
| 29.03.2007 |
|
||||||||
![]() FS Polarstern bei den Kerguelen Auf dem Weg zu den nächsten Positionen für weitere geologische Proben sind wir schließlich bei den französischen Kerguelen Inseln angelangt. Nur wenige Schiffe nehmen im Jahr Kurs auf die ungefähr 70 Meilen breite Inselgruppe, um die Forschungsstation Port aux Français zu versorgen oder in der Nähe Fischfang zu betreiben. Ein Grund mehr für Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten vom Alfred-Wegener-Institut anlässlich des Internationalen Polarjahres, den französischen Kollegen einen Besuch abzustatten. Bereits morgens um sechs Uhr kamen wir in Sichtweite der Inselgruppe und für viele Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder begann der heutige Tag mit einem gespannten Blick durch die Fenster. Die eindrucksvollen Gebirgszüge der Kerguelen präsentierten sich uns an einem überraschend freundlichen und sonnigen Morgen. Mit dem Schlauchboot ging es dann auch für uns an Land zu dem kleinen Hafen der Forschungsstation Port aux Français. Schnell erkundeten Forscher und Mitglieder der Besatzung die Umgebung und verbreiteten untereinander Informationen über die Sehenswürdigkeiten. Neben vielen kleinen Buchten mit Pinguinen, Robben und Seeelefanten entdeckten wir eindrucksvolle Graslandschaften mit kleinen Seen und fanden sogar die Überreste alter Behausungen aus früheren Zeiten, als die Inselgruppe noch als Walfangstation diente. Die Forschungsstation besteht aus vielen Gebäuden und erstreckt sich in kleineren Teilen über die gesamte Insel und beherbergt im Sommer über 120 Menschen. Im Vergleich zu den anderen Forschungsstationen, die wir auf dieser Reise kennengelernt haben, scheint Port aux Français einem Dorf am ähnlichsten. In den 50er Jahren wurde sogar eine Kirche errichtet. Während die meisten sich auf Trampelfaden oder in der Nähe des Ufers aufhielten, nutzten Konrad Kopsch und Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut die seltene Gelegenheit für geophysikalische Messungen. Kapitän Schwarze und Prof. Dr. Hubberten verabredeten sich mit den überaus gastfreundlichen Franzosen zu einem gemeinsamen Treffen auf der Polarstern, um sich bezüglich des Internationalen Polarjahres auszutauschen. Die französischen Frauen und Männer freuten sich sehr darüber und ließen sich interessiert in einem Rundgang das Schiff zeigen. Unsere anfänglichen Bedenken über eine komplizierte Verständigung wurden schnell überflüssig, denn die offenherzigen Franzosen verfügten über fließende Englischkenntnisse. Mit einem Abschiedsgruß per Schiffshorn verließen wir am Nachmittag die Bucht in der Nähe von Port aux Français und nahmen neuen Kurs nach Westen. ![]() Gebirgszüge der Kerguelen ![]() Die Polarstern zwischen der Inselgruppe ![]() Seemöwen auf dem Hafengelände ![]() Kormorane in der Nähe des Anlegers ![]() Gebäude der Forschungsstation Port aux Français ![]() ![]() Lagerhallen der französischen Forscher ![]() Eigentümliche Architektur ![]() Vereinzelte Buchten mit Piguinkolonien ![]() ![]() Eselspinguine im Gras ![]() ![]() Robben am steinigen Ufer ![]() ![]() ![]() Seelefanten in Schlafposition ![]() Idyllische Seenlandschaften ![]() ![]() Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 29.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 25.03.2007 |
|
||||||||
![]() FS Polarstern über dem Kerguelen-Plateau Auf der Polarstern konnten wir schließlich die östlichste Position des Südpolarmeeres erreichen, die das größte deutsche Forschungsschiff bisher angelaufen hat. Nach mehrmaligem Aufstoppen für weitere geologische Stationen befinden wir uns nun auf nördlichen Kurs. Die antarktischen Gewässer mit ihren beeindruckenden Eisbergen, einsamen Buchten und einzigartigen Landschaften liegt nun hinter uns. In dieser Woche werden wir das französische Kerguelen-Plateau anlaufen und weiterhin das große Archiv wertvoller Proben für die wissenschaftliche Rekonstruktion der vergangen Klima- und Umweltverhältnisse vervollständigen. Dass wir uns wieder auf hoher See befinden, macht sich ein weiteres Mal durch Wellengang und die entsprechenden Schiffsbewegungen bemerkbar. Zu schnell hatten wir uns an die ruhigen Gewässer in der Prydz Bucht gewöhnt, um dem nächtlichen Schaukeln ohne Einschlafschwierigkeiten begegnen zu können. Der Wetterbericht bereitet uns allerdings keine weiteren Sorgen. Laut aktueller Wetterlage sollte die weitere Überfahrt zu den Kerguelen mit guten Arbeitsbedingungen vonstatten gehen. ![]() Geologische Stationen während der Fahrt ![]() ![]() Scheinwerfer in der Nacht ![]() Spannende Tischtennisturniere in den Abendstunden ![]() Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 25.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 22.03.2007 |
|
||||||||
![]() Einsammeln der restlichen Ozeanbodenseismographen Bevor die Polarstern das Kerguelen-Plateau in der nächsten Woche erreichen kann, gibt es auf der momentanen Position für Wissenschaft und Besatzung weiterhin einiges zu tun. Weitere Ozeanbodenseismographen tauchten durch die Strömung zwar nicht immer am richtigen Ort auf, aber am Ende fanden die seismischen Messinstrumente wieder ihren trockenen Lagerplatz in der Luke. Unter anderem kam heute der sogenannte Kastengreifer zum Einsatz. Mit diesem Instrument zur Probenentnahme ist es möglich, einen Teil des Meeresbodens mit ungestörter Oberfläche an Deck zu befördern. Neben der geologischen Betrachtung ist eine derartige Probe hinsichtlich der Kleinstlebewesen auch von hohem biologischem Wert. So wurde dieses Stück vom Grund des Ozeans sogar von einem Wurm begleitet. Am Abend berichtete der Biologe Dr. Dirk Wagner vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam über das dreiwöchige Campleben seiner Projektgruppe und zeigte viele eindrucksvolle Fotos. Laut Aussage der Forscher wäre bei allen Gruppen das Sammeln der wissenschaftlichen Proben sehr erfolgreich gewesen und man freue sich über die kommende analytische Arbeit, mit denen es die Wissenschaftler in Zukunft zu tun haben werden, um mehr über die klimatischen Bedingungen der früheren Antarktis erfahren zu können. ![]() Ein Stück Meeresboden aus 4000 Metern Tiefe ![]() Probenentnahme durch die Geologen ![]() Säubern der aufgetauchten Ozeanbodenseismographen vom Salzwasser ![]() Die CTD-Sonde nimmt Wasserproben und mißt Salzgehalts- und Temperaturprofile Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 22.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 21.03.2007 |
|
||||||||
![]() FS Polarstern am südlichsten Punkt des zweiten seismischen Messprofils Auch das zweite seismische Messprofil unter der Leitung von Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut ist nun erfolgreich beendet und der Luftpulser wurde wieder an Bord geholt. Nun gilt es ein weiteres Mal, die Ozeanbodenseismographen vom Meeresboden zu lösen und nacheinander an Bord der Polarstern zu holen. Voraussichtlich wird dies Aufgabe am morgigen Nachmittag abgeschlossen sein, womit die umfangreiche deutschrussische Seismik-Kampagne schließlich ihren Abschluss findet. Die Auswertung der gesammelten Daten wird die Geophysiker noch viele Monate beschäftigen und neue Erkenntnisse in der Rekonstruktion der jüngeren geologischen Klimaverhältnisse und Erdkrustenentwicklung liefern. Der nächste Kurs von Kapitän Stefan Schwarze und Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten wird uns nach weiteren Probenentnahmen nun endgültig in offene Gewässer führen. Mit regelmäßigen Eisbergsichtungen wird nicht mehr zu rechnen sein. Auch für einige Wissenschaftler ist es fraglich, ob sie diesen beeindruckenden Kontinent jemals wiedersehen werden und somit bedauern wir mit ihnen den Abschied vom „ewigen“ Eis. Trotz dieser Tatsache gibt es aber auch Grund zur Freude. In der nächsten Woche werden wir die französische Inselgruppe Kerguelen anlaufen und für weitere geologische Stationen aufstoppen. ![]() Letzte Momente im ewigen Eis ![]() Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 21.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 20.03.2007 |
|
||||||||
Ein kleiner aber ebenfalls wichtiger Mosaikstein in der Klimarekonstruktion der jüngeren Erdgeschichte ist das Projekt von Sven Kretschmer und seiner Arbeitsgruppe am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Ihre Beprobungsgeräte sind unter anderem das Schwerelot und der Multicorer,mit deren Hilfe während der gesamten Expedition ANT-XXIII/9 Sedimentproben vom Meeresgrund gewonnen werden. Geeignete Positionen können ebenfalls bei diesem Projekt mit der Parasound-Anlage ausfindig gemacht werden. Die Konzentration von Thorium 230 im Sediment ist für den Geochemiker von besonderem Interesse. Bei diesem radioaktiven Element handelt es sich um ein Zerfallsprodukt des im Wasser enthaltenen Urans. In Wasser ist es extrem unlöslich und bindet sich bei Entstehung sofort an einzelne mineralische oder organische Partikel, mit denen es dann auf den Meeresgrund absinkt. Somit bildet Thorium 230 ein Bestandteil des Meeresbodens und liefert Aufschlüsse über den Transport der Sedimente während geologischer Zeiträumen. Die Forschung ist auf derartige Informationen angewiesen, um Rückschlüsse darüber zu erlangen, wieviel Material sich an welchen Stellen des Meeres abgelagert hat. Diese Information ermöglicht dann die Rekonstruktion von früheren Umweltbedingungen. Anhand der Thorium-Methode stellt der 29-jährige Wissenschaftler später in seinem Labor in Bremerhaven fest, inwiefern sich die Sedimente auf dem Meeresgrund verteilt haben. Die kleineren und leichteren Bestandteile würden im Gegensatz zu schwererem Material einfacher über den Meeresboden transportiert werden, erklärt Sven Kretschmer und unterscheidet daher zwischen verschiedenen Abstufungen von Korngrößen. Dazu benutzt er sehr feine Sedimentsiebe, um die Proben mit bis zu zwanzig Mikrometer zu sieben. Zurück in Deutschland beginnt dann die eigentliche analytische Forschungsarbeit. Die vielen Proben bieten ein hohes Potential an wissenschaftlichen Informationen, mit denen die Arbeitsgruppe in Zukunft einige geochemische Fragestellungen beantworten möchte.![]() Sedimentproben in der Zentrifuge ![]() Sven Kretschmer beim Dekantieren von Seewasser ![]() Nasssiebung im Sedimentsieb ![]() Nach Korngrößen aufgetrennte Sedimentproben Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 20.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 19.03.2007 |
|
||||||||
![]() FS Polarstern auf offener See Das neue Messprofil hat begonnen und wir befinden uns wieder in offenen Gewässern mehr als 200 Seemeilen vor dem antarktischen Kontinent. Die Ozeanbodenseismographen befinden sich nun auf dem Grund des Meeres und bereits am frühen Morgen wurde auch der Luftpulser wieder zum Einsatz gebracht. Das Schiff fuhr mit geringer Geschwindigkeit in südliche Richtung und schleppte die Stahlkonstruktion hinter sich her, die in regelmäßigen Abständen Schallwellen tief in die Erdkruste schickte. Die Wolken am Himmel haben sich schnell verzogen und die Sonne kam für ein paar Stunden zum Vorschein. Der Wetterbericht lässt auf gute Bedingungen hoffen, wenn in zwei Tagen der Luftpulser an Bord gebracht wird und auch die Ozeanbodenseismographen wieder eingesammelt werden müssen. ![]() Der Luftpulser geht zu Wasser Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 19.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 18.03.2007 |
|
||||||||
![]() Polarstern auf neuen Kurs Das nächste seismische Messprofil steht kurz bevor und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Auf einer Strecke vom Rand des antarktischen Kontinents bis ins Südpolarmeer hinein ließen die Matrosen zusammen mit den Wissenschaftlern heute ein weiteres Mal die Ozeanbodenseismographen zu Wasser. Erneut wird der Luftpulser Schallwellen in die Erdkruste versenden, wobei die reflektierten Echos mit Hilfe der Seismographen auf dem Meeresgrund registriert werden. Erneut freuen sich die Wissenschaftler um Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut über neue Daten zur Entwicklung der Erdkruste und brachten einen Seismographen nach dem anderen aus der Luke wieder aufs Arbeitsdeck. Die wissenschaftliche Routine hat uns wieder. Das Wetter ist im Moment bewölkt, jedoch ohne jeglichen Niederschlag. Glücklicherweise blieben wir bis jetzt fast vollkommen vom Schneefall verschont, was die Arbeit für die Besatzung und Forscher um ein Vielfaches erleichtert. ![]() Vorbereiten der Ozeanbodenseismographen ![]() Die vorerst letzten Eisberge auf unserer Reise ![]() ![]() Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 18.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 17.03.2007 |
|
||||||||
![]() Verlassen der Prydz Bucht Die Arbeit der Polarstern in der Prydz Bucht ist erfolgreich abgeschlossen. Besatzung und Wissenschaftler nehmen viele neue Eindrücke aus dieser außergewöhnlichen Gegend der Antarktis mit und Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten gelang es sogar, neue Freundschaften mit den internationalen Kollegen auf den Forschungsstationen zu schließen. Zufrieden verließen wir diese Gewässer, um morgen für weitere seismische Messungen die Ozeanbodenseismographen am Kontinentalhang auszusetzen. In den frühen Morgenstunden werden wir die erste Position erreicht haben, an der es für die Wissenschaftler um Dr. Karsten Gohl vom Alfred-Wegener-Institut wieder spannend wird. Durch die Aufklärungsflüge mit dem Helikopter konnte die Besatzung bereits am frühen Morgen erkennen, dass es die Polarstern heute wieder mit dichtem Packeis aufnehmen muss. Einige Wissenschaftler bestaunten auf der Brücke die beeindruckenden Eislandschaften, während der Eisbrecher wieder einmal seine unglaubliche Kraft bewies und sich regelrecht durch das meterdicke Packeis pflügte. ![]() ![]() Die Polarstern erneut im Packeis ![]() Aufklärungsflüge mit dem Helikopter ![]() ![]() Beeindruckende Eislandschaften Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 17.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 16.03.2007 |
|
||||||||
Während Wissenschaftler und ein Teil der Besatzung gestern einen sehr schönen Tag auf der australischen Forschungsstation Davis erleben konnten, war heute wieder körperlicher Einsatz gefragt. Die Zeltlager auf dem Festland sind nun aufgelöst und die Ausrüstung musste wieder zurück auf die Polarstern gebracht werden. Helikoptereinsätze sind bei dem Abtransport von schweren Ausrüstungsgegenständen wie dem roten Wohncontainer “Tomate“ oder einer Bohrplattform unerlässlich. Nacheinander trafen auch schließlich die letzten Wissenschaftler ein. Von der antarktischen Sonne braungebrannt und mit einem Lächeln im Gesicht betraten sie das Helikopterdeck. Wir freuen uns auf interessante Einzelheiten des antarktischen Feldlebens und sind gespannt auf die Fotos und Erzählungen. In den Abendstunden mussten wir dann schließlich Abschied nehmen. Mit ein bischen Wehmut verließen wir die schöne Buchtenlandschaft und blickten noch einmal zurück auf das antarktische Festland. Kapitän Stefan Schwarze nahm Kurs auf nördlichere Gewässer, um die nächsten Positionen für neue seismische Messungen mit den Ozeanbodenseismographen planmäßig zu erreichen.![]() ![]() ![]() Der transportable Wohncontainer “Tomate“ zurück an Bord ![]() ![]() Transport einer Schwimmplattform ![]() ![]() Strahlender Sonnenschein in der Prydz Bucht ![]() ![]() Eisberge treiben zwischen den felsigen Inselgruppen Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 16.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 15.03.2007 |
|
||||||||
![]() Nahe der australischen Forschungsstation Davis Eine weitere Überraschung ereilte uns als Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten am gestrigen Abend verkündete, dass die Wissenschaftler der australischen Station Davis alle Forscher und Besatzungsmitglieder auf das Festland eingeladen haben. Die Polarstern positionierte in der Nähe, sodass man schon von Bord aus die Container und Aufbauten der Forschungsstation erkennen konnte. Zusätzlich zum Helikoptertransfer der restlichen Landgruppen, wegen dem wir uns so nahe am Festland befanden, wurden heute zwei Rettungsboote zu Wasser gelassen, mit denen ein Großteil der Forscher an Land fuhren. Nach ungefähr einer halben Stunde Fahrt durch das klare Wasser, in gehörigem vorbei an hellblauen Eisbergen und neugierigen Pinguinen, erreichten wir schließlich den Anleger. Drei der insgesamt 18 australischen Wissenschaftler bildeten das Begrüßungskomitee und hießen uns mit einem typischen “Good Day, Guys!“ willkommen. Erst nach ein paar Minuten, in denen sich unsere Gruppe mit einem der Wissenschaftler unterhielt, erkannte ich eine Herde Seeelefanten unmittelbar vor uns. Mehr als 30 dieser massigen Tiere hielten sich am Ufer in der Nähe der Station auf und schauten uns mit großen Augen an. Einige lagen in einer Gruppe eng aneinander, andere bewegten ihr gewaltiges Gewicht über den Strand, um sich einen neuen Liegeplatz zu suchen. Es war ein einmaliges Erlebnis, einen so überraschenden Einblick in die antarktische Tierwelt zu bekommen und sich den Seeelefanten nähern zu können. Durch die australische Forschungsstation wären sie an Menschen gewöhnt und würden sich nicht von ihnen stören lassen, erklärte uns einer der “Aussis“. Bei der Forschungsstation Davis handelt es sich um ein großes Areal mit verschiedenen Gebäuden und Containern. Im letzten Jahr konnten die Forscher bereits ihr 50-jähriges Jubiläum feiern und man erkennt gleich, dass von Seiten der Australier viel in die antarktische Forschung investiert wird. Mehrere Gebäude befinden sich im Aufbau, unter anderem ein neues Wohnhaus für mehr als 80 wissenschaftliche Sommergäste. Das Hauptgebäude verfügt über eine große Messe mit moderner Küche, einen großen Aufenthaltsraum, der sogar über eine Bar und einen Kinoraum verfügt. ![]() Seeelefanten am Ufer ![]() ![]() ![]() Satellitentechnik zur Kommunikation ![]() Aufenthaltsraum der Forschungsstation ![]() Die Bar “Nina´s“ wurde nach dem letzten Husky benannt, der auf der Station gearbeitet hat. ![]() Wegbefestigungen zu älteren Wohncontainern ![]() Baufahrzeuge zur Errichtung neuer Gebäude ![]() Forschungslabor zwischen Felsen und Baucontainern ![]() Überirdisches Versorgungssystem ![]() Das rote Feuerwehrhaus ![]() Helikopter bereit zum Rückflug Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 15.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 14.03.2007 |
|
||||||||
![]() Politik und Gastfreundschaft wurden am heutigen Tage großgeschrieben. Anlässlich des Internationalen Polarjahres lud Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten und Kapitän Stefan Schwarze Wissenschaftler der australischen Forschungsstation Davis, der chinesischen Station Zhong Shan und der russischen Station Progress auf die Polarstern. Mit den beiden Helikoptern war es ohne größere Umstände möglich, alle Gäste innerhalb kurzer Zeit auf das Schiff zu bringen. Im blauen Salon wurde in der Zwischenzeit mit Häppchen und kühlen Getränken alles für ein kurzes aber nettes Zusammensein vorbereitet. “Ein internationales Treffen wird es in dieser Form nicht mehr so schnell geben.“ betonte Prof. Dr. Hubberten. „Für die internationale Zusammenarbeit war es ein beispielhaftes Ereignis.“ Die leitenden Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder hatten alle Hände voll zu tun, die Gäste schließlich willkommen zu heißen und auf einigen Rundgängen durch das Schiff zuführen. Ein leicht neidisches Auge warf man auf unser bordeigenes Schwimmbad. Einen Fitnessraum und eine Sauna wären nicht ungewöhnlich, aber eine derartige Möglichkeit zur körperlichen Betätigung sei man auch auf einer Forschungsstation nicht gewöhnt und so meldeten sich einige der Gäste nicht ganz ernst gemeint zum Probeschwimmen. Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 14.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 13.03.2007 |
|
||||||||
![]() Zurück in der Prydz Bucht Der heutige Tag sollte wieder ein ganz besonderer werden. Am gestrigen Abend stand der endgültige Plan für den Verlauf dieser Woche fest und demnach gibt es einiges zu tun. Die Feldcamps werden nun nach drei Wochen abgebrochen und die Forscher nacheinander zurück auf die Polarstern geflogen. Da aufgrund des Wetters ein Besuch der australischen Forschungsstation Davis nicht möglich war, sollte allen an Bord in den nächsten Tagen ein Ausflug ermöglicht werden. Die Vorhersage spricht jedenfalls zum Glück nicht dagegen. Anschließend werden wir in einigen Tagen eine neue Position außerhalb der Prydz Bucht ansteuern, um ein neues Messprofil mit dem Luftpulser und den Ozeanbodenseismographen durchzuführen. Doch zunächst führte uns der Kurs nach den letzten geologischen Stationen im Westen zurück in die Prydz Bucht. Die Freude war groß als Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten vom Alfred-Wegener-Institut uns Dreien mitteilte, dass wir für weitere Filmaufnahmen in die Larsemann Berge fliegen werden. Um 13 Uhr war es dann soweit und wir trafen uns mit Prof. Dr. Hubberten und drei weiteren Wissenschaftlern am Helikopter. Was danach folgte, ließ die Wartezeiten während der langen Seefahrt vollkommen vergessen. Wir flogen im strahlenden Sonnenschein über die glänzenden Eisberge und landeten schließlich in einer beeindruckenden Landschaft, die wahrscheinlich noch nie jemand zuvor betreten hat. Kleine blaue Eisberge lagen in einer kleinen Bucht vor dem gewaltigen Inlandeis zwischen den typischen hellbraunen Felsformationen.Neugierig flogen zwei große Skuas um unsere Köpfe und setzten sich direkt neben uns als wollten sie uns in Ihrem Zuhause begrüßen. Der Wind war angenehm lau und es herrschte die beeindruckende Stille in der Luft, von der mir mehrfach berichtet wurde. Nach einigen Stunden, die wir mit faszinierenden Film- und Fotoaufnahmen verbracht haben, vernahmen wir wieder das Geräusch des Helikopters, der uns wohl oder übel zurück auf die Polarstern bringen musste. Ein besonderer Tag ging für uns an einem besonderen Ort zu Ende, den ich mit Sicherheit in Erinnerung behalten werde. ![]() ![]() Kleine Buchten prägen das Landschaftsbild ![]() Lars in den Larsemann Bergen ![]() ![]() Typische Windverwitterung im anstehenden Gestein (Tafoni) ![]() Kameraaufnahmen im Gelände ![]() Am Rand des Inlandeises der Antarktis ![]() Geologin Ines Voigt vom Alfred-Wegener-Institut Potsdam ist beeindruckt von ihrem ersten Besuch auf dem antarktischen Festland Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 13.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 12.03.2007 |
|
||||||||
![]() Zurück in offene Gewässer "Larsemann, Larsemann, bitte kommen! Hier Polarstern." So erklingt es jeden Abend aus dem Raum vom Funkoffizier Andreas Hecht, der täglich um 20:30 Uhr den Sprechkontakt zu den Feldcamps herstellt. Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten vom Alfred-Wegener-Institut, Potsdam wartet zu dieser Zeit auf Informationen und Neuigkeiten der Feld- Forscher auf dem Festland. Größte Bedeutung hat angesichts der anstrengenden Lebensbedingungen natürlich die Gesundheit, aber auch Fortschritte der Projekte und unvermeidbare Änderungen im Zeitplan sind Thema der abendlichen Kommunikation. Da die Qualität der Verbindung stark von den physikalischen Bedingungen in der Umgebung abhängig ist, kann der Funkverkehr unter Umständen sehr mühsam ablaufen. Um trotzdem mit den Wissenschaftlern in Kontakt treten zu können, bietet das Satellitentelefon eine Alternative. Jedes Camp verfügt sowohl auf den Larsemann Hügeln als auch auf den Rauer Inseln über ein Telefon und kann in einem Notfall die Polarstern jederzeit erreichen. Alle Teams konnten laut Prof. Dr. Hubberten bisher Erfolge erzielen und hatten zum Glück keine schlechten Nachrichten zu vermelden. Das Team um Dr. Dirk Wagner wird morgen wieder auf die Polarstern zurückkommen. Sie haben die Entwicklung von Lebewesen unter extremen Klimabedingungen erforscht. Die anderen Wissenschaftler verlassen erst Ende dieser Woche das Festland. Wir sind sehr gespannt, was die einzelnen Teammitglieder zu erzählen haben und wie es Ihnen während dieser vergangenen drei Wochen in den Zeltlagern ergangen ist. ![]() Funkoffizier Andreas Hecht beim Verlesen des aktuellen Wetterberichts ![]() Fahrtleiter Prof. Dr. Hans Hubberten erhält Neuigkeiten der Camps Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 12.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 11.03.2007 |
|
||||||||
![]() FS Polarstern nahe der Schelfeiskante Unser Kurs hat uns für weitere geologische Stationen von der Profillinie der seismischen Messungen zurück in die Nähe des Schelfeises am antarktischen Kontinent geführt. Im Gegensatz zu den vollkommen offenen Gewässern am gestrigen Tage, bricht sich Polarstern nun wieder durch Eis. Sehr gut zu beobachten war das frisch gefrorene Neueis, das sich auf der Wasseroberfläche vor der Schelfeiskante gebildet hat. Wir sind dem Kontinent nun wieder sehr nahe und die Temperatur ist schnell gesunken. Für längere Arbeiten an Deck kam heute nur warme Unterwäsche und der rote Overall, den die Wissenschaftler zur Verfügung gestellt bekommen in Frage. Je näher wir dem Schelfeis am Rande des Kontinents kamen, desto besser konnte man in weiter Ferne erneut die beeindruckenden Gebirgszüge des Festlandes erkennen. ![]() Erste Neueisbildungen auf der Wasseroberfläche ![]() Neuentstandene Eisschollen vor der antarktischen Küste ![]() Auf Steuerbordseite mit Blick nach vorne ![]() Durchbrochenes Neueis Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 11.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 10.03.2007 |
|
||||||||
![]() Die Polarstern im Südpolarmeer Ein wichtiger Punkt auf unserem heutigen Tagesplan war der “Security Drill“ für die Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder. Unser zweite Offizier Holger Fallei übernahm hierbei die Leitung, als wir pünktlich zu einem Probealarm auf das Helikopterdeck gerufen wurden. Erneut erklangen die unüberhörbaren Frequenzen des Bordalarms und wir holten die Schwimmwesten aus den Backskisten unserer Kammer. Da die menschliche Sicherheit auf der Polarstern oberste Priorität besitzt, wird bei entsprechenden Instruktionen sehr sorgfältig gearbeitet. Zunächst verlas Fallei sämtliche Namen der Teilnehmer, woraufhin jeder Angesprochene seine Anwesenheit zu bestätigen hatte. Lediglich diejenigen Forscher galten als entschuldigt, die das Parasound- oder Hydrosweeplabor in diesem Moment nicht verlassen konnten. Nachdem wir alle die Schwimmwesten übergezogen und fest verschnürt hatten, präsentierte der zweite Offizier die Überlebensanzüge. Hierbei handelt es sich um einen nahezu wasserdichten Ganzkörperanzug, der bei korrekter Anwendung das Überleben im eiskalten Wasser des Südpolarmeeres für einige Stunden sichern kann. ![]() Zweiter Offizier Holger Fallei beim Aufrufen der Teilnehmer ![]() Anprobe der Schwimmwesten ![]() ![]() Einführung zum Einsatz des Überlebensanzugs Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 10.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 09.03.2007 |
|
||||||||
![]() Station für wissenschaftliche Probenentnahme Die beeindruckenden Eisberge, die wir vor kurzer Zeit noch bewundern konnten, haben wir nun hinter uns gelassen und befinden uns wieder in den eisfreien Gewässern des Südpolarmeeres. Der morgendliche Blick aus dem Fenster unserer Kammer brachte aber trotzdem eine Überraschung mit sich. Auf Backbordseite sah man unser russisches Partnerschiff Akademik Alexander Karpinsky, welches die Tage zuvor nicht in Sichtweite gekommen ist. Die Ozeanbodenseismographen sind nun nach langwierigen Bergungsarbeiten wieder an Bord und warten auf ihren nächsten Einsatz, in dem sie in der nächsten Woche erneut die von der Erdkruste reflektierten Echos der Luftpulser registrieren werden. Dieser Tag bot somit genügend Zeit für verschiedene Stationen zur Probenentnahme. Bereits im frühen Morgen begannen die Geologen um Dr. Bernhard Dieckmann ihre Arbeit mit dem Schwerelot, um neue Kernbeprobungen im Meeresboden vorzunehmen. Es war sehr interessant, die routinierten Forscher dabei zu beobachten, wie sie die einzelnen Elemente des 15 Meter langen Stahlrohres lösten, um die Kerne mit den wertvollen Sedimentschichten ins Labor zu bringen. Später kamen auch wieder die CTD zur Beprobung der einzelnen Wasserschichten und die kleinere Lotkonstruktion “Multicorer“ zum Einsatz. Der Aufenthalt auf dem Arbeitsdeck war sowohl heute als auch in den letzten Tagen wirklich angenehm. Das Wetter spielt im Moment sehr gut mit und wir hoffen alle, dass die Vorhersage ihr Versprechen auf gute Bedingungen in der nächsten Zeit ohne Zwischenfälle halten kann. ![]() Die Ozeanbodenseismographen in der Luke ![]() Das 1,5 Tonnen schwere Bleigewicht des Schwerlotes taucht auf ![]() Bergungsarbeit mit Winde und Bootshaken ![]() Erste Begutachtung des geborgenen Schwerelotes ![]() Scharfes Gerät im Einsatz ![]() ![]() ![]() Lösen der einzelnen Kernelemente ![]() Sedimentschichten auf dem Weg ins Labor ![]() Das CTD bereit für den Einsatz zur Wasserprobengewinnung ![]() Der Multicorer auf dem Weg zum Meeresboden ![]() Forschungsschiff Akademik Alexander Karpinsky in Sichtweite Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 09.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 08.03.2007 |
|
||||||||
| Die Polarstern ist in der Prydz Bucht, dem Hauptforschungsgebiet der Polarstern Expedition ANTXXIII/9 des Alfred-Wegener-Instituts angekommen. Erste Station ist die Probennahme von Sedimenten des Meeresbodens aus über 700 Metern Tiefe. Auf der Brücke steht der Geologe Dr. Bernhard Diekmann von der Universität Potsdam und überprüft auf dem Monitor die Signale der Parasound-Anlage. Dieses Echolot System stellt grafisch die Sedimentschichten des Meeresbodens unter der Polarstern dar. Der Geologe sucht nach Stellen, an denen die Schichten gleichmäßig und parallel zueinander verlaufen, so dass eine störungsfreie Kernprobe entnommen werden kann. Eisberge der letzten Eiszeit haben tiefe Furchen in den Meeresboden gezogen und geeignete Stellen sind in der Literatur oft nur mit ungenauen Positionen angegeben. Nach genauer Auswahl ist dann eine passende Stelle für die erste Station gefunden. Auf dem Arbeitsdeck werden indes zwei schwere Geräte zur Probenentnahme vom Grund des Südpolarmeeres vorbereitet. Das Schwerelot ist ein langes Metallrohr, in dessen Mitte sich wiederum ein auswechselbares Plastikrohr befindet. Es kann bis zu einer Länge von 20 Metern reichen und wird am Meeresgrund unter extremem Druck von über 1,5 Tonnen Bleigewicht in den Boden gedrückt. Das Sediment bleibt in dem Rohr stecken und wird so an Bord der Polarstern transportiert. Bei dem zweiten Gerät handelt es sich um den MUC (Multicorer), eine Konstruktion von mehreren kleinen Schwereloten, die in einem Radius von knapp 2 Metern kreisförmig angeordnet sind und bis zu 60 Zentimeter Sedimentproben vom Boden an die Oberfläche bringen können. Probenentnahme mit dem MUC Gegen 20:00 Uhr stoppt das Forschungsschiff auf und die Crew lässt das erste Gerät, den MUC an einer der Bordwinden in eine Tiefe von 704 Metern ab. Manfred Hagemann, der Windenführer hat aus dem Windenleitstand über mehrere Kameras die beiden Windenräume im Blick. Insbesondere beim Einholen des tonnenschweren Stahlkabels muss er darauf achten, dass das Kabel sich richtig einordnet und nicht von den Förderrädern rutscht. Sollte dies geschehen, müsste er die Winde unverzüglich stoppen. Doch es läuft alles wie geplant und nach gut einer Stunde Anspannung sind die Forscher erleichtert, die ersten 30 Zentimeter Meeresbodensediment entgegennehmen zu können. Sedimentprobe mit dem Schwerelot Im gleichen Moment bereitet die Mannschaft das zweite Gerät, das Schwerelot vor. Diese Prozedur ist weitaus komplizierter und bedarf viel Erfahrung. Die technische Leitung liegt bei Norbert Lensch vom Alfred-Wegener-Institut, er arbeitet inzwischen seit 24 Jahren mit diesem Gerät. Das erste Schwerelot soll mit einer Länge von 5 Metern gezogen werden. In einem stabilen Gittergerüst eingespannt wird das Gerät mit einem mächtigen Auslegerarm von Bord der Polarstern über die Reling des Arbeitsdecks gehoben und in eine 90° Position zur Wasseroberfläche gedreht. Dann wird das Schwerelot an den oben befindlichen Gewichten an dem Haken der Bordwinde befestigt. Eine im Gittergerüst befindliche Arretierung des Gerätes löst sich und das nun frei schwebende Schwerelot wird ins Wasser herab gelassen. Der Auslegerarm wird samt dem Gerüst seitlich weggeklappt, um den Lauf des Stahlseils nicht zu stören. Nach knapp 15 Minuten ist das Gerät am Meeresboden angelangt und bohrt sich unter dem enormen Druck des Gewichtes fünf Meter in den Boden. Dann geht es wieder aufwärts, der Wasseroberfläche entgegen. Dort warten schon alle gespannt auf das Ergebnis der Probenentnahme. 4,63 Meter Sedimentproben bei einer Schwerelotlänge von 5 Metern. Ein großer Erfolg für die beteiligten Forscher an Bord. Das in dem Stahlrohr befindliche Plastikrohr wird in den folgenden Schritten in einmeterlange Stücke zerteilt, genau beschriftet, nummeriert und sicher verschlossen. Dies ist absolut notwendig um die verschiedenen Sedimentschichten der Probe später der Meeresbodentiefe zuordnen zu können. Dann werden verschiedene Untersuchungen an den Kernen durchgeführt. Diese dienen den Forschern vor allem, um anhand der unterschiedlichen Sedimentschichten die jeweiligen Umweltbedingungen bestimmen zu können. Zudem lassen sich in den Proben immer wieder so genannte „Dropstones“ finden. Dies ist Gestein, welches einst in Gletscherflüssen eingeschlossen war und durch Abbrüche an der Gletscherkante direkt oder über treibende Eisberge ins Meer gelangt und auf den Meeresboden gesunken ist. Die Positionen der Fundstellen solcher „Dropstones“ geben den Wissenschaftlern weitere Anhaltspunkte über die Vereisungsausdehnung früherer Zeiten. Die Kernmessbank ist ein spezielles Gerät, durch das die genommenen Kerne langsam gezogen und dabei viele verschiedene Parameter bestimmt werden. Diese beschreiben die physikalischen Eigenschaften der Sedimente anhand von Parametern, deren Zusammensetzung wiederum Rückschlüsse auf Veränderungen der Umweltbedingungen geben. Diese umschließen nicht nur Informationen über die Vereisungsgeschichte sondern zum Beispiel auch über Strömungsveränderungen und das Vorkommen von Mikroorganismen im Meer. Die nächsten Schwerelote sollen mit einer Länge von 15-20 Metern gezogen werden. Diese Kerne können viele neue Erkenntnisse aus bislang weitgehend unbekannten Gebieten an die Meeresoberfläche bringen. ![]() ![]() ![]() ![]() |
||||||||
|
||||||||
| 08.03.2007 |
|
||||||||
Das Gebiet der Prydz Bucht wird hinsichtlich geodynamischer und tektonischer Entwicklung mit einem umfassenden geophysikalischen Programm untersucht. Gemeinsam mit dem russischen Forschungsschiff FS Akademik Alexander Karpinsky nimmt die Polarstern tiefe krustenseismische Untersuchungen in einem Zweischiff-Unternehmen vor. Dabei werden seismische Linien sowohl parallel als auch quer zu vermuteten Strukturen gelegt und mit einem Mehrkanalseismiksystem unter Nutzung eines 5 Kilometer langen digitalen Streamers vermessen. Zusätzlich werden von Polarstern aus Ozeanboden-Seismographen (OBS) ausgesetzt. Diese sinken hinab zum Meeresgrund und registrieren seismische Aktivitäten der Erdkruste in den jeweiligen Gebieten und ergänzen die seismische Stationen auf dem Schelfeis, Festland und Eisströmen. Diese haben eine doppelte Funktion. Zum einen messen Sie das regionale Magnetfeld und liefern somit Basiswerte, die zur Berechnung der entsprechenden Magnetfeldanomalien in dem Arbeitsgebiet benötigt werden. Außerdem wird das seismische Untergrundrauschen registriert, um detaillierte lokale Messungen der Erdkrustenbewegungen zu ermöglichen.![]() Ein Ozeanbodenseismograph (OBS) ![]() Ein OBS wird ausgesetzt ![]() Ozeanbodenseismographen in der Warteschlange ![]() Dr. Conrad Kopsch bei der Installation einer geophysikalischen Station auf dem Festland Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 08.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 07.03.2007 |
|
||||||||
| Die Polarstern befindet sich knapp 500 Kilometer nördlich der Prydz Bucht. Der Ingenieur Konrad Kopsch vom Alfred-Wegener-Institut Potsdam bereitet mit seinem Kollegen und Geophysiker Detlef Damaske von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe den so genannten “Bird“ vor. Die torpedoförmige Messsonde wird während des Fluges, an einem langen Kabel hängend einige Meter unter dem Helikopter hergezogen. Im Inneren des Helikopters befindet sich eine Messeinheit, die über die Sonde die Magnetisierung des Meeresbodens registriert. Den Forschern geht es darum, Anomalien, also Veränderungen dieser Magnetisierung zu finden und damit eine detaillierte Rekonstruktion der Kontinentalverschiebung entwickeln zu können. Die Magnetisierung des Meeresbodens ändert immer wieder die Richtung von Nord nach Süd oder anders herum. Dabei fungiert die Längsachse zwischen den magnetischen Polen unseres Globus als eine Art Stabmagnet. Tritt bei Kontinentalverschiebungen vulkanische Magma aus dem Erdinneren, erstarrt diese bei einer bestimmten Temperatur und behält die vorherrschende Richtung der Magnetisierung bei. Aus den unterschiedlichen Schichten mit der entgegengesetzten Magnetisierung lässt sich nun die Kontinentalverschiebung rekonstruieren. Kopsch startet die Geräte im Inneren des Helikopters und positioniert sein Notebook in der Mitte des Helikopters, um einen guten Blick auf das Display von Rückbank aus zu haben. Darauf zu sehen ist ein selbstentwickeltes Programm zur Überwachung und Sicherung der Flugdaten. Die Messungen dauern im Durchschnitt 2 Stunden und führen das Team über das offene Meer. Überlebensanzüge sind Pflicht, genauso wie ein Notfallschlauchboot auf dem linken Vordersitz. In den engen und unbequemen Gummianzügen ist das Einsteigen und Festgurten im Helikopter ein wahrer Akt und auch während des Fluges fühlt sich die „zweite Haut“ nicht komfortabler an. Dann startet der Pilot Anton Rudolf die Bo105 und steigt ganz langsam vom Deck der Polarstern. Der „Bird“ wird dabei vom Bodenpersonal gehalten und erst im letzten Moment frei gelassen, wenn keine Gefahr mehr besteht das das empfindlichen Instrument noch einmal auf dem Deck anstößt. Größe Gefahr hierbei sind die Wellenbewegungen die das Heck der Polarstern gute 2 Meter auf und ab bewegen. Der Pilot nimmt Kurs auf das geplante Messgebiet und während der nächsten 2 Stunden hält Rudolf den Helikopter konzentriert und möglichst genau auf der vorgegebenen Messlinie. Kopsch überprüft und notiert immer wieder die Messwerte und währenddessen ziehen die leuchtenden Eisberge am Fenster vorbei. Manche in weiter Entfernung und andere direkt neben oder unter dem Helikopter und selbst Kopsch ist nach unzähligen Flugstunden immer noch fasziniert von der antarktischen Eiswelt. ![]() Vorbereiten des “Birds“ ![]() ![]() Arbeit im Helikopter ![]() Das Messgerät im Einsatz Michael Trapp, 07.03.2007 |
||||||||
|
||||||||
| 06.03.2007 |
|
||||||||
![]() Stationen zur Bergung der Seismographen Der erste Arbeitsteil mit dem Luftpulser ist nun erfolgreich abgeschlossen. Bis in die frühen Morgenstunden hörte man die regelmäßigen Impulse des geophysikalischen Instruments, welches die Schallwellen tief in den Meeresboden schickte. In Zusammenarbeit mit dem russischen Forschungsschiff Akademik Alexander Karpinsky wird der Luftpulser auf dem nächsten Profil wieder zum Einsatz kommen, doch zuvor musste er aus dem Wasser geholt und die Ozeanbodenseismographen vom Meeresgrund geborgen werden. Zu diesem Zweck löste sie ein Funksignal von Ihrem Eisengewicht, sodass die Forscher und Besatzungsmitglieder am ersten Bergungstag einen Teil der gelben und orangefarbenen Geräte wieder auf die Polarstern holen konnten. Es wird einen weiteren Tag dauern, bis alle Seismographen sich wieder sicher an Bord befinden. Anhand der festgelegten Koordinaten auf der gemessenen Profillinie waren die Positionen der auftauchenden Objekte leicht zu finden. Durch Wind und Strömung trieben sie zwar schnell ab, doch durch die Signalfahne auf den Seismographen dauerte es nicht lange, bis eines nach dem anderen entdeckt und geborgen werden konnte. ![]() ![]() Bergung eines Ozeanbodenseismographen (OBS) Auf unserem Weg durch das südlichere Gebiet der Profillinie kamen wir erneut in den Genuss beeindruckender Eisbergsichtungen und nutzten die Chance für weitere Video- und Fotoaufnahmen. In der abendlichen Präsentation bekamen wir interessante Einblicke in das Forscherleben auf der Akademik Alexander Karpinsky, das laut Aussage von Nicole Parsiegla vom Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven und Studentin Christina Meier doch etwas „rustikaler“ abläuft als auf unserer Polarstern. Die beiden Geophysikerinnen nahmen innerhalb eines Austauschprogrammes ein Wochenende am Leben auf dem Partnerschiff teil und wurden trotz anfänglicher Verständigungsschwierigkeiten sehr freundlich aufgenommen. ![]() ![]() ![]() ![]() Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 06.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 05.03.2007 |
|
||||||||
| Eines der wenigen Projekte, die sich auf dieser Expedition nicht mit Geologie oder Physik beschäftigen wird von Chemiker Christian Schlosser aus Kiel geleitet. Der 30jährige Doktorant interessiert sich besonders für die Funktionsweise des biogeochemischen Eisenkreislaufs in den Weltmeeren. Die Antarktis ist in dieser Hinsicht ein einmaliger Fall, denn im Südpolarmeer existiert eine Begrenzung von Eisen, welches mitunter das Wachstum von Phytoplankton bestimmt. Diese Kleinstlebewesen sind der erste Baustein in der maritimen Nahrungskette und ohne deren Existenz wäre eine weitere Entwicklung von Lebensformen unmöglich. In der Antarktis ist diese Voraussetzung durch die Limitierung von Eisen nur begrenzt gegeben. Um Rückschlüsse auf das Wachstumspotential von Lebewesen zu bekommen, erforscht der Chemiker die potentielle Eisenlöslichkeit des Meerwassers, in dem er zunächst verschiedene Proben mit dem radioaktiven Isotop Eisen 55 versetzt. Die Eisenlöslichkeit wird nach dem heutigen Stand des Wissens im Wesentlichen durch den Salzgehalt, die Konzentration des Phytoplanktons, der Kohlendioxidkonzentration sowie der Temperatur des Wasser beeinflusst. ![]() ![]() Versetzung der Proben mit dem Isotop Eisen 55 Mit Hilfe eines Liquid Scintillation Analyzers im Isotopenlabor werden die radioaktiven Zerfälle des Eisens aufgezeichnet und anschließend die Konzentration des gelösten Eisens (<0,02 Mikrometer) berechnet. Eine Fotozelle misst hierbei die Lichtblitze, welche durch die chemische Reaktion zwischen der radioaktive Strahlung und des Scintillation Cocktails entstehen. Die ermittelte Eisenlöslichkeit der untersuchten Wässer gibt Aufschluss über das Entwicklungspotential von Phytoplankton im Südpolarmeer. ![]() Probenuntersuchung im Liquid Scintillation Analyzer Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 05.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 04.03.2007 |
|
||||||||
| Punta Arenas im südlichen Chile: Die Polarstern, der modernste Eisbrecher der Welt liegt im Hafen. Eine wissenschaftliche Expedition geht zu Ende und die nächste beginnt. Die Biologen des Alfred-Wegener-Instituts verlassen das Schiff und die Geowissenschaftler heuern an. Der Wechsel des wissenschaftlichen Personals geht einher mit dem Umbau der Labore und so werden die biologischen Instrumente gegen geologische ausgetauscht. Nur ein einziges Labor wird verschont. Es ist die einzige Einrichtung auf der Polarstern die fortlaufend betrieben wird: Hydrosweep und Parasound. Hinter den abenteuerlich anmutenden Begriffen steht ein einfaches Prinzip. Vom Schiff aus werden mit einem Fächersonar Tonimpulse, so genannte “Beams”, in Richtung Meeresboden gesendet. Bei der Expedition ANT XXIII/9 des Alfred-Wegener-Institutes streuen 59 solcher Töne sich mit einem Ausgangswinkel von 90° nach unten und treffen dort auf den Grund. Je nach Beschaffenheit des Bodens wird das Signal reflektiert und von Sensoren am Rumpf der Polarstern registriert, bevor die nächsten 59 Signale ausgesendet werden. So entsteht entlang der Schiffsroute ein digitales Geländemodell des Meeresbodens. Aufgabe der Geodaten an Bord ist es nun, diese Informationen zu interpretieren. Anhand dieser gewonnen Daten und mit Hilfe einer speziellen Software können sie nun ein detailliertes Bild des Meeresbodens konstruieren. Satellitenbilder skizzieren zwar auch einen groben Umriss, jedoch reicht deren Auflösung nicht für wissenschaftliche Zwecke aus. “Parasound” ist ein weiteres Akustiksystem an Bord, das mit Hilfe von Schallimpulsen den Grund abtastet. Während Hydrosweep den Meeresboden flächenmäßig erfasst, arbeitet Parasound in die Tiefe. Die Tonimpulse dringen bis zu 50 Meter in den Meeresboden ein und liefern so Hinweise auf den inneren Aufbau der Meeresschlämme. Auf diese Weise werden günstige Stellen für Kernbohrungen ausgelotet. Dabei entnehmen die Forscher Sedimentschichten, die dann einen exakten Aufschluss über die Ablagerungen am Meeresgrund geben. Doch nicht nur die Wissenschaftler interessieren sich für die Unterwassertöne der Polarstern: Auch neugierige Wale nehmen diese wahr und suchen ab und zu nach der Quelle des Tons. Kommt ein Meeressäuger dem Eisbrecher zu nahe, wird auf der Brücke sofort reagiert und die Hydrosweep- und Parasoundanlage abgestellt. Wer denkt, dass seit Columbus eigentlich kein Neuland mehr entdeckt wurde liegt falsch: Erst 4% der Weltmeere sind exakt kartiert. Daher leisten die Abteilungen Hydrosweep und Parasound auf der Polarstern wahre Pionierarbeit. Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 2.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 03.03.2007 |
|
||||||||
![]() Fahren der Profillinie Als wir heute Morgen zum Frühstück unsere Kammer verließen, bemerkten wir bereits, dass sich das Schiff nicht weiter fortbewegte. Wir waren also schon auf Station, um Kontakt mit den russischen Kollegen der Akademik Alexander Karpinsky aufzunehmen. Am Vormittag sollten die Vorbereitungen für das seismische Profil mit beiden Schiffen beginnen. Dieses ist ein Bestandteil des umfassenden geophysikalischen Programms des Zweischiff-Unternehmens. Das russische Forschungsschiff verfügt über eine ähnliche Konstruktion wie die Polarstern, mit der Schallwellen in den Meeresboden versandt werden und anschließend den reflektierten Widerhall mit Sensoren registrieren zu können. Zum zweiten Mal wurde nun auf unserem Arbeitsdeck das beeindruckende Stahlgebilde ins Wasser gelassen und noch bis in die späten Abendstunden hörte man die Schallwellen, die mehrere Kilometer in den Meeresboden eindringen. ![]() Der Luftpulser auf dem Weg ins Wasser ![]() Freundlicher Empfang auf der Akademik Alexander Karpinsky ![]() Projektbesprechung anhand der ersten geophysikalischen Daten ![]() Aussendecks der Akademik Alexander Karpinsky ![]() Luftpulser der russischen Geophysiker ![]() Aufgerollter Streamer an Bord der Akademik Alexander Karpinsky ![]() Blick nach Achtern auf der Backbordseite des russischen Schiffes Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 3.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 02.03.2007 |
|
||||||||
![]() Aktuelle Position im Südpolarmeer Hauptbestandteil des heutigen wissenschaftlichen Programms war die Aussetzung der verbleibenden Ozeanbodenseismographen. Morgen früh werden wir mit dem russischen Forschungsschiff Akademik Alexander Karpinsky zusammentreffen, um anhand der insgesamt 24 ausgesetzten Seismographen die Reflektionen aus der Erdkruste zu registrieren, die von den Druckwellen des Luftpulsers ausgelöst werden. Den ganzen Tag über arbeitete die Arbeitsgruppe um Geophysiker. Dr. Karsten Gohl auf dem Arbeitsdeck und ließen einen Seismographen nach dem anderen in die Tiefe hinab. Aller Voraussicht nach werden wir in den frühen Morgenstunden mit der FS Akademik Alexander Karpinsky das erste seismische Profil beginnen können. ![]() Instrument zur Magnetfeldmessung per Helikopter ![]() Anstrengende Vorbereitungen auf dem Arbeitsdeck ![]() Ozeanbodenseismograph bereit zum Aussetzen Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 2.03.07 |
||||||||
|
||||||||
| 01.03.2007 |
|
||||||||
![]() Die Aufmerksamkeit der Welt richtet sich in diesen Tagen ganz besonders auf das Thema Polarforschung. Heute am 1. März 2007 wurde in Berlin von offiziellen Vertetern aus Wissenschaft und Politik das Internationale Polarjahr eingeleitet. Unser Expeditionsleiter Prof. Dr. Hans Wolfgang Hubberten lud zu diesem Ereignis alle Wissenschaftler und Besatzungsmitglieder in den Blauen Salon und eröffnete es als erster Redner direkt aus der Antarktis. Nicht nur am Rande sei erwähnt, dass sein Geburtstag ebenfalls auf den heutigen Tag fiel und somit freute sich Prof. Dr. Hubberten über die zahlreichen Geschenke und Reden seiner anwesenden Kollegen und Freunde. ![]() ![]() Die erste Rede zur Eröffnung des Polarjahres ![]() ![]() Gratulationen zum Geburtstag Am Nachmittag wurde dann auf dem Arbeitsdeck wieder hart gearbeitet. Der nächste Ozeanbodenseismograph wurde erfolgreich in die Tiefe gelassen und das Team der Firma Helitransair GmbH startete den Rotor für die Flüge zur Magnetfeldmessung. Zusammen mit den Geophysikern Dr. Konrad Kopsch und Dr. Detlef Damaske flog der Helikopter mit einem torpedoförmigen Messgerät an einem Seil vorgegebenen Koordinaten ab, um die Eigenschaften der im Meeeresboden archivierten Magnetisierung zu registrieren. Anhand dieser gewonnenen Daten können die Wissenschaftler Kartenmaterial über die magnetischen Eigenschaften des Südpolarmeeres erstellen. Dr. Bernhard Dieckmann bearbeitete mit seiner Gruppe weiter die Sedimentkerne. Der nächste Kern des Schwerelotes wurde aufgesägt, um die Sedimente dieses noch weitgehend unerforschten Meeresbodens näher zu dokumentieren und zu untersuchen. ![]() Dr. Karsten Gohl bei Sicherheitsanweisungen auf dem Arbeitsdeck ![]() Ein Ozeanbodenseismograph versinkt in der Tiefe ![]() Lars Focke, Student der Fachhochschule Kiel, 1.03.07 |
||||||||
|
||||||||























































































































































