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		<title>Blog | DW-WORLD</title>
		<description>Deutsche Welle: - News, Analysis and Service from Germany and Europe - in 30 Languages</description>
		<language>de_DE</language>
		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/</link>
		<item>
			<title>Die Südpolartaufe</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kurs auf Südafrika&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“NEPTUN ist zugetragen worden, daß an Bord des von ihm hochwohlgelittenen Schiffes POLARSTERN eine wilde Horde ungereinigter Kreaturen ihr Unwesen treibt. Das ist südlich des Polarkreises eine unhaltbare Unsitte. Daher wird NEPTUN persönlich, in Begleitung seiner holden Gattin Thetis, dem ein Ende bereiten. Er wird mit seinen Gehilfen am 05.04.2007 um 13 Uhr zum Abhalten der Reinigungs- und Taufzeremonie an Bord erwartet. Haltet euch bereit und übt Zittern - nicht nur vor Ehrfurcht!“&lt;br /&gt;
Schon eine Weile beschäftigen uns Mitteilungen dieser Art und vielfältige Gerüchte verbreiteten sich an Bord. Bei der Polartaufe handelt es sich um einen alten Seefahrerbrauch und wird auf der Polarstern fortwährend in der Arktis und Antarktis durchgeführt. Die gesamte Besatzung nimmt zusammen mit der Wissenschaft an diesem spannenden Ereignis teil und verkleidet sich in liebevoll gestalteten Kostümen als Neptuns Hofstaat. Nachdem nun alle wissenschaftlichen Projekte abgeschlossen sind, war es am gestrigen Abend dann soweit und die erste Station der Taufzeremonie wurde eingeleitet. Neptuns Polizisten führten uns auf das Helikopterdeck, auf dem wir mit einem Stempel versehen und jeweils zu zweit aneinandergekettet in Reihe positioniert wurden. Kurz darauf erschien Netpuns Konteradmiral Triton, um mit Hilfe von Kapitän Stefan Schwarze in Neptuns Namen eine Rede vorzutragen und gab den Befehl zur Waschung. Unverzüglich erhielten wir aus mehreren Feuerlöschschläuchen von Neptuns Beamten eine gnadenlose Meerwasserdusche. Als Triton schließlich von uns abließ und somit Neptuns erste Forderungen erfüllt waren, verließen wir frierend das Helikopterdeck und wärmten uns bei einer heißen Dusche auf. Der Morgen des eigentlichen Tauftages begann heute mit einem ganz speziellen Frühstück. Da den “schmutzigen“ Täuflingen das Sitzen auf den Stühlen in der Messe nicht gestattet ist, mussten wir wohl oder übel auf dem Boden Platz nehmen und bekamen Delikatessen wie Fisch-Chili-Cracker oder Paprikapudding vorgesetzt. Neptuns persönliches Eintreffen wurde um 13 Uhr erwartet. Zwei Stunden vorher machte seine Polizei erneut Gebrauch von ihrer Amtsgewalt und sperrte alle Täuflinge in das Fischlabor. Nach langer Wartezeit und vielen Mutmaßungen über das weitere Geschehen wurden wir dann endlich auf das Arbeitsdeck gebracht. Man erwartete uns bereits, denn Neptun höchstpersönlich versammelte sich mit seinem gesamten Hofstaat, vor dem wir auf den Knien den mahnenden Worten des Pastors folgen mussten. Anschließend ging es wieder in unser “Gefängnis“, in dem nun jeder Täufling nacheinander zur Prozedur herausgerufen wurde. Als mein Name fiel und ich von zwei Polizisten auf das Deck abgeführt wurde, erblickte ich voller Erstaunen die Taufinstrumente. Die Taufe bestand aus einem Parcour, auf dem man von einer Station zur nächsten geführt wurde. Zwischen Salbungen mit Essensresten, Sedimentschlammduschen und Fütterungen mit Fischcrackern erhielt man vom Pastor einen persönlichen Vers, in dem man seinen Taufnamen erfuhr Auf der letzten Station musste dieser im Angesicht des Königs der Meere wiederholt werden. Vielen Täuflingen erging es so wie mir, denn im Eifer des Gefechtes überhörte ich diesen Namen und musste sofort wieder von vorne beginnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;“Im wahren Leben heißt du doch Lars und Focke,&lt;br /&gt;
bekannt durch deine wunderschöne Locke,&lt;br /&gt;
verbandelt mit Labtop und Kamera,&lt;br /&gt;
sind deine Fotos wahrlich wunderbar,&lt;br /&gt;
dem Internet präsentiertest du jeden Tag einen Blog,&lt;br /&gt;
In diesen Breiten ist dein Name jetzt Eisgonoblog.“&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss der Taufe und nachdem das Arbeitsdeck wieder gesäubert war, bereitete die Besatzung einen Grillabend vor, um diesen außergewöhnlichen Tag mit der Vergabe der persönlichen Urkunden zur Südpolartaufe abzuschließen. Man bemerkt, dass es sich bei der Taufe um eine alte Tradition der Seefahrt handelt, denn bei den Kostümen und Taufinstrumenten war die Liebe zum Detail nicht zu übersehen. Sowohl Täufer als auch die Täuflinge hatten trotz der “unangenehmen“ Prozeduren viel Spaß und freuen sich nun auf die letzten sonnigen Tage auf der Polarstern, bevor wir am Dienstag im Hafen von Kapstadt schließlich von Bord gehen werden und unser unvergessliches Abenteuer endgültig vorbei sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Konteradmiral Triton gibt Befehl zur Waschung der Täuflinge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Spezialitäten für die ungetauften “Schmutzfinken“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Pastor bereitet die Täuflinge auf die Prozedur vor&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 05.04.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5372.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Geburtstag des Kapitäns</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auf hoher See im Indischen Ozean&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während unseres Weges in Richtung des afrikanischen Kontinents gab ein weiteres Ereignis Anlass zu einem Empfang. Unser Kapitän Stefan Schwarze feierte am heutigen Tage seinen Geburtstag und lud die Wissenschaftler zu einem Umtrunk in den Blauen Salon. Wir verbrachten einen angenehmen Vormittag mit unserem Master, der von den Wissenschaftlern einfallsreiche Geschenke überreicht bekam und in kleinen Ansprachen und Liedern gewürdigt wurde. Auch wir wünschen Herrn Schwarze weiterhin eine gute Fahrt und allzeit eine Handbreit Wasser unterm Kiel. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 03.04.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5371.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Unterwasserberg</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern auf dem Weg nach Kapstadt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg zu unserer Endstation in Südafrika sind wir nun in ein milderes Klima gekommen und haben die Kälte der Antarktis endgültig hinter uns gelassen. Der Aufenthalt im Freien wäre auch schon in diesen Breitengraden des Indischen Ozeans sehr angenehm, doch verhinderte ein weiteres Tief mit stürmischen Winden leider das Betreten der Außendecks. Während die See uns ein weiteres Mal ohne Pause durchschaukelte, konnten die Wissenschaftler im Labor der Hydrosweep-Anlage eine besondere Entdeckung machen. Während der ständig laufenden Datenaufzeichung  beobachteten die Wissenschaftler auf einmal einen sogenannten Seamount. Diese submarine Struktur konnte in der Vergangenheit bislang nicht ausgemacht werden und ist in keiner Karte verzeichnet. Eine der vielen Aufgaben der Forscher ist es nun, die Daten für einen Eintrag in die Weltkarten vorzubereiten und einen Namen für diesen 1350 Meter hohen Unterwasserberg zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Unterwasserberg in einer vorläufigen bathymetrischen Karte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 02.04.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5364.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Forschungsstation Port aux Français</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern bei den Kerguelen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg zu den nächsten Positionen für weitere geologische Proben sind wir schließlich bei den französischen Kerguelen Inseln angelangt. Nur wenige Schiffe nehmen im Jahr Kurs auf die ungefähr 70 Meilen breite Inselgruppe, um die Forschungsstation Port aux Français zu versorgen oder in der Nähe Fischfang zu betreiben. Ein Grund mehr für Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten vom Alfred-Wegener-Institut anlässlich des Internationalen Polarjahres, den französischen Kollegen einen Besuch abzustatten. &lt;br /&gt;
Bereits morgens um sechs Uhr kamen wir in Sichtweite der Inselgruppe und für viele Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder begann der heutige Tag mit einem gespannten Blick durch die Fenster. Die eindrucksvollen Gebirgszüge der Kerguelen präsentierten sich uns an einem überraschend freundlichen und sonnigen Morgen. &lt;br /&gt;
Mit dem Schlauchboot ging es dann auch für uns an Land zu dem kleinen Hafen der Forschungsstation Port aux Français. Schnell erkundeten Forscher und Mitglieder der Besatzung die Umgebung und verbreiteten untereinander Informationen über die Sehenswürdigkeiten. Neben vielen kleinen Buchten mit Pinguinen, Robben und Seeelefanten entdeckten wir eindrucksvolle Graslandschaften mit kleinen Seen und fanden sogar die Überreste alter Behausungen aus früheren Zeiten, als die Inselgruppe noch als Walfangstation diente.&lt;br /&gt;
Die Forschungsstation besteht aus vielen Gebäuden und erstreckt sich in kleineren Teilen über die gesamte Insel und beherbergt im Sommer über 120 Menschen. Im Vergleich zu den anderen Forschungsstationen, die wir auf dieser Reise kennengelernt haben, scheint Port aux Français einem Dorf am ähnlichsten. In den 50er Jahren wurde sogar eine Kirche errichtet. &lt;br /&gt;
Während die meisten sich auf Trampelfaden oder in der Nähe des Ufers aufhielten, nutzten Konrad Kopsch und Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut die seltene Gelegenheit für geophysikalische Messungen. Kapitän Schwarze und Prof. Dr. Hubberten verabredeten sich mit den überaus gastfreundlichen Franzosen zu einem gemeinsamen Treffen auf der Polarstern, um sich bezüglich des Internationalen Polarjahres auszutauschen. Die französischen Frauen und Männer freuten sich sehr darüber und ließen sich interessiert in einem Rundgang das Schiff zeigen. Unsere anfänglichen Bedenken über eine komplizierte Verständigung wurden schnell überflüssig, denn die offenherzigen Franzosen verfügten über fließende Englischkenntnisse. &lt;br /&gt;
Mit einem Abschiedsgruß per Schiffshorn verließen wir am Nachmittag die Bucht in der Nähe von Port aux Français und nahmen neuen Kurs nach Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gebirgszüge der Kerguelen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Polarstern zwischen der Inselgruppe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Seemöwen auf dem Hafengelände&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kormorane in der Nähe des Anlegers&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gebäude der Forschungsstation Port aux Français &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lagerhallen der französischen Forscher &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eigentümliche Architektur&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vereinzelte Buchten mit Piguinkolonien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eselspinguine im Gras&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Robben am steinigen Ufer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Seelefanten in Schlafposition&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Idyllische Seenlandschaften&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 29.03.07&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5355.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Auf dem Weg zu den Kerguelen</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern über dem Kerguelen-Plateau&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Polarstern konnten wir schließlich die östlichste Position des Südpolarmeeres erreichen, die das größte deutsche Forschungsschiff bisher angelaufen hat. Nach mehrmaligem Aufstoppen für weitere geologische Stationen befinden wir uns nun auf nördlichen Kurs. Die antarktischen Gewässer mit ihren beeindruckenden Eisbergen, einsamen Buchten und einzigartigen Landschaften liegt nun hinter uns. In dieser Woche werden wir das französische Kerguelen-Plateau anlaufen und weiterhin das große Archiv wertvoller Proben für die wissenschaftliche Rekonstruktion der vergangen Klima- und Umweltverhältnisse vervollständigen. Dass wir uns wieder auf hoher See befinden, macht sich ein weiteres Mal durch Wellengang und die entsprechenden Schiffsbewegungen bemerkbar. Zu schnell hatten wir uns an die ruhigen Gewässer in der Prydz Bucht gewöhnt, um dem nächtlichen Schaukeln ohne Einschlafschwierigkeiten begegnen zu können. Der Wetterbericht bereitet uns allerdings keine weiteren Sorgen. Laut aktueller Wetterlage sollte die weitere Überfahrt zu den Kerguelen mit guten Arbeitsbedingungen vonstatten gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Geologische Stationen während der Fahrt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Scheinwerfer in der Nacht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Spannende Tischtennisturniere in den Abendstunden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 25.03.07&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5318.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Kurs nach  Norden</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einsammeln der restlichen Ozeanbodenseismographen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Polarstern das Kerguelen-Plateau in der nächsten Woche erreichen kann, gibt es auf der momentanen Position für Wissenschaft und Besatzung weiterhin einiges zu tun. Weitere Ozeanbodenseismographen tauchten durch die Strömung zwar nicht immer am richtigen Ort auf, aber am Ende fanden die seismischen Messinstrumente wieder ihren trockenen Lagerplatz in der Luke. Unter anderem kam heute der sogenannte Kastengreifer zum Einsatz. Mit diesem Instrument zur Probenentnahme ist es möglich, einen Teil des Meeresbodens mit ungestörter Oberfläche an Deck zu befördern. Neben der geologischen Betrachtung ist eine derartige Probe hinsichtlich der Kleinstlebewesen auch von hohem biologischem Wert. So wurde dieses Stück vom Grund des Ozeans sogar von einem Wurm begleitet. Am Abend berichtete der Biologe Dr. Dirk Wagner vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam über das dreiwöchige Campleben seiner Projektgruppe und zeigte viele eindrucksvolle Fotos. Laut Aussage der Forscher wäre bei allen Gruppen das Sammeln der wissenschaftlichen Proben sehr erfolgreich gewesen und man freue sich über die kommende analytische Arbeit, mit denen es die Wissenschaftler in Zukunft zu tun haben werden, um mehr über die klimatischen Bedingungen der früheren Antarktis erfahren zu können. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Stück Meeresboden aus 4000 Metern Tiefe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Probenentnahme durch die Geologen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Säubern der aufgetauchten Ozeanbodenseismographen vom Salzwasser&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die CTD-Sonde nimmt Wasserproben und mißt Salzgehalts- und Temperaturprofile &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 22.03.07&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5311.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das letzte Eis</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern am südlichsten Punkt des zweiten seismischen Messprofils&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das zweite seismische Messprofil unter der Leitung von Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut ist nun erfolgreich beendet und der Luftpulser wurde wieder an Bord geholt. Nun gilt es ein weiteres Mal, die Ozeanbodenseismographen vom Meeresboden zu lösen und nacheinander an Bord der Polarstern zu holen. Voraussichtlich wird dies Aufgabe am morgigen Nachmittag abgeschlossen sein, womit die umfangreiche deutschrussische Seismik-Kampagne schließlich ihren Abschluss findet. Die Auswertung der gesammelten Daten wird die Geophysiker noch viele Monate beschäftigen und neue Erkenntnisse in der Rekonstruktion der jüngeren geologischen Klimaverhältnisse und Erdkrustenentwicklung liefern. Der nächste Kurs von Kapitän Stefan Schwarze und Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten wird uns nach weiteren Probenentnahmen nun endgültig in offene Gewässer führen. Mit regelmäßigen Eisbergsichtungen wird nicht mehr zu rechnen sein. Auch für einige Wissenschaftler ist es fraglich, ob sie diesen beeindruckenden Kontinent jemals wiedersehen werden und somit bedauern wir mit ihnen den Abschied vom „ewigen“ Eis. Trotz dieser Tatsache gibt es aber auch Grund zur Freude. In der nächsten Woche werden wir die französische Inselgruppe Kerguelen anlaufen und für weitere geologische Stationen aufstoppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Letzte Momente im ewigen Eis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 21.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5227.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Transport der Sedimente auf dem Meeresgrund</title>
    		<description>Ein kleiner aber ebenfalls wichtiger Mosaikstein in der Klimarekonstruktion der jüngeren Erdgeschichte ist das Projekt von Sven Kretschmer und seiner Arbeitsgruppe am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Ihre Beprobungsgeräte sind unter anderem das Schwerelot und der Multicorer,mit deren Hilfe während der gesamten Expedition ANT-XXIII/9 Sedimentproben vom Meeresgrund gewonnen werden. Geeignete Positionen können ebenfalls bei diesem Projekt mit der Parasound-Anlage ausfindig gemacht werden. Die Konzentration von Thorium 230 im Sediment ist für den Geochemiker von besonderem Interesse. Bei diesem radioaktiven Element handelt es sich um ein Zerfallsprodukt des im Wasser enthaltenen Urans. In Wasser ist es extrem unlöslich und bindet sich bei Entstehung sofort an einzelne mineralische oder organische Partikel, mit denen es dann auf den Meeresgrund absinkt. Somit bildet Thorium 230 ein Bestandteil des Meeresbodens und liefert Aufschlüsse über den Transport der Sedimente während geologischer Zeiträumen. Die Forschung ist auf derartige Informationen angewiesen, um Rückschlüsse darüber zu erlangen, wieviel Material sich an welchen Stellen des Meeres abgelagert hat. Diese Information ermöglicht dann die Rekonstruktion von früheren Umweltbedingungen. Anhand der Thorium-Methode stellt der 29-jährige Wissenschaftler später in seinem Labor in Bremerhaven fest, inwiefern sich die Sedimente auf dem Meeresgrund verteilt haben. Die kleineren und leichteren Bestandteile würden im Gegensatz zu schwererem Material einfacher über den Meeresboden transportiert werden, erklärt Sven Kretschmer und unterscheidet daher zwischen verschiedenen Abstufungen von Korngrößen. Dazu benutzt er sehr feine Sedimentsiebe, um die Proben mit bis zu zwanzig Mikrometer zu sieben. Zurück in Deutschland beginnt dann die eigentliche analytische Forschungsarbeit. Die vielen Proben bieten ein hohes Potential an wissenschaftlichen Informationen, mit denen die Arbeitsgruppe in Zukunft einige geochemische Fragestellungen beantworten möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sedimentproben in der Zentrifuge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sven Kretschmer beim Dekantieren von Seewasser&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nasssiebung im Sedimentsieb&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nach Korngrößen aufgetrennte Sedimentproben &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 20.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.5221.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Schallwellen in die Tiefe</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern auf offener See&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das neue Messprofil hat begonnen und wir befinden uns wieder in offenen Gewässern mehr als 200 Seemeilen vor dem antarktischen Kontinent. Die Ozeanbodenseismographen befinden sich nun auf dem Grund des Meeres und bereits am frühen Morgen wurde auch der Luftpulser wieder zum Einsatz gebracht. Das Schiff fuhr mit geringer Geschwindigkeit in südliche Richtung und schleppte die Stahlkonstruktion hinter sich her, die in regelmäßigen Abständen Schallwellen tief in die Erdkruste schickte. Die Wolken am Himmel haben sich schnell verzogen und die Sonne kam für ein paar Stunden zum Vorschein. Der Wetterbericht lässt auf gute Bedingungen hoffen, wenn in zwei Tagen der Luftpulser an Bord gebracht wird und auch die Ozeanbodenseismographen wieder eingesammelt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Luftpulser geht zu Wasser &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 19.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5220.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Vorbereitungen zur seismischen Messung</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Polarstern auf neuen Kurs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nächste seismische Messprofil steht kurz bevor und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Auf einer Strecke vom Rand des antarktischen Kontinents bis ins Südpolarmeer hinein ließen die Matrosen zusammen mit den Wissenschaftlern heute ein weiteres Mal die Ozeanbodenseismographen zu Wasser. Erneut wird der Luftpulser Schallwellen in die Erdkruste versenden, wobei die reflektierten Echos mit Hilfe der Seismographen auf dem Meeresgrund registriert werden. Erneut freuen sich die Wissenschaftler um Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut über neue Daten zur Entwicklung der Erdkruste und brachten einen Seismographen nach dem anderen aus der Luke wieder aufs Arbeitsdeck. Die wissenschaftliche Routine hat uns wieder. Das Wetter ist im Moment bewölkt, jedoch ohne jeglichen Niederschlag. Glücklicherweise blieben wir bis jetzt fast vollkommen vom Schneefall verschont, was die Arbeit für die Besatzung und Forscher um ein Vielfaches erleichtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vorbereiten der Ozeanbodenseismographen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die vorerst letzten Eisberge auf unserer Reise&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 18.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.5108.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Im Packeis</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Verlassen der Prydz Bucht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit der Polarstern in der Prydz Bucht ist erfolgreich abgeschlossen. Besatzung und Wissenschaftler nehmen viele neue Eindrücke aus dieser außergewöhnlichen Gegend der Antarktis mit und Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten gelang es sogar, neue Freundschaften mit den internationalen Kollegen auf den Forschungsstationen zu schließen. Zufrieden verließen wir diese Gewässer, um morgen für weitere seismische Messungen die Ozeanbodenseismographen  am Kontinentalhang auszusetzen. In den frühen Morgenstunden werden wir die erste Position erreicht haben, an der es für die Wissenschaftler um Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut wieder spannend wird. Durch die Aufklärungsflüge mit dem Helikopter konnte die Besatzung bereits am frühen Morgen erkennen, dass es die Polarstern heute wieder mit dichtem Packeis aufnehmen muss. Einige Wissenschaftler bestaunten auf der Brücke die beeindruckenden Eislandschaften, während der Eisbrecher wieder einmal seine unglaubliche Kraft bewies und sich regelrecht durch das meterdicke Packeis pflügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Polarstern erneut im Packeis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aufklärungsflüge mit dem Helikopter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Beeindruckende Eislandschaften &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 17.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5107.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Abbruch der Feldcamps</title>
    		<description>Während Wissenschaftler und ein Teil der Besatzung gestern einen sehr schönen Tag auf der australischen Forschungsstation Davis erleben konnten, war heute wieder körperlicher Einsatz gefragt. Die Zeltlager auf dem Festland sind nun aufgelöst und die Ausrüstung musste wieder zurück auf die Polarstern gebracht werden. Helikoptereinsätze sind bei dem Abtransport von schweren Ausrüstungsgegenständen wie dem roten Wohncontainer “Tomate“ oder einer Bohrplattform unerlässlich. Nacheinander trafen auch schließlich die letzten Wissenschaftler ein. Von der antarktischen Sonne braungebrannt und mit einem Lächeln im Gesicht betraten sie das Helikopterdeck. Wir freuen uns auf interessante Einzelheiten des antarktischen Feldlebens und sind gespannt auf die Fotos und Erzählungen. In den Abendstunden mussten wir dann schließlich Abschied nehmen. Mit ein bischen Wehmut verließen wir die schöne Buchtenlandschaft und blickten noch einmal zurück auf das antarktische Festland. Kapitän Stefan Schwarze nahm Kurs auf nördlichere Gewässer, um die nächsten Positionen für neue seismische Messungen mit den Ozeanbodenseismographen planmäßig zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der transportable Wohncontainer “Tomate“ zurück an Bord&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Transport einer Schwimmplattform&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Strahlender Sonnenschein in der Prydz Bucht&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eisberge treiben zwischen den felsigen Inselgruppen&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 16.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5098.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Forschungsstation Davis</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nahe der australischen Forschungsstation Davis&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Überraschung ereilte uns als Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten am gestrigen Abend verkündete, dass die Wissenschaftler der australischen Station Davis alle Forscher und Besatzungsmitglieder auf das Festland eingeladen haben. Die Polarstern positionierte in der Nähe, sodass man schon von Bord aus die Container und Aufbauten der Forschungsstation erkennen konnte. Zusätzlich zum Helikoptertransfer der restlichen Landgruppen, wegen dem wir uns so nahe am Festland befanden, wurden heute zwei Rettungsboote zu Wasser gelassen, mit denen ein Großteil der Forscher an Land fuhren. Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt durch das klare Wasser, in gehörigem vorbei an hellblauen Eisbergen und neugierigen Pinguinen, erreichten wir schließlich den Anleger. Drei der insgesamt 18 australischen Wissenschaftler bildeten das Begrüßungskomitee und hießen uns mit einem typischen “Good Day, Guys!“ willkommen. Erst nach ein paar Minuten, in denen sich unsere Gruppe mit einem der Wissenschaftler unterhielt, erkannte ich eine Herde Seeelefanten unmittelbar vor uns. Mehr als 30 dieser massigen Tiere hielten sich am Ufer in der Nähe der Station auf und schauten uns mit großen Augen an. Einige lagen in einer Gruppe eng aneinander, andere bewegten ihr gewaltiges Gewicht über den Strand, um sich einen neuen Liegeplatz zu suchen.  Es war ein einmaliges Erlebnis, einen so überraschenden Einblick in die antarktische Tierwelt zu bekommen und sich den Seeelefanten nähern zu können. Durch die australische Forschungsstation wären sie an Menschen gewöhnt und würden sich nicht von ihnen stören lassen, erklärte uns einer der “Aussis“. Bei der Forschungsstation Davis handelt es sich um ein großes Areal mit verschiedenen Gebäuden und Containern. Im letzten Jahr konnten die Forscher bereits ihr 50-jähriges Jubiläum feiern und man erkennt gleich, dass von Seiten der Australier viel in die antarktische Forschung investiert wird. Mehrere Gebäude befinden sich im Aufbau, unter anderem ein neues Wohnhaus für mehr als 80 wissenschaftliche Sommergäste. Das Hauptgebäude verfügt über eine große Messe mit moderner Küche, einen großen Aufenthaltsraum, der sogar über eine Bar und einen Kinoraum verfügt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Seeelefanten am Ufer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Satellitentechnik zur Kommunikation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aufenthaltsraum der Forschungsstation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Bar “Nina´s“ wurde nach dem letzten Husky benannt, der auf der Station gearbeitet hat. &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wegbefestigungen zu älteren Wohncontainern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Baufahrzeuge zur Errichtung neuer Gebäude&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Forschungslabor zwischen Felsen und Baucontainern&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Überirdisches Versorgungssystem&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das rote Feuerwehrhaus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Helikopter bereit zum Rückflug&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 15.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5097.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Treffen zum Internationalen Polarjahr</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politik und Gastfreundschaft wurden am heutigen Tage großgeschrieben. Anlässlich des Internationalen Polarjahres lud Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten und Kapitän Stefan Schwarze Wissenschaftler der australischen Forschungsstation Davis, der chinesischen Station Zhong Shan und der russischen Station Progress auf die Polarstern. Mit den beiden Helikoptern war es ohne größere Umstände möglich, alle Gäste innerhalb kurzer Zeit auf das Schiff zu bringen. Im blauen Salon wurde in der Zwischenzeit mit Häppchen und kühlen Getränken alles für ein kurzes aber nettes Zusammensein vorbereitet. “Ein internationales Treffen wird es in dieser Form nicht mehr so schnell geben.“ betonte Prof. Dr. Hubberten. „Für die internationale Zusammenarbeit war es ein beispielhaftes Ereignis.“ Die leitenden Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder hatten alle Hände voll zu tun, die Gäste schließlich willkommen zu heißen und auf einigen Rundgängen durch das Schiff zuführen. Ein leicht neidisches Auge warf man auf unser bordeigenes Schwimmbad. Einen Fitnessraum und eine Sauna wären nicht ungewöhnlich, aber eine derartige Möglichkeit zur körperlichen Betätigung sei man auch auf einer Forschungsstation nicht gewöhnt und so meldeten sich einige der Gäste nicht ganz ernst gemeint zum Probeschwimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 14.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5092.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Die Larsemann Berge</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zurück in der Prydz Bucht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Tag sollte wieder ein ganz besonderer werden. Am gestrigen Abend stand der endgültige Plan für den Verlauf dieser Woche fest und demnach gibt es einiges zu tun. Die Feldcamps werden nun nach drei Wochen abgebrochen und die Forscher nacheinander zurück auf die Polarstern geflogen. Da aufgrund des Wetters ein Besuch der australischen Forschungsstation Davis nicht möglich war, sollte allen an Bord in den nächsten Tagen ein Ausflug ermöglicht werden. Die Vorhersage spricht jedenfalls zum Glück nicht dagegen. Anschließend werden wir in einigen Tagen eine neue Position außerhalb der Prydz Bucht ansteuern, um ein neues Messprofil mit dem Luftpulser und den Ozeanbodenseismographen durchzuführen. Doch zunächst führte uns der Kurs nach den letzten geologischen Stationen im Westen zurück in die Prydz Bucht. Die Freude war groß als Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten vom Alfred-Wegener-Institut uns Dreien mitteilte, dass wir für weitere Filmaufnahmen in die Larsemann Berge fliegen  werden. Um 13 Uhr war es dann soweit und wir trafen uns mit Prof. Dr. Hubberten und drei weiteren Wissenschaftlern am Helikopter. Was danach folgte, ließ die Wartezeiten während der langen Seefahrt vollkommen vergessen. Wir flogen im strahlenden Sonnenschein über die glänzenden Eisberge und landeten schließlich  in einer beeindruckenden Landschaft, die wahrscheinlich noch nie jemand zuvor betreten hat. Kleine blaue Eisberge lagen in einer kleinen Bucht vor dem gewaltigen Inlandeis zwischen den typischen hellbraunen Felsformationen.Neugierig flogen zwei große Skuas um unsere Köpfe und setzten sich direkt neben uns als wollten sie uns in Ihrem Zuhause begrüßen. Der Wind war angenehm lau und es herrschte die beeindruckende Stille in der Luft, von der mir mehrfach berichtet wurde. Nach einigen Stunden, die wir mit faszinierenden Film- und Fotoaufnahmen verbracht haben, vernahmen wir wieder das Geräusch des Helikopters, der uns wohl oder übel zurück auf die Polarstern bringen musste. Ein besonderer Tag ging für uns an einem besonderen Ort zu Ende, den ich mit Sicherheit in Erinnerung behalten werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kleine Buchten prägen das Landschaftsbild&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lars in den Larsemann Bergen&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Typische Windverwitterung im anstehenden Gestein (Tafoni)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kameraaufnahmen im Gelände&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Am Rand des Inlandeises der Antarktis&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Geologin Ines Voigt vom Alfred-Wegener-Institut Potsdam ist beeindruckt von ihrem ersten Besuch auf dem antarktischen Festland &lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 13.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5083.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>"Larsemann, bitte kommen"</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zurück in offene Gewässer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Larsemann, Larsemann, bitte kommen! Hier Polarstern.&quot; So erklingt es jeden Abend aus dem Raum vom Funkoffizier Andreas Hecht, der täglich um 20:30 Uhr den Sprechkontakt zu den Feldcamps herstellt. Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten vom Alfred-Wegener-Institut, Potsdam wartet zu dieser Zeit auf Informationen und Neuigkeiten der Feld- Forscher auf dem Festland. Größte Bedeutung hat angesichts der anstrengenden Lebensbedingungen natürlich die Gesundheit, aber auch Fortschritte der Projekte und unvermeidbare Änderungen im Zeitplan sind Thema der abendlichen Kommunikation. Da die Qualität der Verbindung stark von den physikalischen Bedingungen in der Umgebung abhängig ist, kann der Funkverkehr unter Umständen sehr mühsam ablaufen. Um trotzdem mit den Wissenschaftlern in Kontakt treten zu können, bietet das Satellitentelefon eine Alternative. Jedes Camp verfügt sowohl auf den Larsemann Hügeln als auch auf den Rauer Inseln über ein Telefon und kann in einem Notfall die Polarstern jederzeit erreichen. Alle Teams konnten laut Prof. Dr. Hubberten bisher Erfolge erzielen und hatten zum Glück keine schlechten Nachrichten zu vermelden. Das Team um Dr. Dirk Wagner wird morgen wieder auf die Polarstern zurückkommen. Sie haben die Entwicklung von Lebewesen unter extremen Klimabedingungen erforscht. Die anderen Wissenschaftler verlassen erst Ende dieser Woche das Festland. Wir sind sehr gespannt, was die einzelnen Teammitglieder zu erzählen haben und wie es Ihnen während dieser vergangenen drei Wochen in den Zeltlagern ergangen ist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Funkoffizier Andreas Hecht beim Verlesen des aktuellen Wetterberichts&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten erhält Neuigkeiten der Camps&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 12.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5063.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Neueis</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern nahe der Schelfeiskante &lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Kurs hat uns für weitere geologische Stationen von der Profillinie der seismischen Messungen zurück in die Nähe des Schelfeises am antarktischen Kontinent geführt. Im Gegensatz zu den vollkommen offenen Gewässern am gestrigen Tage, bricht sich Polarstern nun wieder durch Eis. Sehr gut zu beobachten war das frisch gefrorene Neueis, das sich auf der Wasseroberfläche vor der Schelfeiskante gebildet hat. Wir sind dem Kontinent nun wieder sehr nahe und die Temperatur ist schnell gesunken. Für längere Arbeiten an Deck kam heute nur warme Unterwäsche und der rote Overall, den die Wissenschaftler zur Verfügung gestellt bekommen in Frage. Je näher wir dem Schelfeis am Rande des Kontinents kamen, desto besser konnte man in weiter Ferne erneut die beeindruckenden Gebirgszüge des Festlandes erkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erste Neueisbildungen auf der Wasseroberfläche&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Neuentstandene Eisschollen vor der antarktischen Küste&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt; &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auf Steuerbordseite mit Blick nach vorne&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Durchbrochenes Neueis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 11.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5062.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Sicherheit für Wissenschaft und Besatzung</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Polarstern im Südpolarmeer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Punkt auf unserem heutigen Tagesplan war der “Security Drill“ für die Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder. Unser zweite Offizier Holger Fallei übernahm hierbei die Leitung, als wir pünktlich zu einem Probealarm auf das Helikopterdeck gerufen wurden. Erneut erklangen die unüberhörbaren Frequenzen des Bordalarms und wir holten die Schwimmwesten aus den Backskisten unserer Kammer. Da die menschliche Sicherheit auf der Polarstern oberste Priorität besitzt, wird bei entsprechenden Instruktionen sehr sorgfältig gearbeitet. Zunächst verlas Fallei sämtliche Namen der Teilnehmer, woraufhin jeder Angesprochene seine Anwesenheit zu bestätigen hatte. Lediglich diejenigen Forscher galten als entschuldigt, die das Parasound- oder Hydrosweeplabor in diesem Moment nicht verlassen konnten. Nachdem wir alle die Schwimmwesten übergezogen und fest verschnürt hatten, präsentierte der zweite Offizier die Überlebensanzüge. Hierbei handelt es sich um einen nahezu wasserdichten Ganzkörperanzug, der bei korrekter Anwendung das Überleben im eiskalten Wasser des Südpolarmeeres für einige Stunden sichern kann. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zweiter Offizier Holger Fallei beim Aufrufen der Teilnehmer &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Anprobe der Schwimmwesten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einführung zum Einsatz des Überlebensanzugs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 10.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5055.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Station zur Probenentnahme</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Station für wissenschaftliche Probenentnahme&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beeindruckenden Eisberge, die wir vor kurzer Zeit noch bewundern konnten, haben wir nun hinter uns gelassen und befinden uns wieder in den eisfreien Gewässern des Südpolarmeeres. Der morgendliche Blick aus dem Fenster unserer Kammer brachte aber trotzdem eine Überraschung mit sich. Auf Backbordseite sah man unser russisches Partnerschiff Akademik Alexander Karpinsky, welches die Tage zuvor nicht in Sichtweite gekommen ist. Die Ozeanbodenseismographen sind nun nach langwierigen Bergungsarbeiten wieder an Bord und warten auf ihren nächsten Einsatz, in dem sie in der nächsten Woche erneut die von der Erdkruste reflektierten Echos der Luftpulser registrieren werden. Dieser Tag bot somit genügend Zeit für verschiedene Stationen zur Probenentnahme. Bereits im frühen Morgen begannen die Geologen um Dr. Bernhard Dieckmann ihre Arbeit mit dem Schwerelot, um neue Kernbeprobungen im Meeresboden vorzunehmen. Es war sehr interessant, die routinierten Forscher dabei zu beobachten, wie sie die einzelnen Elemente des 15 Meter langen Stahlrohres lösten, um die Kerne mit den wertvollen Sedimentschichten ins Labor zu bringen. Später kamen auch wieder die CTD zur Beprobung der einzelnen Wasserschichten und die kleinere Lotkonstruktion “Multicorer“ zum Einsatz. Der Aufenthalt auf dem Arbeitsdeck war sowohl heute als auch in den letzten Tagen wirklich angenehm. Das Wetter spielt im Moment sehr gut mit und wir hoffen alle, dass die Vorhersage ihr Versprechen auf gute Bedingungen in der nächsten Zeit ohne Zwischenfälle halten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Ozeanbodenseismographen in der Luke &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das 1,5 Tonnen schwere Bleigewicht des Schwerlotes taucht auf &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bergungsarbeit mit Winde und Bootshaken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erste Begutachtung des geborgenen Schwerelotes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Scharfes Gerät im Einsatz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lösen der einzelnen Kernelemente &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sedimentschichten auf dem Weg ins Labor &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das CTD bereit für den Einsatz zur Wasserprobengewinnung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Multicorer auf dem Weg zum Meeresboden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Forschungsschiff Akademik Alexander Karpinsky in Sichtweite&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 09.03.07&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5053.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Erste Sedimentproben vom Meeresboden der Antarktis</title>
    		<description>Die Polarstern ist in der Prydz Bucht, dem Hauptforschungsgebiet der Polarstern Expedition ANTXXIII/9 des Alfred-Wegener-Instituts angekommen. Erste Station ist die Probennahme von Sedimenten des Meeresbodens aus über 700 Metern Tiefe. Auf der Brücke steht der Geologe Dr. Bernhard Diekmann von der Universität Potsdam und überprüft auf dem Monitor die Signale der Parasound-Anlage. Dieses Echolot System stellt grafisch die Sedimentschichten des Meeresbodens unter der Polarstern dar. Der Geologe sucht nach Stellen, an denen die Schichten gleichmäßig und parallel zueinander verlaufen, so dass eine störungsfreie Kernprobe entnommen werden kann. Eisberge der letzten Eiszeit haben tiefe Furchen in den Meeresboden gezogen und geeignete Stellen sind in der Literatur oft nur mit ungenauen Positionen angegeben.&lt;br /&gt;
Nach genauer Auswahl ist dann eine passende Stelle für die erste Station gefunden.&lt;br /&gt;
Auf dem Arbeitsdeck werden indes zwei schwere Geräte zur Probenentnahme vom Grund des Südpolarmeeres vorbereitet. &lt;br /&gt;
Das Schwerelot ist ein langes Metallrohr, in dessen Mitte sich wiederum ein auswechselbares Plastikrohr befindet. Es kann bis zu einer Länge von 20 Metern reichen und wird am Meeresgrund unter extremem Druck von über 1,5 Tonnen Bleigewicht in den Boden gedrückt. Das Sediment bleibt in dem Rohr stecken und wird so an Bord der Polarstern transportiert. Bei dem zweiten Gerät handelt es sich um den MUC (Multicorer), eine Konstruktion von mehreren kleinen Schwereloten, die in einem Radius von knapp 2 Metern kreisförmig angeordnet sind und bis zu 60 Zentimeter Sedimentproben vom Boden an die Oberfläche bringen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Probenentnahme mit dem MUC&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Gegen 20:00 Uhr stoppt das Forschungsschiff auf und die Crew lässt das erste Gerät, den MUC an einer der Bordwinden in eine Tiefe von 704 Metern ab. Manfred Hagemann, der Windenführer hat aus dem Windenleitstand über mehrere Kameras die beiden Windenräume im Blick. Insbesondere beim Einholen des tonnenschweren Stahlkabels muss er darauf achten, dass das Kabel sich richtig einordnet und nicht von den Förderrädern rutscht. Sollte dies geschehen, müsste er die Winde unverzüglich stoppen. &lt;br /&gt;
Doch es läuft alles wie geplant und nach gut einer Stunde Anspannung sind die Forscher erleichtert, die ersten 30 Zentimeter Meeresbodensediment entgegennehmen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sedimentprobe mit dem Schwerelot&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im gleichen Moment bereitet die Mannschaft das zweite Gerät, das Schwerelot vor. Diese Prozedur ist weitaus komplizierter und bedarf viel Erfahrung. &lt;br /&gt;
Die technische Leitung liegt bei Norbert Lensch vom Alfred-Wegener-Institut, er arbeitet inzwischen seit 24 Jahren mit diesem Gerät.&lt;br /&gt;
Das erste Schwerelot soll mit einer Länge von 5 Metern gezogen werden. In einem stabilen Gittergerüst eingespannt wird das Gerät mit einem mächtigen Auslegerarm von Bord der Polarstern über die Reling des Arbeitsdecks gehoben und in eine 90° Position zur Wasseroberfläche gedreht. Dann wird das Schwerelot an den oben befindlichen Gewichten an dem Haken der Bordwinde befestigt. Eine im Gittergerüst befindliche Arretierung des Gerätes löst sich und das nun frei schwebende Schwerelot wird ins Wasser herab gelassen. Der Auslegerarm wird samt dem Gerüst seitlich weggeklappt, um den Lauf des Stahlseils nicht zu stören. Nach knapp 15 Minuten ist das Gerät am Meeresboden angelangt und bohrt sich unter dem enormen Druck des Gewichtes fünf Meter in den Boden.&lt;br /&gt;
Dann geht es wieder aufwärts, der Wasseroberfläche entgegen. Dort warten schon alle gespannt auf das Ergebnis der Probenentnahme. 4,63 Meter Sedimentproben bei einer Schwerelotlänge von 5 Metern. Ein großer Erfolg für die beteiligten Forscher an Bord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in dem Stahlrohr befindliche Plastikrohr wird in den folgenden Schritten in einmeterlange Stücke zerteilt, genau beschriftet, nummeriert und sicher verschlossen. Dies ist absolut notwendig um die verschiedenen Sedimentschichten der Probe später der Meeresbodentiefe zuordnen zu können.&lt;br /&gt;
Dann werden verschiedene Untersuchungen an den Kernen durchgeführt. Diese dienen den Forschern vor allem, um anhand der unterschiedlichen Sedimentschichten die jeweiligen Umweltbedingungen bestimmen zu können. Zudem lassen sich in den Proben immer wieder so genannte „Dropstones“ finden. Dies ist Gestein, welches einst in Gletscherflüssen eingeschlossen war und durch Abbrüche an der Gletscherkante direkt oder über treibende Eisberge ins Meer gelangt und auf den Meeresboden gesunken ist.&lt;br /&gt;
Die Positionen der Fundstellen solcher „Dropstones“ geben den Wissenschaftlern weitere Anhaltspunkte über die Vereisungsausdehnung früherer Zeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kernmessbank ist ein spezielles Gerät, durch das die genommenen Kerne langsam gezogen und dabei viele verschiedene Parameter bestimmt werden. Diese beschreiben die physikalischen Eigenschaften der Sedimente anhand von Parametern, deren Zusammensetzung wiederum Rückschlüsse auf Veränderungen der Umweltbedingungen geben. Diese umschließen nicht nur Informationen über die Vereisungsgeschichte sondern zum Beispiel auch über Strömungsveränderungen und das Vorkommen von Mikroorganismen im Meer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten Schwerelote sollen mit einer Länge von 15-20 Metern gezogen werden. Diese Kerne können viele neue Erkenntnisse aus bislang weitgehend unbekannten Gebieten an die Meeresoberfläche bringen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.5011.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Geologisches Zweischiff-Unternehmen</title>
    		<description>Das Gebiet der Prydz Bucht wird hinsichtlich geodynamischer und tektonischer Entwicklung mit einem umfassenden geophysikalischen Programm untersucht. Gemeinsam mit dem russischen Forschungsschiff FS Akademik Alexander Karpinsky nimmt die Polarstern tiefe krustenseismische Untersuchungen in einem Zweischiff-Unternehmen vor. Dabei werden seismische Linien sowohl parallel als auch quer zu vermuteten Strukturen gelegt und mit einem Mehrkanalseismiksystem unter Nutzung eines 5 Kilometer langen digitalen Streamers vermessen. Zusätzlich werden von Polarstern aus Ozeanboden-Seismographen (OBS) ausgesetzt. Diese sinken hinab zum Meeresgrund und registrieren seismische Aktivitäten der Erdkruste in den jeweiligen Gebieten und ergänzen die seismische Stationen auf dem Schelfeis, Festland und Eisströmen. Diese haben eine doppelte Funktion. Zum einen messen Sie das regionale Magnetfeld und liefern somit Basiswerte, die zur Berechnung der entsprechenden Magnetfeldanomalien in dem Arbeitsgebiet benötigt werden. Außerdem wird das seismische Untergrundrauschen registriert, um detaillierte lokale Messungen der Erdkrustenbewegungen zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Ozeanbodenseismograph (OBS)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein OBS wird ausgesetzt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ozeanbodenseismographen in der Warteschlange&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dr. Conrad Kopsch bei der Installation einer geophysikalischen Station auf dem Festland&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 08.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5052.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Helikoptermagnetik</title>
    		<description>Die Polarstern befindet sich knapp 500 Kilometer nördlich der Prydz Bucht. Der Ingenieur Konrad Kopsch vom Alfred-Wegener-Institut Potsdam bereitet mit seinem Kollegen und Geophysiker Detlef Damaske von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe den so genannten “Bird“ vor. Die torpedoförmige Messsonde wird während des Fluges, an einem langen Kabel hängend einige Meter unter dem Helikopter hergezogen. Im Inneren des Helikopters befindet sich eine Messeinheit, die über die Sonde die Magnetisierung des Meeresbodens registriert. Den Forschern geht es darum, Anomalien, also Veränderungen dieser Magnetisierung zu finden und damit eine detaillierte Rekonstruktion der Kontinentalverschiebung entwickeln zu können. Die Magnetisierung des Meeresbodens ändert immer wieder die Richtung von Nord nach Süd oder anders herum. Dabei fungiert die Längsachse zwischen den magnetischen Polen unseres Globus als eine Art Stabmagnet. Tritt bei Kontinentalverschiebungen vulkanische Magma aus dem Erdinneren, erstarrt diese bei einer bestimmten Temperatur und behält die vorherrschende Richtung der Magnetisierung bei. Aus den unterschiedlichen  Schichten mit der entgegengesetzten Magnetisierung lässt sich nun die Kontinentalverschiebung rekonstruieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopsch startet die Geräte im Inneren des Helikopters und positioniert sein Notebook in der Mitte des Helikopters, um einen guten Blick auf das Display von Rückbank aus zu haben. Darauf zu sehen ist ein selbstentwickeltes Programm zur Überwachung und Sicherung der Flugdaten. Die Messungen dauern im Durchschnitt 2 Stunden und führen das Team über das offene Meer. Überlebensanzüge sind Pflicht, genauso wie ein Notfallschlauchboot auf dem linken Vordersitz. In den engen und unbequemen Gummianzügen ist das Einsteigen und Festgurten im Helikopter ein wahrer Akt und auch während des Fluges fühlt sich die „zweite Haut“ nicht komfortabler an. &lt;br /&gt;
Dann startet der Pilot Anton Rudolf die Bo105 und steigt ganz langsam vom Deck der Polarstern. Der „Bird“ wird dabei vom Bodenpersonal gehalten und erst im letzten Moment frei gelassen, wenn keine Gefahr mehr besteht das das empfindlichen Instrument noch einmal auf dem Deck anstößt. Größe Gefahr hierbei sind die Wellenbewegungen die das Heck der Polarstern gute 2 Meter auf und ab bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pilot nimmt Kurs auf das geplante Messgebiet und während der nächsten 2 Stunden hält Rudolf den Helikopter konzentriert und möglichst genau auf der vorgegebenen Messlinie. Kopsch überprüft und notiert immer wieder die Messwerte und währenddessen ziehen die leuchtenden Eisberge am Fenster vorbei. Manche in weiter Entfernung und andere direkt neben oder unter dem Helikopter und selbst Kopsch ist nach unzähligen Flugstunden immer noch fasziniert von der antarktischen Eiswelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vorbereiten des “Birds“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Arbeit im Helikopter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Messgerät im Einsatz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Michael Trapp, 07.03.2007&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.5046.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Bergung der Ozeanbodenseismographen</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Stationen zur Bergung der Seismographen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Arbeitsteil mit dem Luftpulser ist nun erfolgreich abgeschlossen. Bis in die frühen Morgenstunden hörte man die regelmäßigen Impulse des geophysikalischen Instruments, welches die Schallwellen  tief in den Meeresboden schickte. In Zusammenarbeit mit dem russischen Forschungsschiff Akademik Alexander Karpinsky wird der Luftpulser auf dem nächsten Profil wieder zum Einsatz kommen, doch zuvor musste er aus dem Wasser geholt und die Ozeanbodenseismographen vom Meeresgrund geborgen werden. Zu diesem Zweck löste sie ein Funksignal von Ihrem Eisengewicht, sodass die Forscher und Besatzungsmitglieder am ersten Bergungstag einen Teil der gelben und orangefarbenen  Geräte wieder auf die Polarstern holen konnten. Es wird einen weiteren Tag dauern, bis alle Seismographen sich wieder sicher an Bord befinden. Anhand der festgelegten Koordinaten auf der gemessenen Profillinie waren die Positionen der auftauchenden Objekte leicht zu finden. Durch Wind und Strömung trieben sie zwar schnell ab, doch durch die Signalfahne auf den Seismographen dauerte es nicht lange, bis eines nach dem anderen entdeckt und geborgen werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Bergung eines Ozeanbodenseismographen (OBS)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unserem Weg durch das südlichere Gebiet der Profillinie kamen wir erneut in den Genuss beeindruckender Eisbergsichtungen und nutzten die Chance für weitere Video- und Fotoaufnahmen. In der abendlichen Präsentation bekamen wir interessante Einblicke in das Forscherleben auf der Akademik Alexander Karpinsky, das laut Aussage von Nicole Parsiegla vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven und Studentin Christina Meier doch etwas „rustikaler“ abläuft als auf unserer Polarstern. Die beiden Geophysikerinnen nahmen innerhalb eines Austauschprogrammes ein Wochenende am Leben auf dem Partnerschiff teil und wurden trotz anfänglicher Verständigungsschwierigkeiten sehr freundlich aufgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 06.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5035.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Stoffwechselkreislauf der Meere</title>
    		<description>Eines der wenigen Projekte, die sich auf dieser Expedition nicht mit Geologie oder Physik beschäftigen wird von Chemiker Christian Schlosser aus Kiel geleitet. Der 30jährige Doktorant interessiert sich besonders für die Funktionsweise des biogeochemischen Eisenkreislaufs in den Weltmeeren. Die Antarktis ist in dieser Hinsicht ein einmaliger Fall, denn im Südpolarmeer existiert eine Begrenzung von Eisen, welches mitunter das Wachstum von Phytoplankton bestimmt. Diese Kleinstlebewesen sind der erste Baustein in der maritimen Nahrungskette und ohne deren Existenz wäre eine weitere Entwicklung von Lebensformen unmöglich. In der Antarktis ist diese Voraussetzung durch die Limitierung von Eisen nur begrenzt gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Rückschlüsse auf das Wachstumspotential von Lebewesen zu bekommen, erforscht der Chemiker die potentielle Eisenlöslichkeit des Meerwassers, in dem er zunächst verschiedene Proben mit dem radioaktiven Isotop Eisen 55 versetzt. Die Eisenlöslichkeit wird nach dem heutigen Stand des Wissens im Wesentlichen durch den Salzgehalt, die Konzentration des Phytoplanktons, der Kohlendioxidkonzentration sowie der Temperatur des Wasser beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Versetzung der Proben mit dem Isotop Eisen 55&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Hilfe eines Liquid Scintillation Analyzers im Isotopenlabor werden die radioaktiven Zerfälle des Eisens aufgezeichnet und anschließend die Konzentration des gelösten Eisens (&lt;0,02 Mikrometer) berechnet. Eine Fotozelle misst hierbei die Lichtblitze, welche durch die chemische Reaktion zwischen der radioaktive Strahlung und des Scintillation Cocktails entstehen. Die ermittelte Eisenlöslichkeit der untersuchten Wässer gibt Aufschluss über das Entwicklungspotential von Phytoplankton im Südpolarmeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt; Probenuntersuchung im Liquid Scintillation Analyzer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 05.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.5045.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Hydrosweep und Parasound</title>
    		<description>Punta Arenas im südlichen Chile: Die Polarstern, der modernste Eisbrecher der Welt liegt im Hafen. Eine wissenschaftliche Expedition geht zu Ende und die nächste beginnt. Die Biologen des Alfred-Wegener-Instituts verlassen das Schiff und die Geowissenschaftler heuern an. Der Wechsel des wissenschaftlichen Personals geht einher mit dem Umbau der Labore und so werden die biologischen Instrumente gegen geologische ausgetauscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur ein einziges Labor wird verschont. Es ist die einzige Einrichtung auf der Polarstern die fortlaufend betrieben wird: Hydrosweep und Parasound.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter den abenteuerlich anmutenden Begriffen steht ein einfaches Prinzip. Vom Schiff aus werden mit einem Fächersonar Tonimpulse, so genannte “Beams”, in Richtung Meeresboden gesendet. Bei der Expedition ANT XXIII/9 des Alfred-Wegener-Institutes streuen 59 solcher Töne sich mit einem Ausgangswinkel von 90° nach unten und treffen dort auf den Grund. Je nach Beschaffenheit des Bodens wird das Signal reflektiert und von Sensoren am Rumpf der Polarstern registriert, bevor die nächsten 59 Signale ausgesendet werden. So entsteht entlang der Schiffsroute ein digitales Geländemodell des Meeresbodens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe der Geodaten an Bord ist es nun, diese Informationen zu interpretieren. Anhand dieser gewonnen Daten und mit Hilfe einer speziellen Software können sie nun ein detailliertes Bild des Meeresbodens konstruieren. Satellitenbilder skizzieren zwar auch einen groben Umriss, jedoch reicht deren Auflösung nicht für wissenschaftliche Zwecke aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Parasound” ist ein weiteres Akustiksystem an Bord, das mit Hilfe von Schallimpulsen den Grund abtastet. Während Hydrosweep den Meeresboden flächenmäßig erfasst, arbeitet Parasound in die Tiefe. Die Tonimpulse dringen bis zu 50 Meter in den Meeresboden ein und liefern so Hinweise auf den inneren Aufbau der Meeresschlämme. Auf diese Weise werden günstige Stellen für Kernbohrungen ausgelotet. Dabei entnehmen die Forscher Sedimentschichten, die dann einen exakten Aufschluss über die Ablagerungen am Meeresgrund geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch nicht nur die Wissenschaftler interessieren sich für die Unterwassertöne der Polarstern: Auch neugierige Wale nehmen diese wahr und suchen ab und zu nach der Quelle des Tons. Kommt ein Meeressäuger dem Eisbrecher zu nahe, wird auf der Brücke sofort reagiert und die Hydrosweep- und Parasoundanlage abgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer denkt, dass seit Columbus eigentlich kein Neuland mehr entdeckt wurde liegt falsch: Erst 4% der Weltmeere sind exakt kartiert. Daher leisten die Abteilungen Hydrosweep und Parasound  auf der Polarstern wahre Pionierarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 2.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.5020.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Akademik Alexander Karpinsky</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fahren der Profillinie&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wir heute Morgen zum Frühstück unsere Kammer verließen, bemerkten wir bereits, dass sich das Schiff nicht weiter fortbewegte. Wir waren also schon auf Station, um Kontakt mit den russischen Kollegen der Akademik Alexander Karpinsky aufzunehmen. Am Vormittag sollten die Vorbereitungen für das seismische Profil mit beiden Schiffen beginnen. Dieses ist ein Bestandteil des umfassenden geophysikalischen Programms des Zweischiff-Unternehmens. Das russische Forschungsschiff verfügt über eine ähnliche Konstruktion wie die Polarstern, mit der Schallwellen in den Meeresboden versandt werden und anschließend den reflektierten Widerhall mit Sensoren registrieren zu können.&lt;br /&gt;
Zum zweiten Mal wurde nun auf unserem Arbeitsdeck das beeindruckende Stahlgebilde ins Wasser gelassen und noch bis in die späten Abendstunden hörte man die Schallwellen, die mehrere Kilometer in den Meeresboden eindringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Der Luftpulser auf dem Weg ins Wasser&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Freundlicher Empfang auf der Akademik Alexander Karpinsky&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Projektbesprechung anhand der ersten geophysikalischen Daten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aussendecks der Akademik Alexander Karpinsky&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Luftpulser der russischen Geophysiker&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aufgerollter Streamer an Bord der Akademik Alexander Karpinsky&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Blick nach Achtern auf der Backbordseite des russischen Schiffes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 3.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5019.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Vorbereitungen zum Zweischiff-Unternehmen</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aktuelle Position im Südpolarmeer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptbestandteil des heutigen wissenschaftlichen Programms war die Aussetzung der verbleibenden Ozeanbodenseismographen. Morgen früh werden wir mit dem russischen Forschungsschiff Akademik Alexander Karpinsky zusammentreffen, um anhand der insgesamt 24 ausgesetzten Seismographen die Reflektionen aus der Erdkruste zu registrieren, die von den Druckwellen des Luftpulsers ausgelöst werden. Den ganzen Tag über arbeitete die Arbeitsgruppe um Geophysiker. Dr. Karsten Gohl auf dem Arbeitsdeck und ließen einen Seismographen nach dem anderen in die Tiefe hinab. Aller Voraussicht nach werden wir in den frühen Morgenstunden mit der FS Akademik Alexander Karpinsky das erste seismische Profil beginnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Instrument zur Magnetfeldmessung per Helikopter &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Anstrengende Vorbereitungen auf dem Arbeitsdeck&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ozeanbodenseismograph bereit zum Aussetzen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 2.03.07&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5013.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Eröffnung des Internationalen Polarjahres</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufmerksamkeit der Welt richtet sich in diesen Tagen ganz besonders auf das Thema Polarforschung. Heute am 1. März 2007 wurde in Berlin von offiziellen Vertetern aus Wissenschaft und Politik das Internationale Polarjahr eingeleitet. Unser Expeditionsleiter Prof. Dr. Hans Wolfgang Hubberten lud zu diesem Ereignis alle Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder in den Blauen Salon und eröffnete es als erster Redner direkt aus der Antarktis. Nicht nur am Rande sei erwähnt, dass sein Geburtstag ebenfalls auf den heutigen Tag fiel und somit freute sich Prof. Dr. Hubberten über die zahlreichen Geschenke und Reden seiner anwesenden Kollegen und Freunde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die erste Rede zur Eröffnung des Polarjahres&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gratulationen zum Geburtstag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag wurde dann auf dem Arbeitsdeck wieder hart gearbeitet. Der nächste Ozeanbodenseismograph wurde erfolgreich in die Tiefe gelassen und das Team der Firma Helitransair GmbH startete den Rotor für die Flüge zur Magnetfeldmessung. Zusammen mit den Geophysikern Dr. Konrad Kopsch und Dr. Detlef Damaske flog der Helikopter mit einem torpedoförmigen Messgerät an einem Seil vorgegebenen Koordinaten ab, um die Eigenschaften der im Meeeresboden archivierten Magnetisierung zu registrieren. Anhand dieser gewonnenen Daten können die Wissenschaftler Kartenmaterial über die magnetischen Eigenschaften des Südpolarmeeres erstellen. Dr. Bernhard Dieckmann bearbeitete mit seiner Gruppe weiter die Sedimentkerne. Der nächste Kern des Schwerelotes wurde aufgesägt, um die Sedimente dieses noch weitgehend unerforschten Meeresbodens näher zu dokumentieren und zu untersuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dr. Karsten Gohl bei Sicherheitsanweisungen auf dem Arbeitsdeck&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Ozeanbodenseismograph versinkt in der Tiefe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&lt;Magnetische Messungen per Helikopter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 1.03.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5001.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Arbeit an Deck</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kreuzen in und vor der Brydz Bucht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sturm hat sich über Nacht gelegt und wir konnten auf unserer Kammer trotz anfänglichen Schaukelns relativ gut schlafen. Auf der Seite der Forschung gab es allerdings doch einige Wissenschaftler, die diese Nacht gar nicht gut vertragen haben und mittlerweile heilfroh über den Wetterwechsel sind. Da wir wieder in vereiste Gewässer gekommen sind, startete die Crew am Vormittag einen Aufklärungsflug per Helikopter, um nähere Informationen für die Eissituation in unserem Gebiet zu erhalten. Die Forscher um Dr. Bernhard Dieckmann hatten heute im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Die so genannte Kernschlachtung stand an und die ersten Sedimentproben, die mit Hilfe des Schwerelotes an Bord gebracht wurden, sollten gesichtet werden. Nun werden die Forscher einige Zeit damit zu tun haben, die einzelnen Schichten des Meeresbodens aus den Rohren zu befreien, näher zu untersuchen und zu konservieren. Das nächste Aufstoppen wird in der heutigen Nacht ungefähr um drei Uhr geschehen. Ein weiterer Ozeanbodenseismograph soll auf den Meeresgrund gelassen werden, um das Gebiet der Messungen erweitern zu können. In Kürze werden wir mit dem russischen Forschungsschiff Akademik Alexander Karpinsky zusammentreffen, um die Zusammenarbeit an den seismischen Messungen zu beginnen. Dazu werden die weiteren Ozeanbodenseismographen an bestimmten Koordinaten ausgesetzt, um die reflektierten Echos aus der Erdkruste zu registrieren, die von den Schallwellen des Luftpulsers ausgelöst werden. So erhalten die Forscher Daten über den Aufbau dieses noch unerforschten Gebietes. Die Seismographen sind jedoch nicht dazu verdammt, auf immer und ewig im Südpolarmeer zu bleiben. Wenn die Messungen in einigen Tagen abgeschlossen sind, werden sie durch ein Signal von ihren Gewichten gelöst und können nach dem Auftauchen nacheinander eingesammelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Neugierige Kaiserpinguine&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 28.02.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.5000.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Erneuter Sturm</title>
    		<description>Der Plan von Kapitän Schwarze, uns vor den vollen Auswirkungen des Sturms zwischen die Rauer Inseln und Larsemann Hügeln in Sicherheit zu begeben, ging besonders in der Nacht sehr gut auf. Obwohl es doch hin und wieder etwas geschaukelt hat, konnten alle an Bord relativ gut schlafen. Doch der Wind wurde auch in dieser Region stärker. Wissenschaftliche Stationen waren am Tag unmöglich, denn die Polarstern musste sich durch die größten Wellen kämpfen, die wir auf dieser Expedition bisher erlebten. Ein Aufhalten auf den Aussendecks war bei diesen Wetterverhältnissen von bis zu elf Windstärken einfach zu riskant und daher verboten. Der beste Ort war, wie immer an einem solchen Tag, die Brücke, auf der man den beeindruckenden Seegang und das Brechen der Wellen am Bug am besten beobachten konnte. Die Wettervorhersage des heutigen Tages lässt auf deutlich weniger Wind hoffen, sodass morgen problemlos für weitere Stationen aufgestoppt werden kann. Am Abend bekamen wir von Conrad Kopsch die Einladung, an der Präsentation und Filmvorstellung über seine Forschungsarbeit am El´gygytgyn See in Nordsibieren in der Nähe der russischen Stadt Pevek. An dem vor ca. 2.8 Millionen von Jahren durch einen Meteoriteneinschal entstandenen See, führte das 15 köpfige Forscherteam seismische Untersuchungen durch und gewann Sedimentproben vom Seeboden und Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern im Kampf gegen Wind und Wellen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sturm in der Antarktis – Tafeleisberge als Wellenbrecher&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhoschule Kiel, 27.2.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4985.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Sturmwarnung</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aktuelle Position&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorhersage verspricht für den nächsten Tag leider kein gutes Wetter. Ein Sturm ist wieder im Anmarsch. Von teilweise mehr als neun Windstärken war die Rede und um nicht vollkommen in Mitleidenschaft gezogen zu werden, liefen wir am Abend vorsichtshalber eine stillere Region zwischen den Rauer Inseln und Larsemann Hügel an. Nichtsdestotrotz standen heute drei weitere wissenschaftliche Stationen auf dem Programm. Zum einen sollte die CTD wieder zum Einsatz kommen, ein Gestell mit 24 Kunststoffflaschen, in denen auf Knopfdruck Wasserproben aus verschiedenen Tiefen gewonnen werden. Gleichzeitig analysiert eine Sonde ein Profil über Leitfähigkeit, Temperatur und Dichte des Meerwassers. Zum anderen wollten die Geologen erneut das Schwerelot und den Multicorer benutzen. Bei dem Multicorer handelt es sich um eine Konstruktion von kleinen ringförmig angeordneten Plasterohren zur ungestörten Sedimententnahme der obersten Schichten. Um geeignete Stellen am Meeresboden zu finden, benutzen die Forscher ein spezielles Sediment-Echolot, das die Schichten am Meeresbodens sichtbar macht. Die zu kernenden Positionen werden aus der grafischen Darstellung bestimmt Positionen mit einer gleichmäßigen und möglichst mächtigen Verteilung der Schichten werden bei der Bestimmung bevorzugt. Obwohl der Wind in den Abendstunden an Stärke zugenommen hatte, merkten wir glücklicherweise noch nicht viel von den Auswirkungen und hofften auf eine ruhige Nacht. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Grafische Darstellung des Meeresbodens im Parasound-Echolot&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhoschule Kiel, 26.2.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4984.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Bei den Rauer Inseln</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Rauer Inseln in der Prydz Bucht&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angefangen hat unser Arbeitstag mit einem Besuch beim Wiegeclub, eine langjährige Tradition auf der Polarstern, bei der die Teilnehmer jeden Sonntag ihre Gewichtsveränderung schätzen. Der Sinn dabei ist, dass bei einer Abweichung von über 500g  50 Cent für die deutsche Kinderkrebshilfe gespendet werden müssen. Wir filmten die interessante Prozedur auf dem Maschinendeck, bei dem sich alle Teilnehmer nacheinander bei Schriftführer “Pelle“ melden, um sich dann das Resultat mitteilen zu lassen. Eigentlich hatten wir uns bis heute erfolgreich gedrückt, aber spontan beschlossen Jonas und ich, auch teilzunehmen. Eine kleine Spende für die Kinderkrebshilfe wollen wir gern verkraften und schließlich dient es auch unserer Motivation. Mein Anfangsgewicht liegt nun bei 85kg. Wir tippten beide auf eine Abnahme von 500 Gramm. Obwohl ich natürlich gerne spende, ließ ich voller Ehrgeiz vorsichtshalber das Mittagessen ausfallen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auf der Waage im Wiegeclub&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Nacht stoppten wir für weitere geologische Stationen auf. Unter anderem kam wieder das Schwerelot zum Einsatz, mit dem neue Sedimentproben vom Meeresgrund zur Klimarekonstruktion gewonnen werden konnten. Dabei handelt es sich um ein Rohr von bis zu 20 Metern Länge, das am Meeresgrund unter hohem Gewicht mit über 1,5 Tonnen Blei in den Boden gedrückt wird. Ein so genannter Kernfänger am Rohrende erlaubt zwar das Eindringen des Sedimentes, verhindert aber, dassß es wieder herausrutscht. So wird es für weitere Untersuchungen an Bord gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Morgen erreichten wir die Rauer Inseln. Das Wetter war im Gegensatz zu gestern sehr wechselhaft. Auch im Sommer der Antarktis kann es so plötzlich umschlagen, dass bestes Helikopterflugwetter innerhalb von Minuten durch Nebel oder Stürme zur Gefahr werden kann. Doch es spielte mit und ließ die Piloten Wissenschaftler und Ausrüstung problemlos in ihre Forschungsgebiete transportieren.. Konrad Kopsch und. Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut installierten auf der Insel Filia zusammen mit der Unterstützung von. Dr. Detlef Damaske eine temporäre Geophysikstation mit zwei unterschiedlichen Funktionen. Zum einen misst sie das regionale Erdmagnetfeld und liefert somit Basiswerte, die zur Berechnung der entsprechenden Messungen von Magnetfeldanomalien im Arbeitsgebiet benötigt werden. Gleichzeitig werden mit einem Seismometer Schallereignisse registriert, die während der geophysikalischen Profile vom Schiff ausgesendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bereit für den Feldeinsatz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&lt;Erste wissenschaftlich Aktionen im Gelände&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Errichten der Geophysikstation auf der Filia Insel&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Stromerzeugung durch Solarzellen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach einer geeigneten Quelle für Trinkwasser ist für alle Forscher in den Feldlagern überlebenswichtig. In der Regel findet sich jedoch genügend sauberes Eis, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Da eine Arbeitsgruppe sich aber auf einer komplett eisfreien Insel wiederfand, flog ein Arbeitstrupp, ausgerüstet mit Kettensäge und Transportnetz, ausnahmsweise auf einen sicheren Eisberg und lieferten den Forschern mit Hilfe eine Hubschraubers würfelförmige Portionen gefrorenen Trinkwassers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Transport von Eisblöcken zur Trinkwasserversorgung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht weit entfernt von den Rauer Inseln befindet sich die australische Forschungsstation Davis. Prof. Dr. Hans Hubberten plante bereits einen Besuch zur wissenschaftlichen Kooperation aufs Festland zur Freude der australischen Wissenschaftler Duanne White und Joshua Knight. Es war den beiden ein ganz besonderes Anliegen, ihren Landsleuten einen Besuch abstatten zu können. Jedoch machte Ihnen der Wetterbericht einen Strich durch die Rechnung. Die Vorhersage für das Gebiet versprach leider kein ausreichend gutes Flugwetter.&lt;br /&gt;
Gegen Nachmittag stoppte die Polarstern wieder für wissenschaftliche Stationen auf und die so genannten Luftpulser wurden getestet. Eine etwas abenteuerlich anmutende Stahlkonstruktion erzeugt mit Luftdruck Wellen die, von der tieferen Erdkruste reflektiert, Daten über deren Aufbau liefern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schwerelot zur Sedimentkernentnahme&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Luftpulsergestell wird zu Wasser gelassen&lt;/strong&lt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Adelie Pinguine auf den Rauer Inseln&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 25.02.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4983.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>In der Prydz Bay</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Polarstern im Süden der Prydz Bay&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Nacht sind wir schließlich in der Zielgeraden eingetroffen. Der Weg in den, für die Polarstern unbekannten Osten hatte uns aufgrund der oftmals widrigen Wetterverhältnisse leider etwas mehr Zeit gekostet. Doch die Prydz Bucht ist nun erreicht. Schon am frühen Morgen stoppten wir in der Nähe der chinesischen Forschungsstation Zhong Shan auf, während die ersten Teams von Prof. Dr. Patrick O`Brian und Dr. Dirk Wagner auf die nördlich gelegenen Rauer Inseln zu ihren Forschungsgebieten für die nächsten drei Wochen geflogen wurden. Das Wetter war ideal und wird uns laut Wetterbericht auch weiterhin noch freie Sicht ermöglichen. Am Vormittag stand dann ein offizieller Termin an. Bepackt mit Präsenten flog die Expeditionsleitung zu einem Besuch auf die chinesische Forschungsstation. Der chinesische Betreiber unserer Bordwäscherei “Wäschemax“ begleitete Prof. Dr. Hans Hubberten und den 1. Offizier Steffen Spielke und half als kompetenter   Fremdsprachenübersetzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Container und Antennenmasten der chinesischen Forschungsstation Zhong Shang&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kameramann Jonas vor beeindruckenden Eiswänden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Helikopterpilot Jürgen Büchner (links) mit Dr. Dirk Wagner und Lars Ganzert&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das einzige biologische Projekt auf dieser Expedition wird von Dr. Dirk Wagner geleitet. Der Wissenschaftler ist an der Erforschung von Lebensformen unter extremen Umweltbedingungen interessiert. Randlich geht es auch darum, eventuelle Lebensmöglichkeiten auf dem Planeten Mars zu verstehen. Darunter sind natürlich keine grünen Marsmenschen zu verstehen, sondern Bakterien und Kleinstlebewesen, wie es sie auch bei uns auf der Erde gibt. Relevant für diese wissenschaftliche Tätigkeit sind Permafrostgebiete auf der Erde, in denen entsprechende Mikroorganismen nachgewiesen worden sind. Diese existieren unter ähnlichen Bedingungen, wie auf dem Mars vorherrschen. Wagner befindet sich nun mit seinem Team auf der Suche nach ähnlichen Organismen im Permafrost der Rauer Inseln und Larsemann Hügeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein vorerst letzter Blick zurück&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl lediglich 16 der insgesamt 48 Forscher das Schiff verlassen haben, herrscht an Bord doch irgendwie eine außergewöhnliche Stille. Das Treppenhaus ist leerer geworden, Durchsagen erklangen nicht mehr so häufig durch die Lautsprecher und wo man in den Gängen regelmäßig dem “Gegenverkehr“ ausweichen musste, hat man jetzt freie Bahn. Um 14.00 Uhr ging es dann per Helikopter zu einem weiteren Besuch. Unser Kollege Jonas erhielt das Angebot, das Besucherkomitee der Polarstern auf die russische Forschungsstation Progress zu begleiten und dokumentierte den offiziellen Akt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Herzliche Begrüßung auf der russischen Forschungsstation Progress&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Russisches Kettenfahrzeug&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Außenfassade der Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prof. Dr. Hans Hubberten und Stationsleiter Lev Matveyechev beim Überreichen der Präsente&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 24.02.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4976.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Sicherheitsübungen</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;In der Zielgeraden zur Prydz Bucht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Polarstern nähert sich nun zielsicher der Prydz Bucht. Das Wetter war heute trübe und grau. Dennoch sah man den Forschern schon heute Ihre Freude an, sich morgen endlich voller Tatendrang auf ihre Arbeit im Gelände stürzen zu dürfen. Einige müssen sich allerdings noch gedulden, denn die Flugzeiten der Helikopter sind auf zwei Tage verteilt. Viele hatten heute alle Hände voll zu tun, Ihr Sicherheitsgepäck und wissenschaftliche Ausrüstung in die Expeditionskisten zu verstauen. Am Nachmittag gab es rechtzeitig vor Eintreffen in der Prydz Bucht wieder einen Testalarm mit anschließender Sicherheitsübung. Alle Besatzungsmitglieder wurden dazu auf die Aussendecks gerufen. Die Sicherheit an Bord hat natürlich oberste Priorität und diejenigen, die sich noch mehr dafür interessieren, können sich sogar  im Abendprogramm des Bordfernsehens in wöchentlichen Abständen mit einem Video über die Schiffssicherheit informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sicherheitsübung mit den Rettungsbooten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;1. Offizier Steffen Spielke bei der Sicherheitseinweisung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&lt;Die aufmerksame Crew bei der Übung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 23.02.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4975.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Geologe Martin Klug</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unsere aktuelle Position&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Durch die Gischt vereistes Vorschiff&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie erwartet war die Nacht für uns alles andere als erholsam. Die See schaukelte uns zwar nicht ganz so intensiv wie beim letzten Sturm, dennoch hatten einige Forscher Probleme mit dem nächtlichen Wellengang. Der Wind hat mittlerweile nachgelassen und die Bewegungen des Schiffes sind für uns wieder im grünen Bereich.&lt;br /&gt;
In der Prydz Bucht sind wir noch nicht angekommen, doch das Wetter sollte es nach den aktuellen Vorhersagen zulassen, dass wir übermorgen in den besagten Gewässern eintreffen. Auf der Polarstern wird es dann etwas einsamer, denn 16 Forscher werden das Schiff verlassen und teilweise bis zu drei Wochen auf dem Festland oder vorgelagerten Inseln verbringen. Die meisten Projekte haben geologische Fragestellungen und beschäftigen sich mit der Vereisungs- und Umweltgeschichte der zu untersuchenden Gebiete. Ein Wissenschaftler, der sich einen Monat lang im offenen Gelände aufhalten wird, ist der Geologe Martin Klug von der Universität Köln. Seine Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Seesedimenten auf den Rauer Inseln, die für die nächsten Wochen sein neues Zuhause sein werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Geologe Martin Klug von der Universität Köln&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inseln liegen im Nordosten der Prydz Bucht und verfügen über eine Vielzahl von Seen und Fjorden. Anhand der Sedimentablagerungen ist es den Forschern möglich, die Umwelt- und Klimabedingungen zu rekonstruieren und Entwicklungen des Eises im Inland nachzuvollziehen. “Ich freue mich, endlich wieder im offenen Gelände arbeiten zu dürfen!“ erklärt der 36-Jährige. Vor drei Jahren faszinierte ihn bereits Grönland mit seinen unverwechselbaren Landschaften und lässt ihn auf unvergessliche Momente in der Wildnis des antarktischen Sommers hoffen. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Martin und seine Kollegen bereiten sich nicht nur mental auf das Abenteuer vor, sondern ergreifen auch allerhand organisatorische Maßnahmen. Mehr als 20 Expeditionskisten müssen mit Lebensmitteln, Campingausrüstung und Forschungsinstrumenten gepackt werden. An einem Helikopter werden diese dann in einem Netz als “Slingload“ auf die Inseln geflogen. Oberste Priorität  hat dabei die sicherheitsrelevante Ausrüstung. Survivalpacks, Zelte und Kommunikationsmittel müssen vor oder spätestens mit den Forschern eintreffen, da ein gesicherter regelmäßige Kontakt mit dem Schiff zwingende Voraussetzung für einen antarktischen Landaufenthalt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 22.02.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4966.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Acht Windstärken</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prydz Bucht voraus!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir passierten am heutigen Tage sowohl eisbedeckte als auch eisfreie Gebiete und befinden uns mittlerweile im blauen Indischen Ozean. Gegen Nachmittag ist wieder genau das eingetreten, was wir uns eigentlich nicht mehr gewünscht haben. Der Wind hat wieder an Stärke zugenommen und bläst uns mittlerweile mit acht Windstärken entgegen. Die Aussendecks wurden heute zwar noch nicht gesperrt, aber wenn überhaupt, waren dort sowieso nur die wenigen Hartgesottenen unter uns anzutreffen. Die Polarstern bewältigte ein weiteres Mal mit Bravur die gewaltigen Wellenberge und schüttelte Forscher und Besatzung durcheinander. Erste Fälle von aufkeimender Seekrankheit sind aber schnell wieder abgeklungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern meistert die aufgewühlte See&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir diesen rapiden Wetterumschwung am eigenen Leibe miterlebten, erklang von der Brücke eine überraschende Nachricht. Mehrere Orkas sollten in Sichtweite aufgetaucht sein. Obwohl wir mit unseren Kameras und verschiedenen Objektiven unverzüglich auf die Brücke eilten, war eine Dokumentation leider nicht mehr möglich. Die ungefähr 15 Tiere waren für unsere Sammlung antarktischer Tieraufnahmen einfach zu weit entfernt. &lt;br /&gt;
Dr. Bernhard Dieckmann vom Alfred-Wegener-Institut Potsdam war am heutigen Abend der Redner unserer regelmäßigen Präsentationen. Er berichtete anhand gelungener Fotos und Landschaftsaufnahmen unter anderem von seiner Forschungstätigkeit in der russischen Taiga. In Sibirien konnte der Geologe zum Beispiel wichtige Informationen über die Klimaentwicklungen in dieser Region gewinnen. Mir gefiel diese Präsentation besonders gut, weil Dieckmann es auf unterhaltsame Weise verstand, die Materie auch Laien und fachfremden Zuhörern unter uns verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
Bevor wir ins Bett gingen, mussten wir erneut zu den Uhren und Weckern greifen. Auch heute stellten wir die Zeit eine Stunde voraus, was angesichts unserer nächtlichen Erfahrungen mit dem starken Wellengang sicherlich keine ausreichende Portion Schlaf zulassen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 21.02.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4964.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Zeitverschiebungen</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;FS Polarstern unterwegs zur Prydz Bucht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser eintägiger Abstecher in die vereisten Gewässer der Casey Bay ist leider schon wieder vorbei und wir befinden uns wieder auf hoher See. Das tiefblaue Wasser um uns herum schlug zwar keine hohen Wellen, der Wind jedoch war scharf und kalt. Heute ging ich nur noch gelegentlich auf die Aussendecks, um bei einer eventuellen Walbeobachtung einer der Ersten sein zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Kielwasser&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menü:&lt;br /&gt;
Rauchige Bohnensuppe,&lt;br /&gt;
Paniertes Kotelett,&lt;br /&gt;
Blumenkohl,&lt;br /&gt;
Kartoffeln,&lt;br /&gt;
Obst&lt;br /&gt;
Vegetarisches Gericht:&lt;br /&gt;
Knusprige Spaghetti vom Blech&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Empfehlung der Kombüse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Mittagessen bin ich kurz für ein kleines Schläfchen auf unsere Kammer verschwunden. Die ständigen Zeitumstellungen auf dieser Reise machen mir momentan erheblich zu schaffen. Da wir uns nahe dem Südpol schnell über die Breitengrade bewegen, wurde gestern die Uhr wieder eine weitere Stunde vorgestellt. Ebenso wird uns in der kommenden Nacht eine Stunde abgezogen. Zunächst machten mir diese kleinen Zeitsprünge nichts aus, aber für einen Antarktisneuling wie mich erfordern sie doch schon eine gewisse  Gewohnheit.&lt;br /&gt;
Auf der heutigen Fahrt arbeiteten wir an keinen Stationen, um Messinstrumente ins Wasser zu lassen oder Bodenproben ans Tageslicht zu befördern, sondern hielten weiterhin Kurs zur Prydz Bucht. Laut Zeitplan sollten wir am Freitag unser Ziel im Osten der Antarktis erreichen. &lt;br /&gt;
Am Abend präsentierte Andreas Borchert vom Alfred-Wegener-Institut Potsdam seine Diplomarbeit, in der er anhand der physikalischen und chemischen Eigenschaften von Tiefseesedimenten Veränderungen der Strömungen im Südpolarmeer analysierte, Bestandteil der Klima- und Umweltgeschichte der Antarktis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;,&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Minkewale auf der Steuerbordseite&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel 20.02.07&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4961.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Exkursion auf das Festland</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die Polarstern am Schelfeis der Antarktis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Nacht ist es kühler geworden. Wir näherten uns wieder dem Schelfeis und konnten praktisch zusehen, wie das Eis immer dichter wurde. Unser Kurs hatte einen guten Grund, denn der australische Geologe Duanne White und Professor Öberhänsli sollten heute in dokumentierender Begleitung von Jonas auf das Festland geflogen werden. Gegen Mittag brachen Sie auf und verbrachten den Rest des Tages in dem, in 1800 Meter Höhe gelegene Anderby Land, um Gesteinsproben zu entnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Landung im Gebirge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Duanne White und Roland Oberhänsli in Aktion&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gebirgsland in der Antarktis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen machten wir weitere Stationen an dem bisher kältesten Tag unserer Reise. Mehrere Messinstrumente sollten zu Wasser gelassen werden. Unter anderem testeten wir unter Anleitung von Geophysiker Karsten Gohl erfolgreich eines der Meeresgrund-Seismographen, die an verschiedenen Positionen auf den Boden gelassen wurden, um Informationen über seismische Aktivitäten zu übermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erfolgreicher Test eines Ocean Bottom Seismographs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Neugierige Wissenschaftler&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Karsten Gohl im Rampenlicht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kastengreifer zur Sedimentprobenentnahme&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Präsentation wurde ein erneutes Mal von AWI-Geologe Hannes Grobe gehalten. Er erzählte uns sehr anschaulich von dem internationalen Projekt ANDRILL, in dem mit einem gewaltigen Bohrturm Bodenschichten gewonnen wurden, die der Polarforschung wichtige Ergebnisse hinsichtlich der antarktischen Entwicklung gebracht haben. Im Anschluss darauf schauten wir zu unserer Überraschung die interessante Dokumentation „Knochenjob Auf Dünnem Eis“, die unser Dozent Peter K. Hertling 1996 produzierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Wunderschöne Eislandschaften&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright: Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4953.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Test für den Ernstfall</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Unsere heutige Position&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meiste Zeit des Tages haben wir heute auf den Decks verbracht. Das Wetter war trocken, aber es war durch den antarktischen Wind doch sehr kalt. Nichtsdestotrotz wagte sich Professor Roland Oberhänsli von der Universität Potsdam in ein Schlauchboot, um es für den Ernstfall in der Prydz Bucht zu testen. Zusammen mit seinem Kollegen Professor Patrick O´Brian wird er in ungefähr einer Woche, wenn wir dem Festland nahe genug sind, einzelne Inseln besuchen. Während diesen Tagen nehmen die beiden Mineralogen Gesteinsproben und sind lediglich durch ein Sellitentelefon mit dem Schiff verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Polarstern von Achtern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Professor Patrick O´Brian von der Universität Potsdam&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die beiden Geologen Bernd Wagner und Martin Klug von der Universität Köln werden in der Prydz Bucht auf der Suche nach interessanten Funden sein. Um ebenfalls eine Kommunikation mit dem Schiff und untereinander gewährleisten zu können, testeten sie heute die Funkgeräte. Die anfänglichen Verbindungsschwierigkeiten konnten sie schnell überwinden und sich von verschiedenen Orten auf der Polarstern gut unterhalten.&lt;br /&gt;
Desweiteren veranstaltete unser Bordarzt Eberhard Kohlberg einen interessanten Erste-Hilfe-Kurs, zu dem alle auf dem Schiff recht herzlich eingeladen waren und nötige Maßnahmen bei eventuellen Unfallssituationen erklärt wurden. Wir hoffen natürlich, dass wir die gelernten Methoden niemals anwenden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lehrgang für die Erste Hilfe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Abend wurde es dann zu meinem Erstaunen doch wieder dunkler. Ganz verschwand die Sonne zwar nicht aber gemäß unseren aktuellen Koordinaten wurde es wieder gewohnte Nacht. Während die Sonne langsam am Horizont verschwand, erwachten auf dem Schiff die “Jecken“. Es wurde Karneval gefeiert und besonders die aus dem Ruhrgebiet stammenden Wissenschaftler luden zu einem “närrischen Abend“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Atlantischer Sonnenuntergang&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright: Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4949.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Magnetische Ermittlungen</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Polarstern an der antarktischen Atlantikküste&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Forschungsprojekt, das im Moment auf der Polarstern durchgeführt wird, leitet Conrad Kopsch vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam. Er erforscht den Magnetismus der Erde. Weil das Magnetfeld unseres Planeten sich ständig ändert, resultiert daraus das Problem, dass die magnetischen Pole der Erde leider nicht mit den geographischen Polen identisch sind. Diese Tatsache führt viele Probleme mit sich. Sie ist zum Beispiel der Grund dafür, warum Seefahrer in den Anfängen der Seefahrt vor dieser Feststellung ihre neuentdeckten Ziele an einem späteren Zeitpunkt nicht wiederfinden konnten. Mit der Änderung des Magnetfeldes war der zuvor verfolgte Kurs später nicht mehr korrekt und die Segler fuhren geradewegs an einer entdeckten Insel vorbei. Zur  Erforschung dieses Phänomens wurde zur Drygalski  Expedition 1901/02 ein Doppelkompass von Bidlingmaier entwickelt, der die Abweichung beider Pole (Deklination) ermitteln konnte und somit einen korrekten Kurs angab. Auf der Polarstern führt Conrad Kopsch verschiedene Messungen durch, um Anomalien im Magnetfeld zu erkennen. Dadurch sind Schlüsse auf die Beschaffenheit der Erdoberfläche rückführbar. Er hat damit alle Hände voll zu tun, da das Forschungsschiff aus vielen Metallelementen zusammengebaut ist, die zusätzlich zum Schaukeln des Schiffes die Kompassnadel verwirren. Anhand der gemessenen Werte muss Conrad eine Konstante ermitteln, um die realen Abweichungen berechnen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Conrad Kopsch auf der Polarstern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Computergestützte Messungen bei einem früheren Projekt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heutigen Präsentation stellte Detlef Damaske von der Bundsanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe seine gemeinsame Arbeit mit der Australian Antarctic Division in der Prydz Bay vor, in der er erdgeschichtliche Entwicklungen des Lambert Grabens erläuterte. Wir waren ein wenig überrascht als im Vorführsaal das Schwanken des Schiffes wieder einsetzte. Der Wellengang ist heute wieder etwas stärker geworden und es fiel sogar Schnee. In ungefähr drei Tagen würden wir eine Position erreichen, in der einige Geologen per Helikopter aufs Festland geflogen werden, um Gesteinsproben an Bord zu bringen. Zum Abschluss dieses Tages wurden die Wissenschaftler und wir von den Matrosen aufs Arbeitsdeck eingeladen. Manni und Heinz grillten leckeren Eisfisch mit Zwiebeln und so blieben wir bis in die späten Abendstunden bei diesen gutgelaunten Seefahrern, die immer eine interessante Geschichte zu erzählen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4948.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Bei der Novolazarevskaya-Station</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die antarktische Atlantikküste&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minutenmittelwerte der Bordwetterwarte vom 15.02.07 12:10 UTC &lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
Lufttemperatur: -7°C&lt;br /&gt;
Wassertemperatur: -0,2°C&lt;br /&gt;
Luftdruck: 981.8 hPA&lt;br /&gt;
Luftdruck, reduziert: 984.1 hPA&lt;br /&gt;
Wahre Windgeschwindigkeit: 2.7 m/s&lt;br /&gt;
Wahre Windrichtung: 138°&lt;br /&gt;
Relative Windgeschwindigkeit: 8.4 m/s&lt;br /&gt;
Relative Windrichtung: 10°&lt;br /&gt;
Relative Luftfeuchte: 72%&lt;br /&gt;
Globalstrahlung: 576 W/m²&lt;br /&gt;
Höhe Wolkengrenze: 20000 ft&lt;br /&gt;
Sichtweite: 10000ft&lt;br /&gt;
Position/Länge: 6.70722°&lt;br /&gt;
Position/Breite: -69.48072°&lt;br /&gt;
Schiffsgeschwindigkeit: 11.8 kn&lt;br /&gt;
Schiffskurs: 103.7°&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werte stammen von unseren “Wetterfröschen“ Reinhard Strüfing und Hartmut Sonnabend. Sie versorgen täglich unser Intranet mit Satellitenbildern und Vorhersagen, sodass jeder einen Eindruck von unserer momentanen Wettersituation bekommen kann. “Bei der relativen Windgeschwindigkeit wird die Geschwindigkeit des Schiffes mitgerechnet, bei der wahren nicht.“ erklärte Reinhard. Die Bordwetterwarte bekommt regelmäßig neue Daten von den Wetterzentren des WWW. Dies steht in diesem Falle nicht für “Word Wide Web“, sondern für “World Weather Watch“. Diese Beobachtungsinstitution verfügt über modernste Computersysteme, ohne die eine genaue Vorhersage des antarktischen Wetters gar nicht möglich wäre. Hartmut erzählte mir, dass man vor zehn Jahren nicht ansatzweise so genau hätte arbeiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;“Wetterfrösche“ Reinhard Strüfing und Hartmut Sonnabend &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie erwartet sind wir über Nacht in eisfreie Gewässer gekommen. Im Laufe des Tages passierten wir den 10° Meridian, welcher ebenfalls durch Hamburg verläuft. Das Wasser war ruhig und von einer klaren dunkelblauen Farbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Programm stand heute unter anderem ein Projekt des Alfred-Wegener-Instituts unter der Leitung von Olaf Klatt, in dem eine Messboje ins Wasser gelassen wurde. Dieser sogenannte “Float“ sank auf 800 Meter Tiefe und sammelte konkrete Daten wie zum Beispiel Wasserdruck, Strömungsgeschwindigkeit und Leitfähigkeit sowie Wasserdichte und damit die Dicke der Partikel in den unterschiedlichen Meerestiefen. Die gesammelten Informationen wurden von der Oberfläche per Satellit an die Wetterstationen gesendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag sind wir in der Nähe der russischen Forschungsstation Novolazarevskaya angelangt. Ursprünglich war ein Besuch einiger Wissenschaftlern geplant, doch leider wäre laut Wetterbericht das „Gutwetterfenster“ bei der Station zu klein gewesen, um das Risiko eines Helikopterfluges auf sich zu nehmen. So folgten wir den Kurs weiter in Richtung Prydz Bay. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Fluke eines Buckelwals&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prof. Roland Oberhänsli auf dem Arbeitsdeck&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4946.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Wieder auf See</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Am Schelfeis entlang&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem wir gestern die Neumayer-Station verlassen haben und den Tag unten auf den Aussendecks unter wunderschöner Dämmerung ausklingen ließen, fahren wir nun an der Schelfeiskante entlang. Vor kurzer Zeit hätten wir diese auf unserem Kurs noch umfahren müssen, wenn es nicht vor kurzer Zeit in riesige Eisberge zerbrochen wäre. Laut unseren Wetterexperten wäre dieses Phänomen ein ganz natürliches Ereignis und hätte nicht unbedingt etwas mit der Klimaerwärmung zu tun. Schon vor Urzeiten seien Teile der Antarktis aufgrund des nachkommenden Eises abgebrochen und mit dem antarktischen Strom weggetrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ungefähr neun Tagen landen wir schließlich in der Prydz Bay, im Osten der Antarktis, wo in Zusammenarbeit mit einem russischen Forschungsschiff weitere Projekte durchgeführt werden. Für die Polarstern wird dieses Gebiet Neuland sein, denn bis jetzt ist sie noch niemals so weit in den Osten vorgedrungen. Niemand kann bis jetzt genau sagen, welche Hindernisse bis dahin zu überwinden sein werden. Im Moment brechen wir uns noch durch das Eis, werden aber sicherlich schon morgen einen Kurs durch freie Gewässer durchqueren. Umso schöner, dass wir heute das Glück hatten, bei sonnigen Wetter Pinguine, Robben und sogar Wale sichten zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schattenwurf der Wolken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Weiter Blick nach Achtern&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4945.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Wasserproben</title>
    		<description>Durch Wasserproben können unterschiedlichste Untersuchungen um den Zustand und die Veränderungen des maritimen Lebensraumes der Antarktis durchgeführt werden. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Proben aus den Tiefen des Meeres an Deck der Polarstern zu transportieren. &lt;br /&gt;
Zum einen gibt es auf der Arbeitsdeckebene, dem E Deck einen tiefen Schacht in der Mitte der Polarstern, der im freien Wasser unter dem Schiff endet und durch den während der Fahrt Proben genommen werden können.&lt;br /&gt;
Die zweite Methode ermöglicht die Wasserentnahme aus verschiedenen Tiefen des Meeres. Hierfür muss das Schiff aufgestoppt werden und die so genannte CTD (Conductivity, Temperature, Density) wird an einer der Bordwinden ins Meer gelassen. Die CTD beschreibt hierbei eigentlich nur die Messeinheit des Gerätes.  Die eigentliche Konstruktion besteht aus einem Metallgestell, an welchem die 24 großen Kunststoffflaschen in einem Radius von knapp 2 Metern kreisförmig befestigt sind und in dessen Mitte sich die erwähnte CTD Messeinheit befindet. Der Windenführer an Deck lässt das Gerät auf die gewünschte Probentiefe herab und von Deck aus können die Wissenschaftler die Probenflaschen einzeln ansteuern. So wird die Winde beim Heraufziehen in verschiedenen Tiefen immer wieder angehalten, um eine Flasche nach der anderen zu schließen. Am Ende kommen die 24 Flaschen wieder an die Wasseroberfläche, gefüllt mit einer Menge Informationen aus den einzelnen Wasserschichten des Südpolarmeeres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Schlosser, Geologe aus Kiel nutzt ein weiteres Gerät zur Wasserprobenentnahme: Der so genannte “Fisch“, ein torpedoförmiges Gerät, welches während der Fahrt an einem Seil durchs Wasser gezogen wird. Mit Hilfe eines Auslegers wird der “Fisch“ einige Meter von der Bordwand entfernt gehalten, um zu verhindern, dass Kleinstteile des Unterwasserschiffes die Proben verunreinigen und die Werte der verschiedenen Untersuchungen beeinflussen. &lt;br /&gt;
Eine Pumpe an Deck befördert das Probenwasser durch einen langen Schlauch in das Auffanggefäß im Labor.&lt;br /&gt;
Schlossers Hauptanliegen liegt in den Untersuchungen des im Wasser enthaltenen Eisens. Dieses gibt Aufschluss über die Entwicklung von Phytoplankton, welches einen ersten Bestandteil der maritimen Nahrungskette darstellt und an dessen Entwicklung sich Veränderungen im Lebensraum des Südpolarmeeres erkennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Instrument zur Wasserprobenentnahme (CTD)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.4971.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Neumayer-Station und Forschung an Deck der Polarstern</title>
    		<description>Am 12.02.2007 ist die Polarstern auf ihrer Expedition ANT-XXIII/9 des Alfred-Wegener-Institutes an der Schelfeiskante nahe der Neumayer Station angekommen und hat zwei Tage günstigen Wetters genutzt, um die Ent- und Versorgung der Forschungsstation durchzuführen. Die Treibstofftanks wurden aufgefüllt und Lebensmittel mitgebracht. Während der Saison entstandener Müll, der nicht vor Ort entsorgt werden kann, muss auf die Polarstern geladen und von dieser aus der Antarktis transportiert werden.&lt;br /&gt;
Währenddessen bot sich den Forschern an Bord die Gelegenheit die Arbeitsumgebung der Kollegen auf dem Eis zu besichtigen und mehr über die verschiedenen Forschungsgebiete vor Ort zu erfahren. In der antarktischen Sommersaison bietet die Station Forschern aus der ganzen Welt Lebens- und Arbeitsräume, im Winter wird der Betrieb von einer deutschen Überwinterungsgruppe gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13.02. hieß es in den Abendstunden dann Abschied nehmen und die Polarstern schob sich langsam von der Eiskante weg und begann ihre weitere Fahrt in das endgültige Forschungsgebiet, die Prydz Bucht.&lt;br /&gt;
Die zurückbleibenden Überwinterter der Neumayer Station waren noch lange auf dem Eis zu sehen. War die Polarstern doch das letzte Forschungsschiff zu Besuch, bevor der antarktische Winter andauernde Dunkelheit bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Bord bereiten sich die Forscher weiter auf ihren sich nahenden Einsatz im Forschungszielgebiet vor. Die ersten Gruppen packen und überprüfen ihre Ausrüstung für den Aufenthalt im Gelände. Zelte werden testweise aufgebaut, Proviant eingepackt und die technische Ausrüstung kontrolliert. Jeder will bereit sein wenn es für mehrere Tage oder zum Teil Wochen in die antarktische Eiswelt geht. &lt;br /&gt;
Bis dahin schiebt sich die Polarstern durch das Eis und die Zeit wird für verschiedene Messprogramme genutzt. Die Forschungsgruppe um Olaf Klatt setzt in diesen Tagen die ersten Floats aus, die unterschiedliche Messdaten in verschiedenen Tiefen speichern und beim Auftauchen an der Wasseroberfläche diese per Satellit nach Deutschland senden. Die Daten sind direkt nach der Sendung durch das Float frei über das Internet verfügbar und werden zum Beispiel von Wetterstationen genutzt. Ziel ist es ein engmaschiges Netz mit Messdaten der Ozeane aufzubauen, um den Zustand und auftretende Veränderungen erfassen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zum ersten März, der Eröffnung des Internationalen Polarjahres wird das Deutsche Forschungsschiff soweit östlich in die Antarktis vorgedrungen sein wie nie zuvor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zufahrt für Schneemobile&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Oberhalb der Neumayer-Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Forscher bei der Arbeit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.4970.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Antarktische Kulturen für die Marsforschung</title>
    		<description>“Aus wissenschaftlicher Sicht, muss ich davon ausgehen, dass es auf dem Mars leben gab oder so-gar gibt” erzählt uns der Mikrobiologe Dirk Wagner, Forscher des Alfred–Wegener-Institutes, For-schungsstelle Potsdam. Oft sei er wegen dieser Aussage schon als “SCIFICTION - Freak” bezeich-net worden.&lt;br /&gt;
Doch dem ist nicht so. Zu lange hat sich der Forscher dafür mit dem Thema auseinandergesetzt. Zuerst analysierten er und sein 7-köpfiges Team die Bedingungen des Mars. Die Tatsache, dass es Wasser auf dem Mars gibt, ist eine der fundamentalen Grundlagen für Leben. Eine andere ist das Vorkommen von Kohlendioxid und Wasserstoff, die für einige Lebensformen die Nahrungsgrund-lage bilden können wie für den Menschen das Brot. Die Grundlagen wären also optimal, wenn da nicht die hohen Temperaturschwankungen wären: Aufgrund des Fehlens einer schützenden Atmo-sphäre auf dem Mars schwanken die Temperaturen täglich zwischen -70° und +20°. Die Lebewesen dieses Planeten müssten also extrem resistent und anpassungsfähig sein.&lt;br /&gt;
Da Mars und Erde vor etwa 4,6 Milliarden Jahren entstanden sind und ungefähr die gleiche Entfer-nung zur Sonne haben, hatten sie einst die gleichen Ausgangsbedingungen für Leben. Das erste Le-ben, dass auf der Erde entstanden ist, waren Mikroorganismen: Bakterien und Archaeen.&lt;br /&gt;
Dirk Wagner versuchte mit einer speziell dafür entwickelten Apparatur die Bedingungen auf dem roten Planeten zu simulieren. Verschiedene irdische Kleinstlebewesen sollten nun in diese künstli-che Marswelt eingesetzt werden. Hierfür hat er besonders resistente Stämme (z.B. Methanosarcina SMA-21) aus dem Permafrost der sibirischen Tundra ausgewählt. Diese Organismen sind an Kälte, Dunkelheit und fehlenden Sauerstoff gewöhnt und somit optimal für die Untersuchungen der Le-bensbedingungen auf dem Mars.&lt;br /&gt;
Das Experiment brachte erstaunliche Ergebnisse: Die Permafrost-Mikroorganismen behaupteten sich unter den Extrembedingungen und entwickelten sich normal weiter. Dies war der Nachweis, dass selbst unter diesen schwierigen Bedingungen Leben möglich sein könnte. &lt;br /&gt;
In der antarktischen Prydzbucht sucht Dirk Wagner nun nach weiteren Mikroorganismen, die im Permafrost der Antarktis leben. Suchen wird er auf den Larsemannbergen und den Rauer-Inseln.&lt;br /&gt;
Die Existenz von Leben auf dem Mars ist gar nicht so unwahrscheinlich. Immer wieder zeigt sich, wie anpassungsfähig Lebewesen sein können. Beispielsweise haben sich in einem rumänischen Höhlensystem völlig autarke Lebensformen entwickelt. Diese Miniaturwelt war nachweislich über mehrere millionen Jahre von der Außenwelt abgeschnitten. In dieser Zeit haben sich völlig eigene Lebensformen entwickelt, die denen der “normalen” Erde erstaunlich ähnlich sehen. Sie sind durch-sichtig und haben meist keine Augen wodurch sie ihrer dunklen Umwelt einfach perfekt angepasst sind.&lt;br /&gt;
Auch in der Antarktis gibt es einen ähnlichen Lebensraum: Der Lake Vostok. Unter der russischen Station Vostok am Kältepol der Erde liegt unter der dicken antarktischen Eisschicht ein See. Dieser gefriert aufgrund des hohen Drucks nicht. Wissenschaftler vermuten, dass sich in dieser isolierten Welt eigenes Leben entwickelt hat und Aufschluss über die Entstehung des Lebens auf der Erde geben kann. Die russischen Forscher haben die 3,5 km dicke Eisschicht fast durchbohrt, um an den See zu kommen. Man hat den See aber noch nicht angebohrt, um keine Fremdkörper von Außen in dieses isolierte System einzuschleusen. Zusammen mit amerikanischen Forschern entwickelt man nun ein Konzept, wie man dieses einzigartige Überbleibsel aus alter Zeit wissenschaftlich nutzbar machen kann, ohne es dabei zu zerstören.&lt;br /&gt;
Etwa 1000 Kilometer entfernt von der russischen Station Vostok sucht Dirk Wagner in den nächs-ten Wochen im Permafrost nach weiteren Mikroorganismen, um seine Experimente weiter voran zu bringen. Nur durch weitere Forschung kann er zum Verständnis der Entstehung des Lebens auf der Erde und möglicherweise auch auf anderen Planeten beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Marssimulationskammer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Spinnentier in der rumänischen Movile Höhle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lake Vostok am Kältepol in der Antarktis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.4969.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>„MABEL“</title>
    		<description>Das Deutsch – Italienische Gemeinschaftsprojekt „MABEL“, durchgeführt vom INGV (Instituto Nazionale di Geofisica Vulcanologia) und TU Berlin (Technische Universität Berlin) wird während der Polarstern Antarktis Expedition ANT-XXIII/ 9 das erste wissenschaftliche Projekt sein, für das das Forschungsschiff auf seinem Kurs in Richtung der Neumayer Station aufstoppt. Mabel ist ein Tiefsee Observatorium, welches vor einem Jahr in Deutsch – Italienischer Zusammenarbeit in einer Tiefe von über 1800 Metern auf den Meeresboden abgelassen wurde. Während dieses Jahres haben die verschiedenen Messinstrumente an Bord Daten aufgenommen, verarbeitet und auf  Festplatten gespeichert. Die bordeigenen Instrumente umfassen einen Seismografen ein CTD (Conductivity, Temperature, Density), Transmissometer, Strömungs- und Geschwindigkeitsmesser, Ph und EH Messgerät und ein Wasserprobennehmer.&lt;br /&gt;
Die Aufgabe der Mabel Crew während der Expedition ist es, das Observatorium vom Grund des Meeresbodens zu bergen. Dies geschieht mit Hilfe eines zweiten Gerätes, genannt MODUS (Mobile Docker for Underwater Sciences) welches den Gegenpart zu MABEL darstellt. Es erinnert an eine große trichterförmige Tauchglocke, in deren Mitte die Aufnahmevorrichtung für den an MABEL installierten Verbindungszapfen liegt. Per GPS wird die Bergungsstelle von Bord angesteuert, danach lässt das Team MODUS langsam an einem dicken Stahlseil in die Tiefe. &lt;br /&gt;
Mehrere große Scheinwerfer, 4 Kameras, Sonar und ein eigener Antrieb machen die exakte Arbeit mit MODUS möglich. Stromversorgung, Steuerungsbefehle und die Videosignale werden in einem in dem Stahlseil liegenden Glasfaserkabel transportiert. Ist MABEL am Meeresgrund ausgemacht, muss MODUS draufgesetzt und der Verbindungszapfen in der vorgesehenen Aufnahme arretiert werden. Sobald dies geschehen ist, kann MABEL aus der Tiefe gezogen werden. Vorsicht gilt dann noch einmal beim Auftauchen an der Oberfläche. Frei schwebend an dem Stahlseil besteht die Gefahr, dass Mabel von Wind oder Wellen an die Bordwand der Polarstern gedrückt wird.&lt;br /&gt;
Bei erfolgreicher Bergung ist MABEL das erste multidisziplinäre Tiefseeobservatorium, welches in Polargebieten im Einsatz war. Die Vorteile solcher Stationen auf dem Meeresgrund liegen in der Erfassung vieler verschiedener wissenschaftlicher Daten über lange Zeiträume und in frei wählbaren Abständen. Sie erweitern die traditionelle Möglichkeiten der Forschung von Schiffen oder Stationen aus. &lt;br /&gt;
MABEL ist ein zukunftweisendes Beispiel für weitere Tiefseeobservatorien in polaren Gebieten und deren Technik, bis hin zum Aufbau umfangreicher Tiefsee Netzwerke, in denen mehrere solcher Observatorien zusammenarbeiten und zeitgleich wissenschaftliche Daten an verschiedenen Orten aufzeichnen. Ein Vorgängerprojekt war Orion (Ocean Research by Integrated Observitory Networks), welches 2003-2005 in Deutsch –Italienischer Zusammenarbeit im Mittelmeer über 14 Monate in 3320 Meten erfolgreich durchgeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;MODUS wird zu Wasser gelassen&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;srong&gt;Technische Daten:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Länge: 3,00 Meter&lt;br /&gt;
Breite: 3,00 Meter&lt;br /&gt;
Höhe: 2970 inklusive Docking Pin&lt;br /&gt;
Gewicht: 1050 Kg in der Luft, 750 Kg im Wasser&lt;br /&gt;
Kabelgewicht: 2350 Kg/m, 1700 Kg/m im Wasser&lt;br /&gt;
Tiefste Tauchtiefe: bis 6000 Meter Tiefe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;srong&gt;Wissenschaftliche Instrumente:&lt;/srong&gt;&lt;br /&gt;
Breitband Seismometer:&lt;br /&gt;
Erfassung von Erdbebenereignissen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CTD: &lt;br /&gt;
Über Leitfähigkeit, Temperatur und Dichte wird der Salzgehalt bestimmt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Transmissometer: &lt;br /&gt;
Messung der Trübung de im Wasser enthaltenen Schwebteil &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strömungs- und Geschwindigkeitsmesser: &lt;br /&gt;
Erfasst Werte in Betrag und Richtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pH  and Eh Messgerät: &lt;br /&gt;
Für chemische Grundparameter für Wasseranalysen&lt;br /&gt;
Wasserprobennehmer &lt;br /&gt;
Wasserentnahme im 8-tages Rhythmus für ein Jahresprofil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ausgang des Mabel Projektes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem schweren Sturm waren die Vorraussetzungen für die Mabel Bergung alles andere als optimal. Das Deutsch Italienische Team um Prof. Hans Gerber hat schon viele Erfahrungen bei ähnlichen Bergungen aus weitaus größeren Tiefen im Mittelmeer sammeln können. Doch in der Antarktis spielen weitaus mehr Faktoren bei einem solchen Unterfangen eine tragende Rolle.&lt;br /&gt;
Auch nach über 6-stündiger Suche nach dem Tiefseeobservatorium „Mabel“ mit dem Bergungsgerät „Modus“ konnte die Messstation auf dem Meeresgrund nicht ausfindig gemacht werden. Die Polarstern hat durch verschiedenste Manöver ein ganzes Netz um die bekannte Position abgefahren, allerdings ohne Erfolg.  &lt;br /&gt;
Extreme Wetterbedingungen, Wellengang und Eisbewegungen, ließen die Geräte anders reagieren als gewohnt und die ungewohnten Beanspruchungen Materialverschleiß weitaus eher eintreten, als in gemäßigten Gebieten.  Ein weiterer Tauchgang unter diesen Umständen wäre sehr riskant und das Bergungsgerät „Modus“ bei einem Scheitern womöglich in der Tiefe des Meeres verloren. Grund genug für die Wissenschaftler weitere Bergungsversuche abzusagen und sich lieber weiter um Details zu kümmern, warum „Mabel“ selbst mit Hilfe des Sonars nicht gefunden werden konnte. Diese Erkenntnisse werden grundlegend sein, um einen weiteren Bergungsversuch starten zu können. Die Reaktionen der Station auf gesendete Anfragen in Form von akustischen Signalen beweisen, das „Mabel“ noch da unten liegt, irgendwo in über 1800 Metern Tiefe und zudem scheinbar voll in Takt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.4968.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Erste Geologische Forschung während ANT-XXIII/9</title>
    		<description>Während auf den Arbeitsdecks der Polarstern fleißig gearbeitet wird und der Fahrtleiter Hans – W. Hubberten vom Alfred Wegener Institut Potsdam in Zusammenarbeit mit Kapitän Schwarze immer wieder den Kurs und neue Stationen plant, geht es für den Geologen Duanne White aus Australien das erste Mal mit dem Helikopter ins Gelände. Mit dabei ist der aus der Schweiz stammende Mineraloge Roland Oberhänsli von der Universität Potsdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Helikopterdeck beginnt die ungewöhnliche Dienstreise in süd-östlicher Richtung entlang der Casey Bucht zum Rayner Gletscher im Enderby Land. Dort hatten sich die Forscher auf Karten schon an Bord besondere Stellen ausgesucht, an denen sie Untersuchungen durchführen und Proben entnehmen wollen.  Die Fragestellung der Forschung handelt von dem Eisrückgang in diesem Gebiet, dessen Zeitraum und Geschwindigkeit Rückschlüsse auf Klimaveränderungen in der Vergangenheit der Erde geben. &lt;br /&gt;
Wird das Gestein durch den Rückgang oder das Schmelzen des Eises freigelegt, ist es dem Sonnenlicht und anderen kosmischen Strahlungen ausgesetzt. Die im Gestein entstandenen Strahlungsschäden kann man im Labor mit Hilfe von Isotopen - chemischer Methoden ermitteln und an der Intensität erkennen, wie lange das Material schon freilag. Viele verschiedene Proben ermöglichen so eine Rekonstruktion des Eisrückganges. Insbesondere an hohen Spitzen, welche inmitten oder an den Rändern von Gletscherläufen liegen, bieten sich diese Untersuchungen an. Sie werden beim Rückgang der Eismassen als erstes freigelegt und sind durch tiefe Kratzspuren gezeichnet von der Kraft der fließenden Eismassen. &lt;br /&gt;
Diese stummen Zeugen der Geschichte geben Rückschlüsse über die Ausdehnung der Vereisung dieser Gebiete, über lange Zeiträume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Abendstunden kommen die Geologen zurück, begeistert von einem erfolgreichen Tag auf dem antarktischen Kontinent. Inzwischen liegt die Polarstern in einem dichten Eisfeld und ist umgeben von einer bizarren Landschaft aus weißer Weite und in der Sonne strahlenden Eisbergen. Ein Moment, den man gerne festhalten würde, um ihn in vollen Zügen zu genießen. Doch schon ertönt das Horn des Forschungsschiffes und es geht weiter in östlicher Richtung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prof. Dr. Oberhänsli und Duanne White im Gelände&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Gesteinsprobenentnahme&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/science/1.4967.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Die Neumayer-Station</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Neumayer-Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute war wohl der beeindruckenste Tag unserer bisherigen Reise. Nach dem Frühstück bekamen die Wissenschaftler das Angebot, eine Wanderung durch die Eiswüste zur unterirdischen Forschungsstation Neumayer zu unternehmen. Während Jonas und Michael an Bord bleiben mussten, um das Verladen der Versorgungscontainer zu filmen, meldete ich mich sofort als Teilnehmer. Mit meinen Kollegen verabredete ich mich zu einem späteren Treffen in der Station. Anschließend traf ich mich mit den anderen Forschern auf dem Helikopterdeck, damit wir uns wieder in die Abwesenheitsliste eintragen konnten. Dann ging es auch schon los. Zu jeweils vier Personen transportierte uns wieder der Kran in dem Personenkorb über die Schelfeiskante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Blick auf die Schelfeiskante&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein windstiller Sommertag mit -9° Celsius und strahlendem Sonnenschein. Günstigere Voraussetzungen hätten wir für diesen Trip nicht bekommen können. Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich mich über die Entfernung zur Station nicht hinreichend informiert habe und mir wurde allmählich bewusst, dass es sich nicht um einen einfachen Spaziergang handeln würde. Als wir alle vollzählig und bereit zum Aufbruch waren, machten wir die ersten Schritte auf dem eisigen Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein langer Fußmarsch liegt vor mir&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untergrund war zunächst hart und gut geeignet für einen längeren Fußmarsch. Dies sollte jedoch nicht so bleiben und schon nach einer halben Stunde verstand ich, worauf ich mich eingelassen hatte. Schneeverwehungen behinderten unseren Weg und ich sank mit den Stiefeln zu meiner Erschöpfung oft ein. Der Rucksack mit dem Foto- und Filmequipment, den ich mit mir führte, lag schwer auf meinen Schultern. Wenn ich nach meiner Schulzeit den Wehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet hätte, würde ich mich jetzt wohl ohne Zweifel an die langen Rucksackmärsche erinnern müssen, die man in der Grundausbildung zu absolvieren hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein früher Blick zurück&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Training und jegliche Erfahrung im Wandern bildete ich schnell mit einer kleinen Gruppe das Schlusslicht. Es war definitiv ein Fehler, unter dem Overall Jeans und Pullover zu tragen, denn ich fing an, ins Schwitzen zu geraten. Fahnen markierten in regelmäßigen Abständen den Weg zur Station. In den kleinen schwarzen Punkten am Horizont erkannte ich zwar nach einiger Zeit Schneemobile und die große Windkraftanlage, zugleich musste ich aber feststellen, dass die verbleibende Entfernung bei meiner Erschöpfung noch viel zu groß gewesen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Versorgung für die Forschungsstation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren kleinen Pausen und einigen Filmaufnahmen unserer tapferen Wandergruppe, konnte ich nach über drei Stunden Fußmarsch endlich das gesamte Areal mit fahrenden Schneemobilen und Antennenmasten betrachten. Die Container und Lüftungsrohre glänzten in der Sonne. In der Nähe der Station war eine Landebahn für Flugzeuge mit Fahnen gekennzeichnet. Trotz meiner verschwitzten Klamotten war ich heilfroh und auch ein wenig stolz, unversehrt am Ziel angekommen zu sein. Als ich zurück zur Polarstern blickte, musste ich feststellen, dass sie mittlerweile sehr weit entfernt war. Der kleine Punkt am Horizont konnte auch mit viel Fantasie nicht mehr als Schiff ausgemacht werden. Nach einem Rundgang und einigen Aufnahmen später, ließen wir uns den Weg ins Innere der Neumayer-Station erklären. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wegweiser im Eis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einfahrt in die unterirdische Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Elemente des Lüftungssystems&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Windkraftanlage &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir folgten den Anweisungen eines stationierten Forschers und gingen in einen der braunen Holzcontainer. Die Treppe, die sich darin befand, führte uns 20 Meter in den Untergrund bis wir schließlich vor einer isolierten Tür standen. Es eröffnete sich uns ein langer Gang mit verschiedenen Räumen. Wir gingen zunächst in den Umkleideraum, in dem ich meinen Overall auszog, um mich in den gut beheizten Räumen besser bewegen zu können. Im Aufenthaltsraum standen schon Suppe, Getränke und sogar Kuchen für uns bereit. Ich verspeiste einen Teller und kam allmählich wieder zu Kräften, während ich mir den großen Raum etwas näher anschaute. Auf einer Seite stand ein großes Regal mit vielen Büchern und noch viel mehr Videos. Die beachtliche Sammlung deutete darauf hin, dass man während der 15-monatigen Überwinterung großen Wert auf gemeinsame Videoabende legt. Verschiedene Abspielgeräte wie Videorecorder, DVD-Player und Musikanlage standen auf dem großen Fernseher vor der großzügigen Couchgarnitur, auf der sich insgesamt bestimmt acht Personen entspannen könnten. In der Mitte des Raumes stand ein riesiger Esstisch mit mehr als zwanzig Sitzplätze. Wir löffelten unsere Suppen und unterhielten uns über die anstrengende Tour, während aus der Kombüse schon wieder die nächsten Stück Kuchen und Kannen Kaffee gereicht wurden. Anschließend ergriff ein Wissenschaftler der Station das Wort und führte uns in einem Rundgang durch die Station, um uns über die Funktionen der einzelnen Labore, Werkstätten und Lager detailliert zu informieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zugang zum Untergrund&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wissenschaftler bei der Arbeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Pause bei Kaffee und Kuchen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Medizinische Versorgung im Operationssaal&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Aussenhülle der Anlage&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ausruhen im Schnee&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Satellitenanbindung für die Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Kamerateam im Einsatz&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Südlichste Deutsche Bibliothek der Welt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;In Kanada modifizierte amerikanische Basler&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück auf der Polarstern läutete man so langsam den Abschied von Neumayer ein. Wir sollten um 21 Uhr wieder ablegen und uns auf den weiteren Weg zur Prydz Bay machen. Das wissenschaftliche Team des MABEL-Projektes verließ das Schiff, um schließlich in die Neumayer-Station zu ziehen und von dort aus den Rückflug nach Kapstadt anzutreten. Die Mitglieder kommen nächstes Jahr wieder in diesen Teil der Erde, um einen erneuten Bergungsversuch zu starten. Bei den sich immer wieder verzögernden Verabschiedungen floss bei so manchen eine kleine Träne. Kapitän Schwarze ließ das Signalhorn ertönen und die festgefrorene Polarstern brach sich wieder frei. Musik erklang auf allen Decks und während stimmungsvoll “Time To Say Good Bye“ spielte, winkten wir in einer faszinierenden Sonnendämmerung zum Abschied. Beim Anblick dieses wunderbaren Schauspiels wurde mir bewusst, wie dankbar ich sein sollte, durch diesen besonderen Teil der Erde mitreisen zu dürfen und versuchte mehr oder weniger vergebens die Momente mit der Fotokamera festzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Abschied von der Mannschaft der Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auswirkungen der antarktischen Sonne&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Spektakuläre Dämmerung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
   </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4938.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Ende der Welt</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Atka Bucht, Neumayer-Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben die Koordinaten des MABEL-Projektes nun wieder verlassen und fuhren geradewegs in Richtung der Neumayer-Station. Schon in der Nacht vernahmen wir ein gelegentliches Rumpeln des Schiffes. Hin und wieder war schon soviel Eis auf dem Wasser, dass die Polarstern langsam aber sicher ihre Qualitäten als Eisbrecher beweisen musste. Wir waren sehr gespannt, was als nächstes passieren würde, denn nun sollte es nicht mehr weit sein. Das Eis wurde immer dichter und nach einiger Zeit konnten wir gar kein Wasser mehr erkennen. Zwischenzeitlich winkten wir den antarktischen Einheimischen zu. Zu unserem Glück konnten wir diese Tiere nun immer öfter zu Gesicht bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erstes Eisbrechen in Richtung Neumayer-Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Neugierige Beobachter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurde das Eis so dick, dass ein Durchkommen fast unmöglich schien, doch die Polarstern meisterte jede Herausforderung aufs Neue. Wir rammten uns eine Schneise in das Eis bis man auf der Steuerbordseite in weiter Ferne die ersten Container des Sommerlagers der Neumayer-Station erkennen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unaufhaltbares Durchbrechen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf stoppte das Schiff. Wir hatten unser vorläufiges Ziel erreicht und machten uns bereit, nach einer kurzen Sicherheitsbelehrung an Land zu gehen. Mit dem Lastenkran wurde ein Kontrollteam auf die acht Meter hohe Eiskante gesetzt, welches nun Fahnen benutzte, um gefährliche Bereiche an der Eiskante zu markieren. Niemand durfte diese Grenzen überschreiten und vor allem nicht außer Sichtweite des Schiffes geraten. Nacheinander füllten wir eine Abwesenheitsliste aus und wurden auf des Eis gesetzt . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;An der Schelfeiskante angelegt&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Übersetzen mit dem Lastenkran&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ferne entdeckten wir zwei große Schneemobile, die geradewegs auf uns zu fuhren. Vier Forscher der Neumayer-Station hießen uns willkommen und freuten sich über einen Besuch an Bord. Wir alle freuten uns nach 10 Tagen auf See, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Für viele junge Forscher war es zugleich der erste Schritt auf dem antarktischen Kontinent. Endlich war auch wieder genügend Platz, um sich frei zu bewegen. Während Schneeballschlachten geschlagen und sogar Fussballspiele ausgetragen wurden, machten wir unterdessen viele Bilder und Filmaufnahmen. Diesen Moment mussten wir einfach festhalten. Ich legte mich mit dem Rücken auf den Boden und konnte es nicht fassen, tatsächlich einer der wenigen Menschen zu sein, die auf diesem unberührten Kontinent einen Fuß setzen dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auf dem südlichsten Kontinent angekommen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ein beeindruckendes Szenario. Die Landschaft wirkte wie ein Gemälde. Hunderte von Pinguinen tummelten sich auf einem Berg und zwei riesige Skuas, große Raubmöwen, segelten neugierig über unsere Köpfe. Graue Wolkengebilde zogen über den Horizont. Ohne Orientierungspunkte war das Abschätzen von Entfernungen unmöglich. Auch ohne Schneesturm wäre man in diesem Terrain verloren. Nicht einmal ein normaler Kompass könnte helfen, weil in manchen Gegenden die Nadel aufgrund starker Magnetfelder wieder justiert werden müsste. Das alles umgebende Weiß reflektiert das Sonnenlicht so stark, dass das Tragen einer Gletscherbrille unvermeidbar ist. Mein Gesicht fühlte sich schon nach einer Stunde wie nach einem heißen Strandtag im Sommer an. Jetzt kann ich nachvollziehen, warum man uns unbedingt einen starken Sunblocker empfohlen hat. Wir freuen uns aber natürlich über die angenehmen -8° Celsius im antarktischen Sommer, auch wenn ich nach ungefähr zwei Stunden doch ganz schön fror. Nachdem wir wieder an Bord gegangen waren und uns auf unsere weitere Arbeit gestürzt hatten, verbrachten wir den verbliebenen Abend an Deck, um den Tag ausklingen zu lassen. Ganz dunkel wurde es nicht, denn wir befinden uns nun in einem Gebiet der Welt, wo die Sonne niemals vollkommen untergeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4942.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Operation MABEL Teil 2</title>
    		<description>Das Team arbeitete die ganze Nacht über hart an der Suche des Tiefseeobservatoriums, doch MABEL ließ sich auch nach Stunden einfach nicht finden. Das Schiff fuhr in geringer Geschwindigkeit die Koordinaten ab, bei denen sie eigentlich auf dem Sonar zu sehen sein sollte. Das Team sah sich gezwungen, das Projekt abzubrechen. Erschöpft gingen die Beteiligten ins Bett. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Blick voraus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Forschungsprojekt stand heute auf dem Plan. Unter der Leitung von Olaf Klatt vom Alfred-Wegener-Institut ließ die Polarstern ein weiteres Unterwassergerät hinab. Dieses Mal handelte es sich um ein eine Halterung mit 24 Flaschen, die durch ein geschickt konstruiertes System in der Lage sind, beim Herablassen ins Meer in verschiedenen Tiefen Wasserproben zu entnehmen. Somit lassen sich neue Erkenntnisse in der langen Entwicklung der südpolaren Gebiete gewinnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Konstruktion für Wasserproben&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Dienstag sollten wir nun laut Plan in der Neumayer-Station eintreffen und morgen nach unserer langen Reise schließlich auf das Festland stoßen. Eine gute Nachricht kam am Abend von unserem Wetterdienst. Es wird besser und wir sollten in den nächsten Tagen doch noch Sonne bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Expeditionsleiter Prof. Hans Wolfgang Hubberten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eissturmvögel begleiten uns zum Festland&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4931.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Operation MABEL Teil 1</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bei der Unterwasserstation MABEL&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Auszug aus dem heutigen Speiseplan macht deutlich, wie sehr schon beim Frühstück auf die Versorgung der Expeditionsteilnehmer gelegt wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Milch, Juice, Müsli, Quark, Corn Flakes,&lt;br /&gt;
Eier nach Wahl mit Speck, Zwiebeln, Pilzen,&lt;br /&gt;
Pfannkuchen mit Früchten,&lt;br /&gt;
Hamburger a la Polarstern“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeden Morgen werden wir von der freundlichen Stewardess und Krankenschwester Martina Wöckener gefragt, ob sie uns ein Rühr- oder Spiegelei zubereiten darf. Besonders die Mahlzeiten werden von den Forschern und Crewmitgliedern genutzt, um sich wenigstens für kurze Zeit vom anstrengenden Arbeitsalltag an Bord abzulenken, denn an Bord wird hart gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Team des Projektes MABEL ist schon seit Tagen damit beschäftigt, ihr Vorhaben erfolgreich abschließen zu können. Werden Sie heute Abend die Unterwasserstation tatsächlich ohne Probleme heben können? Das Wetter spielt jedenfalls mit. Es war teilweise sonnig und man konnte am Vormittag weit hinaus zum Horizont blicken. Da wir uns dem Festland nähern, kommen auch hin und wieder Eisschollen und Berge vorbei. Ohne dicke Jacke, Handschuhe und Mütze sollte man allerdings nicht an Deck gehen, um ein paar Fotos zu machen oder die Aussicht zu genießen. Die gefühlte Temperatur liegt durch die Wirkung des Windes, den sogenannten Chill Faktor, doch erheblich unter den momentanen -1° C. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vorbei an imposanten Eisformationen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vom Festland abgebrochene Eisberge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Michael bei der Arbeit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abendessen war es dann soweit! Der Moment, für den das Team um Prof. Hans Gerber lange wissenschaftliche Vorarbeit geleistet hat, rückte näher. Die See verhielt sich relativ ruhig und es wehte nur ein schwacher Wind. Ausgestattet mit Kameras und Scheinwerfern wurde das manövrierfähige Bergungsgerät mit einer Stahlseilwinde ins Wasser gelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der “Hi-Tech-Haken“ bereit zum Abtauchen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brücke diente hierbei wieder als beliebter Treffpunkt, da sie einen perfekten Blick auf das Geschehen ermöglichte. Die Hoffnung war groß, denn eigentlich ist das Team bereits kampferprobt. Es wäre nicht das erste Mal, das sie ein solches Tiefseeobservatorium wieder ans Tageslicht bringen würden, doch dieses Projekt sollte unter keinem guten Stern stehen. Wir warteten bereits in dem Gemeinschaftssaal “Zillertal“, um den Erfolg des Forscherteams mitfeiern zu können als um 22 Uhr immer noch keine positive Nachricht verkündet wurde. Unser Expeditionsleiter Prof. Hans Wolfgang Hubberten vom Alfred-Wegener-Institut hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass die Polarstern nicht über den Zeitplan hinaus die Suche unterstützen kann. Morgen um die Mittagszeit müsste MABEL spätestens an Bord sein und wissenschaftliche Projekte bringen oftmals ein großes Risiko mit sich…&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4929.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Eine Tonne Kartoffeln</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kurs auf die Neumayer-Station&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den letzten anstrengenden Nächten, in denen man sich aufgrund des starken Wellenganges so gut wie gar nicht ausruhen konnte, war die Letzte für uns wie ein Segen. Nachdem wir gestern Feierabend gemacht und alle Videobeiträge für den Rundfunk Berlin-Brandenburg geschnitten haben, legten wir uns in unsere Betten, um einen improvisierten Kinoabend zu veranstalten. Da an Bord sehr viel dafür getan wird, sich die wenige Freizeit vertreiben zu können, gibt es ein eigenes Bordradio und einen Videokanal, der über das Computernetzwerk zu empfangen ist. Wir schauten uns zum Entspannen einen Film an und freuten uns über die mittlerweile wieder beruhigte See. In dieser Nacht schlief ich so gut wie schon lange nicht mehr. Nach dem Frühstück um 8:00 Uhr stellten wir uns auf einen langen Arbeitstag ein. Wir nahmen uns vor, die Küche zu präsentieren und verabredeten uns mit dem Koch Ralf Müller Homburg, um uns ein paar Details über die berühmte Polarsternküche erzählen zu lassen. Wir hörten immer nur Gerüchte, wieviel Nahrungsmittel das Schiff wirklich in seinem Rumpf transportiert werden, aber dass es sich tatsächlich um ungefähr eine Tonne Kartoffeln, 1 ½ Tonnen Gemüse und Obst handeln würde, hätten wir nicht geschätzt. Zusätzlich ist der Koch in der Lage, exotische Fleischgerichte zuzubereiten, denn die Polarstern kommt viel rum in der Welt. In der Kombüse sind außerdem Abwäscher Wolfgang Möller und sein chinesischer Kollege Wu sowie die beiden Kochsmaaten Frank Silinski und Michael Martens beschäftigt. Michael ist es zu verdanken, dass wir jeden Morgen frische Brötchen und Brot bekommen. Sogar für frischen Kuchen und Torte wird gesorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Michael Martens und Ralf Müller Homburg in Aktion&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Stewardess Bärbel Czyborra bei der Essensausgabe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wetterbericht versprach wie gestern schon nichts Gutes und lässt langsam unsere Hoffnung schwinden, die Neumayer-Station und das Festland bei Sonnenschein betreten zu können. Schade, denn bei Sturm und Schneedrift ist dieser Teil der Welt sicherlich nicht für Spaziergänge zu empfehlen. Sollten wir etwa unsere Sunblocker 50+ Sonnencreme umsonst eingepackt haben? Die anschließende Präsentation von Hannes Grobe, Wissenschaftler beim Alfred-Wegener-Institut, erklärte uns sehr unterhaltsam, wie die Forschungsstation aufgebaut ist. Er zeigte einen virtuellen Rundgang und erzählte, wie sie insgesamt funktioniert. Sie bietet viel Platz und verfügt über eigene Schneemobile. In der Sommersaison teilen sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt die Labore und Arbeitsplätze, im Winter wird die Station von einer Gruppe deutscher Überwinterer betrieben. Auch dieses Mal werden bei unserem Besuch einige Forscher in der Station bleiben, um dann später die Antarktis auf dem Luftweg zu verlassen. Wir sind jedenfalls schon sehr gespannt!     &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4927.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Schlaflose Nacht</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kurs auf das Festland&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sturm kannte auch während der Nacht keine Gnade und ließ die Polarstern weiterhin schaukeln. Wie ich am lauten Schnarchen meines Kollegen Michael vernehmen musste, hat es wenigstens ihm nicht viel ausgemacht. Jonas und mir ging es allerdings etwas anders. Seekrank sind wir zum Glück nicht geworden und ich habe mir den Seegang tatsächlich noch heftiger vorgestellt, jedoch konnte ich beim besten Willen nicht einschlafen. In der Hoffnung, endlich müde zu werden, las ich immer wieder in einem Buch, doch es half nichts. Um drei Uhr bin ich dann aufgestanden, um mir ein wenig die Beine zu vertreten. Das Licht im Speiseraum war angeschaltet, aber ausser einem heruntergefallenen Stück Kuchen war ich allein. Ich nahm mir etwas Saft aus dem Getränkespender und verkroch mich nach einiger Zeit wieder in unsere Dreibettkammer. Sicher bin ich mir nicht, ob ich wenigstens ein paar Minuten schlafen konnte, aber ich erinnere mich daran, dass mir die verbliebene Zeit wie eine Ewigkeit vorkam und ich mich nur noch damit auseinandersetzte, welche Schlafposition gegen das ständige Hin- und Herschaukeln am besten geeignet wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pünktlich zum Frühstück standen wir drei auf und bestätigten uns gegenseitig, dass niemand so wirklich gut geschlafen hatte. Im Speiseraum unterhielt man sich an unserem Tisch über dasselbe Thema. Es soll wohl auch ein paar Fälle von akuter Seekrankheit gegeben haben, die auch jetzt noch mit dem Wellengang zu kämpfen haben. Ich gebe ja zu, dass mir in einigen Momenten auch etwas flau im Magen ist, aber so speiübel wurde mir zum Glück noch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag wurden dann einige Decks wieder zum Betreten freigegeben, denn der Sturm hat nach ein paar Stunden etwas nachgelassen. Die Durchsage kam so manchen an Bord gerade recht, denn etwas frische Luft hätte schon morgens gut getan. An Deck musste man jedoch sehr vorsichtig sein, denn die Böden waren nass und rutschig. Ich zog mir meine Fließhandschuhe und darüber noch weitere Lederhandschuhe an, sodass ich am Treppengeländer keine Angst vorm Abrutschen haben musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abendliche Projektvorstellung begann wie immer mit der Wettervorhersage, die leider nichts Gutes versprach. Sowohl die samstägige Projektdurchführung MABEL als auch unsere Ankunft in der Neumeyerstation würden von der Sonne leider nicht begünstigt werden.&lt;br /&gt;
Im Anschluss erklärte der Wissenschaftler Bernd Wagner seine Teamarbeit, in der es darum geht, durch gewonnene Gesteinsproben mehr über die antarktische Vergangenheit und deren Entwicklung zu erfahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4924.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Sturm auf hoher See</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Weddell Meer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wetter hat sich gravierend verändert. An eine Grillparty wie am gestrigen Abend ist heute nicht mehr zu denken. Schon am Morgen fühlten wir deutlich, dass das Schwanken des Schiffes stärker geworden ist. Die Polarstern befindet sich nun im Weddell Meer und ist in einen Sturm geraten. Wir ergriffen prompt die Gelegenheit, um die Naturgewalt am eigenen Leib zu erfahren und bestiegen das sogenannte “Krähennest“. Als wir oben angekommen die Tür zur Aussichtsplattform öffneten, bemerkten wir sofort die Kraft des Windes. Schneeflocken flogen uns waagerecht mit einer Geschwindigkeit von 15 Metern pro Sekunde um die Ohren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kampf mit sieben Windstärken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ein paar Stunden wurde der Sturm noch stärker und erreichte bis zu neun Windstärken. Die Durchsage, dass alle Außendecks nun gesperrt wären, machte uns die Situation deutlich. Mittlerweile hatte man als Anfänger tatsächlich Schwierigkeiten, geradewegs durch die Gänge zu kommen. Wir betraten die Brücke, um das Ausmaß des Seegangs selber zu sehen. Es war ein beeindruckendes Schauspiel, denn die Wellen hatten nun eine Größe erreicht, wie man sie eigentlich nur aus Kinofilmen kennt. Jedes kleinere Segelschiff hätte bei diesem Wetter keine Chance. Die Gischt spülte immer wieder eine riesige Menge Wasser über das Schiff und gegen die Brückenfenster. Wir waren nicht die einzigen Besucher. Die Brücke diente nun zusätzlich als beliebter Aussichtspunkt und die Hälfte der Wissenschaftler wartete mit Fotokameras bewaffnet auf den nächsten Brecher.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aufprallen der Wellen am Bug&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4919.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Tests im Südpolarmeer</title>
    		<description>Nachdem wir nun die nördlichen Ausläufer der Antarktis durchquert haben, die uns die gestrigen Eisbergsichtungen ermöglicht haben, befinden wir uns ab heute im Südpolarmeer. Man sieht zwar hier und da mal einen kleinen Berg, aber bevor wir nicht in die Nähe des Festlandes gekommen sind, werden wir das wohl nur noch selten erleben. Das Wetter ist windiger geworden und teilweise hat es tatsächlich etwas geschneit, was angesichts unseres Kurses auch nicht weiter verwunderlich ist, denn die Temperatur sinkt doch nun erheblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
Kurs auf die Neumeyerstation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So langsam müssen wir die dicken Jacken, Mützen und Handschuhe auspacken, denn heute gab es an Deck ordentlich zu tun. Die Forscher des Projektes MABEL testeten heute erfolgreich ihren manovrierfähigen &quot;Unterwasserhaken&quot; MODUS, um am Samstag die Forschungseinrichtung MABEL problemlos vom Grund des Meeres zu holen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;MODUS wird zu Wasser gelassen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Erfolgreiche Vorbereitungen auf den Ernstfall&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach hatten wir eine weitere Aufgabe zu bewältigen. Nur ging es dieses Mal nicht, um die Dokumentation von Forschungsaktivitäten, sondern um die Vorbereitung des heutigen Grillabends, für den wir uns freiwillig als Servicekräfte zur Verfügung gestellt haben. Von den Stewardessen wurde im Arbeitsgang ein großes Buffet aufgebaut. Auf dem Arbeitsdeck konnte man sich seinen Favoriten aus einer großen Auswahl an Fleischsorten aussuchen, um es anschließend selber zu grillen. Wir versammelten uns an der Rehling und genossen den milden Abend mit direktem Blick auf die Wellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zahlreiche Fleischsorten durften probiert werden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jonas, Meister am Grill&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4918.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>"Eisberg voraus!"</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die nördliche Spitze der Antarktis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heute Tag begann für uns mit einem ausgiebigen Frühstück, bevor wir wieder an unsere Arbeit gingen und Vorbereitungen für die weiteren Dreharbeiten trafen. Auf dem Plan stand heute Nachmittag ein Umweltseminar, welches wir nun beizeiten absolviert haben müssen, da wir uns langsam aber sicher in den politischen Raum der Antarktis hineinbewegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz vor Beginn des Kurses erreichte uns eine freudige Nachricht. Das erste Eis soll gesichtet worden sein. Jonas machte mich darauf aufmerksam und zeigte mit dem Finger aus dem Fenster. Zunächst konnte ich nicht viel erkennen, da dichter Nebel die Sicht erschwerte. Doch dann sah ich in der ruhigen See tatsächlich eine Eisscholle von ungefähr zwei Metern Länge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurde uns in dem Seminar von der Biologin Christina Bienhold zunächst grundlegende Fakten über die Entstehungsgeschichte der Antarktis erklärt. Auf einzelne Tier- und sogar Pflanzenarten wurde genauer eingegangen und durch Steckbriefe die Verhaltensweisen der Robben, Pinguine, Vögel und Wale näher gebracht. Oberste Priorität während unseres Aufenthaltes auf dem Festland sei die Rücksicht auf Flora und Fauna. Keiner Tier- oder Pflanzenart dürfte in irgendeiner Form geschadet werden. Kurz vor Ende des interessanten Seminars unterbrach eine Durchsage den Vortrag. Es wären tatsächlich schon Pinguine zu sehen! Die meisten von uns eilten an Deck, um das Springen der schwimmenden Vögel nicht zu verpassen. Doch sollte uns in diesem Moment noch mehr erwarten. Als wir in einer aufgeregten Gruppe wie Touristen nach Pinguinen Ausschau hielten, fuhren wir an einem majestätischen Eisberg vorbei und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Als ob sich Teile eines ganzen Gebirges vor uns erstreckten, glänzten die bis zu zehn Meter hohen Eisgebilde vor unseren Augen. Die Neulinge unter uns fragten sich, warum es denn noch gar nicht &quot;antarktisch kalt&quot; wäre, denn auch ohne dicke Polarjacke ließ es sich an Deck noch sehr gut aushalten. Der Nebel hatte sich zum Glück schon länger verzogen und wir sahen nun sogar eine kleine Gruppe Pinguine, die sich auf einem flachen Eisberg direkt neben der Polarstern versammelt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor wir wieder zum Seminar zurückkehrten, wurden noch einige Fotos geschossen, um diesen ersten beeindruckenden Eindruck der antarktischen Wunderwelt festzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Wir dringen in antarktische Gewässer vor&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4911.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Weight Watchers</title>
    		<description>Dass das Zunehmen an Gewicht auf der Polarstern fast nicht zu vermeiden ist, haben wir durch mehrfache Zeugenaussagen ja schon mitbekommen. Doch gibt es trotzdem Möglichkeiten, dieser Gefahr durch sportliche Aktivitäten im schiffseigenen Fitnessstudio entgegenzuwirken. Wenn schon nicht die eigene Disziplin, ist die beste Motivation dafür wahrscheinlich der “Wiegeclub“. In regelmäßigen Abständen verabreden sich freiwillige Teilnehmer dieser wohltätigen Institution, um Ihre Gewichtszunahme zu vergleichen. Diejenigen, die sich den kulinarischen Verführungen hingegeben haben und Ihr Gesamtgewicht mehr auf die Waage bringt als vorher geschätzt, spenden laut Teilnahmebedingung einen kleinen Betrag an die Kinderkrebshilfe. Heute war der erste Tag, an dem man sein aktuelles Körpergewicht registrieren konnte. Das Fitnessstudio würde also in der nächsten Zeit zu einem gut besuchten Ort auf der Polarstern werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die „Muckibude“ auf dem Schiff&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir befinden uns nun in der Drake Passage und dringen mit einer Geschwindigkeit von 12 Knoten immer weiter in Richtung Antarktis vor. In ungefähr einer Woche würden wir das erste Eis erreichen. Das Wetter ist beständig, heute war es stellenweise sogar etwas sonnig und wir erwarten derzeit keine schlechten Veränderungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die Polarstern in der Drake Passage&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abendliche Präsentation war sehr interessant, da wir Einzelheiten über die kommende Projektdurchführung “MABLE“ erfahren haben. Ein internationales Forscherteam hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Unterwasserstation MABLE mit einer Art überdimensionaler Anhängerkupplung nach ungefähr einem Jahr Messungstätigkeit an Bord zu holen. Sie übermittelt den Wissenschaftlern regelmäßig Daten für neue Ergebnisse der Tiefseeforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4910.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Der erste Tag auf See</title>
    		<description>Nachdem wir den gestrigen Abend mit einem Feierabendbier an Deck ausklingen ließen und den beeindruckenden südamerikanischen Sonnenuntergang bewundern konnten, fielen wir müde ins Bett. Heute war unser erster Tag auf hoher See und sowohl back- als auch steuerbord ist kein Land mehr in Sicht. Wir befinden uns zur Zeit 53.4 Grad Süd, 66.1 Grad West im Osten von Feuerland. Die Lufttemperatur beträgt sechs Grad Celsius und die Wassertemperatur sieben Grad Celsius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Unsere Position am 03.02.07&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wetter ist etwas schlechter geworden. Es hat den ganzen Tag über geregnet, was den Aufenthalt an Deck doch erheblich ungemütlicher gemacht hat. Heute vormittag versammelten sich alle Wissenschaftler im Vorführ- und Kinosaal, um von der leitenden Besatzung in den Alltag auf dem Schiff eingeführt zu werden. Der Kapitän begrüßte uns alle recht freundlich und gab das Wort an seine Offiziere weiter, die uns über interne Sicherheitsmaßnahmen und alltägliche Dinge aufklärten. Der Seegang wird zunehmend stärker und wir haben heute schon die eine oder andere größere Welle spüren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abendessen wurde eine ähnlich offizielle Veranstaltung abgehalten. Alle Wissenschaftler sollten sich vorstellen und ein paar grundlegende Fakten über Ihr Projekt erzählen. Obwohl die Mehrheit deutschsprachig sind, wird in der Regel Rücksicht über die anwesenden englischsprachigen Wissenschaftler genommen. Viele der noch jungen Forscher führen mit Ihren Professoren verschiedene Projekte durch, um so einen Teil Ihrer Diplomarbeit zu absolvieren. Nachdem diese Prozedur vollzogen wurde, kam der verantwortliche Fahrtleiter Hans Wolfgang Hubberten zu Wort und erklärte den allgemeinen Ablauf der Expedition und die einzelnen Zwischenstops an der Neumeierstation und Pridz Bay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die Forscher stellen sich vor&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Fahrtleiter Hans Hubberten am Podium&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgen nun täglich Projektpräsentationen der einzelnen Forschungsteams in den Abendstunden, um allen Beteiligten einen Überblick zu geben. So geht der Arbeitstag für uns langsam zu Ende und wir freuen uns heute das erste Mal das Zillertal, die nun geöffnete Bordkneipe, besuchen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4906.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Auslaufen</title>
    		<description>Heute sollte also der große Tag sein! Um die Mittagszeit sollte die Polarstern bereit zum Auslaufen von den chilenischen Schleppern in die offene Magellanstraße geführt werden. Als wir um halb Sieben aufstanden, um ja nichts zu verpassen, kam pünktlich nach dem Frühstück die Durchsage, dass sich unser Auslaufen leider auf unbestimmte Zeit verzögern würde. Der Grund seien die angeblich zu starken Winde, die eine Lotsenbegeleitung nahezu unmöglich machen würden. Dass der Wind stark sei, würde ja auch niemand anzweifeln, jedoch glaubt die Besatzung allerdings eher an die Tatsache, dass die Chilenen uns wegen der bald eintretenden Wochenendgebühr warten lassen möchten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem leckeren Mittagessen mit Fisch, Reis und dem natürlich reichhaltigen Buffet wurde es plötzlich hektisch auf dem Schiff. Die Wissenschaftler sind eingetroffen und standen nacheinander in einer Warteschlange auf der Gangway, bereit aufs Schiff zu kommen. Einer nach dem anderen hatte sich nun in der Besatzungsliste einzutragen und durfte dann weiter, um die Kajüte zu beziehen. Nun war es auf einmal nicht mehr so geräumig auf dem Schiff. Am gestrigen Tag kam uns die Polarstern fast schon etwas einsam vor. Was ist schließlich ein Forschungsschiff ohne Forscher?! Wie Ameisen wuselten die mehrheitlich überraschend jungen Wissenschaftler durch die engen Gänge und machten zuweilen einen etwas verunsicherten Eindruck, was das Finden Ihrer persönlichen Zweibettkajüten angeht. Anscheinend ist diese Reise nicht nur für uns das erste Mal!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die Forscher kommen an Board&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem jede Kajüte schließlich seinen zweimonatigen  Besitzer gefunden hatte, erklang wieder eine plötzliche Durchsage, die sich an die angekommenen Forscher und auch an uns richtete. In Kürze würde ein Übungsalarm mit anschließenden Sicherheitsbelehrungen auf dem Helikopterdeck durchgeführt werden. Wenige Minuten später erklang in regelmäßigen Abständen ein unüberhörbar schriller Alarmton, der uns und die Forscher unverzüglich an Deck dirigierte. Unser zweite nautische Offizier Frank stand schon bereit, um uns kurz die notwendigen Sicherheitsinformationen zu mitzuteilen. Dann ging es auch schon los. Das Schiff wurde langsam aber sicher vom Pier losgemacht und die Schlepper hielten sich bereit, uns den sicheren Weg in Richtung offenes Meer zu zeigen. Alle Wissenschaftler versammelten sich an Deck und beobachteten das Treiben der Chilenischen Hafenarbeiter, die schwer damit zu tun hatten, die starken Taue von den riesigen Pollern zu entfernen. Auf einmal nahmen wir dann Fahrt auf. Man sah wieviel Wasser die Polarstern vor sich herschob, denn wir produzierten jetzt schon ziemlich beachtliche Wellen. Wir sahen die Hafenanlage langsam aber sicher kleiner werden und verstanden, dass es nun wirklich losgehen würde und es für den bevorstehenden Trip in das eisige Niemandsland kein Zurück mehr gäbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Instruktionen an Deck&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lotsen weisen uns den Weg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4905.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Anheuern</title>
    		<description>Nach unserer letzten Nacht im Hotel trafen wir  beim Frühstück zufällig die ersten eingetroffenen Wissenschaftler, die wir auf unserer langen Reise begleiten werden. Als  wir unsere bisherigen Erlebnisse hier in Chile munter ausgetauscht haben, wurde es für uns hektisch. Unseren zu provisiorischen Produktionsstudios umgebauten Hotelzimmern mussten wir nun den Rücken kehren. Überall lagen Kabel, standen Festplatten oder Computer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Packen unserer sieben Sachen standen auch noch Dreharbeiten an. Letzte Einkäufe wurden getätigt und nochmals in die Heimat telefoniert, denn von nun an wurde es ernst. Nach und nach verschwanden nun Annehmlichkeiten wie Internet, Mobilfunk und Postverkehr aus unserem Alltag. Nachmittags wurden wir dann von dem freundlichen Chilenen abgeholt, der uns bereits vor drei Tagen über die holprigen Straßen zum Hotel gebracht hatte. Wir verließen Punta Arenas und fuhren eine halbe Stunde durch das schöne patagonische Land in Richtung Hafen. Schließlich sahen wir sie, unsere neue Heimat für die nächsten zwölf Wochen. Trotz der unglaublichen zehn Windstärken lag die Polarstern ruhig und erhaben im tobenden Wasser. Wir machten unsere letzten Schritte auf dem Land und trugen das schwere Gepäck an Bord. Erst in einem Monat werden wir wieder festen Boden unter den Füßen spüren können. Ein komisches Gefühl irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Anheuern bei Windstärke 10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die letzten Meter&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir meldeten uns an Bord und durften unsere Kajüte beziehen. Von der Besatzung wird sie liebevoll “Kindergarten” und „Stall“ genannt, da sie die einzige mit drei Kojen ist. Unsere Ankunft hat sich auf dem Schiff anscheinend schnell herumgesprochen. Wir wurden umgehend in die Messe zum Abendessen gerufen, wo wir einen ersten Eindruck von der kulinarischen Verpflegung an Bord bekamen. Man hatte uns nicht zuviel versprochen, sondern eher noch untertrieben. Ein reich gedecktes kaltes Buffetstand stand uns zur vollen Verfügung, bei dem so mancher Hotelkoch wohl neidisch werden würde. Sogar warme Speisen standen auf dem Plan. Wenn das tatsächlich nur das Abendessen darstellen sollte, konnten wir uns vorstellen, warum so mancher Forscher auf einer Expedition schon zehn Kilogramm zugenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend stand ein offizieller Akt an. Wir mussten uns beim Kapitän melden und wurden zwischen Tür uns Angel seiner großzügig eingerichteten Kajüte glücklicherweise willkommen geheißen. Nun sitzen wir ziemlich erschöpft in unserem neuen Heim und versuchen unsere Klamotten an geeigneter Stelle zu verstauen. Morgen müssen wir früh aufstehen, denn es wird ein großer Tag: Wir brechen auf in Richtung Antarktis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die stürmische See&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unser letzter Blick in die Zivilisation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4904.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Der erste Tag auf der Polarstern</title>
    		<description>Während einer kleinen Erkundung der Hafenstadt Punta Arenas plagte uns langsam der Hunger und wir entschlossen uns zu einem vorsichtigen Besuch der mehr oder weniger vertrauenserweckenden Restaurants. Man hatte uns im Vorfeld mehrfach über die gesundheitlichen Risiken der chilenischen Küche aufgeklärt und davor gewarnt, uns nicht bereits vor Auslaufen den Magen zu verderben. Unsere anfänglichen Bedenken stellten sich aber schnell als unberechtigt heraus, denn sowohl Essen als auch Personal waren einfach nur sensationell. Besonders beim Bestellen unserer Gerichte hatten wir sehr viel Spass, denn wegen unseren nichtvorhandenen Spanischkenntnissen konnten wir keines der angebotenen Gerichte auf der Speisekarte lesen.. So bestellten wir einfach jeder etwas anderes, um bei einem eventuellen Wiederkommen nicht ganz ratlos dazustehen. Die Freundlichkeit der Kellnerin fanden wir zwar sehr sympathisch, dass sie aber nicht einmal einen Satz Englisch sprechen konnte, machte unsere Bestellung trotzdem nicht einfach. Als wir dann nach ungefähr einer halben Stunde jeder einen Teller mit Fleisch und Salat serviert bekommen haben, freuten wir uns über das wirklich leckere Essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die Straßen von Punta Arenas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut gelaunt und fest entschlossen, die Hoffnung auf das baldige Eintreffen unseres Equipments nicht aufzugeben, kamen wir wieder ins Hotel zurück, wo uns auch gleich eine gute Nachricht ereilte. In unserem Zimmer lag ein Brief mit der Bestätigung, dass unser Gepäck in derselben Nacht im Hotel ankommen würde. Noch besser gelaunt gingen wir sofort in die Hotelbar, um diese freudige Botschaft mit einem Drink zu feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich war unser Gepäck heute morgen von der Fluglinie angeliefert worden und wir fielen sofort darüber her. Nach kurzen Kamerachecks und Bestandsaufnahmen, machten wir uns auch gleich auf dem Weg zum Hafen. Wir wollten die nun eingelaufene Polarstern nicht länger auf uns warten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die Polarstern im Hafen von Punta Arenas&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Containerverladung mit dem Kran&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Taxi fuhren wir ungefähr eine viertel Stunde. Der Hafen war nicht sehr weit entfernt und schon von weitem konnten wir den typischen Schornstein der Polarstern erkennen. Aufgeregt gingen wir in Richtung Gangway und liessen uns von einem aufsehenden Schiffsmaat ausfragen, wer wir denn seien. Nach kurzer Aufklärung stellte er sich als Steve vor und verwies uns an den 2. Nautische Offizier Frank, mit dem wir kurz darauf das gesamte Schiff in einem Rundgang besichtigten. Überraschend stellten wir fest, dass sich fast alle an Bord der Polarstern mit „Du“ anreden und dass doch wider meiner Erwartungen uns alle wirklich sehr nett und gar nicht streng begegnen. Wir drehten mit Frank unsere ersten Filmaufnahmen und erkannten schnell, dass man uns ständig fragende Journalisten insgesamt sehr freundlich und offenherzig begegnen würde. Wir freuen uns auf den nächsten Tag und beschlossen, unseren derzeitigen Wohnsitz morgen nachmitag vom Hotel auf die Polarstern zu umzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Eines der Aufenthaltszimmer&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Unser neues Wohnzimmer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4898.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Ankunft in Südamerika</title>
    		<description>Ziemlich müde sind wir endlich nach knapp 40 Stunden Reisezeit und Überquerung dreier Kontinente am Flughafen Punta Arenas angekommen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
So entspannt und unkompliziert wie unsere Weltreise begonnen hatte, umso nervenaufreibender entwickelte sie sich. Bei unserer Abreise in Hamburg haben wir noch über den womöglichen Verlust unserer wertvollen Kamera- und Computertechnik gescherzt, doch als diese bei der Gepäckausgabe in Santiago de Chile tatsächlich komplett fehlte, wurde uns doch etwas anders zumute. Nach verzweifelten Versuchen, die mangelnden Englischkenntnisse des Flugpersonals zu überwinden, konnten wir uns mit Händen und Füßen doch verständigen.Trotzdem ist der Verbleib unserer Ausrüstung bis jetzt nicht geklärt. Uns bleibt nur die Hoffnung, dass die fehlenden Kisten bis zum Auslaufen der Polarstern in drei Tagen hier in Punta Arenas eintreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erschöpft freuten wir uns nach zwei Nächten in engen Flugzeugsitzen und vielen Stunden auf den verschiedensten Flughäfen dieser Erde endlich auf einen Schlaf in der Waagerechten und die dringend nötige Dusche. &lt;br /&gt;
Der heutige Morgen brachte uns dann eine freudige Überraschung. In der Bucht von Punta Arenas ist über Nacht Besuch eingetroffen. Die FS Polarstern liegt jetzt doch tatsächlich genau vor unseren Zimmerfenstern und lässt uns die vergangenen Unannehmlichkeiten der Reise für kurze Zeit vergessen, bevor wir uns wieder unserem Gepäckproblem widmen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Die FS Polarstern in der Bucht von Punta Arenas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Anstoßen auf die große Reise im Flughafen Hamburg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4886.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Schiff: Kraftprotz und Technikwunder</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Das wichtigste Werkzeug der deutschen Polarforschung ist das Forschungs- und Versorgungsschiff &quot;Polarstern&quot;. Seit ihrer Indienststellung 1982, hat die &quot;Polarstern&quot; 32 Expeditionen in Arktis und Antarktis abgeschlossen. Sie wurde eigens für die Arbeit in den Polarmeeren konzipiert und ist gegenwärtig das leistungsfähigste Polarforschungsschiff der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An nahezu 320 Tagen im Jahr ist die &quot;Polarstern&quot; auf See. Gewöhnlich bereist sie zwischen November und März die Antarktis und im Nordsommer die arktischen Gewässer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff hat eine Besatzung von max. 44 Personen und bietet zusätzlich Arbeitsmöglichkeiten für 50 Wissenschaftler und Techniker. Das Schiff ist für biologische, geologische, geophysikalische, glaziologische, chemische, ozeanographische und meteorologische Forschungsarbeiten ausgerüstet und verfügt über neun wissenschaftliche Labors. Zusätzliche Laborcontainer können auf und unter Deck gestaut werden. Kühlräume und Aquarien erlauben den Transport von Proben und lebenden Meerestieren.&lt;br /&gt;
Forschungsgeräte und Messinstrumente werden mit Hilfe von Kränen und Winden ausgebracht und bis in große Tiefen herabgelassen. Spezielle Vermessungslote, die bis in 10.000 Meter Tiefe reichen und bis 150 Meter in den Meeresboden eindringen können, stehen für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung. Das Bordrechnersystem erfasst und speichert laufend meteorologische, ozeanographische und weitere Daten nach Bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &quot;Polarstern&quot; ist ein doppelwandiger Eisbrecher, der bei Außentemperaturen bis zu -50 Grad Celsius arbeiten und gegebenenfalls im Eis der polaren Meere überwintern kann. &quot;Polarstern&quot; kann anderthalb Meter dickes Eis mit einer Geschwindigkeit von ca. 5 Knoten durchfahren. Dickeres Eis muss durch Rammen gebrochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Technische Daten Polarstern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bau	Howaldtswerke/ Deutsche Werft, Kiel  &lt;br /&gt;
Werft Nobiskrug, Rendsburg&lt;br /&gt;
Eisbrechkonzept	Hamburgische Schiffbau-Versuchsanstalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Länge über alles: 118 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Breite auf Spanten maximal: 25 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitenhöhe bis Hauptdeck: 13,6 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiefgang maximal: 11,21 Meter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verdrängung bei maximalem Tiefgang: 17.300 t&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leergewicht: 11.820 Tonnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Motorleistung (4 Masch.): ca. 14000 kW (20.000 PS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höchstgeschwindigkeit: 16 Knoten&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4891.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Jonas Ziegler</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faszination für die abgelegenen Gebiete dieser Welt packte den Bayern schon in der Kindheit. Nach einer Expedition in Spitzbergen im letzten Jahr freut sich der Fotograf und Kameramann um so mehr über die Möglichkeit, nun auch in der Antarktis sein Können unter Beweis zu stellen.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4890.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Lars Focke</title>
    		<description>&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne zu Zögern nahm der 25-jährige Multimedia Producer aus Kiel das Angebot an, ein Teil des Expeditionsteams auf der Polarstern zu werden. Die Faszination, über diesen Teil der Welt berichten zu können, ist einfach zu groß.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4888.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Michael Trapp</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Expeditionen ins Ewige Eis angeht, ist Michael Trapp das erfahrenste Mitglied im Team. Bei der Expedition ANT XXIII/9 handelt es sich bereits um seine vierte Polar-Reise - und freut sich jedes Mal mehr darauf. Er wird auf der Reise seien 28. Geburtstag feiern - irgendwo in der Antarktis.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4889.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Antarktis-Expedition ANT XXIII/9: Die Route</title>
    		<description>Die Fahrt führt die &quot;FS Polarstern&quot; von Punta Arenas, Chile zur antarktischen Nordwestküste über die Neumayer Station bis hin zur östlichen Pids Bay. Von dort aus tritt sie Ihren Heimweg nach Kapstadt und Europa an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Auslaufen der &quot;FS Polastern&quot; am 2. Februar geht es vorbei am stürmischen Kap Horn und durch die Drake Passage in Richtung Antarktis - die erste ganz große Herausforderung für alle Nicht-Seebären. Erste wissenschaftliche Programme werden schon an auf der Überfahrt begonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Voraussichtlich am 8. Februar werden wir an der Neumayer-Station zur Versorgung und Austausch des überwinternden Forschungspersonals.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Februar geht es weiter nach Osten in Richtung des Hauptforschungsgebiets Pryds Bay. Dort werden wir den großen teil des März mit wissenschaftlichen Tätigkeiten an Bord und an Land verbringen. Unter anderem mit Klima-Untersuchungen am Lambert Gletscher, dem größten Gletscher dieser Erde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich geht es weiter zum Kerguelen-Plateau für ergänzende marin-geologische Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang April geht es zurück nach Kapstadt, wo am 11. April die Expedition enden wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4887.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Projektbeschreibung</title>
    		<description>Anfang Februar startet das Alfred-Wegner-Institut (AWI) die &quot;Antarktis Expedition AntXXIII/ 9&quot;.&lt;br /&gt;
Mit dem Forschungsschiff &quot;FS Polarstern&quot; treten über 40 Wissenschaftler die Reise ins Ewige Eis an.&lt;br /&gt;
Das Schiff dringt dabei in Bereiche der östlichen Antarktis vor, in denen die Polarstern niemals zuvor gewesen ist. Die Expedition wurde bereits vor 15 Jahren geplant, jedoch immer wieder abgelehnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Fragestellungen sind geophysikalische und meeresgeologische Untersuchungen für neue Erkenntnisse der geodynamischen Entwicklung des Kontinentalrandes. In Verbindung mit dem Thema Klimawandel sind Untersuchungen zur Umweltrekonstruktion in der Prydz Bay. Weitere Studien sollen Aufschluss über die Entwicklung des antarktischen Permafrosts und dessen Lebensformen geben.&lt;br /&gt;
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An Bord befindet sich ebenfalls das dreiköpfige Medienteam um Michael Trapp, Jonas Ziegler und Lars Focke. Sie begleiten die Forscher während Ihrer Reise und dokumentieren sowohl ihre spannende Tätigkeit als auch die Ereignisse rund um das Leben in diesem doch eher abgelegenen Teil dieser Erde. Für die Eröffnung des Internationalen Polarjahres am 1. März sendet es einleitend den ersten offiziellen Beitrag. Lars und Jonas sind Studenten der Fachhochschule Kiel und nutzen dieses Projekt, um es in Ihr Studium zum multimedia producer/BA einbringen zu können. In diesem Weblog präsentiert Lars die persönlichen Erfahrungen der Drei und die Eindrücke, die sie auf Ihrem Weg erleben dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Copyright Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/polarstern/log/1.4872.html</link>
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