01.07.2010  
     
 
Mega-Flagge
 
  300 Quadratmeter Deutschland-Flagge - von Hand genäht! Dieses ambitionierte Projekt sorgt bei jungen Deutschen in Kapstadt gerade für eine schlaflose Nacht. Die Studenten und Praktikanten haben sich über Facebook verbündet und wollen der Nationalelf am Samstag vor dem Spiel gegen Argentinien einen besonderen Empfang bereiten: Die größte Deutschland-Flagge Südafrikas wird dann am Tafelberg wehen.




Aber bevor die Riesen-Fahne dort oben in einer Nacht-und-Nebel-Aktion angebracht werden kann, heißt es erstmal: Nähen, nähen, nähen. Stoffbahn um Stoffbahn. Und das mit Jungs (und Mädels), die vorher noch nie eine Nähmaschine aus der Nähe betrachtet hatten. In der Not helfen alle mit, auch andere Fans...



(Versöhnung mit England!!!:-) )

Die BILD-Zeitung berichtet am Samstag, hier gibt's morgen schon mehr...
 
 
 
Anna Kuhn-Osius 01.07.2010, 22:11 # 0 Kommentare
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  01.07.2010  
     
 
KAPSTADT!!!
 
 


"This is god's country", sagt der Taxifahrer und strahlt. "You know?! My country, your country - this here is our garden eden. Enjoy it." Dreht die Musik lauter und donnert mit 120 km/h die Straße vom Tafelberg hinunter. Schön hier!








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Anna Kuhn-Osius 01.07.2010, 22:01 # 0 Kommentare
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  01.07.2010  
     
 
Grausame Selbstjustiz
 
  In den wenigen Minuten, die wir vom Auto weg waren, hat sich neben dem Parkplatz eine Menschentraube gebildet. Zwei Männer liegen am Boden, der eine blutet am Kopf, der andere hat sein Bein merkwürdig abgewinkelt. Ein Handy sollen sie gestohlen haben, sagen die Leute.

Verprügelt wurden die Diebe sofort. Jetzt warten sie auf Teil zwei der Strafe: Die Verletzten werden so lange mit eiskaltem Wasser aus dem Schlauch abgespritzt, bis sie sich nicht mehr rühren. "Das ist harmlos", sagt eine. "Letzte Woche haben sie eine 14-Jährige in einen Reifen gesteckt und bei lebendigem Leib verbrannt." Sie hatte gestohlen. Ein Handy.
 
 
 
Anna Kuhn-Osius 01.07.2010, 21:46 # 0 Kommentare
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  01.07.2010  
     
 
Willkommen, Mensch
 
 


Nur wenige Tage alt, ist die Zukunft dieses kleinen Südafrikaners bereits relativ vorgezeichnet. Vermutlich wird er dort aufwachsen, wo auch seine sechs Geschwister leben: In einer Hütte im Township von Johannesburg, kein Strom, kein Wasser - und noch viel schlimmer: keine Bildung. "Wenn er 15 oder 16 ist, wird er selbst wieder Vater sein", sagt eine und zuckt mit den Schultern. "So geht das immer weiter."

Die Mutter alleinerziehend. Viele wissen sich nicht anders zu helfen und setzen ihre Babys aus. Die Zahl steigend: Im vergangenen Jahr wurden allein in Johannesburg mehr als 300 ausgesetzte Babys gefunden - Dunkelziffer weit höher. Ein kleines Mädchen wird seit gestern in den Zeitungen als "Wonder-Girl" betitelt: Das zwei Tage alte Kind überlebte die -3 Grad kalte Winternacht in einer Sporttasche.
 
 
 
Anna Kuhn-Osius 01.07.2010, 21:43 # 0 Kommentare
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