
| 09.04.2009 |
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![]() Halb-Nordpolisten Zweite Tagesrast. Plötzlich wurde Thomas ganz ernst: "Ich habe euch etwas Offizielles mitzuteilen. Wir haben mehr als die Hälfte der Strecke zum Nordpol geschafft. Und das in nur vier Tagen. Reife Leistung bei der Kälte." "Nicht bei, sondern wegen der Kälte", korrigierte Arnold. Und Frank fügte hinzu: "Ich laufe nur so schnell, weil ich auf Spitzbergen ein Pfeffersteak essen will." Eugen freute sich still. Er hatte seinen Spruch des Tages schon am Morgen geliefert. "Ein Triathlon ist doch gar nichts gegen das, was wir hier machen. Wir sind nicht die Ironmen, wir sind die Diamondmen." Mit anderen Worten die ganz Harten. Poldi bockt ![]() Schwierige Passage Da ahnte Eugen wohl schon, was auf uns zukommen würde. Wir mussten so viele Presseis-Rücken, willkürlich aufgeschichtete Eisblöcke, überwinden, wie an keinem der ersten Tage. Mehrfach bockte mein Schlitten Poldi. Ob er schon für die Geissböcke trainierte? Er verkantete sich so im Eis, dass ich ihn ohne Hilfe nicht freibekam. Als Zugesel sah ich in diesem Augenblick sicher ziemlich dämlich aus. Meist eilte dann Thomas zu Hilfe. Pfadfinder Thomas ![]() Suche nach dem besten Weg Ohne ihn wären wir hier verloren. Er sucht den am besten begehbaren Weg durch das Eislabyrinth. Immer nach Norden. Dabei benutzt er nur von Zeit zu Zeit das GPS-Gerät, um die Position zu überprüfen. Ansonsten navigiert er nach der Sonne. Die bewegt sich in der Stunde auf einem gedachten Kompass um 15 Grad. Um 0 Uhr steht sie genau im Norden. Man muss nur die genaue Ortszeit des Längengrads kennen und schon kann man leicht die eigene Gehrichtung überprüfen. Thomas hat uns auch erklärt, dass man auf dunkle Streifen am arktischen Himmel achten sollte. Dabei handelt es sich um Lichtreflektionen offenen Wassers. Und das sollte man nach Möglichkeit meiden. Leicht wie eine Feder Wir mussten heute auch wieder eine heikle Stelle überwinden. "Trampolineis" nannte Thomas den wackligen Untergrund. Bevor ich hinüberfuhr, gab er mir noch mit auf den Weg: "Wenn du zu hart belastest, liegst du drin." Daraufhin glitt ich leicht wie eine Feder über das dünne Eis. Nordpol als Ostergeschenk? Nach achteinhalb Stunden bei minus 30 Grad Celsius krochen wir erschöpft in die Schlafsäcke. Thomas hatte uns ganz schön gefordert. "Hart an der Grenze des Erträglichen", urteilte Eugen. 17,9 Kilometer sind wir dem Nordpol näher gekommen. Noch fehlen 47,3 Kilometer. Sollte das Wetter stabil bleiben und wir das Tempo durchhalten, könnten wir den Pol bereits am Sonntag erreichen. Das wäre doch ein feines Ostergeschenk. P.S. Um unsere genaue Position zu verfolgen, einfach auf die Karte rechts oben klicken. |
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| 7 Kommentare |
| Meine liebe Arnold junam, Greetings to you all, the Pole Team! As I read your last blog from 10 April, I felt the excitement, spotted with worries of course, along with you. From the appearance of the sudden water channel followed by the knotted rope, and the horizontal crossing of the water of each one of you,I held my breath and only after the final safe landing of all of you to the shore, I let out a relieving breath. I wish you all the best of the luck for the last 35KM ahead. By the way, I am translating your blogs into English. Is there anyway to upload the translated version to this site so that our only-English-speaking family members could also follow your adventure? |
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| Sima | Homepage | E-Mail | 11.04.2009, 11:19 | ||
Hoffe ganz fest für Euch alle, dass Ihr's bis Ostern schafft und die Kräfte weiter so stabil bleiben!!! Ganz liebi Grüessli aus der sonnigen und warmen Schweiz, Rita und co;) Grüessli an Eugen;) |
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| Rita | Homepage | E-Mail | 10.04.2009, 12:29 | ||
| HURRA HURRA HURRA !!! Herzlichen Glückwunsch...mehr als die Häfte Eurer Route habt Ihr nun schon bewältigt,wie wunderbar! Freue mich und "friere" mit Euch !! Lieben Gruß Heidrun :-) | ||
| Heidrun | Homepage | E-Mail | 10.04.2009, 11:10 | ||
| Lieber Schneemann, Respekt vor Eurem Forschergeist! Als ich gerade bei gefühlten 25 Grad die vorösterliche Sonne auf der Terrasse genoß, klickte ich mich mal wieder in Deinen Blog - und schauderte. So plastisch schilderst Du diesen verrückten Trip durch die Kälte, an dem ich nicht unbedingt teilnehmen muss, von dem ich aber noch viel mehr hören und lesen will! Viel Glück und Kraft für die "letzten paar Meter zum Pol" wünscht Euch das Team International! |
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| Alex | Homepage | 10.04.2009, 09:50 | ||
| Stefan, es ist wie im "wahren" Liga-Alltag: Kaum macht Poldi mal einen Fehler, so bereut er ihn schon bitterlich und wird wieder ganz zahm. Vertrau darauf! Euch weiter gutes Vorankommen und wärmende Stunden im Schlafsack! Österliche Grüße aus Deutschlands Nordpol Hamburg |
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| Uli | Homepage | 10.04.2009, 08:56 | ||
| Lieber Stefan, Bewunderung und Anerkennung an die gesamte Crew für die bereits jetzt auf halber Strecke erbrachten Leistungen. Die täglichen Audios Berichte und Bilder wecken Spannung, Interesse, Neugierde und Nervenkitzel. Der immer näher rückende Nordpol dürfte bei den Beteiligten weiteres Adrenalin freisetzen. Passt auf Euch auf meidet Nassrinnen, Trambolineis, Fehltritte und erreicht unversehrt und gesund den Pol. Luzie und Egon Nestler |
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| egon.nestler | Homepage | E-Mail | 10.04.2009, 07:44 | ||
| Lieber Stefan, ich wünsche es Euch ganz fest: die Ankunft am Nordpol der Erde zu Ostern 2009! Sollte morgen auch für Euch ein Karfreitag sein: seid sicher, dass der Ostersonntag in Sicht ist! Viele Menschen dneken an Euch ALLE! Herzlichst, Ute |
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| Ute | Homepage | E-Mail | 09.04.2009, 21:14 | ||



