
| 15.03.2007 |
|
||||||||
![]() Nahe der australischen Forschungsstation Davis Eine weitere Überraschung ereilte uns als Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten am gestrigen Abend verkündete, dass die Wissenschaftler der australischen Station Davis alle Forscher und Besatzungsmitglieder auf das Festland eingeladen haben. Die Polarstern positionierte in der Nähe, sodass man schon von Bord aus die Container und Aufbauten der Forschungsstation erkennen konnte. Zusätzlich zum Helikoptertransfer der restlichen Landgruppen, wegen dem wir uns so nahe am Festland befanden, wurden heute zwei Rettungsboote zu Wasser gelassen, mit denen ein Großteil der Forscher an Land fuhren. Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt durch das klare Wasser, in gehörigem vorbei an hellblauen Eisbergen und neugierigen Pinguinen, erreichten wir schließlich den Anleger. Drei der insgesamt 18 australischen Wissenschaftler bildeten das Begrüßungskomitee und hießen uns mit einem typischen “Good Day, Guys!“ willkommen. Erst nach ein paar Minuten, in denen sich unsere Gruppe mit einem der Wissenschaftler unterhielt, erkannte ich eine Herde Seeelefanten unmittelbar vor uns. Mehr als 30 dieser massigen Tiere hielten sich am Ufer in der Nähe der Station auf und schauten uns mit großen Augen an. Einige lagen in einer Gruppe eng aneinander, andere bewegten ihr gewaltiges Gewicht über den Strand, um sich einen neuen Liegeplatz zu suchen. Es war ein einmaliges Erlebnis, einen so überraschenden Einblick in die antarktische Tierwelt zu bekommen und sich den Seeelefanten nähern zu können. Durch die australische Forschungsstation wären sie an Menschen gewöhnt und würden sich nicht von ihnen stören lassen, erklärte uns einer der “Aussis“. Bei der Forschungsstation Davis handelt es sich um ein großes Areal mit verschiedenen Gebäuden und Containern. Im letzten Jahr konnten die Forscher bereits ihr 50-jähriges Jubiläum feiern und man erkennt gleich, dass von Seiten der Australier viel in die antarktische Forschung investiert wird. Mehrere Gebäude befinden sich im Aufbau, unter anderem ein neues Wohnhaus für mehr als 80 wissenschaftliche Sommergäste. Das Hauptgebäude verfügt über eine große Messe mit moderner Küche, einen großen Aufenthaltsraum, der sogar über eine Bar und einen Kinoraum verfügt. ![]() Seeelefanten am Ufer ![]() ![]() ![]() Satellitentechnik zur Kommunikation ![]() Aufenthaltsraum der Forschungsstation ![]() Die Bar “Nina´s“ wurde nach dem letzten Husky benannt, der auf der Station gearbeitet hat. ![]() Wegbefestigungen zu älteren Wohncontainern ![]() Baufahrzeuge zur Errichtung neuer Gebäude ![]() Forschungslabor zwischen Felsen und Baucontainern ![]() Überirdisches Versorgungssystem ![]() Das rote Feuerwehrhaus ![]() Helikopter bereit zum Rückflug Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 15.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 1 Kommentar |
| Ein herzliches Dankeschön, für dieses interessante Tagebuch. Ich liebe Reiseberichte und das ist einer der "besonderen" Art. Die Bilder sind einfach herrlich und die Schilderungen sind auch für einen Laien gut verständlich. Nach einem Artikel über dieses Unternehmen gestern in unserer Tageszeitung, habe ich eiligst nachgelesen. Gruss und weiterhin alles Gute aus dem Raum Augsburg Plabst Margarete |
||
| Plabst M. | Homepage | E-Mail | 19.03.2007, 11:03 | ||













