um 11 immer noch draußen vor dem Stadion stehen muss, neben seinen Mülltonnen. Wenn er den betrunkenen Fans zum hundertsten Mal die richtige Öffnung für ihre Bierflaschen zeigt. Wenn er an den Jubelschreien hinter der Absperrung erkennt, dass wieder ein Tor gefallen ist - nur für wen, weiß er nicht. Er würde schon gerne zuschauen. Einmal im Stadion sitzen dürfen, das ist sein Traum. Seine arbeitslosen Nachbarn machen sich über ihn lustig. &quot;Du stinkst&quot;, sagen sie. &quot;Du wühlst im Dreck der Ausländer.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine arbeitslosen Nachbarn können auch das Spiel gucken, in Fernseher. Walter stellt manchmal heimlich sein kleines Radio an, während der Arbeit, neben dem Stadion. Dann setzt er es auf eine der überquellenden Tonnen und sucht den richtigen Sender. Eigentlich darf er das nicht, sagt sein Chef. Er habe schließlich eine Aufgabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald ist es dann vorbei. Für die Fans, für Südafrika, für Walter. Was dann kommt, weiß er nicht. Seine beiden kleinen Kinder hat er einen Monat lang nur schlafend gesehen, so spät, wie er nach Hause kommt, so früh, wie er wieder anfängt. Aber sie hatten genug zu essen zu Hause, im WM-Monat. Das zählt. Irgendwann sollen seine Kinder auf eine gute Schule gehen können, hofft Walter. Vielleicht sogar auf die Universität. Da war er auch mal, für zwei Semester. Er wollte Informatiker werden, er war der beste in der Schule. Aber dann ging seinen Eltern das Geld aus, und er musste arbeiten gehen. Später verlor er seine Arbeit und hatte erst recht kein Geld mehr. Seitdem hangelt er sich von Hilfsjob zu Hilfsjob. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal macht es ihn wütend, wenn er an die Milliarden denkt, die Südafrika der Bau der Fußballstadien gekostet hat. Und wenn er sich in seinem Viertel umschaut, in dem kaum jemand genug zum Leben hat. &quot;Aber ich darf nicht wütend sein&quot;, sagt er dann. &quot;Ich habe ja von der WM profitiert.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn am Sonntag die Fans zum Endspiel ins &quot;Soccer City&quot;-Stadion strömen, werden sie den kleinen Mann im orangenen Overall vermutlich kaum bemerken. Dann steht er wieder da, zwischen seinen Tonnen, und dirigiert zum letzten Mal den Müll. Walters größter Wunsch? Müllmann auf Lebenszeit! Er strahlt. &quot;Vielleicht habe ich hier ja zeigen können, dass ich ein guter Müllmann bin. Vielleicht übernehmen sie mich ja.&quot; Sein Chef lächelt. &quot;Ach, Walter&quot;, sagt er. Und klopft ihm tröstend auf die Schulter.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9346.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Fußball als Chance</title>
    		<description>Fußballfest in Hillbrow, einem Problemstadtteil von Johannesburg. &quot;Schoscholza&quot;, singen die Mädchen und Jungen im Chor - ihr Lieblings-Fußballlied zur Weltmeisterschaft. Eine Gruppe Teenager begleitet den Chor auf Trommeln. Sie stehen auf einem neuen, leuchtend grünen Kunstrasenplatz - mitten in Hillbrow. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nebenan wurde vor kurzem ein Spielplatz eröffnet. Die angrenzenden Hochhäuser sind neu gestrichen, der Bürgersteig sauber gekehrt. Patricia erkennt ihre Gegend kaum wieder: &quot;Dieser Platz hier war vorher eine Müllhalde, auf der Leute illegale Geschäfte betrieben haben. Es ist unglaublich, wie sehr sich Hillbrow verändert hat.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahrzehntelang war Hillbrow berühmt-berüchtigt: An Silvester war es traurige Tradition, dass die Leute Kühlschränke und Automotoren von ihren Balkonen auf die Straße warfen. Mehrere Menschen starben jedes Jahr bei den Ausschreitungen, tagelang herrschten im Viertel kriegsähnliche Zustände. Die weltweite negative Berichterstattung weckte die Behörden: Hillbrow wurde zum Johannesburger Entwicklungsziel Nummer eins vor der Weltmeisterschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem waren es aber die Bewohner, die die Sache selbst in die Hand nahmen: &quot;Wir Anwohner haben uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir Hillbrow sicherer und lebenswerter machen können&quot;, erzählt Patricia, die von Anfang an bei dem Projekt beteiligt war. &quot;Man konnte sich in Hillbrow nicht mehr auf die Straße trauen, ohne überfallen zu werden. Das sollte sich ändern.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicherheitskräfte wurden eingestellt, eine Straßenreinigung aktiviert. Die Stadt Johannesburg half, die Gebäude zu sanieren. Und schließlich entstand für die Kinder des Viertels dieser Fußballplatz - damit die Kinder etwas zu tun haben und nicht auf dumme Gedanken kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn eine heile Welt ist Hillbrow noch lange nicht. &quot;Kinder, die hier aufwachsen, sind täglich mit Gewalt, Kriminalität und Drogenmissbrauch konfrontiert&quot;, sagt Fußballtrainer Timothy. Er kommt selbst aus Hillbrow. &quot;Für die Kinder hier sind Verbrechen normal. Aber seit wir mit dem Fußballprojekt angefangen haben, ist die Kriminalitätsrate tatsächlich zurückgegangen. Den Kindern ist jetzt Fußball einfach wichtiger als das, was sich auf der Straße abspielt.&quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr als 50 Kinder hat Timothy täglich auf dem Platz, trainiert sie ehrenamtlich. &quot;Am Anfang war es das reine Chaos&quot;, sagt er. Aber mittlerweile seien die Kinder diszipliniert: &quot;Sie wollen etwas lernen, sind dankbar, dass sich jemand um sie kümmert.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Fußballplatz wird fast rund um die Uhr gespielt. Für viele hier ist Fußball der wichtigste Sinn ihres Lebens. Auch der 16-jährige Calvin kommt aus einer Problemfamilie. Er ist jeden Tag auf dem Platz. &quot;Fußballspielen hält dich davon ab, Blödsinn zu machen&quot;, sagt er und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Seine Mannschaft hat gerade 2:0 gewonnen. &quot;Wenn du Sport machst, rauchst und trinkst du nicht, dass macht ein Sportler nicht. Immer trainieren, Fußball-Turniere, Gymnastik: Fußball lehrt dich Disziplin und Respekt. Das bringt unser Trainer uns bei: Wir respektieren uns gegenseitig statt uns zu schlagen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) fördert das Projekt, bildet die Trainer aus. Denn hier geht es nicht nur um sinnvolle Freizeitbeschäftigung: Durch den Fußball werden außerdem Themen wie Respekt, Gleichberechtigung und Aids-Prävention spielerisch vermittelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So sollen die Jungen und Mädchen aus Hillbrow fit gemacht werden - fürs Leben außerhalb des Platzes. Trainer Timothy weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, hier aufzuwachsen, keine Chance zu bekommen. Man muss die Sache selbst in die Hand nehmen, sagt er: &quot;Das Projekt hat auch mich verändert. Es macht mich stolz, dass ich den Kindern etwas vermitteln kann - etwas, das ich selbst damals in Hillbrow nicht hatte, kann ich ihnen jetzt geben. Ich lehne mich nicht zurück und warte, dass andere etwas für dieses Viertel tun - ich tue es!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche haben es bereits geschafft: Raus aus Hillbrow, an die Universitäten, in gut bezahlte Jobs, sogar in den Profi-Fußball. Davon träumen die Jungs hier auf dem Platz. Calvin trainiert hart für seine Profikarriere. Denn eines steht für den Teenager fest: &quot;Wir sind das nächste Bafana-Bafana-Team!&quot; Die nächste Generation der südafrikanischen Nationalmannschaft kommt mit Sicherheit aus Hillbrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9344.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Immigranten in Südafrika: Angst vor dem Hass</title>
    		<description>&lt;b&gt;Sie wurden gejagt, vertrieben, ermordet: Tausende Immigranten litten vor zwei Jahren unter der gewaltsamen Ausländerfeindlichkeit in Südafrika. In Johannesburg hatten sie nur wenige Orte, an denen sie sich sicher fühlten. Zum Beispiel das Gemeindehaus der Methodisten-Kirche in Downtown Johannesburg. Noch immer leben heute mehr als 1500 Immigranten dort - unter katastrophalen Zuständen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geruch ist das erste. Diese Mischung aus Urin und Schweiß, die einen Moment lang den Atem raubt. Eine Wanze krabbelt die Wand hoch. Emily schiebt einen Vorhang aus alten Handtüchern zur Seite. Sie ist zu Hause.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sie vor drei Jahren mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn von Simbabwe nach Südafrika kam, hatte die Familie nichts. &quot;Jetzt habe ich wenigstens das hier&quot;, sagt sie. &quot;Das hier&quot; sind zwei Quadratmeter für vier Menschen. Notdürftig abgetrennt mit Laken, Tüchern und aufgehäufter Kleidung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13 Familien leben in einem Raum, jede hat sich mit Kistenstapeln und Decken einen winzigen Privatraum geschaffen – soweit man das privat nennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Quadratmeter Leben. Vor zwei Jahren hat Emily hier ihre Tochter geboren. Auf zwei Quadratmetern schläft die Familie, kocht Emily, reinigt sie notdürftig sich, die Kinder, die Kleidung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Duschen gibt es keine. Nur ein tropfendes Waschbecken in der einen Toilette, die sie sich mit 1500 anderen Menschen teilt. &quot;Wir waschen uns in der Toilette&quot;, sagt sie. Nachts müssen sie eng zusammenrücken, damit die vier Menschen überhaupt Platz finden zum Schlafen. Ist einer krank, sind alle krank. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emilys ganzer Stolz ist ein Bügeleisen. Das hat sie günstig auftreiben können. Auch wenn sie keinen Platz hat, um zu bügeln. Und keinen Ort, um ihre Wäsche zu waschen. Während sie Essen auf der kleinen Kochplatte kocht, hat das Paar nebenan Sex. Getrennt durch einen Vorhang. Während sie versucht, ihre Kinder zum Schlafen zu bringen, feiern die Männer nebenan die Fußball-WM. &quot;Du lebst hier, ohne nachzudenken&quot;, sagt sie. &quot;Hier hörst du auf zu träumen.&quot; Emily ist 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist sie gekommen? &quot;Weil es in Simbabwe noch weniger Zukunft gab als hier&quot;, sagt Emily. Sie hatten Hoffnung auf einen Beruf, auf Bildung für ihre Kinder, vielleicht mal ein eigenes Haus. Jetzt sind sie hier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Mann hat einen Fernseher in die kleine Zelle gequetscht. Er ist arbeitslos, liegt meistens auf der Matratze und schaut fern. Ein diplomierter Ingenieur ohne Pass, wertlos. Der Nachbar ist Informatiker. Ein anderer ist Lehrer. Aber ohne Pass kann niemand von ihnen in Südafrika arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal sind die Frauen besser dran. Emily hat in Johannesburg einen Putzjob gefunden, illegal natürlich. Damit ernährt sie die Familie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Frauen und Männer schrubben den Bürgersteig vor der Kirche – ein Arbeitsprojekt der Stadt Johannesburg, zur Weltmeisterschaft, damit die Stadt sauber aussieht. &quot;Das bisschen Geld brauche ich dringend&quot;, sagt eine der Frauen und stützt sich auf den Besen. Sie hat sich ihr Baby auf den Rücken gebunden. Nach der WM wird das Projekt wahrscheinlich enden. Aber ein paar Arbeitslose mehr fallen hier gar nicht auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie könnten auch in die Vorstädte ziehen, in die Townships von Johannesburg, in eine der illegalen Siedlungen. Da hätten die Immigranten mehr Platz. Aber sie wagen es nicht. &quot;Die Südafrikaner hassen uns Simbabwer. Sie denken, wir nehmen ihnen die Arbeit weg. Dabei hat doch kaum einer von uns Arbeit&quot;, sagt Emilys Nachbarin Faith. Auch sie wohnt mit ihrer Familie lieber im Gemeindehaus der Methodistenkirche. &quot;Hier sind wir wenigstens sicher&quot;, sagt sie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emily nickt. Es ist der Hass, der ihr Angst macht. Angst, den Sohn zur Schule zu schicken. Angst, auf die Straße zu gehen und als Simbabwerin erkannt zu werden. &quot;Ihr seid dreckig, sagen die Südafrikaner. Ihr seid wertlos.&quot; Und immer wieder: &quot;Ihr nehmt uns die Arbeitsplätze weg.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor zwei Jahren hat sich Emily gar nicht mehr aus dem Haus getraut, so groß war die Welle der Gewalt gegen Immigranten. Und sie ist überzeugt: Die Gewalt kommt wieder.  &quot;Durch die Fußball-WM hat der Hass nur eine Pause eingelegt. Danach ist er wieder da.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die ersten Bewohner der Methodistenkirche bereiten sich schon vor: Vor dem Büro des Pastors sitzt eine alte Frau. Sie will nach Hause, zurück nach Simbabwe. &quot;Südafrika hat mir kein Glück gebracht&quot;, sagt sie. &quot;Ich will fliehen, bevor die Weltmeisterschaft zu Ende ist. Danach geht es wieder los mit der Gewalt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emily wird hier bleiben, mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Kindern. &quot;Wo sollen wir denn hin?&quot;, fragt sie. Und zertritt eine Wanze.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9339.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Botschaft auf Rädern</title>
    		<description>Pass verloren? Orientierungslos? Oder einfach nur mal das Bedürfnis, mit Landsleuten zu reden? Dafür gibt es die Mobile Deutsche Botschaft. Mitarbeiter der deutschen Botschaft düsen quer durch Südafrika, immer der deutschen Nationalmannschaft hinterher - und betreuen in den jeweiligen Spielorten die deutschen Fans. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eine Kollegin im Johannesburger &quot;Soccer City&quot;-Stadion versehentlich in eine Schlägerei geriet und von der Polizei abgeführt wurde, waren es die Mitarbeiter der mobilen Botschaft, die sie rausgehauen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ständen positionieren sie sich rund um die Stadien und stehen den deutschen Fans bei. Bei dieser WM sei aber bislang alles sehr entspannt verlaufen, betonen die Mitarbeiter. &quot;Vielleicht mal ein geklauter Pass - sonst gab’s keine Probleme!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn fest steht: Die Flugtickets nach Südafrika sind teuer. So mancher Hooligan konnte sich das wohl einfach nicht leisten. Die Stimmung in Südafrika ist deswegen überwiegend friedlich - sogar Deutsche und Argentinier trinken Bier zusammen...</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9338.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Kapstadt bebt!</title>
    		<description>&quot;Fußball ist ein einfaches Spiel&quot;, sagt der südafrikanische&lt;br /&gt;
Fernseh-Kommentator. &quot;22 Spieler, ein Ball - und am Ende gewinnt Deutschland!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für ein Tag! Volksfeststimmung schon am Morgen, die Stadt kollabiert beinahe unter der Menschenmenge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch hatten die Argentinier Hoffnung...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...dann fährt Angie vor...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...und das Spiel beginnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massen kämpfen um jeden Platz beim Public Viewing. Trotz aller Bemühungen: Kapstadt bietet immer noch nicht genügend Platz für die vielen Fans. Die Public-Viewing-Orte sind schon drei Stunden vor Anpfiff wegen Überfüllung geschlossen. Am Ende drängeln sich sich die Menschen um jeden verfügbaren Fernseher, sogar draußen vor den Fenstern von Restaurants...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutschland beweist Köpfchen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...und erschüttert Argentinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beliebteste Satz des Abends: Don't cry for me...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während sich die völlig fertigen Südamerikaner erholen müssen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...feiern die Deutschland-Fans überall in der Stadt! &quot;Four - nill!!!&quot; ist der Kampf-Schrei des Abends.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wildfremde Menschen klopfen einem auf die Schulter: &quot;Well done, Germany!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Party!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9331.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Kapstadt bereitet sich vor</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald ist es soweit: Deutschland gegen Argentinien - das Match des Viertelfinales in Kapstadt. Die Stadt bereitet sich vor, tausende Fans sind schon angereist. So mancher hofft noch auf ein Wunder...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...andere deutsche Fans konzentrieren sich da lieber auf das Wesentliche: Feiern. Kapstadt ist für deutsche Gäste bestens ausgerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Fan-Geschäften sind die Deutschland-Trikots schon ausverkauft. Und noch eine andere Nation ist jetzt der Verkaufsschlager: Holland! Wie wär's mit orangenen Badeschlappen? Brasilien ist on sale...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Malls haben sich auf das Äußerste vorbereitet...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und an jeder Ecke, vor jedem Geschäft bildeten sich heute schon Menschentrauben, um Fußball zu gucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was morgen auch kommen mag - in Kapstadt steht eines fest: It's AYOBA time! Und &quot;Ayoba&quot; ist ein so starkes Glücksgefühl, dass es dafür eigentlich gar keine Worte gibt, schon gar nicht eine Übersetzung. Fußball-WM halt. Ayoba!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9326.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Südafrikas größte Deutschland-Flagge</title>
    		<description>Eigentlich klang es mehr wie ein Witz. &quot;Wenn Deutschland ins Viertelfinale kommt, laufe ich persönlich auf den Tafelberg und hisse eine gigantische Deutschland-Flagge.&quot; Das hat David gesagt, vor dem Spiel gegen England, nach ein paar Flaschen Bier. Seine Freunde lachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber David war es ernst. Der 21-jährige Industriekaufmann aus Wiesbaden macht ein derzeit Praktikum in Kapstadt. &quot;Die Atmosphäre hier ist einfach der Wahnsinn&quot;, sagt er und strahlt. &quot;Da wollte ich als Deutschland-Fan doch etwas zu beitragen.&quot; Vor noch nicht einmal einer Woche gründete David im Studenten-Netzwerk &lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/search/?flt=1&amp;q=tafelberg&amp;o=69&amp;s=40#!/group.php?gid=128570473847229&amp;v=wall&amp;ref=search&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Facebook eine Gruppe&lt;/a&gt; und rief zum Mitmachen auf: Wer näht mit an einer Riesen-Deutschlandflagge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Freunde sind dabei. Weitere deutsche Fans melden sich. Die deutsche Community in Kapstadt spendet Geld für den Stoff. Erste Medien werden aufmerksam. &quot;Die Sache war auf einmal nicht mehr zu stoppen&quot;, sagt David.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf in den Stoffladen: Satin in schwarz, rot und gelb, meterweise. &quot;Der Stoffverkäufer ist beinahe ausgeflippt&quot;, erzählt die 23-jährige Lisa, die zusammen mit David das Projekt managt. &quot;Aber am Ende war er nett und hat uns sogar einen Sonderpreis gemacht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Stoffmassen für rund 300 Euro im Kofferraum fahren die Studenten und Praktikanten zu einer hilfsbereiten deutschen Unternehmerin, die in Kapstadt ein Designstudio hat. Sie stellt die Nähmaschinen, nähen aber müssen die Jugendlichen selber. &quot;Gar nicht so einfach&quot;, stöhnt Mosche und zieht den Stoff gerade. Um ihn herum türmen sich gelbe Stoffmassen. Nebenan versuchen Julia und Timo, Herr über den schwarzen Satin zu werden. &quot;Wir versuchen jetzt erstmal, die Bahnen einzeln zusammenzunähen&quot;, erklärt David. &quot;Am Ende setzen wir die schwarzen, roten und gelben Teile dann zu einer Flagge zusammen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leichter gesagt, als genäht: Die meisten der jungen Fans haben vorher noch nie in ihrem Leben eine Nähmaschine bedient. &quot;Wenn das meine Mutter sehen würde&quot;, grinst Ole. &quot;Dann müsste ich zu Hause demnächst auch mal ran.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitten in der Nacht ist es, als schließlich einige übermüdete Gestalten ein schweres Paket aus einem Haus in Kapstadt zerren und zum Auto schleppen. Ihre Fahne ist doch noch fertig geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen treffen sie sich wieder, vor Sonnenaufgang. Kapstadt schläft noch. Die meisten haben keine vier Stunden geschlafen. &quot;Für Deutschland stehe ich auch mal früh auf&quot;, sagt einer und grinst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teil zwei der Nacht-und-Nebel-Aktion: Die Flagge soll auf den Berg. Vorsichtig schleppen die Studenten ihre Stoffmassen auf einen Steilhang, kämpfen sich durch das Gestrüpp. Dann fangen sie an zu rollen. &quot;Vorsicht! Ziehen!&quot;, ruft einer. &quot;Ist Schwarz oben oder unten?&quot; &quot;Oh  nein, sie ist verkehrtrum!&quot; Stück für Stück entrollt sich das Stoffmonster, legt sich das riesige Tuch auf die Büsche und das Geröll, deckt den Hang ein. &quot;Ich fühl mich ein bisschen wie bei Christo&quot;, murmelt einer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da liegt sie. 35 Meter lang, neun Meter hoch - und eindeutig eine Deutschlandflagge im XXL-Format. Die Jugendlichen jubeln. &quot;Ich hätte nie gedacht, dass wir es wirklich schaffen&quot;, sagt Lisa. &quot;Ich bin so stolz. Wir haben so viel Herzblut in die Flagge gesteckt. Und dass sie jetzt wirklich hier liegt...&quot; Ihre Stimme bricht. &quot;Wir haben es wirklich geschafft.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Jugendlichen feiern. Über Kapstadt geht die Sonne auf. Unten im Tal liegt das Stadion, in dem in wenigen Stunden die Nationalelf gegen Argentinien spielt. Und eines steht für die jungen Fans fest: Jetzt muss Deutschland gewinnen.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9325.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Mega-Flagge</title>
    		<description>300 Quadratmeter Deutschland-Flagge - von Hand genäht! Dieses ambitionierte Projekt sorgt bei jungen Deutschen in Kapstadt gerade für eine schlaflose Nacht. Die Studenten und Praktikanten haben sich über &lt;a href=&quot;http://www.facebook.com/search/?flt=1&amp;q=tafelberg&amp;o=69&amp;s=40#!/group.php?gid=128570473847229&amp;v=wall&amp;ref=search&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Facebook&lt;/a&gt; verbündet und wollen der Nationalelf am Samstag vor dem Spiel gegen Argentinien einen besonderen Empfang bereiten: Die größte Deutschland-Flagge Südafrikas wird dann am Tafelberg wehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bevor die Riesen-Fahne dort oben in einer Nacht-und-Nebel-Aktion angebracht werden kann, heißt es erstmal: Nähen, nähen, nähen. Stoffbahn um Stoffbahn. Und das mit Jungs (und Mädels), die vorher noch nie eine Nähmaschine aus der Nähe betrachtet hatten. In der Not helfen alle mit, auch andere Fans...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Versöhnung mit England!!!:-) )&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BILD-Zeitung berichtet am Samstag, hier gibt's morgen &lt;a href=&quot;http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9326.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;schon mehr...&lt;/a&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9321.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>KAPSTADT!!!</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;This is god's country&quot;, sagt der Taxifahrer und strahlt. &quot;You know?! My country, your country - this here is our garden eden. Enjoy it.&quot; Dreht die Musik lauter und donnert mit 120 km/h die Straße vom Tafelberg hinunter. Schön hier!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!--googlemap_start--&gt;&lt;!--point(-33.9660289, 18.4098014)--&gt;&lt;!--beschriftung--&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe name=&quot;map2&quot; id=&quot;map2&quot; width=&quot;457&quot; height=&quot;250&quot; frameborder=&quot;0&quot; scrolling=&quot;no&quot; marginheight=&quot;0&quot; marginwidth=&quot;0&quot; src=&quot;http://blogs.dw-world.de/googlemap_anzeigen.php?point=(-33.9660289, 18.4098014)&amp;marker_beschriftung=&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=(-33.9660289, 18.4098014)&amp;ie=UTF8&amp;z=15&amp;iwloc=A&quot; style=&quot;color:#0000FF;text-align:left&quot;&gt;Gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Kartenansicht&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;!--googlemap_end--&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9320.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Grausame Selbstjustiz</title>
    		<description>In den wenigen Minuten, die wir vom Auto weg waren, hat sich neben dem Parkplatz eine Menschentraube gebildet. Zwei Männer liegen am Boden, der eine blutet am Kopf, der andere hat sein Bein merkwürdig abgewinkelt. Ein Handy sollen sie gestohlen haben, sagen die Leute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verprügelt wurden die Diebe sofort. Jetzt warten sie auf Teil zwei der Strafe: Die Verletzten werden so lange mit eiskaltem Wasser aus dem Schlauch abgespritzt, bis sie sich nicht mehr rühren. &quot;Das ist harmlos&quot;, sagt eine. &quot;Letzte Woche haben sie eine 14-Jährige in einen Reifen gesteckt und bei lebendigem Leib verbrannt.&quot; Sie hatte gestohlen. Ein Handy.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9319.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Willkommen, Mensch</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Tage alt, ist die Zukunft dieses kleinen Südafrikaners bereits relativ vorgezeichnet. Vermutlich wird er dort aufwachsen, wo auch seine sechs Geschwister leben: In einer Hütte im Township von Johannesburg, kein Strom, kein Wasser - und noch viel schlimmer: keine Bildung. &quot;Wenn er 15 oder 16 ist, wird er selbst wieder Vater sein&quot;, sagt eine und zuckt mit den Schultern. &quot;So geht das immer weiter.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter alleinerziehend. Viele wissen sich nicht anders zu helfen und setzen ihre Babys aus. Die Zahl steigend: Im vergangenen Jahr wurden allein in Johannesburg mehr als 300 ausgesetzte Babys gefunden - Dunkelziffer weit höher. Ein kleines Mädchen wird seit gestern in den Zeitungen als &quot;Wonder-Girl&quot; betitelt: Das zwei Tage alte Kind überlebte die -3 Grad kalte Winternacht in einer Sporttasche.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9318.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Fußball-Sorgen</title>
    		<description>Ich mache mir ernsthaft Sorgen um meinen englischen Mitbewohner. Er isst seit zwei Tagen nur noch Baked Beans aus der Dose mit Unmengen Toastbrot und murmelt etwas von &quot;Trost-Essen&quot;. Ansonsten würdigt er mich keines Blickes. Die Zeitungen titeln &quot;Germany blitz England&quot;. Hauptsache, Deutschland muss nicht nochmal gegen Ghana antreten. Dann redet hier kein Taxifahrer mehr mit mir...  </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9311.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Genervte Deutsche</title>
    		<description>Im Ausland macht es oft keinen Spaß, Deutsche zu sein. Dieses permanente &quot;Sorry, I'm German.&quot; Die Geschichte, die mich als Deutsche nicht loslässt. Niemals. Auch nicht 70 Jahre danach. In den USA werde ich gefragt, wie viele Juden mein Großvater ermordet hat. In Frankreich begrüßt man mich mit &quot;Heil...&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in Südafrika? Hier macht es besonders Spaß, Fernseh-Nachrichten zu schauen. Deutschland gegen England. &quot;Comeback des Zweiten Weltkrieges&quot; heißt der Beitrag und skizziert detailliert die Parallelen zwischen dem aktuellen Fußballspiel und den britisch-deutschen Kämpfen im &quot;Dritten Reich&quot;. Der deutsche Sieg gegen Australien wird als &quot;German Blitzkrieg&quot; bezeichnet, Jogi Löw als &quot;German Dictator&quot;. Es nervt!</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9309.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Hellseher sagen Weltmeister voraus</title>
    		<description>Patricia von den Mystic Sisters ist stolz auf sich. Im Januar wurde die junge Hellseherin von einer südafrikanischen Zeitung gebeten, eine Prognose für Bafana-Bafana abzugeben. Patricia hörte auf ihre innere Stimme, zückte die Tarot-Karten und bekam eine finale Erleuchtung: Die südafrikanische Mannschaft würde nicht der Weltmeister werden, so ihr überraschendes prophetisches Ergebnis. Sie sollte Recht behalten. Und ist zufrieden mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der nationalen Hellseher-Tagung in Johannesburg sind sie alle versammelt. Tarot-Karten-Leser. Hand-Linien-Analysten. Pendel-Schwinger. &lt;br /&gt;
Ägyptisches Sandkristall-Lesen. Farb-orientierte Gemälde-Prophezeiung. Fußsohlen-Fortuna. Teeblatt-Tarot. Lebensglück-Leser. Und alle beschäftigen sich mit einem Thema: Wer wird der nächste Fußball-Weltmeister?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ägyptischen Sandkristalle von Mystery Mother funkeln unter der Lupe. Das spricht für ein fulminantes Spiel. Leider ist die Korn-Konstellation ungünstig für Ghana. &quot;Die feinen Linien und die Gesamtstruktur des Sandes sprechen für Argentinien&quot;, sagt Mystery Mother und fährt mit ihren vielfach beringten Fingern durch den Sandhaufen in der Schale vor ihr. &quot;Der Sand weiß alles&quot;, flüstert sie.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nebenan knetet Fußsohlen-Fortuna die Füße einer Kundin, reibt sie mit Öl ein. &quot;Die Fußflächen verraten uns die Zukunft&quot;, weiß sie und hofft, dass irgendwann einmal Michael Ballack vorbeikommt. Der habe bestimmt interessante Füße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teeblätter im Teeblatt-Tarot schweigen weitestgehend. Aber Mystic Martha beteuert, hätte Lionel Messi vorher die Tasse berührt, könnte sie voraussagen, wie viele Tore er schießt. Dummerweise ist auch Messi heute nicht auf der Hellseher-Tagung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Stand gegenüber entsteht gerade ein prophetisches Gemälde. Juju hört ganz auf ihre innere Stimme, wenn sie zu den Farbstiften greift und rote oder blaue Schwünge zu Papier bringt. Im Schneidersitz auf einem Meditationsteppich sitzend, prophezeit sie gute energetische Strömungen fürs Finale (blau), viele Tore (rot) und einen harmonischen Sieger (grün). Wer es sein wird, lässt sie offen. &quot;Sport hat auf mich zu wenig Schwingungen&quot;, bedauert sie. &quot;Das Kraftfeld ist beim Fußball zu wenig ausgeprägt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marc braucht kein Kraftfeld, er braucht Strom. Schließlich errechnet sein Laptop per Astrologieprogramm eine gute Sternenkonstellation für Brasilien. Genauso habe er auch schon den Wahlsieg von Barack Obama erkannt, sagt er. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pandora legt derweil die Tarotkarten für die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft. Harte Zeiten stünden bevor. Das Team sei einfach zu jung und unerfahren. &quot;Aber auch wenn die Weltmeisterschaft 2010 nicht zu erreichen ist, es gibt Hoffnung&quot;, sagt sie. Sprächen die Karten doch dafür, dass die Nationalelf am Ende zu alter Stärke zurückfinden würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sheila ist spezialisiert auf Handflächenlesen. Zwischen den undefinierbaren Linien der Hand einer Kundin sieht sie einen BMW erscheinen, erkennt einen akuten Eisenmangel, warnt vor dem aktuellen Partner und deutet eine tiefe Dominanz des Vaters in der Kindheit. Nur ein Fußball erscheint nicht in den Handrillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich geht es auch Nela. Sie ist gerade mal zwölf, Schülerin und nebenbei Wahrsagerin. &quot;Das liegt in den Genen&quot;, sagt ihre Mutter. Die ist auch Wahrsagerin. Und die Großmutter und die Urgroßmutter. &quot;Aus meiner Klasse weiß keiner, dass ich Hellseherin bin&quot;, sagt Nela. &quot;Die würden das nicht verstehen. Aber ich bin stolz darauf, dass ich in die Zukunft sehen kann. Das ist einfach was Besonderes, und es hilft mir bei wichtigen Entscheidungen. Ich will Anwältin werden und lege mir oft selber die Karten.&quot; Nur bei Fußball weigert sie sich, auf ihre höheren Kräfte zurückzugreifen. &quot;Ich bin da zu parteiisch&quot;, sagt sie. &quot;Argentinien soll gewinnen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere Wahrsager outen sich deutlich als Fußballfans: Im Räucherstäbchen-Rauch erkennt der benebelte Besucher Bafana-Bafana-Flaggen und Hellseher im Brasilientrikot. Nur dass hier nicht die Vuvuzela dröhnt, sondern die Klangschale. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wer kommt jetzt ins Finale? &quot;Brasilien und Argentinien&quot; sagt eine. &quot;Ghana&quot;, ist sich eine andere sicher. Die Kristallkugel tippt auf Uruguay. &quot;Alles Quatsch&quot;, sagen unabhängig voneinander sowohl Mystery Priscilla als auch Future-Leila. Sie haben den Weltmeister mit Hilfe von Tarotkarten und Hellseher-Instinkt schon längst identifiziert. &quot;Italien&quot;, strahlt Pricilla. &quot;Sind Sie sicher?&quot; - &quot;Hundertprozentig&quot;, nickt sie. &quot;Sie werden sehen. Italien holt den Titel!&quot;&lt;br /&gt;
Zu diesem Zeitpunkt ist Italien schon längst ausgeschieden. Nur hat das hier niemand mitbekommen.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9306.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Schwarze Gedanken</title>
    		<description>Johannesburg ist wie ein einziges großes Freiluftgefängnis. Stacheldraht, elektrische Zäune, meterhohe Mauern. Kaum Menschen auf der Straße, nur ein paar Bettler und dunkle Gestalten an den Straßenecken. Keinen Schritt zu Fuß gehen, zu gefährlich. Sagt man mir. Der Weg zur Mall - keine zehn Minuten zu Fuß - wird zum Spießrutenlauf: Spähe nach links und rechts, weiche den schwarzen Männern aus, die mir entgegenkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paranoia? Vielleicht. Aber das Prickeln im Nacken ist immer da. Bei allen, sagen die Einheimischen. Die weißen und die schwarzen. Jeder Wohnkomplex hat einen Sicherheitsdienst, jede Haustür ein eisernes Tor. &quot;Es wird ernst, wenn die Wachhunde still werden&quot;, sagt eine. &quot;Sie vergiften als erstes die Hunde.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind strenge Regeln: Auto beim Fahren verriegeln (sonst springen sie an der Ampel in dein Auto). Keine Tasche beim Fahren auf dem Beifahrersitz (sonst schlagen sie dir an der Ampel die Scheibe ein). Kein Telefonieren in der Öffentlichkeit (sonst sehen sie dein Handy). Nicht die Geldbörse in der Öffentlichkeit zücken, auch nicht im Supermarkt oder im Taxi. Stattdessen immer 100 Rand (10 Euro) bar in der Tasche haben. Abends alle Fenster und Türen checken. Natürlich bei geschlossenem Fenster schlafen. Und vor allem: Keinen Schritt zu Fuß gehen, weder zum Supermarkt noch in die Parks. Johannesburg gilt als die gefährlichste Stadt der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich halte mich an diese Regeln, meistens. Trotzdem war ich schon in Ecken, in denen ich vielleicht nicht hätte sein sollen. Es war alles ok. Unbegründete Ängste also? Ich weiß nicht. Ich bin verunsichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Johannesburg prallen erste und dritte Welt mit Schallgeschwindigkeit aufeinander. Die dritte Welt in dieser Stadt kämpft jeden Tag ums Überleben. Das Elend kann man sich nicht vorstellen, selbst wenn man es gesehen hat. Die erste Welt lebt ein normales, sattes, hauptsächlich weißes Leben. Zur Arbeit fahren. Zum Supermarkt fahren. Zur Mall fahren. DVDs ausleihen fahren. Zum Restaurant fahren. Zur Kneipe fahren. Danach wieder nach Hause fahren (egal, wie hoch der Pegel ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Weißen fährt die Angst meistens mit. Manche haben ein spezielles Warnsystem in ihrem Auto, das anfängt zu piepen, wenn man in gefährliche Gegenden fährt. Gegenden, in denen man sich oft so widerlich weiß fühlt, so furchtbar auffällig, so gnadenlos Leuchtturm. Der versteckte Rassismus ist da, er kommt von ganz allein, schleicht sich ein, setzt sich fest. Die Angst vorm fremden, schwarzen Mann an der Straßenecke. Der sich dann als der netteste Mensch der Welt erweist. Ich schäme mich meiner Angst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber meine (schwarze) Freundin hat mir die Narben an ihren Beinen gezeigt, als sie zufällig in einen Schusswechsel geraten ist. Das Mädchen, das ich gestern interviewt habe, wurde von fünf Männern vergewaltigt und hat jetzt Aids. Und der freundliche Mann, der uns vor zwei Tagen noch durch die Townships geführt hat, ist heute tot. Jemand hat seine Hütte angesteckt. Diese Welt ist verrückt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Draußen wird es dunkel. Ich verriegele die Tür und ziehe die Vorhänge zu.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9305.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Stimmung!!!</title>
    		<description>Deutschland - Ghana, im Soccer City Stadion Johannesburg. Ich hab noch ein Ticket ergattert. Gleich gehts los...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...schnell noch mit dem Wichtigsten eindecken: Ohrstöpsel. Doppelpackung. Das Tröten der Vuvuzelas lässt das Stadion schon von außen erzittern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da liegt er - der Tempel des Fußballs. Ein bisschen Gänsehaut läuft einem schon den Rücken runter, wenn man mit tausenden anderen auf das Stadion zuschreitet, Fangesänge im Ohr, die Fahne in der Hand. Und das mir, die von Fußball so viel Ahnung hat wie ein Eisbär vom Pinguinjagen.&lt;br /&gt;
&quot;Calabasch&quot; wird das Soccer City Stadion in Jo'burg auch genannt, weil es aussieht wie ein traditioneller afrikanischer Tontopf. Die Farbe und Gestaltung kommt übrigens komplett von deutschen Firmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ein schönes Vuvuzela-Konzert, und dann fangen die an, Fußball zu spielen :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Riesen-Ding, dieses Stadion. Eine Stunde lang rumgeirrt und meinen Platz gesucht. Bin eingepackt wie ein Eskimo: zwei Jacken, drei Pullis. Winter in Südafrika...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irre Stimmung! Nur &lt;a href=&quot;http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5724102,00.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;das Spiel&lt;/a&gt; ist langweilig :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TOR!!! 83.000 Fans wachen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur Ghana lässt erst ein bisschen den Kopf hängen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...während die Deutschen auch nach dem Spiel noch dableiben und das 1:0 feiern. Der beste Moment: Als nach Spielende durchgesagt wurde, dass Deutschland und Ghana im Achtelfinale sind. Seitdem wird zusammen gefeiert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9296.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Soweto</title>
    		<description>Die andere Seite: Südafrikas Gesicht der absoluten Armut.&lt;br /&gt;
In den Townships von Johannesburg: keine Kanalisation, selten Strom, ein Meer von Wellblechhütten, die Straße als Kloake. Wer hier aufwächst, kommt selten aus dem Elend raus. Kriminalität, Gangs dominieren die Straßen. Kinder gibt es viele, medizinische Versorgung und Schulen kaum. Aber Transistorradios und alte Fernseher. Darauf verpassen die Bewohner kein Fußballspiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn für Bafana-Bafana die Weltmeisterschaft vorbei ist: Die Fußballbegeisterung in den Townships ist ungebrochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob spielt jeden Tag Fußball auf der Straße. Mit alten Getränkedosen. Einen Fußball hat er nicht...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prince hat gerade laufen gelernt. Seine Mutter hofft, dass er einmal ein ganz berühmter Fußballspieler wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von &quot;ihrem&quot; Auto aus verpassen diese drei Jungs keines der Spiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn schon nicht Bafana-Bafana, dann halt ein anderer. Die gute Laune lassen sich die kleinen Fußballfans hier jedenfalls nicht verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9282.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Die einzigen Reporter, die sich trotz WM langweilen</title>
    		<description>Eine gigantische Medienmaschine: SABC – die South African Broadcasting Company. Tausende Journalisten berichten minütlich über den World Cup - in 18 verschiedenen Radio- und vier Fernsehprogrammen und in elf verschiedenen Sprachen. Mit Millioneninvestitionen wurde im Messezentrum von Johannesburg ein riesiges Sport-Studio aufgebaut, von dort wird jedes Spiel übertragen und im Anschluss akribisch analysiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ganz Südafrika sind täglich hunderte Reporter unterwegs, um die Stimmung einzufangen. Nur eine Abteilung langweilt sich: die Crime-Reporter. Während der Weltmeisterschaft haben sie fast nichts zu tun. „Es wird Zeit, dass die WM um ist“, sagt eine. „Dann passiert wieder mehr.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9281.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Fußballparty in der Mall</title>
    		<description>Überall wird gefeiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Afrikanische Straßenmusik an jeder Ecke:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beflaggte Einkaufszentren und Autobahnen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maskottchen-Fieber:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Angestellten in diesem Fan-Laden mal grad keine Trikots verkaufen, dann wird einfach getanzt: Bafana, Bafana!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9257.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Viecher</title>
    		<description>Und wie denken die Ureinwohner Südafrikas über die Weltmeisterschaft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr bzw. in diesem Fall Frau Vogel Strauß verzichtet darauf, den Kopf in den Sand zu stecken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miss Langhals hat nicht nur den Überblick,...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern vor allem Appetit...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...und beschließt, ein deutsches Haustier zu werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während König Fußball regiert, hat der König der Tiere endlich mal Zeit für eine Pause:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9256.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Fußballgottesdienst</title>
    		<description>Flaggen über dem Eingangstor, daneben kleine Fußballtore. Eine katholische Kirche in Johannesburg. Der Pastor begrüßt seine (Fan-)Gemeinde mit &quot;Bafana, Bafana&quot; und freut sich, dass trotz baldigem Anpfiff doch noch ein paar Gläubige gekommen sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Fürbitte geht es – worum sonst - um die Fußballweltmeisterschaft: Möge Gott dafür sorgen, dass die Spiele fair und sicher weitergehen können. &quot;Wir bitten dich, erhöre uns.&quot; Ein kleines Buch gibt die Anweisungen für den christlichen Fan: &quot;A church on the ball prayer book - praying and playing.&quot; Darin jede Menge Gebete, Psalme und Lieder für den Fußball(-Gott). Ob Jesus auch schon gekickt hat?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Highlight der Messe: das offizielle Soccer World Cup Prayer (hier in Original-Länge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Almighty God, Creator of all,&lt;br /&gt;
As people from every nation gather with excitement&lt;br /&gt;
and enthusiasm for the World Soccer Cup of 2010,&lt;br /&gt;
may Southafricans be good hosts,&lt;br /&gt;
our visitors welcome guests&lt;br /&gt;
and the players from every team&lt;br /&gt;
be blessed with good sportsmanship and health.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May your spirit of fairness, justice and peace prevail,&lt;br /&gt;
among the players and all involved.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May we each contribute in our own positive way&lt;br /&gt;
to prevent, control and fight crime and corruption,&lt;br /&gt;
hooliganism of any kind and exploitation and abuse,&lt;br /&gt;
especially of those most vulnerable.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
May those far away from home&lt;br /&gt;
and those in their families across the world&lt;br /&gt;
find much joy in this occasion to celebrate&lt;br /&gt;
the beautiful game of soccer&lt;br /&gt;
and the beautiful game of life&lt;br /&gt;
according to Your plan for the common good for all.&lt;br /&gt;
AMEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9255.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>HIV</title>
    		<description>Riesige Demo von Aids-Infizierten in Johannesburg. Mehr als jeder fünfte Südafrikaner hat HIV. Nicht mal die Hälfte der fünf Millionen Infizierten hat Chancen auf eine ärztliche Behandlung. Wer sich die teuren Medikamente nicht leisten kann, landet auf einer Warteliste - und die Länge dieser Liste bestimmt über Leben und Tod. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südafrika hat in den vergangenen Jahren sein Aids-Präventions-Programm drastisch verbessert - aber jetzt werden die Gelder knapp: Die weltweite Wirtschaftskrise schränkt die finanziellen Mittel der internationalen Hilfsorganisationen ein. Und Südafrika selbst hat so viele Millionen in den Bau von Fußballstadien investiert, dass dafür vieles zurückstehen musste. Und auch wenn die Aidskranken selbst große Fußballfans sind: So mancher fragt sich, ob ein neues Krankenhaus nicht eine bessere Investition gewesen wäre....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9240.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Staats-Trauer</title>
    		<description>Vor dem Spiel Suedafrika - Uruguay war noch alles gut. Die Leute gekleidet wie immer...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
...die Vuvuzelas laut wie immer...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90 Minuten spaeter: Stille. Entsetzen. Kopfschuettelnde Taxifahrer. Schniefende Fans. Die Vuvuzelas schweigen. Der Schiedsrichter als nationale Hassfigur. Ein Land in Staatstrauer.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9227.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Ice Age</title>
    		<description>Hello Johannesburg!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 30 unentspannten Stunden in diversen Fliegern, mit ewigem Aufenthalt in Dubai (50 Grad plus) schliesslich in Johannesburg gelandet (9 Grad minus). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist kalt!!! Ich friere. Die Haeuser haben keine Heizung. Die Pinguine sterben wegen der Kaelte, sagt die Nachrichtensprecherin. Ich zittere unter fuenf Decken. Meine neuen Freunde wollen mir gleich am ersten Tag eine Freude machen: Wir gucken DVDs. Ice Age. Ich bin in Afrika.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gr&amp;ouml;&amp;szlig;ere Kartenansicht&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;!--googlemap_end--&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9226.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Über Anna Kuhn-Osius</title>
    		<description>&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anna Kuhn-Osius ist im Juni und Juli als Reporterin für die Deutsche Welle in Südafrika unterwegs - auf der Suche nach Geschichten außerhalb der Fußballstadien, mittendrin beim Public Viewing, bei spannenden Menschen, lustigen Begegnungen. Im Gepäck natürlich die Vuvuzela - und ein Päckchen Ohrenstöpsel! Zunächst  in Johannesburg, geht es später nach Kapstadt und dann auf eine zweiwöchige Rundreise.  Wenn Anna Kuhn-Osius mal nicht durch die Weltgeschichte tobt, arbeitet sie als Redakteurin im Deutschen Programm der Deutschen Welle.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/suedafrika2010/Anna/1.9193.html</link>
		</item>
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