25.03.2007  
     
 
Indischer Ozean, -2°C
Auf dem Weg zu den Kerguelen
 
 

FS Polarstern über dem Kerguelen-Plateau

Auf der Polarstern konnten wir schließlich die östlichste Position des Südpolarmeeres erreichen, die das größte deutsche Forschungsschiff bisher angelaufen hat. Nach mehrmaligem Aufstoppen für weitere geologische Stationen befinden wir uns nun auf nördlichen Kurs. Die antarktischen Gewässer mit ihren beeindruckenden Eisbergen, einsamen Buchten und einzigartigen Landschaften liegt nun hinter uns. In dieser Woche werden wir das französische Kerguelen-Plateau anlaufen und weiterhin das große Archiv wertvoller Proben für die wissenschaftliche Rekonstruktion der vergangen Klima- und Umweltverhältnisse vervollständigen. Dass wir uns wieder auf hoher See befinden, macht sich ein weiteres Mal durch Wellengang und die entsprechenden Schiffsbewegungen bemerkbar. Zu schnell hatten wir uns an die ruhigen Gewässer in der Prydz Bucht gewöhnt, um dem nächtlichen Schaukeln ohne Einschlafschwierigkeiten begegnen zu können. Der Wetterbericht bereitet uns allerdings keine weiteren Sorgen. Laut aktueller Wetterlage sollte die weitere Überfahrt zu den Kerguelen mit guten Arbeitsbedingungen vonstatten gehen.





Geologische Stationen während der Fahrt







Scheinwerfer in der Nacht




Spannende Tischtennisturniere in den Abendstunden






Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 25.03.07
 
 
 
Lars Focke 25.03.2007, 20:42 # 4 Kommentare
 
 
     
4 Kommentare

  So eine Expedition erlaubt sicherlich einmalige Erlebnisse, die nur wenigen vorbehalten sind. Aber - es ist ja auch keine Touristenfahrt.
Aber unabhängig von diesen Aspekten, halte ich solche wissenschaftlichen Unternehmungen zur Erforschung des (vergangenen) Weltklimas für wichtig. Grade am Klima zeigt sich doch, dass Verantwortung der jetzigen Generation für die künftige Generation zu übernehmen ist. Und jedes Projekt, dass diese Verantwortung stärkt, finde ich billigenswert.
 
  Martin Frings | Homepage | E-Mail | 10.06.2007, 20:13  
 
 
  So eine Expedition erlaubt sicherlich einmalige Erlebnisse, die nur wenigen vorbehalten sind. Aber - es ist ja auch keine Touristenfahrt.
Aber unabhängig von diesen Aspekten, halte ich solche wissenschaftlichen Unternehmungen zur Erforschung des (vergangenen) Weltklimas für wichtig. Grade am Klima zeigt sich doch, dass Verantwortung der jetzigen Generation für die künftige Generation zu übernehmen ist. Und jedes Projekt, dass diese Verantwortung stärkt, finde ich billigenswert.
 
  Martin Frings | Homepage | E-Mail | 10.06.2007, 20:13  
 
 
  Hallo Alexandra,
wie Du aus unserem Profilen entnehmen kannst, sind Jonas Ziegler und ich Studenten für Multimedia Production an der Fachhochschule Kiel. Die wissenschaftlichen Studenten an Bord sind Teilnehmer an verschiedenen Forschungsprojekten, die im Regelfall von einem Professor oder von der Universität angestellten Wissenschaftler geleitet werden. Auf dem Schiff
sind sowohl Doktoranten, Diplomanten oder wissenschaftliche Mitarbeiter an der Expedition beteiligt. Die Aufnahme in einem entsprechenden Projekt ist in der Regel individuell. Im Beispiel der Geologen ist das Reisen berufsbedingt. Dass es nun einige gerade in die Antarktis verschlägt, ist natürlich besonders für die Jüngeren ein Glücksfall. Geleitet wird diese Expedition von der Stiftung Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.
Viele Grüße
Lars
 
  Lars Focke | Homepage | 03.04.2007, 20:00  
 
 
  Hallo,
ich finde die Fahrt ist ein einmaliges Erlebnis. Mich würde interessieren, wie die Teilnehmer der Expedition ausgwählt werden. Offensichtlich sind ja auch Studenten, oder ein Student (der Blogschreiber), daran beteiligt. Ist dies eine Forschungsreise, die von einer Universität geleitet wird? Wer setzt die Ziele?
Alles sehr spannend...
Viele Grüße und viel Erfolg!
 
  Alexandra | Homepage | 28.03.2007, 12:51  
 
 
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