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FS Polarstern am südlichsten Punkt des zweiten seismischen Messprofils
Auch das zweite seismische Messprofil unter der Leitung von Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut ist nun erfolgreich beendet und der Luftpulser wurde wieder an Bord geholt. Nun gilt es ein weiteres Mal, die Ozeanbodenseismographen vom Meeresboden zu lösen und nacheinander an Bord der Polarstern zu holen. Voraussichtlich wird dies Aufgabe am morgigen Nachmittag abgeschlossen sein, womit die umfangreiche deutschrussische Seismik-Kampagne schließlich ihren Abschluss findet. Die Auswertung der gesammelten Daten wird die Geophysiker noch viele Monate beschäftigen und neue Erkenntnisse in der Rekonstruktion der jüngeren geologischen Klimaverhältnisse und Erdkrustenentwicklung liefern. Der nächste Kurs von Kapitän Stefan Schwarze und Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten wird uns nach weiteren Probenentnahmen nun endgültig in offene Gewässer führen. Mit regelmäßigen Eisbergsichtungen wird nicht mehr zu rechnen sein. Auch für einige Wissenschaftler ist es fraglich, ob sie diesen beeindruckenden Kontinent jemals wiedersehen werden und somit bedauern wir mit ihnen den Abschied vom „ewigen“ Eis. Trotz dieser Tatsache gibt es aber auch Grund zur Freude. In der nächsten Woche werden wir die französische Inselgruppe Kerguelen anlaufen und für weitere geologische Stationen aufstoppen.
 Letzte Momente im ewigen Eis

Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 21.03.07
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