<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="0.91">
	<channel>
		<title>Manaslu Blog | DW-WORLD</title>
		<description>Im Manaslu Blog begleitet DW-Reporter Stefan Nestler sechseinhalb Wochen lang eine kommerzielle Expedition zum Achttausender Manaslu in Nepal, dem achthöchsten Berg der Erde. Unter der Leitung von Ralf Dujmovits, Deutschlands erfolgreichstem Höhenbergsteiger, versuchen elf zahlende Kunden, den Gipfel zu erreichen.</description>
		<language>de_DE</language>
		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/</link>
		<item>
			<title>Der Kreis schließt sich</title>
    		<description>Geduscht, rasiert, gepackt – wenige Stunden trennen uns nur noch vom Rückflug nach Deutschland. Ein Abenteuer liegt hinter uns – mit glücklichem Ausgang. Nicht alle Bergsteiger unserer Expedition standen auf dem 8163 Meter hohen Gipfel des Manaslu, aber alle kehren gesund zu ihren Familien zurück. Der Berg der Seele war uns gnädig gesonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt; Ein Fest der Sinne&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem wir unsere Zelte im Basislager auf 4850 Metern abgebaut hatten und die Lasten auf die Träger verteilt worden waren, stiegen wir ins Tal ab. Die Wanderung hinunter war ein Fest der Sinne. Kein Wunder nach über vier Wochen Fels, Schnee und Eis. Wir bewunderten die Farbenpracht der Bergblumen, wir rochen das Kiefernholz, wir hörten das Plätschern der kleinen Bäche, und wir genossen die immer dickere Luft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Endlose Moränen, märchenhafter Wald&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trekking erforderte Kondition. Vom Zeltplatz oberhalb Samas stiegen wir durch endlos erscheinende Gletschermoränen zum Larkya La auf, einem 5120 Meter hohen Pass. Leider versteckten sich auf dieser Etappe die Berge hinter Wolken. Entschädigt wurden wir am folgenden Tag. Unser Weg führte uns von der Hochalm Bimtang auf 3800 Metern hinunter nach Dharapani auf 2025 Metern. Die Sonne schien, wir wanderten durch einen märchenhaften Wald, immer mit dem Blick auf die Südseite des Manaslu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Palmen und Bananen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dharapani trafen wir Ralfs Frau Gerlinde, die uns entgegengewandert war. Die letzten beiden Tage unseres Trekkings führten uns durch das wilde Tal des Flusses Marsyangdi, ständig auf und ab, über Hängebrücken, auf gut ausgetretenen Pfaden. Je tiefer wir kamen, desto heißer wurde es. Palmen und Bananenstauden säumten den Weg. Der Schweiß rann in Strömen, unsere Socken qualmten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Die letzten Yetis&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Straße verbarrikadiert&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In Bhulbhule auf etwa 800 Metern fielen wir uns in die Arme – der aktive Teil unserer Expedition war beendet. Wir bestiegen einen klapprigen Bus und machten uns auf den gemütlichen Rückweg nach Kathmandu. Das jedenfalls dachten wir. Allerdings hatten wir die Rechnung ohne die streikfreudigen Nepalesen gemacht. Hinter der Stadt Besisahar hatten Aktivisten der Transportgewerkschaft die Straße verbarrikadiert. Sie wollten die Sanierung einer Brücke erzwingen. Die Folge: Alle raus aus dem Bus, anderthalb Stunden laufen und in einen anderen Bus umsteigen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Die Ex-Yetis&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest der Fahrt verlief ohne Zwischenfälle. Kathmandu empfing uns wie immer: stinkend, laut, pulsierend. Die Zivilisation hat uns wieder. Wir tauchen wieder ein in den Alltag – und träumen von den Bergen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Empfang im Hotel in Kathmandu&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Zum Schluss noch ein Dankeschön: an unsere Familien, die uns so lange entbehren mussten; an die Mitglieder des Expeditionsteams, ohne deren Offenheit dieser Blog nicht möglich gewesen wäre; an Ralf für seine Umsicht und großartige Arbeit – und nicht zuletzt an alle Leser und Hörer für die zahlreichen, wirklich motivierenden Kommentare. Auf Wiederlesen und Wiederhören. </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5551.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Abschied vom Manaslu</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Das kleine „gallische“ Zeltdorf am Manaslu wird geräumt. Die Bewohner haben genug vom Bergsteigen an diesem Achttausender, genug vom Lagerleben, genug vom Schneeschaufeln -  und jetzt auch noch genug vom Dauerregen. Das geht ja nun wirklich auf keine Gallierhaut: Regen auf 4850 Metern! Dahinter stecken sicher die Römer!&lt;br /&gt;
Morgen verlassen wir das Basislager und trekken talwärts. Die Manaslu-Expedition klingt aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Riesen-Schwein gehabt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letzte Bergsteiger trafen heute Angelo und Jürgen hier ein.  Sie hatten nach ihren Strapazen beim Abstieg eine weitere Nacht in Lager eins verbracht. Angelo war kurz vor Lager zwei in die Ausläufer einer Lawine geraten. „Plötzlich gab es einen Knall, und ich wurde weggerissen. Ich habe Schwimm-Bewegungen gemacht, so bin ich im Schnee oben geblieben.“ Angelo schätzt, dass er von der Lawine 50 bis 100 Meter hinuntergerissen wurde, ehe sie stehen blieb. Ein großer Kratzer am Kopf und ein blau angelaufener Arm – der Schweizer kam relativ glimpflich davon. „Du kriegst eine Riesenportion Schiss. Du sitzt da, und neben dir liegt ein Eisklotz von 80 mal 80 mal 20 Zentimetern. Wenn du den auf den Kopf kriegst, dann war es das. Ich habe Riesen-Schwein gehabt!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt; Angelo zurück im Basislager&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lektion gelernt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angelo entschloss sich zu einem Notbiwak, da er die Spur zurück nach Lager zwei im Dunkeln nicht mehr erkennen konnte. &lt;br /&gt;
Als ältester Teilnehmer hatte er zuvor den Gipfel erreicht: „Irgendwie hat das geklappt, dass ich meinen Fleischkloß da hinaufgebracht habe.“ Für Angelo war es der dritte, aber auch definitiv letzte Achttausender: „Wenn man absteigt, braucht es einfach das gewisse Mehr, das nur Profis haben. Daher müsste man sagen: Angelo, eigentlich gehörst du nicht an diesen Berg. Die Götter waren noch einmal gnädig. Ich habe meine Lektion gelernt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Immerhin über 8000 Metern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen gelangte bis rund 30 Meter unterhalb des Gipfels. „Dann musste ich wegen der fortgeschrittenen Stunde umdrehen. So ganz glücklich bin ich nicht, aber immerhin war ich zum dritten Mal über 8000 Metern.“ Während des Rückwegs habe er sich durchbeißen müssen. „Das war schon ziemlich einsam. Ich war froh, als ich das verbliebene Zelt in Lager drei sah. Eigentlich hatte ich mich schon darauf eingestellt, die Nacht dort allein zu verbringen. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Ralf auf mich wartete und wir am nächsten Tag gemeinsam abstiegen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Pasang am Gipfel&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Leer im Kopf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Jürgen hat es nicht ganz bis zum Gipfel gereicht. Richard stand auf dem höchsten Punkt auf 8163 Metern. Für ihn war es der dritte Achttausender. Was ging ihm durch den Kopf? „Ich war leer. Ich musste mich voll konzentrieren, um keinen Fehltritt zu riskieren.“ Von der Aussicht auf die Achttausender Annapurna und Dhaulagiri habe er nichts mitbekommen. „Ich war schon auf den Abstieg fixiert. Ich wollte einfach nur sicher herunterkommen.“ &lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Richard genoss Hiro die Aussicht vom Gipfel: „very nice view!“ Ansonsten aber habe er da oben „nothing“, nichts mehr denken können. Der Manaslu war Hiros neunter Achttausender und der sechste, den er gemeinsam mit Ralf bestieg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Danke für die Spurarbeit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter, unser Expeditionsarzt, hat es jetzt immerhin schon auf drei Achttausender gebracht. Er genoss die Minuten auf dem höchsten Punkt. Peter bedankt sich: „Ohne die enorme Spurarbeit von Ralf, Hiro und unserem Hochträger Pasang hätte die Gruppe bei den schwierigen Schneeverhältnissen dort oben wohl nicht den höchsten Punkt erreicht.“ &lt;br /&gt;
Für Josef lief am Gipfeltag einfach alles perfekt: „Ich hatte keine Probleme, weder mit der Höhe, noch gesundheitlich. Ich war einfach gut drauf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Auf dem Gipfelgrat&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fußbad in der Teetasse&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolf gelangte bis auf eine Höhe von 8120 Metern. „Auch wenn die paar Meter bis zum Gipfel fehlen, für mich persönlich war ich oben.“ Rolf war die Zeit davon gelaufen, weil er auf Helmar gewartet hatte. Helmar musste auf rund 7700 Metern umdrehen, weil er Gefahr lief, sich schwere Erfrierungen an Fingern und Zehen zuzuziehen: „Der Gipfel war es mir einfach nicht wert, Gliedmaßen zu verlieren.“&lt;br /&gt;
Auf etwa gleicher Höhe wie Helmar musste auch Johannes umkehren – wegen eiskalter Zehen. Daran hatten auch Fußbäder in der Teetasse nichts ändern können: „Mehrmals hat das funktioniert. Ich habe jeweils eine halbe zusätzliche Stunde herausschinden können. Aber dann ging der warme Tee aus.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Arbeit am Berg hat sich gelohnt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Teilnehmer auf dem Gipfel, zwei knapp darunter, alle wieder wohlbehalten zurück im Basislager. Expeditionsleiter Ralf zieht eine positive   &lt;br /&gt;
Bilanz der Manaslu-Expedition: „Wir haben beim Abstieg erlebt, wie es ist, wenn jemand vermisst wird und man Angst um ihn haben muss. Es ist einfach schön, dass alle wieder sicher zurückgekehrt sind. Und dass mehr als die Hälfte der Gruppe auf dem Gipfel stand, ist für mich natürlich auch ein schöner Erfolg – nach all der Arbeit, die wir hier am Berg hatten.“&lt;br /&gt;
Die Zeit der Arbeit ist vorbei. Jetzt feiern wir eine erfolgreiche Expedition, viele tolle Erfahrungen und Eindrücke, und dass wir alle gesund heimkehren: vom Manaslu, dem Berg der Seele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.: Der Manaslu-Blog ist damit noch nicht ganz beendet. Ich melde mich noch einmal in einigen Tagen aus Kathmandu. Dort schließt sich der Kreis. &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5537.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Ein Gipfelerfolg, der leicht als Tragödie hätte enden können</title>
    		<description>Ich habe einen Kloß im Hals und Tränen in den Augen – vor Freude, vor Erleichterung. Unsere Gebete sind erhört worden: Jürgen und Angelo sind gesund und außer Gefahr. &lt;br /&gt;
Bergsteiger werden nicht müde zu erklären, dass ein Gipfel erst erfolgreich bestiegen ist, wenn man wieder gesund im Tal angekommen ist. Die letzten  24 Stunden am Manaslu wirken wie ein Lehrfilm, um diese These zu belegen. &lt;br /&gt;
Der gestrige Gipfelerfolg hätte leicht als Tragödie enden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Danke für das glückliche Ende!&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mit dem Schlimmsten gerechnet&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die Sorge um Jürgen. Als es dunkel wird, ist der 47-Jährige noch nicht von seinem Gipfelversuch nach Lager drei auf 7300 Metern zurückgekehrt. Ursprünglich hatte das Lager längst abgebaut sein sollen. Jetzt wartet Expeditionsleiter Ralf im Zelt auf Jürgen. „Ich bin noch einmal ein Stück aufgestiegen, um das erste große Schneefeld einsehen zu können. Keine Spur von Jürgen.“ &lt;br /&gt;
Ralf klingt, als rechne er mit dem Schlimmsten. Er hat Schnee geschmolzen, um Jürgen sofort nach seiner Ankunft viel trinken zu lassen – wenn er noch in dieser Nacht den Weg zum Lager findet. „Wenn er morgen früh immer noch nicht aufgetaucht ist, werde ich ihm entgegensteigen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Immer langsamer und kraftloser&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 21.15 Uhr krächzt das Funkgerät. „Hallo, Stefan, hier Ralf, kommen! Jürgen ist gerade hier eingetroffen. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Er trinkt fleißig. Wir werden morgen früh gemeinsam absteigen.“ &lt;br /&gt;
Ralf erzählt, dass Jürgen sich an die vereinbarte Umkehrzeit gehalten hat, dann aber immer langsamer und kraftloser wurde. 19 Stunden nach seinem Aufbruch schleppte er sich zurück nach Lager drei. &lt;br /&gt;
Was für eine Freude! Doch sie währt nur kurz. Denn aus Lager zwei gibt es eine neue Hiobsbotschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Suche nach Angelo&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir haben auch einen Vermissten: Angelo!“, sagt Rolf. „Ich bin mir sicher, dass er am Depotplatz für unsere Schneeschuhe, etwa 200 Meter über dem Lager, noch hinter mir war. Aber jetzt fehlt von ihm jede Spur.“  Ein Suchtrupp hat sich in die Dunkelheit aufgemacht, um Angelo ausfindig zu machen. Ist er möglicherweise in eine Gletscherspalte gestürzt? Die Funkgeräte bleiben eingeschaltet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;batterie-intensiver Dauerbetrieb&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Keine Spur&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 22.30 Uhr meldet sich Rolf erneut aus Lager zwei. Er ist deprimiert. „Die Suchmannschaft ist zurück. Sie haben Angelo nicht gefunden. Im Augenblick können wir nichts mehr für ihn tun. Wir steigen bei Tagesanbruch wieder auf.“ &lt;br /&gt;
Hier unten im Basislager versuche ich zu schlafen, vergeblich. Die Sorge um Angelo lässt mich nicht zur Ruhe kommen. &lt;br /&gt;
6 Uhr. Noch immer kein Lebenszeichen des Schweizers. „Vier aus unserer Gruppe werden jetzt noch einmal zum Schneeschuh-Depot aufsteigen“, kündigt Rolf an. Mit dem Fernglas verfolgen Sitaram und ich das Geschehen am Berg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;„Angelo ist okay!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.30 Uhr. Gerade bin ich ins Gemeinschaftszelt gegangen, um mir einen Tee zu holen, da ruft Sitaram von draußen: „Stefan-dai, Stefan-dai, there is someone walking down to camp two.“ Und tatsächlich, dort bewegt sich jemand langsam, aber stetig auf die Zelte zu. Das muss Angelo sein. Wie versuchen, Funkkontakt zu Lager zwei aufzunehmen, doch die Bergsteiger haben die Geräte ausgeschaltet. Aber offenbar haben auch sie jetzt Angelo entdeckt. Zwei Bergsteiger gehen ihm entgegen. Wenig später meldet sich Peter: „Basislager kommen, Angelo …..&quot; Die nächsten Worte gehen im Rauschen unter. Dann die ersehnte Nachricht: „Angelo ist okay, Angelo ist okay!“ Wir jubeln, klatschen uns ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Ralf und Jürgen auf dem Weg nach Lager zwei&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Flucht vor der Lawine&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 8 Uhr beginnen die Bergsteiger aus Lager zwei abzusteigen. Beim nächsten Funkkontakt erfahren wir von Rolf, dass auch Angelo zur Gruppe gehört. „Er ist sehr müde und kommt kaum mit.“ Expeditionsleiter Ralf fragt, wo Angelo die vergangene Nacht verbracht habe. „Kurz vor Lager zwei ging in unserer Nähe eine Lawine mit Eisschlag ab“, berichtet Rolf. „Angelo hat beschlossen, sich zu verkrümeln. Unter dem Überzelt, im Biwaksack hat er dann irgendwo dort die Nacht verbracht.“ &lt;br /&gt;
Ralf steigt derweil mit dem entkräfteten Jürgen Richtung Lager zwei. „Es geht sehr, sehr langsam vorwärts. Aber wir sind zusammen, und er wird es schon schaffen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Glimpflich ausgegangen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 11 Uhr, beim nächsten Funkkontakt, haben die beiden fast Lager zwei erreicht. „Ich habe die Stelle gefunden, an der Angelo biwakiert hat“, sagt Ralf, „direkt neben dem Lawinenkegel. Er hat seine Schneeschuhe dort stehen lassen.“  Angelos Gruppe nähert sich bereits Lager eins. „Wir sind alle ziemlich kaputt“, stellt Rolf fest. &lt;br /&gt;
Mark schaltet sich zu. Er ist heute früh vom Basislager nach Lager eins aufgestiegen, um beim Abbau zu helfen: „Ich bin heilfroh, dass alles so glimpflich ausgegangen ist.“ „Ich auch“, antwortet Ralf. Wir alle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Die ersten Gipfelstürmer zurück im Basislager: Richard und Peter&lt;/i&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5534.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Der Gipfeltag</title>
    		<description>&lt;b&gt;2.00 Uhr&lt;/b&gt; Ich wache auf. Meine Gedanken fliegen zu den Bergsteigern in Lager drei auf 7300 Metern. Um diese Zeit wollten sie zum Gipfel des Manaslu aufbrechen. Hier unten im Basislager auf 4850 Metern Höhe schneit es, aber bei weitem nicht mehr so viel wie am Vortag. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5.30 Uhr&lt;/b&gt; Ich blicke aus dem Zelt. Noch immer ist die Sicht schlecht. Ich kann vielleicht hundert Meter weit sehen. Es hat inzwischen aufgehört zu schneien.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;6.00 Uhr&lt;/b&gt; Waiba Tanang bringt Marc und mir den „Good morning tea“ ans Zelt. Eigentlich hatten wir erst um 7.30 Uhr frühstücken wollen. Die Küchencrew fiebert am Gipfeltag eben mit. Um 6.10 Uhr steht unser Koch Sitaram vor meinem Zelt. „Wann nehmen wir Kontakt zu Ralf auf?“ Ich informiere ihn, dass ich mit dem Expeditionsleiter vereinbart habe, das Funkgerät ab 7 Uhr auf Empfang zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;6.30 Uhr&lt;/b&gt; Der Nebel lichtet, die Wolken heben sich. Es ist klar erkennbar: Auf dem Gipfelplateau scheint die Sonne. Das könnte ein idealer Gipfeltag werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Das ist der sogenannte „Pinnacle“, ein eigenständiger Gipfel des Manaslu-Massivs. Der 8163 Meter hohe Hauptgipfel liegt dahinter.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;6.45 Uhr&lt;/b&gt; Ich schalte – eine Viertelstunde vor der vereinbarten Zeit – das Walkie-Talkie ein. Ein gleichmäßiges Rauschen erklingt. Das Warten beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;8.07 Uhr&lt;/b&gt; Ein Knistern in der Leitung. Ich stürze aus dem Zelt. Nichts. Fehlalarm? Funkloch?&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;9.15 Uhr&lt;/b&gt; Ralf meldet sich erstmals per Funk. „Pasang, Hiro und ich haben gerade den Vorgipfel erreicht. Vor uns liegt ein Sattel. Dahinter sieht es noch einmal ziemlich grimmig aus. Ein überwächteter Grat, zum Schluss noch ein bisschen Felskletterei. Ich denke, für die Bastelei werden wir sicher noch eine Dreiviertelstunde brauchen.“ Ich frage nach den anderen. „Ich sehe hinter mir einige aufsteigen.  Richard, Josef, …. bei den anderen kann ich nicht erkennen, wer es ist. Vor einer Stunde haben zwei umgedreht.“ Ralf will sich später wieder melden. Das Funkgerät bleibt auf Empfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Warten auf weitere Meldungen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gipfelerfolg! &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;10.34 Uhr &lt;/b&gt;“Hallo, hier ist der Peter!“ Das Funkgerät knistert, er ist schwer zu verstehen. „Ralf sitzt gerade auf dem Gipfel zwischen einem Felsblock und muss sich mit beiden Händen festhalten.“ Ich frage Peter, wo er sich befindet. „Ich sitze ein paar Meter unterhalb des Gipfels. Von dort aus muss man sich an einem Schneegrat entlang krallen. Sonst macht es keinen Unterschied.“&lt;br /&gt;
Und wer ist noch dort oben? „Josef, Richard, Hiro, Pasang und die beiden Österreicher Oliver und Peter.“ Andere seien noch im Aufstieg. Er könne aber nicht sagen, wer. Will Peter auch noch die letzten Meter zum höchsten Punkt hinaufklettern? „Mal sehen, ob mich Ralf lässt. Es ist recht schwierig.“&lt;br /&gt;
Marc und ich gratulieren den ersten acht Bergsteigern am Gipfel des Manaslu zu ihrem Erfolg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Zur Feier des Tages zeigt sich einer, der bisher nur Spuren hinterlassen hatte.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sieben aus der Gruppe am höchsten Punkt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;11.00 Uhr&lt;/b&gt; Ralf meldet sich wieder. „Es hat ein bisschen gedauert, ich musste alle einzeln auf den Gipfel herauf sichern.“ Der Expeditionsleiter zählt auf, wer aus der Gruppe den höchsten Punkt auf 8163 Metern erreicht hat: „Hiro, Richard, Peter, Angelo, Josef, Pasang und ich.“ Ich frage nach den anderen: „Es kann sein, dass Jürgen noch kommt“, antwortet Ralf, „ich werde ihm aber wahrscheinlich sagen müssen, dass er umdreht. Ich schaue mal, wie weit er noch hat, wenn ich ihn treffe. Aber ich bin nicht sehr optimistisch.“&lt;br /&gt;
Das Wetter scheint zu halten. „Wir haben eine stabile Oberkante der Wolkendecke“, erklärt Ralf, „ich glaube nicht, dass das Wetter allzu früh kippt.“ Die Sicht sei immer noch perfekt. &lt;br /&gt;
Der Expeditionsleiter will jetzt nach Lager drei auf 7300 Metern absteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rolf und Jürgen noch unterwegs&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;15.00 Uhr&lt;/b&gt; Ralf meldet sich aus Lager drei. „Ich glaube, ich habe dir heute morgen nicht gesagt, dass auch Rolf noch auf dem Weg zum Gipfel war. Rolf und Jürgen sind die einzigen, die noch nicht nach Lager drei zurückgekehrt sind.“ Ich frage den Expeditionsleiter, ob er beiden eine feste Umkehrzeit mit auf den Weg gegeben hat. Ralf antwortet: „Ich habe ihnen gesagt, wenn sie nicht bis 13.30 Uhr am Gipfel sind, sollen sie umdrehen. Aber wir brauchen uns wirklich keine Sorgen zu machen. Wir haben hier oben fantastisches Wetter.“ Er rechne gegen 17 Uhr mit der Rückkehr der beiden. „Ich werde so lange hier bleiben, bis die beiden angekommen sind. Die anderen steigen bereits nach Lager zwei ab.“ Ich frage nach Helmar, Johannes und Karma. „Helmar ging es nicht optimal, er hat sich seinen Daumen leicht angefroren. Johannes und Karma hatten eiskalte Füße. Sie sind umgekehrt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Warten auf Jürgen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;18.00 Uhr&lt;/b&gt; Ralf hält sich immer noch in Lager drei auf. „Alle Bergsteiger bis auf Jürgen sind nach Lager zwei abgestiegen. Ich habe mich jetzt im letzten hier verbliebenen Zelt eingerichtet und hoffe, dass Jürgen bald hier ankommt.“ Rolf sei fast am Gipfel gewesen, Jürgen nicht. „Auf dem Rückweg hat Rolf ihn überholt“, sagt Ralf, „Jürgen war ziemlich langsam.“ Der Expeditionsleiter bereitet sich auf Jürgens Ankunft in Lager drei vor. „Ich habe jede Menge Flüssigkeit gekocht, damit er viel zu trinken hat. Ich hoffe ganz einfach, dass Jürgen bald hier eintrifft. Und dann bringe ich ihn morgen irgendwie herunter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;19.00 Uhr&lt;/b&gt; Der Funkkontakt wird immer schwieriger. Wahrscheinlich erhalte ich erst morgen neue Informationen. Sollte ich vorher etwas erfahren, melde ich mich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jürgen in Lager drei!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;21.15 Uhr&lt;/b&gt; Ralf funkt aus Lager drei: &quot;Gerade eben ist Jürgen hier angekommen. Es geht ihm gut. Wir steigen morgen ab.&quot; Gott sei Dank!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5529.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Dritte Etappe: Hinauf auf das Gipfelplateau</title>
    		<description>Da ist es wieder, dieses Geräusch, das sich zwei Tage nicht hören ließ und das niemand hier im Basislager vermisst hat: Schneefall. Morgens um sieben Uhr erstmals, dann immer wieder. Gott sei Dank schneit es nicht heftig. Aber an Sichtkontakt mit unseren Bergsteigern, die heute zum letzten Hochlager vor dem Gipfel aufsteigen, ist vorerst nicht zu denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Heute seltener Blick auf die Aufstiegsroute, Ausschnitt siehe unten&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Den Stöpsel herausgezogen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marc und ich sitzen nach dem Frühstück im Gemeinschaftszelt und warten auf den ersten Funkkontakt mit Expeditionsleiter Ralf. Marc erzählt, wie es für ihn war, gestern auf 6300 Metern umdrehen zu müssen. „Es kam wieder schlagartig, als hätte jemand den Stöpsel herausgezogen. Atemnot, Herzjagen, mir wurde übel. Ich konnte nur vier, fünf Schritte gehen, dann rang ich wieder nach Luft.“&lt;br /&gt;
Diese Erfahrung hatte der 51-Jährige vor knapp zwei Wochen fast in gleicher Höhe schon einmal gemacht. Damals hatte er sich nach Lager zwei durchgekämpft. „Natürlich habe ich auch diesmal hin und her überlegt. Aber was hätte es gebracht, wenn ich oben ausgepumpt angekommen wäre. Hätte ich mich wirklich so weit erholen können, dass ich am nächsten Tag weiter hätte aufsteigen können?“&lt;br /&gt;
Schließlich signalisierte Marc seinem Zeltkumpan Angelo, dass er umdrehen wolle. Damit war für ihn das Kapitel Manaslu beendet – und auch das Kapitel Achttausender-Bergsteigen: „Als ich gestern umkehrte, habe ich erst gedacht: Das darf nicht wahr sein, dieser wahnsinnig schöne Berg! Aber meinem Körper sind offensichtlich Grenzen gesetzt. Das ist einfach so, und das habe ich zu akzeptieren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Ja, wo laufen sie denn?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Steile Stelle, schlechte Sicht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um neun Uhr krächzt das Funkgerät. Ralf ist kurz angebunden. „Das Wetter ist nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Schlechte Sicht. Wir sind außerdem an einer steilen Stelle. Lass uns in zwei Stunden wieder Kontakt aufnehmen.“&lt;br /&gt;
Der Blick aus dem Gemeinschaftszelt bleibt in dichten Wolken hängen. Hat sich das Schönwetter-Fenster nach zwei Tagen etwa schon wieder geschlossen? Das wäre fatal. „Der Wetterbericht sagte für heute kleinere Störungen vorher“, beruhigt mich Marc.&lt;br /&gt;
Elf Uhr, immer noch keine Sicht auf die Aufstiegsroute. Ralf klingt jetzt am Walkie-Talkie deutlich optimistischer. Er meldet sich aus einer Höhe von etwa 7200 Metern. „Es geht zwar ein bisschen zäh voran, aber wir haben jetzt wenigstens strahlenden Sonnenschein. Wir wechseln uns mit dem Spuren ab.“ Ralf hat alle Bergsteiger im Blick, er schätzt, dass den ersten und den letzten rund 100 Höhenmeter trennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Da sind sie!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine halbe Stunde später reißt die Wolkendecke über dem Basislager für wenige Minuten auf. Ich blicke hinauf – und tatsächlich: da bewegt sich eine Linie kleiner schwarzer Punkte auf den Grat zu, der das Gipfelplateau des Manaslu begrenzt. Kein Zweifel, das sind Ralf und die anderen Bergsteiger. Ich rufe Marc, der sich in sein Zelt zurückgezogen hat. Es bleibt ihm gerade so viel Zeit, die Bergsteiger auszumachen, da schiebt sich bereits wieder eine Wolke ins Blickfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Entdeckt, für einen  kurzen Augenblick&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wer ist Günter?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warten auf den nächsten Funkkontakt. Um 13.30 Uhr ist es soweit. Ralf meldet sich aus Lager drei auf rund 7300 Metern. „Bis auf Angelo und Günter sind alle hier oben angekommen“, sagt der Expeditionsleiter. Wer ist Günter? „Sonne und kurze Schneeschauern wechseln sich ab“, fährt Ralf fort, „es weht kaum Wind.“ Ich frage nach der Temperatur. „Zu warm für den Daunenanzug.“ Und wer, hake ich nach, ist dieser Günter, der noch nicht angekommen ist? „Lass uns um 15 Uhr noch einmal funken“, antwortet Ralf, „wir bauen gerade unsere Zelte auf.“ Der ominöse Günter wird wohl Jürgen sein, mutmaßen Marc und ich. Zwei Stunden zuvor waren Angelo und Jürgen laut Ralf am Ende der Kette aufgestiegen.&lt;br /&gt;
Beim nächsten Kontakt bestätigt sich unsere Vermutung. Alle sind nun wohlbehalten in Lager drei eingetroffen und bereiten sich auf den Gipfeltag vor. Um zwei Uhr nachts wollen sie aufbrechen, bei dann hoffentlich wieder besserem Wetter. Daumen drücken! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5525.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Zweite von vier Etappen auf dem Weg zum Gipfel</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Auf der Suche&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tag zwei des Gipfelversuchs: Und wieder scheint morgens die Sonne am fast wolkenlosen Himmel. Lediglich unten im Tal ballen sich ein paar Haufenwolken. Hier oben auf 4850 Metern, immerhin Mont Blanc-Höhe, ist es so warm, dass ich im T-Shirt auf einem Plastikstuhl im Freien sitze. Gemeinsam mit unserem Koch Sitaram beobachte ich mit dem Fernglas, wie die Bergsteiger unseres Teams von Lager eins auf 5680 Metern nach Lager zwei auf 6750 Metern aufsteigen. Kleine schwarze Punkte auf der weißen Leinwand des Manaslu-Gletschers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fantastisches Wetter mit Affenhitze&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur vereinbarten Funkzeit um 9 Uhr meldet sich Expeditionsleiter Ralf. Eine Stunde trennt ihn noch von Lager zwei. „Wir müssen mit den Schneeschuhen durch etwa 20 Zentimeter Pulverschnee eine Spur ziehen. Kein Problem.“ Und das Wetter, die große Unbekannte der vergangenen Wochen? „Fantastisch“, sagt Ralf, „klare Sicht, völlig windstill, aber eine Affenhitze!“ Der Expeditionsleiter hofft, dass die anderen Bergsteiger Anschluss halten und nicht in die Mittagshitze hineinlaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Aufstieg nach Lager zwei in der Totalen, Ausschnitt siehe unten&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgebrochen waren sie um 5 Uhr früh gemeinsam. Mit der Zeit aber hatten sich, je nach Aufstiegstempo, kleine Gruppen gebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fast alle oben, Marc dreht um&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12 Uhr mittags. Im Basislager sind inzwischen die Wolken aus dem Tal eingetroffen. Wir können die Aufstiegsroute wegen den Nebels nicht mehr einsehen. Aber es bleibt warm – und das Geräusch Schnee auf Zeltplane, das uns in den vergangenen Wochen fast täglich begleitete, fehlt. „Hier oben ist jetzt angenehm“, funkt Ralf aus Lager zwei. „Es ist bedeckt, die Sonne drückt ein wenig durch die Wolkendecke. Eigentlich perfekt!“ Auch die anderen Bergsteiger haben inzwischen das Tagesziel erreicht -  bis auf Marc. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Schwarze Bergsteiger-Punkte auf weißer Gletscher-Leinwand&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ralf geht – mit dem Walkie-Talkie in der Hand – bis an den Schneevorsprung, von dem aus er weit in die Bergflanke hinunterblicken kann.  „Ich sehe Marc nicht. Die anderen sagten auch, er habe umgedreht. Wir können also ziemlich sicher sein, dass Marc nach Lager eins zurückgekehrt ist.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Marc sicher im Basislager zurück&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur nächsten Funkzeit um 15 Uhr ist es zur Gewissheit geworden. „Ich habe gesehen“, sagt Ralf, „wie er unten in Lager eins herumgewerkelt hat.“ Es geht Marc also gut – wir atmen auf. Um 17.15 Uhr erreicht er das Basislager - müde, aber gesund. Herzrasen und Atemnot hätten ihn auf 6300 Metern zur Umkehr gezwungen, so Marc: &quot;Ich bin halt kein 8000-Meter-Mann.&quot; Muss er ja auch nicht, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Die anderen Bergsteiger werden am Freitag früh aufstehen. Um 4.30 Uhr, mit dem ersten Tageslicht, will Expeditionsleiter Ralf nach Lager drei auf 7450 Metern aufbrechen – zur vorletzten Etappe auf dem Weg zum Gipfel des Manaslu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Aus dem Dorf Sama erreicht uns die Nachricht, dass Joachim dort seine Frau und ihre beiden Begleiterinnen getroffen hat und sie jetzt gemeinsam das Trekking talwärts antreten. Viel Spaß dabei! Wir folgen nächste Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5522.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Gib ihnen eine Chance, Manaslu!</title>
    		<description>Konzentriert, aber nicht verkrampft. So lässt sich die Stimmung der Bergsteiger beim heutigen Frühstück um fünf Uhr beschreiben. Eine halbe Stunde später brachen sie vom Basislager aus zu ihrem zweiten und definitiv letzten Versuch auf, den 8163 Meter hohen Gipfel des Manaslu zu besteigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Der „Berg der Seele“ begrüßte sie mit einem strahlenden Lächeln. Einige Schönwetterwolken verloren sich im Tal. Hier oben aber Kaiserwetter – als wollte der Manaslu den Bergsteigern mit auf den Weg geben: „Traut euch nur! Nutzt die Chance, die ich euch biete!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Glänzen in den Augen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dreieinhalb Wochen Basislager habe ich gelernt, den Wetterprognosen zu misstrauen. Und doch: ich will einfach glauben, dass die Vorhersage einiger stabiler Tage auch wirklich eintrifft. Die Bergsteiger haben es sich verdient, von Höhentiefs oder anderen meteorologischen Phänomenen verschont zu bleiben und wenigstens eine reelle Gipfelchance zu erhalten. Hat der Manaslu das Glänzen in ihren Augen gesehen, als Expeditionsleiter Ralf zum Aufbruch blies? Hoffentlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Nehmen wir zum Beispiel Marc. Vor zwei Tagen noch sagte der 51 Jahre alte Theatermeister, er habe erkannt, dass er kein 8000-Meter-Mann sei. Sein Gepäck wollte er aus den Hochlagern holen und dem Manaslu den Rücken kehren. Jetzt sieht Marc dem Berg ins Gesicht. Hat sich das 8000-Meter-Gen doch noch durchgesetzt? „Nein“, sagt Marc, „aber diese Chance lasse ich mir jetzt doch nicht nehmen. Dass dieser Versuch noch zustande kommt, freut mich ungemein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Üben in Bescheidenheit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht war der erste, früh gescheiterte Gipfelversuch auch nötig, um diese Freude zu wecken. Sicher, auch beim ersten Anlauf waren sie zu allem entschlossen. Doch dieser Versuch war gewissermaßen gebucht. Jetzt empfinden die Bergsteiger die plötzliche zweite Chance als Geschenk, das – wettertechnisch gesehen - vom Himmel fiel. „Diese Situation gefällt mir hundertprozentig gut“, meint Jürgen. „Ich fühle mich körperlich und mental fit. Ob es bis zum Gipfel reicht, weiß ich nicht. Da übe ich mich in Bescheidenheit.“ Eine Einstellung, die dem Manaslu gefallen dürfte. Die Bewohner des Dorfes Sama zu Füßen des Achttausenders glauben, dass Bergsteiger am Manaslu nur eine Chance haben, wenn sie sich dem Berg mit Respekt und Demut nähern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ungewissheit gehört zum Abenteuer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Ralf, unseren Expeditionsleiter, ist dieser zweite Gipfelversuch trotz all seiner Erfahrung aus 25 Jahren im Himalaya ein weiteres Abenteuer. „Ich spüre wieder dieses Kribbeln, das ich als Bergsteiger auch brauche.“ Dazu kommt noch diese verbleibende Spur Ungewissheit in Sachen Wetter. „Wenn sich diese Ungewissheit ganz in Luft auflösen würde, wäre ein Stück des Abenteuers Achttausender-Bergsteigen verloren. Gewissheit werden wir erst haben, wenn wir am Gipfel stehen und das Wetter gehalten hat.“&lt;br /&gt;
Die noch verbliebenen 13 Bergsteiger des Teams, inklusive der beiden Sherpas Pasang und Karma, erreichten Lager eins auf 5680 Metern am Vormittag bei immer noch strahlendem Sonnenschein. Am Samstag wollen sie auf dem Gipfel stehen – wenn der Manaslu sie lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Für alle, die sich gestern beim Ansehen des letzten Fotos gefragt haben, warum es wohl bald Yak-Steak geben sollte, hier die Auflösung: Ralf hatte Nachschub an Lebensmitteln geordert, unter anderem ein halbes Yak. Nach dem Genuss der Steaks am Abend – „very well done“, sprich kauintensiv – wurde mit großer Ausdauer und unter fortwährendem Gelächter die Frage diskutiert, wie alt wohl dieses halbe Yak war. Eine geschäftstüchtige Tibeterin hatte Ralf das Fleisch für 8000 Rupies, gut 70 Euro, verkauft. Das Geld quittierte sie per Fingerabdruck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5515.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Auf ein Neues – nächster Gipfelversuch</title>
    		<description>Im Gemeinschaftszelt könnte man die berühmte Stecknadel fallen hören. Die Bergsteiger warten gespannt, als Expeditionsleiter Ralf mit Charly Gabl telefoniert, dem Chef des österreichischen Wetterdienstes. Am Morgen haben Schweizer Meteorologen – entgegen früherer Prognosen - einige Tage mit wenig Schnee und wenig Wind vorhergesagt. Auch Gabl ist dieser Meinung. Ralf spricht die magischen Worte, auf die alle Bergsteiger des Manaslu-Teams seit Tagen gewartet haben: „Das könnte für uns heißen: Mittwoch Lager eins, Donnerstag Lager zwei, Freitag Lager drei und am Samstag Gipfelversuch.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Gipfelkonferenz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jubel bricht aus. Mit der plötzlichen zweiten Chance hatte vor wenigen Stunden noch niemand gerechnet. Ralf vertraut den Vorhersagen des Österreichers Charly Gabl: „Er hat uns über Jahre hin gut beraten. Zum Teil hat er uns halbe Tage guten Wetters rausgefischt, an denen wir als einziges Team irgendwo auf dem Gipfel standen. Charly hat ein gutes Gefühl, hat uns geraten, den Samstag ins Auge zu fassen. Lasst uns alle Energie in diesen zweiten Versuch legen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Warterei hat ein Ende&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmar kann es kaum erwarten, zum 8163 Meter hohen Gipfel des Manaslu aufzubrechen: „Ich bin heilfroh, dass es losgeht. Diese Warterei im Basislager zermürbt einen nur.“ Auch Rolf spricht von „Erlösung“. Er hoffe, dass die guten Wetterprognosen jetzt auch einträfen. &lt;br /&gt;
Jürgen steht das Glück ins Gesicht geschrieben. Er grinst von einem zum anderen Ohr. „Für mich war es ein Wechselbad der Gefühle. Gestern war ich richtig gefrustet. Ich hatte überhaupt keine Lust mehr, hier zu bleiben. Und jetzt diese Wendung. Ich bin total glücklich!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Hallo, Halo!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Super, Super!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Marc hätte nie und nimmer gedacht, dass er nach dem gescheiterten ersten Gipfelversuch so schnell eine zweite Chance erhalten würde. Eigentlich hatte er nur noch seine sieben Sachen aus den Hochlagern holen und dann abreisen wollen: „Eben haben wir noch Pläne ausgearbeitet, wie es für mich mit dem Trekking losgeht. Und dass es jetzt so kommt, super, super!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Tschüss, Joachim&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Nicht dabei sein wird Joachim. Er baute am Vormittag sein Zelt im Basislager ab und stieg nach Sama hinunter. Dort hat er sich mit seiner Frau und zwei Freundinnen zum gemeinsamen Trekking verabredet. &lt;br /&gt;
Die Wanderung talwärts wartet auch auf die Bergsteiger, die morgen zu ihrem zweiten und definitiv letzten Gipfelversuch aufbrechen. Danach werden die Hochlager, dann das Basislager abgebaut. Für Dienstag kommender Woche sind die Träger bestellt. &lt;br /&gt;
Jetzt aber gilt die volle Konzentration der Bergsteiger erst einmal dem Gipfel des Manaslu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt; Bald gibt es Yak-Steak&lt;/i&gt; </description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5513.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Warten auf die zweite Chance</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Montag. Eigentlich sollte heute Gipfeltag sein. Und ein Blick nach oben macht allen klar: Ja, dieser Montag wäre ein günstiger Termin gewesen, den 8163 Meter hohen Gipfel des Manaslu zu erreichen. Bis Mittag scheint die Sonne, kaum eine Wolke trübt den Himmel. Wäre da bloß nicht dieses vermaledeite Höhentief mit seinen heftigen Schneefällen gewesen, das die Bergsteiger gleich am zweiten Tag ihres Gipfelversuchs gestoppt und zur Rückkehr gezwungen hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Kein 8000-Meter-Mann“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte, wäre, wenn – das alles zählt jetzt nicht mehr. Nun ist wieder Warten angesagt, Warten auf die zweite Chance. Marc ist es leid, ständig im Zelt zu sitzen und zu hören, wie es auf die Plane schneit. „Mir ist klar geworden, dass ich kein 8000-Meter-Mann bin.“ Dieses lange Warten auf den Tag X falle ihm unheimlich schwer. „Wir sind jetzt vier Wochen in Nepal und wie wenige Tage waren wir wirklich am Berg unterwegs! Das steht für mich in keiner Relation“. Und doch, sollte Expeditionsleiter Ralf zum schnellen Aufbruch blasen, wäre auch Marc dabei, würde noch einmal nach der Chance greifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Zeit für den Hausputz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Drama am Dhaulagiri&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem frühzeitigen Beginn des zweiten Gipfelversuchs sieht es derzeit aber eher nicht aus. Der Wetterbericht sagt für Donnerstag stärkeren Schneefall voraus. Sollte die Wetterfrösche diesmal Recht behalten, säße das Team unter Umständen wieder in Lager eins oder zwei fest, in lawinenträchtigem Gebiet. Wie gefährlich das sein kann, zeigte sich gestern am Achttausender Dhaulagiri, nicht weit entfernt vom Manaslu. Dort riss eine Lawine mehrere Zelte an einem Lagerplatz mit, der als sicher galt. Zwei Spanier erstickten unter den Schneemassen. Ralf Ehefrau Gerlinde, die den Dhaulagiri besteigen wollte, zeltete ebenfalls am Unglücksort. Sie konnte sich mit Glück aus der Lawine befreien und blieb unverletzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Zeit drängt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie geht es nun am Manaslu weiter? Das Team steckt in der Zeitfalle. Sollte der zweite und voraussichtlich letzte Gipfelversuch zu spät beginnen, müssten die Bergsteiger auf die geplante Trekkingtour zurück verzichten und mit dem Hubschrauber nach Kathmandu zurückkehren – natürlich verbunden mit zusätzlichen Kosten. Und was würde geschehen, wenn sich der Helikopter verspätet? Zu Hause warten Familien – und Arbeitgeber.&lt;br /&gt;
Joachim fühlt sich in einer Zwickmühle gefangen. Einerseits würde er gerne ein zweites Mal Richtung Gipfel aufbrechen. Andererseits erwartet er am Mittwoch im Dorf Sama seine Frau, die mit zwei Freundinnen dorthin wandert, um mit ihm gemeinsam talwärts zu trekken. „Ich möchte natürlich die innere Spannung aufrechterhalten“, sagt Joachim, „aber wenn mein Zeitrahmen gesprengt wird, verzichte ich auf den Gipfel. Das wäre zwar traurig, aber auf das Trekking mit meiner Frau freue ich mich genauso.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Wegen dieses Gipfels bin ich hier!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes, mit 24 Jahren der Jüngste im Team, plädiert dafür, auf gute Verhältnisse für einen zweiten Gipfelversuch zu warten: „Ich kann doch jetzt nicht einfach zusammenpacken und nach Hause fahren. Eine Chance müssten wir doch noch haben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Diese Zuversicht verbindet den jüngsten mit dem ältesten Bergsteiger. Angelo sitzt unter einem improvisierten kleinen Sonnenschirm und liest. „Der erste gescheiterte Gipfelversuch hat mir weh getan, mich aber nicht gebrochen. Gebrochen wäre ich erst, wenn wir unverrichteter Dinge abziehen müssten. Doch ich vertraue voll und ganz auf Ralfs Erfahrung. Er ist hier der Profi.“&lt;br /&gt;
Ohne mit der Wimper zu zucken, würde der 55-Jährige auf die geplante Trekkingtour talwärts verzichten. Angelo blickt Richtung Manaslu: „Wegen dieses Gipfels bin ich doch hier, oder?“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5510.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das böse Höhentief</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Anleitung zum Glücklichsein&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es klingt paradox: Höhentief. Aber genau dieses Wetterphänomen war schuld, dass der erste Gipfelversuch am Manaslu scheiterte. „So schlecht war der Wetterbericht gar nicht“, sagt Expeditionsleiter Ralf nach seiner Rückkehr ins Basislager. „Dieses Tief hat sich plötzlich in der Höhe entwickelt und sehr viel Schnee gebracht hat. Das war im Vorfeld nicht abzusehen.“  Wir lernen: das Höhentief an sich ist böse, weil hinterhältig. Und wir freuen uns, irgendwann im Tal das Tiefenhoch kennenzulernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Keine Lust auf Selbstmordkommando&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast 24 Stunden hatte es ohne Unterbrechung geschneit. Auch in Lager zwei auf 6750 Metern türmte sich der Neuschnee rund 60 Zentimeter hoch. Expeditionsleiter Ralf, Hiro und die beiden Sherpas Pasang und Karma mussten ihren ursprünglichen Plan aufgeben, hinauf nach Lager drei Fixseile anzubringen. „Das wäre ein Selbstmordkommando gewesen“, sagt Ralf. „Genau dort, wo wir aufsteigen wollten, löste sich ein Schneebrett, das 400 Meter talwärts raste.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Hiro und Ralf sicher zurück&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schneebretter losgetreten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ralf beschloss, durch die neuschneeträchtigen Flanken abzusteigen. Auch das war gefährlich genug. Die vier Bergsteiger nutzten jetzt die Seile, die sie eigentlich oberhalb von Lager zwei anbringen wollten, um sich im Abstieg gegenseitig zu sichern – immer im Bewusstsein, jederzeit die Neuschneemassen lostreten zu können: „Ich habe vier mittlere und ein großes Schneebrett abgetreten“, so Ralf, „es war schon sehr spannend, diese Hänge abzusteigen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Lawinensurfen“ nur in Notlagen!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Kinder, damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Das „Surfen auf der Lawine“ ist brandgefährlich. Das lasst ihr mal schön sein. Selbst erfahrene Bergsteiger wie Ralf, die seit Jahrzehnten im Himalaya unterwegs sind, gehen dieses Risiko nur ein, wenn sie müssen. „Man tastet sich an die Abrisskante des Schneebretts heran. Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür, wo sich das Brett lösen wird. Blind in so einen Steilhang zu rennen, wäre fatal.“ &lt;br /&gt;
Mit einer großen Portion Erfahrung und sicher auch ein klein wenig Glück schafften die vier Bergsteiger den Abstieg durch die lawinenträchtigen Schneeflanken hinunter nach Lager eins und dann zurück ins Basislager. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vom Rückschlag erholen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wurden Ralf, Hiro, Pasang und Karma bereits von den anderen Teammitgliedern erwartet, die natürlich neugierig waren, was das Höhentief in Lager zwei und darüber angerichtet hatte. &lt;br /&gt;
Für die nächsten Tage ist der Wetterbericht – auch ohne Höhentiefs - nicht sehr vielversprechend. Ralf empfiehlt den Bergsteigern, jetzt nicht den Kopf in den Schnee zu stecken und geduldig zu bleiben: „Jetzt müssen wir uns erst einmal Zeit lassen, uns von dem Rückschlag erholen und dann mit neu geschöpften Kräften wieder aufbrechen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Glücklichsein&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Herzlichen Glückwunsch aus dem Manaslu-Basislager an alle Mütter! &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5505.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Chronik eines gescheiterten Gipfelversuchs</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;23.30 Uhr&lt;/b&gt; Ich wache auf. Der erste tiefe Schlaf liegt hinter mir. Draußen schneit es heftig. Mein erster Impuls: die Kapuze meines Daunenschlafsacks enger zuziehen und weiterschlafen! Der zweite Impuls: Schneefeste Kleidung anziehen und nachsehen, ob das Gemeinschaftszelt den Schneemassen standgehalten hat! &lt;br /&gt;
Fünf Minuten später stehe ich, mit der Schneeschaufel in der Hand, vor dem großen Kuppelzelt. Es biegt sich bereits bedenklich. Gerade als ich beginne, den Schnee von der Zeltplane abzuschütteln,  knirscht das Gestänge und sackt nach innen zusammen. Ich wecke Sitaram und die drei Küchenhelfer. Wir kriechen in die Zeltruine. &lt;br /&gt;
Nach kurzer Beratung sind wir uns einig: Hier hilft nur der chirurgische Schnitt. Mit einem Küchenmesser ritzt Sitaram die Außenhaut des Zeltes auf, dort wo vorher der höchste Punkt des Zeltes war. Der Schnee ergießt sich ins Innere. Mit großen Schüsseln transportieren wir ihn nach draußen. Als die Zelthülle schneefrei ist, lässt sie sich wieder aufrichten. Zurück bleibt nur der Schnitt am Dach. Die Küchenhelfer erklären sich bereit, den Rest der Nacht im Gemeinschaftszelt zu verbringen und regelmäßig den Schnee abzuklopfen. Zuvor aber graben wir noch die Zelte der Expeditionsmitglieder aus. Wie es ihnen wohl oben am Berg geht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4.00 Uhr&lt;/b&gt; Vereinbarte Funkzeit. Richard meldet sich aus Lager eins. „Ich habe aus dem Zelt geschaut. 40 Zentimeter Neuschnee. Da können wir doch unmöglich nach Lager zwei aufsteigen.“ Von dort schaltet sich Expeditionsleiter Ralf zu. „Hier hat es nicht ganz so viel geschneit. Ich kann sogar den Mond sehen. Vielleicht steigt ihr einfach mal ein Stück auf und schaut, wie die Verhältnisse sind.“ Ralf will mit Hiro um fünf Uhr aufbrechen, um Fixseile hinauf nach Lager drei zu legen. Richard, Rolf und Marc vereinbaren, gegen 5.45 Uhr aufzubrechen, um sich im Hellen ein Bild davon zu machen, wie lawinengefährdet die lange Schneeflanke hinauf nach Lager zwei ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;7.00 Uhr&lt;/b&gt; Erneuter Funkkontakt. „Wir drehen um“, sagt Ralf. „Hier hat es doch erheblich mehr geschneit, als wir gedacht haben. Hiro und ich sind bis zu den Knien eingesunken. Außerdem ist die Sicht schlecht. Das macht keinen Sinn.“&lt;br /&gt;
Peter sagt, dass die Gruppe auf dem Weg hinauf nach Lager zwei gut vorankomme. Der Neuschnee in der Spur halte sich in Grenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;8.00 Uhr&lt;/b&gt; Peter meldet sich wieder per Walkie-Talkie: „Die Gruppe hat sich entschieden, weiter nach Lager zwei aufzusteigen.“ Ralf ist skeptisch: „Ich bin eher dafür, dass Ihr umdreht.“ Er gibt zu bedenken, dass es inzwischen heftig schneie. „Ich schätze, ihr braucht noch mindestens sieben Stunden bis Lager zwei. Ihr würdet völlig durchnässt hier ankommen. Und morgen dann der anstrengende Aufstieg nach Lager drei!“ Ralf macht eine Pause, dann: „Ich lege mein Veto ein. Ich bin für Absteigen.“ Peter akzeptiert die Entscheidung des Expeditionsleiters: „Dafür bist du doch da. Wenn du sagst, es macht keinen Sinn, dann ist es für uns alle sinnlos.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;9.00 Uhr&lt;/b&gt; Nächster Funkkontakt. Peter aus Lager eins: „Wir packen zusammen und steigen dann ins Basislager ab.“ Ralf und Hiro wollen dagegen in Lager zwei bleiben. „Es hat zu stürmen begonnen“, sagt Ralf. „Ich hoffe, dass der Neuschnee weggeblasen wird und wir dann morgen die Fixseile nach Lager drei hinauf legen können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;11.00 Uhr&lt;/b&gt; Die Bergsteiger treffen wohlbehalten, aber enttäuscht im Basislager ein. „Ich habe mich richtig heiß auf diese Tage gemacht“, klagt Richard. „Der Wetterbericht verspricht relativ gute Verhältnisse, und wir versaufen da oben im Schnee. Das kotzt mich an.“ &lt;br /&gt;
Jürgen hat sich nach dem Umdrehen sogar Gedanken über den Sinn des gesamten Unternehmens Manaslu gemacht: „Was hätte ich mit der ganzen Zeit anfangen können, die ich hier investiert habe? Glücklicherweise haben wir noch Zeit und ich hoffe auf einen zweiten Versuch. Wir haben noch eine Chance an diesem Berg.“ &lt;br /&gt;
Marc sagt während des Mittagessens wenig. Dann aber platzt es aus ihm heraus: „ Ich wollte unbedingt da hoch. Wenn es nach mir ginge, würde ich jetzt zusammenpacken und nach Hause fahren. Aber bis heute Abend hat sich diese Stimmung sicher wieder gelegt.“ &lt;br /&gt;
Zum Essen trinken übrigens fast alle Bergsteiger eine Dose Bier und ziehen sich anschließend zurück – zum Frustschlaf, während es draußen weiter schneit. &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5502.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Aufbruch zum Gipfelversuch</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Aufbruchstimmung im Basislager&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Uhr morgens. Zehn Bergsteiger brechen vom Basislager in 4850 Meter Höhe zu ihrem Gipfelversuch am Achttausender Manaslu auf. In den nächsten Tagen arbeiten sie sich immer näher an den höchsten Punkt heran. Heute Lager eins, 5680 Meter; am Samstag Lager zwei, 6750 Meter; am Sonntag Lager drei, 7450 Meter und dann am Montag hoffentlich der Gipfel, 8163 Meter hoch. &lt;br /&gt;
Was geht in den Köpfen der Bergsteiger vor? Findet sich dort nur noch blanke Entschlossenheit, oder ist auch Platz für Angst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Angst ausblenden, Bremse im Kopf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
„Man muss die Angst ausblenden“, sagt Richard. „Zu Hause warten auf mich meine Frau und mein dreieinhalb Monate alter Sohn. Im Basislager denke ich an sie, so oft ich Zeit habe. Am Berg aber muss ich den Kopf frei haben, um konzentriert zur Sache gehen zu können.“ &lt;br /&gt;
Helmar will das Wort Angst gar nicht erst in den Mund nehmen. &lt;br /&gt;
Der 46-Jährige redet lieber von „Risiko-Chancen-Abschätzung“, räumt allerdings ein, dass er als zweifacher Familienvater vorsichtiger geworden sei: „Ich würde jetzt sicher nicht mehr Risiken eingehen, die ich vor 20 Jahren eingegangen bin. Da habe ich schon so eine kleine Bremse im Kopf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Berge in Wolken, Wolkenberge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Angst vor geistigen Aussetzern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angelo ist mit 55 Jahren der älteste im Team. Der Manaslu soll sein dritter und letzter Achttausender werden. Ja, sagt der Schweizer, er habe Angst, „dass ich einen Fehlgriff mache, oder dass ich geistig weggetreten oder einfach nur benebelt bin.“ Bei seinen ersten beiden Achttausender-Besteigungen habe er bis zum Gipfel keine Angst gehabt. Der Abstieg aber zum letzten Lager sei wie im Film abgelaufen, rein mechanisch, er könne sich gar nicht mehr daran erinnern. „Das ist gefährlich. In solchen Situationen unterlaufen einem Fehler.“ Angelo hat mit Marc verabredet, besonders beim Abstieg gegenseitig aufeinander aufzupassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von großer Macht getragen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Marc wäre Angst ein Grund, auf den Gipfel zu verzichten: „Ich bin zum ersten Mal an einem so hohen Berg. Wenn ich merke, dass es mir nicht gut geht oder dass ich Angst bekomme, werde ich umkehren.“&lt;br /&gt;
Daran will Jürgen noch gar nicht denken. Angst spiele für ihn keine Rolle. „Ich bin Christ. Ich weiß mich von einer großen Macht getragen.“ Außerdem helfe ihm, dass seine Familie an ihn denke. „Deshalb läuft für mich der Gipfelversuch in einer ganz großen inneren Ruhe ab.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Gemeinsam unterwegs&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Achtung, Spalte!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob mit oder ohne Angst – Richard, Helmar, Angelo, Marc, Jürgen und die anderen steigen aufwärts, dem Gipfel des Manaslu entgegen. Mittags melden sich alle wohlbehalten aus Lager eins. Expeditionsleiter Ralf funkt aus Lager zwei, dass sich dort, wo vor einigen Tagen die Zelte standen, eine große Gletscherspalte geöffnet habe. Ein Eisturm werde wohl bald abbrechen. Gut, dass das Team beim ersten Besuch auf 6750 Metern die Zelte wieder abgebaut und an einem sicheren Platz deponiert hatte.  &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5501.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Wie Reisende auf dem Bahnsteig</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Der Manaslu ruft!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bahnsteig-Gefühle. Noch wenige Minuten bis zur Einfahrt des Zuges, der mich an einen anderen Ort bringen soll. Ich bin unruhig. Kommt der Zug pünktlich? Sitzt jemand auf meinem reservierten Platz? Werde ich mein Ziel zum geplanten Zeitpunkt erreichen? Gegen den Mann rechts neben mir bin ich, obwohl nervös, die Ruhe selbst. Er läuft von rechts nach links, scheint schon auf der Reise zu sein, obwohl er noch auf dem Bahnsteig steht. Ganz anders der Reisende links von mir. Er ist in seine Zeitung vertieft. Nichts, aber auch gar nichts bringt ihn aus der Ruhe.  Erst als der Zug einfährt, faltet er langsam seine Zeitung zusammen und steigt ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Wir alle können den Gipfel erreichen!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Bergsteiger am Manaslu stehen gewissermaßen auf dem Bahnsteig. Morgen brechen sie zum Gipfelversuch auf. Am Montag wollen sie den höchsten Punkt auf 8163 Metern erreichen, sich einen Traum erfüllen. &lt;br /&gt;
Gestern abend hat Expeditionsleiter Ralf dem Team noch einmal die Taktik erläutert, hat allen mit auf den Weg gegeben, was sie einpacken, was sie beachten sollen. Und hat Optimismus verbreitet: „Ich bin überzeugt, dass wir alle den Gipfel erreichen können.“ Heute früh ist Ralf mit Hiro und den beiden Sherpas Pasang und Karma ins Lager eins aufgestiegen, um mit einem Tag Vorsprung noch weitere Fixseile zu legen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt; Johannes und Josef lüften&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bloß nichts vergessen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurückgelassen hat er die Bergsteiger mit ihren Bahnsteig-Gefühlen. Angelo zum Beispiel hat feinsäuberlich alle Gerätschaften, die er in seinen Rucksack packen will, in seinem Zelt ausgelegt: „Ich kontrolliere alles dreimal durch, damit ich nichts vergesse. Die wichtigsten Sachen wie Stirnlampe oder Sonnencreme habe ich doppelt dabei, vier Paare Handschuhe, sechs Paare Socken! Ein kleines Ding vergessen, und dann ist es da oben schon aus.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Hoffentlich wird alles gut.“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Marc wirkt eher nachdenklich. Nachvollziehbar, hat er sich doch vor einigen Tagen trotz Magenproblemen und Atemnot nach Lager zwei auf 6750 Metern regelrecht hinaufquälen müssen: „Ich bin ziemlich nervös und aufgeregt. Nach der Erfahrung zuletzt beschäftigen mich auch gewisse Ängste. Hoffentlich wird alles gut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Jürgen imprägniert&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ganz relaxt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich gibt es im Team auch den Typ Zeitungsleser auf dem Bahnsteig. Jürgen etwa schreibt in aller Ruhe im Gemeinschaftszelt Postkarten. „Ich bin eigentlich ganz relaxt. Die wichtigsten Sachen liegen sowieso schon in Lager zwei. Jetzt lasse ich alles auf mich zukommen und freue mich, dass es losgeht.“ &lt;br /&gt;
Auch Helmar und Rolf wirken entspannt. Sie haben sich aus dem Gemeinschaftszelt Plastikstühle geholt und genießen im Freien die ersten Sonnenstrahlen seit Tagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Endlich geht es los!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard dagegen ist kaum noch zu halten. „Ich muss mich jetzt einfach bewegen“, verkündet er. „Dabei gehe ich dann in Gedanken noch einmal alles durch. Ich freue mich riesig, dass es losgeht. Ich bin jetzt richtig heiß.“ Sagt es und entschwindet Richtung Manaslu-Gletscher. Bahnsteig-Gefühle.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5498.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Hightech im Himalaya</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Ralf mit Laptop und Satellitenhandy&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiro, unser Japaner im Manaslu-Team ist Spitzenreiter in Sachen Hightech:„Satellitentelefon, Modem, Laptop, elektrische Zahnbürste, elektrischer Rasierer.“ Hiro lacht, dabei war ihm vor einigen Tagen gar nicht zum Spaßen zumute. Sein Laptop hatte sich verabschiedet. Ein Virus aus dem Internet legte den Computer lahm. Seitdem schickt Hiro nur noch per Satellitentelefon seine Berichte nach Japan, wo sie als Hörstücke auf seinen Blog gestellt werden.  &lt;br /&gt;
Das ist die Kehrseite der Informationstechnologie, die inzwischen auch im Himalaya Einzug gehalten hat. &lt;br /&gt;
Wir verschicken und empfangen Emails, laden uns die Wetterberichte aus dem Internet, füttern diesen Blog mit Texten, Fotos und Radiobeiträgen, telefonieren per Satellitenhandy. Das funktioniert natürlich nicht ohne Strom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;I-Pod im Basislager&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Basislager wird komplett mit Sonnenenergie versorgt. Die beiden etwa anderthalb Meter langen Solarpaneelen liefern je 40 Watt Strom. Damit werden zwei Batterien geladen, die etwa die Kapazität mittelgroßer Autobatterien haben. Das muss reichen, für alle Hightech-Geräte im Basislager. „Inzwischen bringt fast jedes Expeditionsmitglied einen I-Pod oder Mp3-Player mit, um Musik abspielen zu können“, sagt Expeditionsleiter Ralf. Die Akkus dieser Geräte müssen ebenso geladen werden wie jene der digitalen Fotoapparate, &lt;br /&gt;
Kameras, GPS-Geräte oder der erwähnten elektrischen Zahnbürsten und Rasierer. Außerdem werden das Gemeinschafts- und das Küchenzelt elektrisch beleuchtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Kein ideales Wetter für Solarstrom&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es in den vergangenen Tagen häufig schneite und sich die Sonne selten blicken ließ, gab es mehrfach Engpässe in der Stromversorgung. Energiemanagement ist gefragt. Der geplante gemeinsame Film-Abend muss dann eben verschoben werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nichts für Herzschrittmacher&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch – in den vergangenen Jahren hat sich die Technik auch im Hochgebirge revolutionär weiterentwickelt. Ralf erinnert sich an seine Expedition zum Achttausender K 2 im Jahr 1994: &quot;Damals war das Satellitentelefon 30 Kilogramm schwer. Ein fingerdickes Kabel führte zur Antenne. Da floss ein Strom von zehn Ampere. Ein Bergsteiger mit Herzschrittmacher hätte nicht neben der Antenne stehen dürfen!“&lt;br /&gt;
Heute telefonieren wir im Basislager mit einem Satellitenhandy und überspielen Daten mit einem Modem, das kaum größer als ein Buch ist – und das in mehrfacher ISDN-Geschwindigkeit.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Satellitentelefonieren gegen Heimweh&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bergsteiger genießen es, per Email oder Telefon Kontakt zur Familie zu halten. „Wenn man sechs bis acht Wochen unterwegs ist, kommt irgendwann das Heimweh“, sagt Rolf. „Dann will man eine vertraute Stimme hören. Es ist einfach schön, überall mit dem Satellitenhandy telefonieren zu können, ob hier im Basislager oder in den Hochlagern.“ &lt;br /&gt;
Die Technik entwickelt sich in atemberaubendem Tempo. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis in den Basislagern der Expeditionen im Himalaya die Kerosinkocher durch solarstrom-gespeiste Elektroherde ersetzt werden? Ralf ist eher skeptisch:  „Elektroherde werden auch weiterhin mehr Strom fressen, als unsere Solaranlagen hergeben.“ &lt;br /&gt;
Aber hätte Ralf vor 15 Jahren gedacht, dass  man auf 4850 Metern Emails verschicken und sich einen Computer-Virus einhandeln kann? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt; Miss Basecamp – garantiert ohne High Tech&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5491.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Gipfeltag in Sicht</title>
    		<description>Die meisten Nachrichten, Lottozahlen, Horoskop -  darauf können wir am Manaslu verzichten. Nicht aber auf den Wetterbericht. Täglich empfängt Expeditionsleiter Ralf per Email die neuesten Prognosen eines Schweizer Wetterdienstes für den Himalaya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Heute soll eine Entscheidung über den ersten Gipfelversuch fallen. Eine gute Stunde lang studiert Ralf die Wind-, Feuchtigkeits- und Temperaturdiagramme. Keiner im Gemeinschaftszelt wagt es während dieser Zeit, den Expeditionsleiter zu stören. Für einen Laien sind die Kurven und Balken ein Buch mit sieben Siegeln. Ralf aber ist nach 25 Jahren Himalaya-Erfahrung selbst fast zum Wetterfrosch geworden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wenig Wind, wenig Schnee&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen Bergsteiger warten gespannt. Dann die ersehnten Worte: „Wir peilen Montag als Gipfeltag an. Ich steige mit den Sherpas bereits am Donnerstag auf, um unterhalb von Lager drei noch Fixseile zu legen. Ihr folgt dann einen Tag später.“&lt;br /&gt;
Für Mittwoch und Donnerstag dieser Woche wird schönes Wetter erwartet. „Das ist wichtig“, erklärt Ralf, „damit sich der Schnee setzen kann, der in den vergangenen Tagen gefallen ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Früher Wetterbericht vom Flughafen Kathmandu&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Für das kommende Wochenende sagen die Schweizer Wetterforscher starken Wind voraus. Am Montag aber soll der Wind nur noch mit fünf bis zehn Stundenkilometern blasen. „Das ist fast nichts“, urteilt Ralf. Auch der Schneefall soll am Montag nachlassen. &lt;br /&gt;
Ein fast perfekter Gipfeltag - sollten die Wetterprognosen zutreffen. „Früher waren die Vorhersagen wachsweich“, erinnert sich Ralf. „Da hatten wir nur den Wetterbericht vom Flughafen Kathmandu.“ Inzwischen aber würden mehrere Wetter-Modelle miteinander verrechnet. „Damit haben wir eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Prognose auch wirklich eintrifft.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Lichtblick&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Muttertag wäre schöner gewesen“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bergsteiger wirken erleichtert. Das Warten hat ein Ende, endlich können sie sich auf einen Termin konzentrieren. „Es war einfach unangenehm, hier im Basislager herumzuhängen, ohne zu wissen, wie es weiterging“, sagt Angelo. Jetzt hätten alle einen moralischen Fixpunkt. „Muttertag wäre zwar schöner gewesen, aber das Wetter will es eben einen Tag später.“  &lt;br /&gt;
Johannes glaubt noch nicht so recht an den geplanten Gipfeltag. „Was ist, wenn es oben mehr schneit als erwartet? Ich bin sehr skeptisch.“&lt;br /&gt;
Für Angelo wäre es auch kein Beinbruch, wenn der Gipfeltag wegen neuer Wetterprognosen noch verschoben werden müsste. „Ich gehe seit 30 Jahren auf Expeditionen und habe dabei gelernt, dass ich mit allem rechnen muss. Aber wir versuchen es jetzt einfach, und das ist gut.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nervöse Japaner gingen aufeinander los&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiro hat 1996 bei einer japanischen Expedition am Achttausender K 2 in Pakistan erlebt, was geschieht, wenn der Zeitplan für einen Gipfelversuch zu lange auf sich warten lässt. „Die Bergsteiger wurden nervös. Einige sind sogar aufeinander losgegangen.“ Ein fester Gipfeltermin erhöhe ganz einfach die Konzentration des Teams.&lt;br /&gt;
Angelo, Mark und Joachim sind für einen Tag in das Dorf  Sama abgestiegen. &lt;br /&gt;
„Ich freue mich darauf, wieder einmal Kinder, Wiesen, Blumen und Bäche zu sehen“, sagt Joachim. „Und dann geht es mit voller Motivation los!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5488.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Fußball-Sehnsucht am Manaslu</title>
    		<description>Wenn 13 Männer auf engem Raum zusammenhocken, geht die Wahrscheinlichkeit gegen 100 Prozent, dass irgendwann das Thema Fußball angeschnitten wird. Zumal die Bundesliga spannend wie selten ist. Auch im Manaslu-Basislager haben wir per Email erfahren: Schalke einen Punkt vor Stuttgart, zwei Punkte vor Bremen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Rolf, gebeuteltetes Bayern-Mitglied&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst auf Platz vier folgt,jenseits von Gut und Böse, Titelverteidiger Bayern München – sehr zum Leidwesen von Vereinsmitglied Rolf: „Das ist eine ganz große K….! Aber damit es nicht langweilig wird, lassen die Bayern auch einmal die anderen gewinnen, egal ob das nun Schalke, Stuttgart oder Bremen ist.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Falsches Training bei den Bayern&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rolfs Erwartungen waren ohnehin nicht allzu hoch, hatte er doch im vergangenen Jahr beim Vereinsarzt der Bayern im Wartezimmer gesessen und einige Gespräche von Münchner Profis mitverfolgt. Tenor: die Saison war schon früh gelaufen, weil viele Spieler Muskelprobleme hatten - Folge eines falschen Trainings. Der Buhmann hat also einen Namen: Felix Magath. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Noch ärger gebeutelter FC-Fan&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da habe ich es als Anhänger des 1. FC Köln schon bedeutend schwerer. Beim Zweitligisten gibt es so viele Verantwortliche für die sportliche Talfahrt, dass es schwer fällt, jemanden zu benennen, der kein Buhmann ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Büchse Bier auf den KSC&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard ist wirklich zu beneiden. Er ist eindeutig der Fußball-Aufsteiger unter den Bergsteigern. Als der Karlsruher SC die Rückkehr in die Bundesliga nach langer Durstphase vorzeitig perfekt machte, feierte Richard den Aufstieg im Basislager mit einer Büchse Bier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;So sehen Aufsteiger aus: Richard&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einen deutschen Meister will er sich aber nicht festlegen. „Hauptsache, die Bayern sind draußen. Ich traue den Schalkern im Augenblick den Meistertitel eigentlich nicht zu, zumal sie nächste Woche in Dortmund spielen. Ich würde fast auf Bremen tippen. Es steht noch in den Sternen, wer deutscher Fußball-Meister wird – und ob wir auf den Manaslu kommen.“&lt;br /&gt;
Rolf und Richard drücken den Schalkern die Daumen. „Die hätten es einfach mal verdient“,  sagt Rolf, „und dann wäre ich auf die Party im Ruhrgebiet gespannt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nervenbündel Schalke 04?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Helmar ist kein Fan eines bestimmten Vereins, sympathisiert aber in dieser Saison mit dem VfB Stuttgart. „Das wäre eine absolute Sensation. Ich würde es dieser jungen Mannschaft gönnen.“  Und die Schalker?  „ Die werden wieder einmal an ihren eigenen Nerven scheitern. Der VfB dagegen hat nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Helmar, der VfB-Optimist&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen Mitglieder des Manaslu-Teams halten sich in Sachen Fußball zurück. Immerhin aber lassen sie sich von mir überreden, ihr Votum in einer anonymen, absolut repräsentativen Umfrage abzugeben. Das Ergebnis ist fast so knapp wie der Vorsprung der Schalker in der Tabelle. Sechs Bergsteiger glauben, dass die Königsblauen Meister werden, fünf setzen auf den VfB Stuttgart, zwei auf Werder Bremen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Der Zeitpunkt für den ersten Gipfelversuch ist noch offen. Es schneit täglich, die Vorhersagen der Wetterfrösche sind (noch) wenig ermutigend. Die Bergsteiger brauchen einerseits Geduld, haben andererseits aber noch genügend Zeit, sich eingehend mit dem Finale der Fußball-Bundesliga zu beschäftigen.</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5484.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Marcs kleine Odyssee am Manaslu</title>
    		<description>Das ist keine Heldengeschichte, sondern die Geschichte eines Mannes, der sich durchgebissen hat. Eine Geschichte, die zeigt, dass Achttausender-Bergsteigen kein Kinderspiel ist, sondern sich auch plötzlich zu einem kleinen oder größeren Drama entwickeln kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Marc im Basislager&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Plötzlich den Stecker rausgezogen!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marc hat in Lager eins an der Nordostflanke des Manaslu auf 5680 Metern eine schlaflose Nacht verbracht. „Ich hatte permanent Atemnot und habe wirklich den Tagesanbruch herbeigesehnt.“ Nachdem er zum Frühstück ein wenig Müsli gegessen hat, informiert Marc Expeditionsarzt Peter, dass er sich nicht besonders gut fühle, aber dennoch nach Lager zwei aufsteigen wolle. &lt;br /&gt;
„Anfangs ging es auch besser als erwartet. Ich habe Peter noch mit dem Daumen nach oben signalisiert, dass alles in Ordnung ist.“ Kaum hat Marc aber die gefährliche Passage im Eisbruch hinter sich, wird ihm speiübel. Er muss sich zum ersten Mal übergeben. „Es war. als ob man mir plötzlich den Stecker herausgezogen hätte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fünf Schritte, Luft holen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marc versucht, etwas zu essen. Vergeblich. Weitere Male muss er sich übergeben. Marc hat als Letzter Lager eins verlassen. Jetzt verliert er endgültig den Anschluss. Warum kehrt er nicht um? „Ich habe ständig abgewogen. Soll ich zurückgehen oder nicht? Ich hatte immer das Gefühl, ich verspiele die Gipfelchance, wenn ich nicht nach oben komme. Also habe ich mir gesagt, ich beiße mich durch.“ &lt;br /&gt;
Der Aufstieg von Lager eins nach zwei ist lang und Kräfte zehrend. 1000 Höhenmeter müssen überwunden werden. Marc ist körperlich fast am Ende: „Fünf Schritte gehen, tief Luft holen. Du merkst, dass die Atmung überhaupt nicht mehr zur Ruhe kommt. Du holst Luft, Luft und wieder Luft, aber es geht einfach nicht mehr voran.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Luft holen im Basislager&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Absteigen? Eine Welt bricht zusammen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen Bergsteiger haben Marc ein Funkgerät zurückgelassen, damit er mit Expeditionsleiter Ralf Kontakt halten kann. Ralf wartet in Lager zwei auf die Bergsteiger. Als er aus seinem Zelt die Schneeflanke hinabschaut, sieht er, wie sich Marc im Zeitlupentempo die Spur heraufquält. Beim zweiten Funkkontakt rät Ralf Marc, nach Lager eins abzusteigen. Er schätzt, dass Marc noch zweieinhalb bis drei Stunden für die restliche Strecke braucht. &lt;br /&gt;
„In diesem Augenblick“, sagt Marc, „brach in mir eine Welt zusammen. Ich habe ihm einfach nicht geglaubt. Ich konnte die anderen oben sehen. Das konnte doch unmöglich noch drei Stunden dauern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Glückliche Ankunft nach elf Stunden&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marc funkt an Ralf, er wolle weiter aufsteigen. Drei Stunden später, elf Stunden nach dem Aufbruch, erreicht er Lager zwei auf 6750 Metern. Die anderen Bergsteiger kommen aus ihren Zelten und gratulieren Marc zu seinem Kraftakt. Er kann kaum antworten. „Ich konnte nur noch krächzen, weil ich ständig durch den Mund geatmet habe.“ Zeltgenosse Angelo hat bereits Schnee geschmolzen und Tee zubereitet.  Marc trinkt viel. „Ich war einfach nur glücklich, angekommen zu sein.“  &lt;br /&gt;
Marc muss sich auch kritische Worte gefallen lassen. Peter macht ihm klar, dass er ein lebensgefährliches Höhenlungenödem riskiert, wenn er so an seine Leistungsgrenze geht. Der Expeditionsarzt gibt Marc prophylaktisch Medikamente. „Alle haben sich rührend um mich gekümmert. Und dann habe ich geschlafen wie ein Stein.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Eigentlich freue ich mich drauf.“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marc erholt sich schnell, steigt am übernächsten Tag mit den anderen ins Basislager ab.  Sollte das Team Mitte kommender Woche zum ersten Gipfelversuch aufbrechen, müsste Marc  noch einmal in der Spur seiner kleinen Odyssee aufsteigen: „Ehrlich gesagt: Ich habe schon ein bisschen Angst vor diesen 1000 Höhenmetern durch den tiefen Schnee. Das ist ein gewaltiges Ding. Aber ich versuche jetzt, mich so gut wie möglich zu erholen. Und eigentlich freue ich mich darauf.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Doping durch den Expeditionsleiter&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5482.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Schlafen wie im Koma</title>
    		<description>Achttausender-Bergsteigen ist wie das geplante Nutzen eines defekten Fahrstuhls: Erste Etage, Parterre; hinauf auf die zweite Etage, wieder Parterre; erst dann dritte Etage und zuletzt oberstes Stockwerk. &lt;br /&gt;
Expeditionsleiter Ralf und Hiro sind von ihrem Aufstieg nach Lager zwei in 6750 Metern Höhe zurückgekehrt und erst einmal - so Ralf - in einen koma-ähnlichen Schlaf gefallen: „Das kommt fast der Bewusstlosigkeit gleich. Ich habe bis 6.30 Uhr ohne Unterbrechung wie ein Stein geschlafen und bin erst wach geworden, als in der Küche schon der Kocher rauschte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Lager zwei, 6750 m&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ist man bei Gewitter im Kuppelzelt sicher?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Lager zwei, unterhalb eines Eisbruchs, waren die Bergsteiger im Zelt von einem Gewitter überrascht worden. „Plötzlich hat es gekracht. Erst habe ich gedacht, ein Eisturm wäre zusammengebrochen. Aber dann sah ich einen Blitz und hörte direkt anschließend den Donner. Das Gewitter muss ganz nahe an unserem Lager gewesen sein.“&lt;br /&gt;
Selbst ein abgebrühter Höhenbergsteiger wie Ralf, der seit 25 Jahren im Himalaya unterwegs ist, gerät da schon ein bisschen ins Grübeln. „Ich bin mir dann doch nicht so ganz sicher, ob unsere kleinen Kuppelzelte wie ´Faradaysche Käfige´ funktionieren, uns Blitze also nichts anhaben können.“&lt;br /&gt;
Physiker aller Nationen, was sagt ihr dazu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sonnenbrand auf der Zunge&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach überstandenem Gewitter stiegen Ralf und Hiro bis auf 7000 Meter auf. „Da gibt es eine Passage mit einer Steigung von 70 bis 80 Grad, in der wir Fixseile legen werden“, sagt Ralf. „ Insgesamt glaube ich aber, dass es durch den Eisbruch hinauf nach Lager drei ganz gut gehen wird.“&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die anderen Bergsteiger sind inzwischen wieder heile im Basislager angekommen. Jetzt heißt es erst einmal ausruhen, Kraft tanken, Wunden lecken - so es die verbrannte Zunge zulässt. Ein Sonnenbrand der besonderen Art, gegen den es laut Ralf kein Gegenmittel gibt: „Wenn du da oben im Glutofen spuren musst, reicht die Luft nicht aus, die du durch die Nase einatmest. Also schnaufst du durch den Mund und verbrennst dir nach einiger Zeit die Zunge.“  Meerrettich-Liebhaber wie Ralf müssen da die Zähne zusammenbeißen: „Das brennt wie Hölle!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gegen den inneren Schweinehund&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Tagen könnte bei günstigem Wetter der erste Gipfelversuch gestartet werden. Ralf gibt schon einmal die Parole aus: „Die ganze Motivation einsetzen! Nachts gegen die Kälte ankommen! Gegen den inneren Schweinehund ankämpfen, der einen eher nach unten treibt! Gemeinsam werden wir das schaffen. Und wenn wir das Lager drei erreichen, bin ich mir sicher, dass wir auch bis zum Gipfel kommen können.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Wassersuche oder Yeti-Falle?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5479.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Blitz und Donner in Lager 2</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Aufstiegsroute im Nebel&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Heute morgen gab es ein Gewitter hier oben in Lager zwei“, berichtet Ralf per Walkie-Talkie. Ursprünglich hatten er und Hiro bereits um 5.30 Uhr Richtung Lager drei aufbrechen wollen. Blitz und Donner ließen sie erst anderthalb Stunden später das Zelt verlassen. „Wir sind bis auf 7000 Meter aufgestiegen und haben dort ein Depot mit Fixseilen angelegt. Die Route sieht gut aus“. &lt;br /&gt;
Laut Ralf geht es den Bergsteigern in Lager zwei den Umständen entsprechend gut. Sie erholen sich von den Strapazen des Aufstiegs am Donnerstag. In der ersten Nacht auf 6600 Metern schliefen die meisten unruhig. Die zweite dürfte besser werden. Ralf und Hiro sind heute ins Basislager abgestiegen, die anderen folgen am morgigen Samstag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;25 Höhenmeter in einer Stunde – „beinhart!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Österreicher Oliver König und Peter Mayer haben in Sachen Erholung einen kleinen Vorsprung. Sie ruhen sich bereits seit zwei Tagen wieder im Basislager aus. Zuvor hatten die beiden auf den letzten 450 Höhenmetern hinauf nach Lager zwei die Spur gelegt. Acht Stunden brauchten sie dafür. „In der ersten Stunde haben wir nur 25 Höhenmeter geschafft“, sagt Peter. „ Der Schnee lag knietief, der Nebel nahm uns die Sicht. Das war wirklich beinhart.“ &lt;br /&gt;
Die Österreicher sind ein eigenständiges Team, haben sich aber mit Expeditionsleiter Ralf darauf verständigt, Spurarbeiten zu übernehmen. Im Gegenzug dürfen sie die Fixseile nutzen, die Ralf und Hiro an den heiklen Stellen anbringen Eine Hand wäscht die andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Hochlager&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schnell zum Gipfel durchziehen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie die erste Hälfte des Aufstiegs schon einmal hinter sich gebracht haben und den oberen Teil der Route einsehen konnten, ist auch Peter optimistisch: „Wir müssen einfach hoffen, dass das Wetter stimmt und dass wir noch genug Sauerstoff im Blut haben. Dann müssen wir das Ganze schnell in zwei Tagen durchziehen.“&lt;br /&gt;
Auch Oliver glaubt an einen Gipfelerfolg. „Der Aufstieg ist allerdings nur die halbe Miete. Mich quält eher die Frage: Wie wird es beim Abstieg aussehen?“ Oliver ist froh, sich dann an den gefährlichen Passagen in die Fixseile einklinken zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;links Peter, rechts Oliver&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Kein Sieg, ein Geschenk der Götter“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Österreicher waren noch nie über 8000 Meter, betreten also auch in Sachen Höhe Neuland. 2004 am Gasherbrum II in Pakistan drehten sie vor dem Gipfel um. „Auf 7800 Metern“, so Oliver, „habe ich gemerkt, dass mein Gehirn nicht mehr so funktionierte, wie es sollte.“&lt;br /&gt;
Sollte er am Manaslu den Gipfel erreichen, weiß Oliver schon, bei wem er sich bedanken wird. „Für mich ist jeder Gipfelerfolg kein Sieg, sondern ein Geschenk der Götter“, wie es die buddhistischen Mönche bei der Puja, der Gebetszeremonie zu Beginn der Expedition erbeten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5475.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Manaslu – ein Abenteuer?</title>
    		<description>Das war ein Tag, an dem sich die Bergsteiger durchbeißen mussten: 1000 Höhenmeter trennten Lager eins und zwei. Um 18 Uhr funkte Expeditionsleiter Ralf ins Basislager, dass alle auf 6600 Metern eingetroffen seien - auch Marc, der sich trotz Magenproblemen nach oben gekämpft habe. &lt;br /&gt;
Während sich Marc und die anderen nun am Freitag in Lager zwei ausruhen und akklimatisieren sollen, will Ralf gemeinsam mit Hiro den Weg nach Lager drei erkunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Rückblende: Bevor die Bergsteiger dem Expeditionsleiter  Richtung Hochlager folgten, saßen wir im Gemeinschaftszelt zusammen. Mit meiner Frage „Ist das hier für euch eigentlich ein Abenteuer?“ löste ich eine lebhafte Diskussion aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Abenteuer als Kopfsache&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinhin gilt eine Expedition zu einem Achttausender in Nepal wohl als Abenteuer pur. Doch unter den Bergsteigern im Basislager gingen die Meinungen auseinander. &lt;br /&gt;
„Abenteuer fängt bei mir immer im Kopf an. Ich stelle mir ein Projekt vor. Was wird geschehen? Emotionen werden geweckt.“ Vor Ort aber, so Rolf, werde aus der Kopfsache oft ernüchternde Realität: „Sitzen, schaufeln, schnaufen, arbeiten und schwitzen!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gefahr ein Kriterium für Abenteuer?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen geht noch ein Stück weiter. „Diese Expedition zum Manaslu ist doch kein Abenteuer. Wir gehen schließlich auf bekannten Pfaden.“ Ein richtiges Abenteuer zeichne sich dadurch aus, dass das Risiko nicht kalkulierbar sei. Auch für Helmar ist die Gefahr ein wesentliches Merkmal des Abenteuers. &lt;br /&gt;
Aber ist das Ende dieser Expedition zum Manaslu wirklich vorhersehbar? Die meisten anderen in der Runde widersprechen. „Wisst ihr, ob ihr den Gipfel erreicht? Ob uns beim Auf- oder Abstieg irgendetwas passiert?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ausbruch aus dem Alltag&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Marc fängt das Abenteuer schon weit unter dem Gipfel an. „Ich muss mich schon hier im Basislager auf die Kameraden einlassen, anschließend dann auf den Berg. Und das ist für mich Abenteuer.“&lt;br /&gt;
Ähnlich argumentiert Peter. „Man muss aus dem Alltag, aus der Routine ausbrechen, sich immer neue Ziele setzen und versuchen, diese zu erreichen. Das macht das ganze Leben zum Abenteuer.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Glückshormone und Abenteuersucht&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Diskussion zeigt, dass sich die Definitionen von Abenteuer unterscheiden. Allen in der Runde aber ist Bergsteigen als Lebensgefühl gemeinsam. Keiner will darauf verzichten.  „Wenn nach einer extremen Leistung Endorphine, also Glückshormone, ausgeschüttet werden“, so Peter, „dann ist das ein enormes Erlebnis.“ &lt;br /&gt;
Und noch etwas eint die Bergsteiger am Manaslu: Die Expedition wird wohl nicht ihr letztes Abenteuer bleiben. „Es ist wie eine Sucht“, sagt Rolf. Irgendwann werden sie wieder unterwegs sein – wie Marc: „Nach solchen großen Projekten sage ich meist : ´Nie, nie wieder!´ Aber spätestens nach zwei, drei Monaten kommen dann wieder die neuen Ideen, die neuen Herausforderungen, die neuen Abenteuer.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5469.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Funktag im Basislager</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Ruhe ist eingekehrt im Basislager zu Füßen des Achttausenders Manaslu. Alle Bergsteiger sind ausgeflogen. Eine vorentscheidende Phase der Expedition: Die unteren beiden Hochlager auf 5680 und 6600 Metern werden vorübergehend bezogen, der Weg zu Lager drei auf 7450 Metern soll erkundet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;High noon mit Walkie-Talkies&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12 Uhr mittags. Vereinbarte Funkzeit. Helmar meldet sich aus Lager eins: „Alle sind gut angekommen, wir haben die Zelte aufgebaut, keine besonderen Vorkommnisse.“ Um sechs Uhr früh hatten sich zehn Bergsteiger auf den Weg zu Lager eins gemacht. Nach einer Nacht sollen sie zu Lager zwei aufsteigen, um dort - zur besseren Akklimatisierung - zwei weitere Nächte zu verbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Affenhitze“ auf 6450 Metern&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Expeditionsleiter Ralf ist schon einen Tag länger am Berg. Er meldet sich per Walkie-Talkie aus einer Höhe von 6450 Metern. Gemeinsam mit Hiro und den Sherpas Pasang und Karma hat er die Spur bis dorthin gezogen und ist dabei gehörig ins Schwitzen geraten. „Hier oben ist wirklich eine Affenhitze. Mit dem Gepäck auf dem Rücken war es eine ganz schöne Schinderei. Aber es lohnt sich.“ Ralf hat den Platz für Lager zwei bereits im Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schneeschuhe und Helm einpacken&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er empfiehlt den Bergsteigern in Lager eins, die Schneeschuhe einzupacken. „Ich verspreche euch, das wird brutal hart. 1000 Höhenmeter, da werdet ihr froh sein, wenn ihr für die letzten 400 Höhenmeter die Schneeschuhe unterschnallen könnt.“ Und auch auf den Kletterhelm sollen die anderen nicht verzichten. Der Weg hinauf nach Lager zwei führt schließlich durch einen Eisbruch. „Da steht nicht nur ein Eisturm herum“, sagt Ralf. Diese so genannten Seracs können jederzeit einstürzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Blick von Lager eins aus nach Tibet&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kraft tanken für den Gipfelversuch&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Helmar und die anderen am Donnerstag Lager zwei erreichen, werden sie Ralf und Hiro wahrscheinlich nicht antreffen. Die beiden wollen den Weg zu Lager drei erkunden. Dieses letzte Lager auf etwa 7450 Metern Höhe soll nur für den Gipfelversuch bezogen werden. &lt;br /&gt;
Bis dahin werden allerdings noch einige Tage vergehen. Am Wochenende wollen die Bergsteiger ins Basislager zurückkehren – um Kraft zu tanken für den möglicherweise entscheidenden Vorstoß Richtung Gipfel des Manaslu. Immer vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.  &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5463.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Auf der Suche nach dem Yeti</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Yeti im Nebel&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Fußabdrücke, verdächtige Stapfgeräusche. Der Yeti! Mein Puls schnellt herauf auf 180 Schläge. Na klar, auf 4850 Meter Höhe ist er zu Hause. Das hat doch schon Reinhold Messner festgestellt – und der ist doch die letzte Instanz in Sachen Himalaya - oder etwa nicht? &lt;br /&gt;
Beim Frühstück frage ich die anderen  nach ihrer Meinung zum Yeti. „Ein Phantasiegeschöpf einiger Menschen“, sagt Joachim. Richard meint lakonisch, er habe den Yeti heute morgen im Gletscherbruch gesehen, „20 Meter dahinter der Reinhold Messner!“ Warum werde ich den Verdacht nicht los, dass sie mich nicht ernst nehmen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Yeti-Spur&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Shit, this is Yeti!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wende mich an Angelo, den Yeti-Experten im Team. 1975 machte er eine Trekkingtour mit zwei Engländern zum Mount-Everest-Basislager. Auf über 5000 Meter Höhe schlugen sie ihr Zelt auf. „Plötzlich in der Nacht hörten wir ein Fauchen. Einer der Engländer sagte: ´Shit, this is Yeti!´ Wir hatten die Hosen gestrichen voll und verhielten uns ganz ruhig.“ Am nächsten Morgen waren die Kekse im Rucksack angenagt. &lt;br /&gt;
Software-Entwickler Angelo war so beeindruckt, dass er sein erstes Computerprogramm Yeti taufte. „Deshalb möchte ich den Yeti auch nicht wieder sehen. Am Ende verlangt er auch noch Tantiemen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Yeti-Höhle&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gefährliche Suche&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na also, es gibt ihn also doch. Ich frage unseren Koch Sitaram, ob er den Yeti schon einmal gesehen hat. „Nein, noch nie!“ Hat er Bedenken, wenn ich zur Wasserstelle gehe, um dort nach der Yeti-Höhle zu suchen? „That´s dangerous“, sagt Sitaram mit ernster Miene und prustet los.   &lt;br /&gt;
Ich schleiche mich an die Wasserstelle heran. Dort steht ein Krug zum Schöpfen. Den hat bestimmt einer der Sherpas fallen lassen, als er vor dem Yeti flüchtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Hallo Yeti!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wasser verschwindet in einer tiefen Gletscherhöhle. Hier wohnt er, kein Zweifel! Ich nehme allen Mut zusammen und rufe hinunter: „Hallo Yeti!“ Ein Furcht erregendes Fauchen schallt mir entgegen. &lt;br /&gt;
Wie, ihr glaubt mir nicht? Schade eigentlich! Der Messner hat sogar ein Buch darüber geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Das Yeti-Team&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Ralf ist heute morgen mit Hiro sowie den beiden Sherpas Pasang und Karma nach Lager eins aufgestiegen. Die anderen Bergsteiger folgen morgen. Anschließend sind zwei Nächte in Lager zwei auf etwa 6600 Metern geplant – zur weiteren Akklimatisierung – und um dem Yeti aus dem Weg zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5460.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Höhenkrankheit kann tödlich enden</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Expeditionsleiter Ralf demonstriert, wie die Sauerstoffflasche mit Ventil funktioniert. Im Fall, dass ein Teammitglied schwer höhenkrank wird, sollen die Bergsteiger wissen, was sie zu tun haben. In allen Hochlagern wird je eine Flasche mit künstlichem Sauerstoff deponiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bergsteiger und Arzt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle medizinischen Fragen der Expedition ist Peter zuständig. Der Österreicher arbeitet an einem Krankenhaus in Linz als Anästhesist und Intensivmediziner. Er fühlt sich als passionierter Bergsteiger und Arzt. Trennen könne man das nicht. „Ich kann und will nicht vor der ärztlichen Pflicht flüchten. Es ist immer schön, jemandem helfen oder ihn unterstützen zu können“ – auch im Himalaya.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zusätzliche Höhenreize&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits hier im Basislager, etwa auf Höhe des Gipfels des Mont Blanc, wird der Sauerstoff nur noch mit der Hälfte des Drucks in die Lungen gepresst wie auf Meereshöhe. Daher ermahnt Peter das Team auch, in den nächsten Tagen am Manaslu nichts zu überstürzen. „Ich glaube, dass es für eine komplette Akklimatisation noch zu früh ist. Schließlich wollen wir höher hinaus als 8000 Meter. Da müssen wir dem Körper noch zusätzliche Höhenreize geben.“ &lt;br /&gt;
Genau das soll in den nächsten Tagen geschehen. Dann werden die Bergsteiger voraussichtlich zwei Nächte in Lager 2 auf etwa 6600 Metern verbringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Peter bei der Arbeit: hier behandelt er eine Blase an Joachims Zeh&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jeden kann es erwischen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Niemand ist vor der Höhenkrankheit gefeit“, sagt Peter. Auch Bergsteiger, die zuvor schon Achttausender bestiegen hätten, habe es später erwischt. „Man kann Höhenanpassung eben nicht trainieren wie körperliche Fitness.“ Jeder muss sich an gewisse Regeln halten: langsam angehen, viel Flüssigkeit trinken – und erste Symptome ernst nehmen. &lt;br /&gt;
Genau darin aber liegt eine große Gefahr. Die ersten Symptome der Höhenkrankheit werden leicht unterschätzt, handelt es sich doch eher um Unannehmlichkeiten wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Appetitlosigkeit. Innerhalb kürzester Zeit aber kann sich daraus akute Lebensgefahr entwickeln: dann nämlich, wenn sich ein Höhenlungenödem oder ein Höhenhirnödem bilden. Die Todesrate bei Hirnödemen im Gebirge liegt bei rund 40 Prozent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fehlende Einsicht kann lebensgefährlich sein&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peter ist auf den Extremfall vorbereitet. Dann würde er zunächst künstlichen Sauerstoff verabreichen, anschließend Notfallpräparate, die er in seiner Notapotheke mit sich führt. „Zum schnellen Abstieg aber gibt es keine Alternative!“&lt;br /&gt;
Viele Höhenödeme könnten vermieden werden, wenn die Bergsteiger auf die Signale ihrer Körper hörten und sich vielleicht auch einmal einen Tag zusätzlich nähmen, um sich besser zu akklimatisieren. An Einsicht aber mangele es häufig, sagt Peter. Schließlich hätten die Bergsteiger viel Zeit und Geld für die Expedition geopfert. „Manche glauben dir erst, wenn sie unter schwerer Atemnot leiden, fast ersticken oder kurz vor der Bewusstlosigkeit stehen.“ Dann aber kann es schon zu spät sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Morgenstimmung&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5457.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Reporter auf Auf- und Abwegen</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Für einen Sonntagsspaziergang geriet die Tour mit 830 Höhenmetern dann doch ein bisschen zu heftig. Expeditionsleiter Ralf hatte vorgeschlagen, ich sollte die  Sherpas Pasang und Karma hinauf nach Lager eins auf 5680 Meter Höhe begleiten. Die beiden sollten dort Material deponieren und anschließend wieder zum Basislager absteigen. Auf diese Gelegenheit hatte ich gewartet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nützliche O-Beine&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 5.30 Uhr brachen wir auf, bei zunächst eisigen Temperaturen. Unter die Bergschuhe hatte ich als Steighilfe Schneeschuhe geschnallt. Und endlich lernte ich meine O-Beine schätzen. Mit Schneeschuhen muss man nämlich ein bisschen breitbeiniger laufen, und das beherrsche ich fast so perfekt wie John Wayne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie im Glutofen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spur führte erst entlang des Manaslu-Gletschers, dann darüber. Etwa eine halbe Stunde nach unserem Aufbruch erreichten die ersten Sonnenstrahlen das Eis. Der Gletscher wurde zum Glutofen. Schnell legte ich die ersten Kleidungsstücke ab. Dennoch ließ es sich nicht vermeiden, dass ich zu schwitzen begann wie im Hochsommer. Hinzu kam die immer dünner werdende Luft, die mir im wahrsten Sinne des Wortes den Atem nahm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt; Das dicke Ende&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch das dicke Ende wartete noch. Die letzten etwa 100 Höhenmeter führten über die schneebedeckte Rückseite eines Felsens. Je mehr ich mich dem Aufschwung näherte, desto steiler kam er mir vor.&lt;br /&gt;
Doch Kneifen galt nicht. Zu Füßen des Aufschwungs ließen wir die Schneeschuhe zurück und begannen zu klettern. Als Ex-Höhenangstgeplagter mit Restbeständen half es mir zu beobachten, wie selbstverständlich und souverän die beiden Sherpas Pasang und Karma die Passage durchstiegen. An der heikelsten Stelle hatte Ralf zudem ein Fixseil angebracht, in das wir uns einklinken konnten.Irgendwie schwindelte ich mich auch noch über die letzten Höhenmeter und erreichte – schnaubend wie eine alte Lokomotive – Lager 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein tolles Panorama&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Panorama entschädigte mich für die Strapazen der letzten drei ein Viertel Stunden. Auf der einen Seite konnte man weit nach Tibet hineinblicken. Rechts davon ragte der Naike Peak empor. Und natürlich nicht zu vergessen der Manaslu: Fast schien er auf uns gewartet zu haben. Kaum hatten wir uns nämlich auf den Rückweg gemacht, versteckte er sich wieder – wie so oft – hinter Wolken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5455.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Hinauf bis auf 6200 Meter</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Eisbruch oberhalb von Lager 1&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Expedition rückt dem Manaslu auf die Pelle. Bis auf 6200 Meter Höhe haben Ralf, Hiro und die beiden Sherpas Pasang und Karma die Route am Manaslu erkundet. Sie spurten durch den Gletscherbruch und legten an heiklen Stellen Fixseile an. „Je höher man kommt, desto tiefer sinkt man im Schnee ein - teilweise bis zu den Knien, und das auf Scheeschuhen“. Ralf ist beeindruckt. Der Expeditionsleiter hofft auf weiterhin sonniges Wetter, damit sich der Schnee setzen kann. „So wie es derzeit aussieht, haben wir aus eigener Kraft keine Chance.“ Die Lawinengefahr sei zu groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein ungutes Gefühl!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Bergsteiger nutzten die Gelegenheit, in der Spur des Expeditionsleiters ein Stück weit hinauf zu steigen, um sich den weiteren Verlauf der Route anzusehen. „Wir müssen unter einem Gletscherbruch queren. Das ist immer ein ungutes Gefühl“, sagt Josef. &lt;br /&gt;
Laut Richard, der sich vor zwei Jahren schon einmal vergeblich am Manaslu versuchte, hat sich seitdem die Eispassage oberhalb von Lager eins komplett verändert. „Gletscher arbeiten und bewegen sich. Dann fallen auch schon einmal Eistürme in sich zusammen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kein Persilschein&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon vor der Expedition hatte Ralf die Teilnehmer darauf hingewiesen, dass es hier, zwischen Lager eins und zwei, ein nicht auszuschließendes Restrisiko gebe. Richard schließt sich der Einschätzung an:„Für diese Passage gibt es keinen Persilschein. Da hilft nur ruckzuck durch, und die Sache ist erledigt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Blick auf Lager 1&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bis minus zehn Grad kalt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals hatten die Bergsteiger zuvor in Lager eins übernachtet. Die Erfahrungen waren unterschiedlich. Rolf sprach von einer „angenehmen Nacht“, obwohl ein kräftiger Wind über den Lagerplatz pfiff und das Thermometer im Zelt bis auf minus 10 Grad sank. Ganz anders fiel Richards Resümee aus: „Beschissen! Ich habe kaum geschlafen. Die erste Nacht in fast 6000 Metern Höhe ist nie gut.“&lt;br /&gt;
Auch Josef hatte kaum ein Auge zugemacht und ständig auf die Uhr geschaut. Zum einen kämpfte er mit der noch ungewohnten Höhe, zum anderen mit dem starken Wind. „Der hat fast das Zelt zerrissen. Aber das ist eben so eine Nacht, die du über die Runden bringen musst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Helmar und Rolf kehren ins Basislager zurück&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Keine Zeit für Heldentaten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist erst einmal wieder Erholung im Basislager auf 4850 Metern angesagt. Der Gipfel, der von Lager eins aus schon zum Greifen nahe erscheint, ist wieder ein Stück weiter in die Ferne gerückt.  „Im Moment macht mir das noch nichts aus“, sagt Rolf, „die Zeit für große Heldentaten ist noch nicht gekommen.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5452.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Sitaram, der Meisterkoch</title>
    		<description>Wie bestellt hat sich die Sonne zurückgemeldet, gerade rechtzeitig zum zweiten Aufstieg der Bergsteiger hinauf nach Lager eins. „Wir sind alle gut angekommen und genießen die tolle Aussicht“, vermeldet Expeditionsleiter Ralf per Funk. Diesmal werden er, die elf Teammitglieder sowie die beiden Sherpa-Hochträger Pasang und Karma in Lager eins auf 5680 Metern Höhe übernachten. Bei ihrer ersten Tour hatten sie dort nur Material deponiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der Herr der Pfannen und Töpfe&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Küchencrew und ich bleiben auf 4850 Metern zurück. Zeit, den heimlichen König des Basislagers vorzustellen: Sitaram Rai, den Herrn der Pfannen und Töpfe. Wenn Sitaram etwa bruzzelndes Hühnerbruststeak mit Nudeln, Pommes Frites und Gemüse serviert, kennt die Begeisterung im Gemeinschaftszelt kaum Grenzen. „Bravo Sitaram!“, rufen alle und applaudieren dem Koch, der wieder einmal mit bescheidensten Mitteln ein Meisterwerk auf die Teller gezaubert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Lieber auf Expedition als im Hotel“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29 Jahre ist Sitaram alt, seit sieben Jahren arbeitet er als Koch. Sitaram hat sein Handwerk in einem Hotel gelernt. „Dort könnte ich aber nur so viel verdienen wie hier am Berg ein Küchenjunge.  Deshalb arbeite ich lieber für Expeditionen und Trekkinggruppen.“ &lt;br /&gt;
Sitaram ist je zwei Monate im Frühling und im Herbst unterwegs. Das dabei verdiente Geld reicht aus, um seine Frau und seine zwölf, sieben und vier Jahre alten Töchter in Kathmandu zu versorgen. „Natürlich fehlt mir hier meine Familie, aber das Wiedersehen wird dann umso schöner“, sagt Sitaram.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Drei Küchenhilfen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Arbeitstag im Basislager beginnt zwischen drei und sechs Uhr früh, je nachdem, ob die Bergsteiger zu höher gelegenen Lagern aufbrechen oder nicht. Gegen neun Uhr abends schlüpft Sitaram in seinen Schlafsack. &lt;br /&gt;
Dazwischen liegen ein bis zwei Stunden Freizeit. „Für mich ist das keine harte Arbeit“, sagt Sitaram. Schließlich stünden ihm drei Küchenhelfer zur Seite. „Die holen bis zu 20 Mal am Tag Wasser von der Quelle, helfen mir beim Teekochen und auch beim Kleinschneiden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fortbildung bei französischem Koch&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für drei Wochen hat Sitaram Fleisch eingelagert. „Ich grabe ein tiefes Loch in den Schnee und stelle einfach die Tonne mit dem Fleisch hinein. Dann bleibt es auch frisch.“&lt;br /&gt;
Sitaram weiß ganz genau, was Bergsteiger essen müssen. „Die brauchen Kraft!“ Also gibt es häufig Fleisch, Nudeln, Gemüse und Kraftsuppen in immer neuen Variationen. Fast immer sind die Töpfe nachher leer. Sitaram trifft den Geschmack der Europäer. Kein Zufall, lässt sein Arbeitgeber, eine Agentur in Kathmandu, doch regelmäßig einen französischen Koch einfliegen, der die nepalesischen Kollegen weiterbildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Backen ohne Ofen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sitaram hat aber auch seine eigenen Rezepte. Wenn er im Basislager etwa Kuchen backt, verzichtet er auf den Ofen, den seine Agentur im Depot stehen hat. „Ich stelle einfach zwei Töpfe ineinander. Dann schmeckt der Kuchen viel besser!“ Jeder hier würde das unterschreiben. &lt;br /&gt;
Sitaram ist ein Koch, der ohne Sterne auskommt, aber dicht unter ihnen arbeitet. Ein Meister der „Haute Cuisine“, der 4850 Meter „hohen Küche“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Küchencrew: hinten links Ram Rai, rechts Hanu Shunuwak Rai, vorne links Sitaram Rai, rechts Waiba Tanang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5444.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Ein gallisches Dorf im Himalaya</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inmitten des großen Himalaya, zu Füßen des Achttausenders Manaslu, steht ein kleines gallisches Zeltdorf. Während rundherum stabiles Wetter vermeldet wird, schneit es in unserem Dorf fast ohne Unterbrechung. Die wackeren Bewohner verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit Schneeschaufeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt; Zeltstange gebrochen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Hadelix hat von allen den größten Schneewall um seine Behausung aufgetürmt. Frühmorgens, wenn die anderen noch im warmen Schlafsack liegen, schwingt Hadelix bereits die Schaufel. „Was wir im Winter nicht hatten, haben wir jetzt.“ Unter den Schneemassen ist eine Stange seines Zeltes zusammengebrochen, die jetzt geflickt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Graben wie Sisyphus“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Südtiroler Johannes Bachmannix wollte eigentlich am Manaslu bergsteigen. „Dass ich jeden Morgen das Zelt freischaufeln muss, habe ich nicht erwartet. Das ist ganz schön anstrengend.“ &lt;br /&gt;
Derweil wühlt sich auch Mark Linkefix fleißig durch die Schneemassen rund um sein Zelt. Er fühlt sich wie ein alter Grieche: „Wie Sisyphus! Kaum frei gegraben, schon schüttet es wieder rein.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schaufeln im Hochlager&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schaufeln sind knapp geworden. Jedes zweite Arbeitsgerät ist im gut 800 Meter höher gelegenen Dorflager 1 deponiert worden. Teilen ist also angesagt.&lt;br /&gt;
Die Bewohner des kleinen Dorfes im Himalaya sind hart im Nehmen. Auch ohne Zaubertrank sehen sie gelassen dem großen Schnee entgegen. „Der soll am Wochenende kommen“, sagt Oberschaufler Jürgen Hadelix, „also schaffen wir erst einmal Platz für den neuen Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Von wegen Beschäftigungstherapie&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mark Linkefix kann der ständigen Schneeschipperei sogar Positives abgewinnen: „Wenn man ehrlich ist, sind wir doch froh drum. Da haben wir wenigstens etwas zu tun. Ein bisschen Beschäftigungstherapie tut ja auch ganz gut.“ Der Theatermeister läuft Gefahr, gefesselt und geknebelt am Mast mit den Gebetsfähnchen zu enden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Erholung beim Frühstücksei&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5440.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Zurück aus Lager 1</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Sommer in Deutschland, Winter am Manaslu. Während daheim die Freibade-Saison eröffnet ist, könnten wir hier die Skilifte in Betrieb nehmen - so es sie gäbe. Seit Stunden schneit es unaufhörlich. Von Zeit zu Zeit müssen wir das Gemeinschaftszelt von den Schneemassen befreien.  Andernfalls droht es zusammenzubrechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vom Aufstieg begeistert&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bergsteiger sind von ihrem ersten Aufstieg zu Lager 1 auf 5680 Metern heile zurückgekehrt – nach gut sechs Stunden, vor dem großen Schnee. Fast scheint es so, als würden sich die Niederschläge auf unser kleines Basislager konzentrieren. „Oben lag gar nicht so viel Neuschnee“, sagte Richard nach seiner Rückkehr. &lt;br /&gt;
Alle waren begeistert. Endlich wieder am Berg unterwegs, neue Blicke, dem Gipfel ein paar hundert Höhenmeter mehr auf die Pelle gerückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Ich kam, sah und schnaufte.“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg hinauf nach Lager eins führte zunächst entlang, dann durch den Manaslu-Gletscher. Gegen Ende des Aufstiegs wartete ein Steilaufschwung.&lt;br /&gt;
„Ich kam, sah und schnaufte“, gestand Angelo ein. „Ich bin auf dem letzten Zacken angekommen.“ &lt;br /&gt;
Die Bergsteiger legten am Lagerplatz ein Materialdepot an und markierten die  Stelle. „Ich baue keine Zelte mehr auf, wenn wir nicht darin übernachten“, sagt Ralf. In den letzten Jahren hat er bei Expeditionen einige Zelte unter Schneemassen verloren – auch hier am Manaslu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Materialdepot in Lager 1&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Noch mehr Schnee?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die erste Tour hinauf nach Lager eins diente vor allem der weiteren Akklimatisierung. In zwei Tagen soll der nächste Aufstieg folgen. Dann werden die Bergsteiger auch erstmals auf 5680 Metern übernachten – wenn das Wetter mitspielt .  &lt;br /&gt;
Bis zum Wochenende sagen die Meteorologen für den Himalaya ruhiges Wetter mit wenig Niederschlägen voraus. Danach soll es feuchter werden. Noch feuchter! Die Schneeschaufeln werden wohl weiter die am häufigsten benutzten Geräte des Basislagers bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Sollten die Blog-Einträge in den nächsten Tagen nicht ganz so regelmäßig kommen, liegt es daran, dass wir mit dem Strom haushalten müssen. Wenn es schneit, lädt selbst die beste Solaranlage nicht.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5433.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Erste Erkundungstour nach Lager 1</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Basislager von oben&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Uhr früh und schon wieder schneit es im Basislager. Keine dicken Flocken, sondern Schneegriesel, die aussehen wie kleine Styroporkügelchen. Seit unserer Ankunft wiederholt sich dieses Wetterszenario täglich. Wir werden von Sonnenstrahlen geweckt. Doch nach dem Frühstück ziehen Wolken aus dem Tal herauf, die zum Teil ergiebigen Schneefall bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aufstieg mit Schneeschuhen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ralf, die elf Bergsteiger und zwei Sherpas sind heute früh um fünf Uhr erstmals Richtung Lager 1 auf 5600 Metern aufgebrochen. Sie wollen dort die Zelte deponieren, in denen sie beim nächsten Aufstieg übernachten werden. Am Nachmittag wollen sie zurückkehren. Die Tour dient der weiteren Akklimatisierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßig zieht sich die Spur vom Basislager weg Richtung Manaslu-Gletscher. Alle haben Schneeschuhe unter ihre normalen Bergschuhe geschnallt, um nicht bei jedem Schritt tief einzusinken. Im Abstand von etwa 50 Metern stecken Bambusstöcke mit Fähnchen im Schnee. Sie erleichtern bei Nebel oder Schneefall die Orientierung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zwei Österreicher am Manaslu&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Basislager hat Zuwachs bekommen. Zwei Österreicher haben ihre Zelte aufgeschlagen: Oliver König, 42 Jahre alt, Programmierer aus Baden bei Wien und Peter Mayer, 33 Jahre, aus Wien, der für einen Autozulieferer arbeitet. Die  beiden wollen den Manaslu ebenfalls über die Normalroute besteigen. Um die Kosten für das Permit, die Erlaubnis, den Berg zu besteigen, niedrig zu halten, haben sie sich in Ralfs Expedition eingekauft. Ein übliches Verfahren, vergibt die nepalesische Regierung doch nur Permits für Gruppen ab sieben Mitgliedern. König und Mayer sind ein eigenständiges Team – mit eigenem Material, eigenem Koch und Sherpa. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;links Oliver König, rechts Peter Mayer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu unserer Gruppe sind sie nach Sama getrekkt, begleitet von Olivers Ehefrau und einer Freundin. „Das Erlebnis kann uns keiner mehr nehmen“,  sagt Oliver. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Weil er in Nepal liegt!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Österreicher haben sich 2004 schon einmal an einem Achttausender versucht: dem Gasherbrum II in Pakistan. Auch damals kauften sie sich bei Ralfs Expedition ein. Den Gipfel erreichten sie nicht. Und warum jetzt der Manaslu? „Weil er zu den niedrigen Achttausendern gehört und weil er in Nepal liegt“, sagt Peter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5431.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Wellness im Basislager</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Morgens Sonne im Lager, ab Mittag Schneefall&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auf einer Himalaya-Karte BC steht, ist in der Regel „Basecamp“ gemeint. Es könnte aber auch für „&lt;b&gt;B&lt;/b&gt;etter &lt;b&gt;c&lt;/b&gt;lose your nose“ stehen. &lt;br /&gt;
Nach einer Woche ohne Dusche beginnt jeder zu muffeln, ohne Ausnahme. Ich gestehe: Ich bin nicht gerade jemand, der morgens aus dem warmen Schlafsack kriecht und pudelnackt zur Körperpflege in den reichlich gefallenen Schnee springt. Die anderen scheinen aus ähnlicher Seife geschnitzt zu sein. Ralf stellte jedenfalls gestern beim Betreten des Gemeinschaftszeltes fest: „Es riecht streng. Morgen ist Duschtag, für alle!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;„Schlecht für den Schutzmantel der Haut!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es regt sich kein Widerstand. Einzig Jürgen, unser unbestrittener Wasserexperte, gibt mit einem Augenzwinkern zu bedenken: „Mit einer Dusche zerstören wir doch den Säureschutzmantel der Haut.“ Der Mann weiß, wovon er redet. Schließlich ist er gelernter Wassermeister. „Aber wenn der Expeditionschef Duschen befiehlt, werden wir uns alle fügen!“&lt;br /&gt;
Der Zeitpunkt ist geschickt gewählt. Nach zwei Tagen Ruhe im Basislager, zwecks Akklimatisierung, wollen die Bergsteiger morgen zum Lager 1 auf 5600 Metern Höhe aufsteigen. Da wird sich eine neue Schweißschicht bilden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alphabetisch ins Duschzelt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schnell sind zwei Duschkabinen aufgebaut. Mannshohe Stehzelte, in deren Himmel wahlweise ein Eimer oder ein Sack gehängt wird. Sitaram hat alle Kocher voll zu tun, um ausreichend Warmwasser heranzuschaffen. &lt;br /&gt;
Der Dreck verschwindet alphabetisch. Helmar, mit Nachnamen Aßfalg wie A ist der erste in der Waschstraße, Angelo Vedani wie V der letzte. „Das klebrige Gefühl ist weg“, meint Helmar, als er zehn Minuten später, frisch gestriegelt und in sauberen Klamotten vor uns steht. Das Privileg der ersten Dusche hat er mit kalten Füßen bezahlt. Für die nächsten wird eine Fußmatte ins Duschzelt gelegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;No problem, einfach nur sauber&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Weile bin ich an der Reihe. Ich schlüpfe schnell aus den Kleidern und stehe, ganz Adam, unter dem prall gefüllten Wassersack.  Langsam drehe ich den Hahn auf und ein dünner Strahl angenehm warmen Wassers ergießt sich über die Mischung aus getrocknetem Schweiß und Dreck auf meiner Haut. Shampoo und Seife kommen zum Einsatz. Zu meinen Füßen bildet sich ein kleiner See, über dessen Farbe ich lieber schweige. Der Sack ist noch halb voll, der Dreck aber ganz weg. Jetzt kann ich das warme Wasser auf der Haut richtig genießen. Ein wohliges Gefühl macht sich breit, ich muss laut singen. „Any problem, Stefan-dai?“, ruft Sitaram von außen und lacht sich schief. „No problem!“ Ich bin einfach nur sauber und fühle mich auch so. Wellness pur im Basislager – wenn es bloß nicht dauernd schneien würde.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5430.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Ohne Puja ist Gott nicht glücklich</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
„Hallo, kommt alle zur Puja!“ Ralf ruft die Expeditionsmitglieder zu einer traditionellen Gebetszeremonie des tibetischen Buddhismus. Dafür ist Sangip Lama, ein Mönch aus dem Kloster von Sama, am Morgen ins Basislager aufgestiegen. Anderthalb Stunden  lang hat er im Küchenzelt Tsampa, geröstetes Gerstenmehl, mit Butter verknetet und daraus feine Skulpturen geformt. Sie symbolisieren buddhistische Gottheiten und den tibetischen Religionsstifter Padmasambhava. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Geweihte Ausrüstung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt stehen die Teigskulpturen auf einem kleinen Steinaltar oberhalb des Lagers. Die Bergsteiger haben ihre Klettergurte, Steigeisen und Eisgeräte neben den Altar gelegt. Zweige werden entzündet. Der Lama beginnt, auf einer Kunststoffmatte sitzend, mit der Zeremonie. Er läutet ein Glöckchen, murmelt Mantras.  Von Zeit zu Zeit schlägt er zwei kupferne Becken gegeneinander und trommelt im Takt seiner Gebete.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein Schluck Bier aus der Hand&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Eine Expedition kann nur erfolgreich verlaufen, wenn es vorher eine Puja gibt“ sagt Pasang. Der 29 Jahre alte Sherpa wird die Bergsteiger auf den Manaslu begleiten. „Ohne Puja ist Gott nicht glücklich.“ Während der Lama weiter seine Mantras betet, geht Pasang herum und gießt uns einen Schluck geweihtes Tschang,  Hirsebier, in die zur Schale geformten Hände. Wir trinken das Bier. Unser Koch Sitaram reicht dazu Gebäck. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Glücksbänder vom Dalai Lama&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt hängt uns Pasang noch einen roten und einen schwarzen Sungdi um den Hals, Bändchen mit Glücksknoten. Die schwarzen Sungdis, erklärt Pasang, habe der Dalai Lama im indischen Exil persönlich geweiht. &lt;br /&gt;
Auf das Kommando des Lama werfen wir Reis und Mehl ins Feuer. Die Puja ist beendet. Gott ist hoffentlich glücklich.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5427.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Shit happens</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Aufstieg rechts hinter dem Felsen, Abstieg links&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine neue Variante des Wegs zum Manaslu-Basislager, und sie hat auch schon einen Namen: „Shit happens!“, frei übersetzt „Es kann nicht alles glatt gehen.“ Am Morgen unseres Aufbruchs hatte uns Ralf noch versichert: „Nein, ihr könnt euch nicht verlaufen. Es gibt nur einen Pfad, leicht zu erkennen.“&lt;br /&gt;
Und so machten sich die ersten acht Expeditionsmitglieder auf den Weg, während die anderen noch verfolgten, wie die 120 Trägerinnen und Träger die Lasten untereinander verteilten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gleiches Recht für alle&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Tag zuvor hatte es in Sama eine Dorfversammlung gegeben. Ursprünglich war geplant gewesen, neben dem Lohn 60 Paar Schuhe an die Träger zu verteilen. Sie sollten je zwei Mal aufsteigen. Da wir in diesem Frühjahr aber die einzige Expedition am Manaslu sind, entschieden die Bewohner Samas, dass 120 Träger in den Genuss der Bezahlung kommen, und nicht 60 das Doppelte kassieren sollten. 1300 Rupies pro 30 Kilogramm Last waren ausgelobt, umgerechnet rund 12 Euro, vier Mal so viel wie der Trägerlohn im Tal. Bei der Dorfversammlung wurde auch beschlossen, dass die versprochenen Schuhe erst einmal im Depot bleiben sollten, damit es unter den Familien keinen Streit gebe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verschenkte Höhenmeter&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In kurzen Abständen machen sich also Hiro, Josef, Angelo, Peter, Helmar, Rolf, Joachim und ich auf den Weg Richtung Basislager. Wir folgen dem Yak-Pfad, dem einzig möglichen, dem leicht zu erkennenden, nicht zu verfehlenden. Auf 4360 Metern Höhe treffen wir acht uns auf einem Sattel wieder. Hier endet die Spur, aber 150 Meter tiefer sehen wir die ersten Träger einer langen Karawane, die bergauf steigt. Verdammt, wir haben uns verstiegen! Es gibt keine Alternative: wir müssen hinunter, quer durch die dichten Sträucher am Hang. 150 verschenkte Höhenmeter. Shit happens! Ralf meint später, wir sollten den Umweg ganz einfach als zusätzliches Training verbuchen. Na, dann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Puls von 175&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwanzig Minuten später reihen wir uns in die Karawane ein - auf dem richtigen Weg. Er führt an der rechten Seite des Manaslu-Gletschers nach oben. Ich bewundere die Fitness und Geschicklichkeit der Einheimischen, die in knöchelhohen, alten Turnschuhen ihre schweren Lasten selbst über die steilsten Stellen sicher hinwegbringen. Derweil steigt mein Puls bei wesentlich weniger Gewicht im Rucksack auf Spitzenwerte von 175 Schlägen. Zeitweise glaube ich, mein Herz im Ohr pochen zu hören. Und ich fühle mich um mindestens fünf Jahre älter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schneefall im Basislager&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch irgendwann, nach einem endlos erscheinenden Moränengrat erreiche auch ich – als einer der letzten - den schneebedeckten Platz auf 4850 Meter Höhe, an dem unser Basislager stehen soll. Als die Träger entlohnt und abgezogen sind, beginnen wir, die Stellen für unsere Zelte zu planieren. Gerade will ich mein Zelt aufbauen, da beginnt es heftig zu schneien. Shit happens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Inzwischen wurde die Route „Shit happens“ zum zweiten Mal begangen: Johannes, der wegen einer Erkältung mit eintägiger Verspätung aufstieg, wählte ebenfalls den falschen Weg. &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5420.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>In der Dorfschule von Sama</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
“Namaste, Namaste!“ schallt es mir entgegen. Zum Willkommensgruß falten die Kinder die Hände wie zum Gebet. 30 Mädchen und Jungen im Alter zwischen fünf und 14 Jahren werden hier unterrichtet.  Der Schultag beginnt früh um sechs Uhr und endet abends um 19 Uhr. Die Kinder essen und schlafen in der Schule. Auf dem Stundenplan stehen tibetischer Buddhismus und die eher klassischen Fächer: Lesen, Schreiben, Rechnen, Nepali und auch Englisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Übungshefte fehlen&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die normalen Bücher werden von der Regierung zur Verfügung gestellt“, sagt Tsering. Der 21- Jährige ist einer von zwei Lehrern der Dorfschule. „Probleme gibt es nur wenn wir andere Unterrichtsmaterialien wie etwa Übungshefte brauchen.“ Dann ist die Schule auf Spenden von Trekkingtouristen und Bergsteigern angewiesen, die Sama besuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Einer von hundert wird Mönch&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Besuch der Dorfschule kostet so gut wie nichts. Eine weiterführende Schule ist für die meisten Familien allerdings zu teuer. Daher bleibt die Dorfschule fast immer für die Kinder die einzige Bildung in ihrem Leben. „Es sei denn, der Schüler wird Mönch“, sagt Tsering. Im Schnitt gehe ein Schüler von hundert ins Kloster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Dunkler Klassenraum&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Tafel steht im Klassenraum, dahinter zwei Tische und Bänke. Der Raum ist so dunkel ist, dass ich aus drei Metern Entfernung kaum noch die Schrift auf der Tafel lesen kann. Schlecht für die Augen, die bei einigen Kindern ohnehin schon fast zugeschwollen sind – Folge der in den Häusern und Hütten üblichen offenen Feuerstellen. &lt;br /&gt;
Bald soll eine neue Schule gebaut werden. Die Steine liegen schon aufgeschichtet an der geplanten Stelle zwischen dem Dorf und dem Kloster. Der japanische Bergsteigerverein finanziert das Projekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein Jongleur als Attraktion&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Schulhof beginnt Richard mit drei Steinen zu jonglieren. Schnell bilden die Kinder einen Kreis um ihn und bestaunen seine Kunststücke. Es dauert nicht lange, bis sich die ersten Schüler kleine Steine nehmen, um kichernd Richard nachzueifern. Die Vorstellung endet jedoch schlagartig, als das Signal zum Mittagessen ertönt. Genug Kleinkunst, der Magen knurrt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S. Wir steigen am Samstag auf 4800 Meter Höhe und bauen dort unser Basislager auf. Den nächsten Bericht gibt es deshalb erst am Sonntag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5415.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Ein Tag zum Akklimatisieren</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Der Manaslu ist ein Frühaufsteher. Um 5.30 Uhr zeigt er sich erstmals in seiner ganzen Pracht. Wenig später lecken die ersten Sonnenstrahlen an seinem 8163 Meter hohen Gipfel. Glücklicherweise ist mein Zelt so aufgebaut, dass ich im Schlafsack liegen bleiben kann und nur den Ausguck zu öffnen brauche, um den majestätischen Anblick zu genießen. Zur Frühstückszeit um sieben Uhr ist die Audienz beendet, der Manaslu versteckt sich wieder hinter den Wolken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Gemeinsames Frühstück&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Zelte stehen auf einem idyllischen Plateau, 3585 Meter hoch, oberhalb des Dorfes Sama. Im Hintergrund rauscht ein Bach, für Wasser ist also gesorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Große Höhe-dicker Kopf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir lassen es langsam angehen. Der Sprung um rund 2000 Höhenmeter im Vergleich zu Kathmandu fordert seinen Tribut. In meinem Kopf nistete sich vorübergehend ein ungebetenes Heinzelmännchen ein, dass ständig mit seinem Hammer gegen meine Schädeldecke klopfte. Erst nach Stunden hatte es sich müde gehämmert und ließ mich ruhig schlafen. &lt;br /&gt;
Alle wissen, dass die Zeit für sportliche Höchstleistungen noch nicht gekommen ist. Richard hat sich vor zwei Jahren schon einmal vergeblich am Manaslu versucht. Er gesteht, dass es ihn bereits juckt, wenn er bergauf blickt: „Die Verhältnisse sind bedeutend besser als damals. Aber ich bin schon lange genug dabei, um zu wissen, dass jetzt erst einmal Akklimatisieren angesagt ist.“&lt;br /&gt;
Für Richard ist es bereits die achte Expedition.&lt;br /&gt;
Auch Rolf macht die Höhe noch zu schaffen. „Ich bin ein bisschen kurzatmig, alles geht etwas langsamer.“ Rolf  kann es kaum noch erwarten, ins 4800 Meter hohe Basislager aufzusteigen. „Ich bin schon ganz kribbelig.“.&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Zur Ruhe kommen wir bei einem Besuch in der Pemachheling Gompa, dem kleinen Kloster oberhalb des Dorfes Sama. Die Mönche unterbrechen ihre Gebete, um uns willkommen zu heißen. Ralf überreicht eine Spende für das Kloster. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rote Bändchen mit Glücksknoten&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mönche segnen die Gebetsfahnen, die bald in unserem Basislager wehen werden. Außerdem wird jedem von uns ein „Sungdi“ um den Hals gelegt, ein kleines rotes Bändchen mit einem Glücksknoten. Dieses Glück werden wir brauchen, am Manaslu, dem Berg der Seele.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5412.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Mit dem Hubschrauber zum Manaslu</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ist es fast schade, dass ich die Flugangst, die mich früher quälte, überwunden habe. Hier an Bord des russischen Militärhubschraubers, könnte ich sie hemmungslos ausleben, könnte winseln, selbst schreien, ohne dass mein Nachbar es hören würde. Der Lärm, den der Helikopter mit seinen langen Rotorblättern und dem starken Motor macht, ist ohrenbetäubend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie Sardinen in der Dose&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Sardinen in der Dose drängeln wir uns zu siebt auf einer Metallbank an der Seite des Laderaums. Unmittelbar vor unseren Knien türmt sich das Expeditionsgepäck: prall gefüllte Tonnen, Taschen, Säcke. &lt;br /&gt;
Die russischen Piloten sind abgebrüht. Während sie ihren Riesen-Heli fliegen, rauchen sie Zigaretten – trotz der überall angebrachten Schilder „No Smoking“, trotz des Kerosingestanks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sichere Landung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir bleiben von Turbulenzen verschont. 40 Minuten nach dem Start in Kathmandu verengt sich allmählich das Tal, durch das wir fliegen. Die Felswände auf der einen, die Bäume auf der anderen Seite scheinen zum Greifen nahe. Leicht wackelnd legt sich der Hubschrauber in die Kurve, dann setzt er am Landeplatz auf: 3585 Meter hoch, zu Füßen des Manaslu. &lt;br /&gt;
Unser Koch Sitaram und weitere Helfer eilen herbei. Wir beginnen, den Helikopter zu entladen.Die russischen Piloten rauchen derweil ihre nächsten Zigaretten. Wenig später entschwebt der Hubschrauber, zurück nach Kathmandu, um die restlichen sechs Expeditionsmitglieder abzuholen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Einheimische zapfen Kerosin ab&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Stunden später: Wolken haben sich ins Tal geschoben. Ralf wird langsam nervös. Gerade als er sein Satellitentelefon auspackt, um sich in Kathmandu nach dem Verbleib der zweiten Gruppe zu erkundigen, hören wir erst das vertraute Geknatter. Dann erblicken wir den Hubschrauber, der erneut sicher aufsetzt. Das Expeditionsteam ist wieder vereint. &lt;br /&gt;
Während wir das Gepäck entladen, zapfen sich einige Einheimische aus dem Dorf Sama Kerosin aus den Tanks des Hubschraubers ab. Die Piloten stehen lächelnd daneben - und rauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5405.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Auf Wiedersehen, Kathmandu!</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Stupa von Bouddhanath&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Los hat entschieden. Beim gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant im Touristenviertel Thamel zogen wir aus einem Plastikbecher Papierzettelchen, auf denen sieben Mal die Eins und sechs Mal die Zwei stand. Wer die Eins erwischte, sitzt morgen um sieben Uhr früh im ersten Helikopter, der Richtung Sama zu Füßen des Manaslu fliegt. Die Zweier folgen eine Stunde später. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Russische Militärhubschrauber aus dem Afghanistan-Krieg&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Fluggeräten handelt es sich nicht um Helikopter, wie man sie vielleicht von Rundflügen in den Alpen kennt, sondern um große russische Militärhubschrauber vom Typ MI 17, die einst im Afghanistankrieg eingesetzt wurden. Auch die Piloten sind Russen. „Garantiert nicht besoffen“, verspricht Ralf, unser Expeditionsleiter. Na dann kann ja nichts schief gehen. &lt;br /&gt;
Mit uns fliegen knapp vier Tonnen Gepäck: Zelte, Schlafmatten, Küchenmaterial, Lebensmittel, Bergsteiger-Ausrüstung, 80 Paar Trekkingschuhe für die Träger und, und, und… Eine Expedition ist eben kein Mittagsspaziergang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Macht euch keine Sorgen!&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen ängstlichen Lesern sei gesagt: Sollte sich jetzt ein kleines zeitliches Loch zum nächsten Bericht ergeben, liegt es aller Wahrscheinlichkeit nach an technischen Schwierigkeiten mit der Satellitenverbindung und nicht daran, dass die Hubschrauber zur unfreiwilligen Landung angesetzt haben. &lt;br /&gt;
Immer noch beunruhigt? Grundlos: Erstens habe ich heute an der Stupa von Bouddhanath, in der angeblich Asche von Buddha liegt, ein paar Butterlampen entzündet. Und zweitens, wie gesagt: die Piloten sind nüchtern. Darauf könnt ihr einen trinken! &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5404.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Besuch bei Mahesh</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Maheshs Familie (links eine Cousine seiner Frau)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Tag zur freien Verfügung in Kathmandu, Zeit, einen guten Freund zu besuchen. Mahesh Budha arbeitet für eine hiesige Trekking-Agentur. 2003 war ich mit ihm gemeinsam im Himalaya wandern. Seitdem ist der Tourismus in Nepal wegen des Bürgerkriegs zwischen Militär und maoistischen Rebellen fast komplett zusammengebrochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Drei Wochen Arbeit im Jahr&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mahesh fand kaum noch Arbeit. „Pro Jahr führte ich im Durchschnitt zwei Trekking-Gruppen. Von diesen drei Wochen Arbeit mussten wir überleben.“ Das Geld reichte vorne und hinten nicht, um seine Frau und seine drei kleine Kinder zu ernähren. Mahesh musste Geld leihen. Jetzt kratzt er die Zinsen zusammen. &lt;br /&gt;
Zur Zeit hat der 31-Jährige einen regelmäßigen Job. 5000 Rupies verdient Mahesh im Monat, umgerechnet rund 45 Euro. Allein 3000 Rupies gehen für die Miete drauf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Immer kleinere Wohnung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle fünf bis sechs Monate musste die Familie in immer kleinere, weil billigere Wohnungen umziehen. Ein kleines Zimmer für die Eltern, eines für die Kinder, eine Mini-Küche und eine Toilette - Maheshs Familie lebt räumlich und finanziell auf kleinstem Fuß. Eigentlich kann es nur aufwärts gehen. Vor allem, da jetzt doch wieder deutlich mehr Urlauber nach Nepal kommen. „Das ist wirklich ein gutes Zeichen“, sagt Mahesh. Aber das zarte Pflänzchen könne schnell zertrampelt werden. „Wenn sich die politische Lage verschlechtert, bleiben die Touristen wieder zu Hause.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Wir brauchen Frieden!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mahesh misstraut der Ruhe. „Ich glaube noch nicht daran, dass die für kommenden Sommer geplanten Wahlen auch wirklich zustande kommen. Eine fremde Macht hinter dem Vorhang will das verhindern“, sagt Mahesh und lässt offen, ob er damit China oder Indien meint. – Mein Freund träumt von besseren Zeiten: für sich, für seine Familie, für ganz Nepal. Aber das, so Mahesh, gehe nur unter einer Voraussetzung: „Frieden!“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5402.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Die Expedition beginnt</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Namaste! Herzlich willkommen in Kathmandu. Mister Rai hängt jedem von uns   einen geflochtenen Blumenkranz um den Hals. Das satte Orange und der Duft der frischen Tagetes weckt in uns die Lebensgeister, die noch sanft vor sich hinschlummerten. Schließlich haben sich einige von uns vor 28 Stunden auf den Weg gemacht - das schlaucht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;“Gurung, Gurung, bitte melden!“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Frankfurt und München kommend treffen wir uns auf dem Flughafen Doha. Der Aufenthalt im Scheichtum Katar gerät dann doch einige Stunden länger als geplant. Zunächst fehlen vier Passagiere, deren Koffer bereits in die Maschine nach Kathmandu verladen sind. „Wenn P. Gurung, B. Gurung … im Flugzeug sitzen, mögen sie sich bitte beim Bordpersonal melden“, tönt es aus den scheppernden Lautsprechern. Wie überhaupt alles in diesem Flugzeug zu scheppern scheint. Die Ladeklappe schließt sich mit einem Geräusch, das mich an das Zusammenklappen unseres uralten Werkzeugkastens daheim erinnert. „Da wird gerade unser Gepäck gepresst“, witzelt Richard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Scheppernde Rückkehr&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne die Gurungs und ihre Koffer starten wir schließlich mit einstündiger Verspätung aus Doha – aber nur, um eine halbe Stunde später zu erfahren, dass wir „wegen technischer Probleme“ zurückkehren müssen. Kurz vor der Landung werden scheppernd (was sonst) die Fahrwerke ausgefahren – gesund klingt anders! Ich erwische mich bei dem Gedanken, dass die Gurungs vielleicht doch die richtige Entscheidung getroffen haben. &lt;br /&gt;
Nach butterweicher Landung müssen wir die Maschine verlassen, die mittlerweile von fünf Technikfahrzeugen und einem Polizeiauto eingekreist ist. Es wird mir verboten, das ganze Szenario zu fotografieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Mütze Schlaf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer weiteren Stunde im Terminal von Doha, in der wir vergeblich versuchen, eine bequeme Schlafstellung zu finden, besteigen wir ein anderes Flugzeug – das, oh Wunder, nicht scheppert. Jetzt endlich können wir Schlafmützen eine richtige Mütze Schlaf nehmen. &lt;br /&gt;
Kurz vor Kathmandu der erste Blick auf die Gipfel des Himalaya, die über die Wolkendecke hinausragen: das Dach der Welt, zum Greifen nah, wenn auch ein bisschen diesig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alle und alles wohlbehalten am Ziel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Flughafen der nepalesischen Hauptstadt empfängt uns Expeditionsleiter Ralf, der sich schon seit über zwei Wochen in Nepal aufhält. Während wir auf unsere Visa gewartet haben, hat er bereits das gesamte Gepäck zusammengesucht. Und oh Wunder: Alle Taschen, Tonnen und Säcke sind wohlbehalten eingetroffen. Namaste Kathmandu! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5395.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Höhentraining im Flachland</title>
    		<description>Als Flachlandtiroler habe ich ein Problem. Wie soll ich bloß den Ratschlag zur Vorbereitung auf die Manaslu-Expedition umzusetzen? „Wir empfehlen dringend, die vor der Abreise liegenden Wochenenden zu Akklimatisations-Skitouren in den Alpen zu nutzen“, heißt es in meinen Unterlagen. Die Alpen sind weit, das Rheinland ist bestenfalls hügelig, und Schnee war in diesem Pseudowinter ohnehin ein Fremdwort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Pfuschen mit Anleitung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hilft nur pfuschen – unter wissenschaftlicher Anleitung: Das Kölner Institut „&lt;a href=&quot;http://www.hoehenbalance.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Höhenbalance&lt;/a&gt;“ bietet Vorbereitungskurse für Trekking-Touren und Expeditionen in große Höhen. Das langfristige Programm mit 20 Einheiten zur Vorakklimatisation kostet 299 Euro, die Expressversion, fünf Mal in einer Woche, 199 Euro. Das Zauberwort heißt Hypoxie, übersetzt Sauerstoffmangel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wenig Sauerstoff, viel Wirkung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Körper wird vorgegaukelt, er befinde sich in großer Höhe. Und das funktioniert so: Mittels Atemmaske oder in einer isolierten Kammer wird Luft mit einem reduzierten Sauerstoffanteil zugeführt. &lt;br /&gt;
In der Natur ist dieser Anteil in der Atemluft mit rund 21 Prozent zwar konstant. Mit zunehmender Höhe sinkt aber der Druck, mit dem der Sauerstoff in die Lungen gepresst wird. Auf 5000 Metern Höhe ist er nur noch halb so hoch wie am Meer. &lt;br /&gt;
Der Effekt ist also der gleiche wie beim Training mit der Hypoxie-Maske: der Körper muss mit weniger Sauerstoff auskommen – und reagiert: zunächst mit schnellerer Atmung, später mit der Produktion zusätzlicher roter Blutkörperchen.  &lt;br /&gt;
Jan Ullrich, inzwischen gefallener Radsport-Star, hat eine Hypoxie-Kammer im Keller. Und auch andere Leistungssportler wie die Judo-Nationalmannschaft vertrauen auf das Training mit sauerstoffarmer Atemluft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Großglockner in Köln&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist natürliches Doping“, sagt Sportwissenschaftler Harry Mutschler, bevor er mir die Atemmaske aufzieht und mich auf das Laufband schickt. Während des Versuchs kontrolliert er per Brustgurt meine Herzfrequenz und mit einem sogenannten Pulsoxymeter die Sauerstoffsättigung im Blut. Das Laufband simuliert eine Steigung von 20 Prozent bei gemütlichem Gehtempo. &lt;br /&gt;
Zunächst habe ich mehr mit der ungewohnten Maske, als mit der Anstrengung zu kämpfen. Doch ab einer simulierten Höhe von etwa 2000 Metern merke ich, dass ich kurzatmiger werde. Gierig ziehe ich bald die Luft durch den Mund ein, statt durch die Nase. Und spüre, wie sich die ersten Schweißperlen bilden. Als Harry Mutschler bei einer angenommenen Höhe von 3800 Metern das Laufband stoppt, ist die Maske beschlagen und mein T-Shirt verschwitzt. Immerhin, den Großglockner habe ich schon einmal bestiegen, und das mitten in Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alarm in der Klinik&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich, befreit von der Maske, wieder zu Atem gekommen bin, will ich von Mutschler natürlich wissen, ob ich höhentauglich bin. Seine Antwort lässt mich erst einmal zusammenzucken: „Die Sauerstoffsättigung ist gegen Ende bis auf ein Niveau gesunken, bei dem in einer Klinik die Alarmglocken schrillen und die Schwestern Sauerstoff geben würden.“. &lt;br /&gt;
Doch das sei ganz normal und sogar beabsichtigt, beruhigt Mutschler mich. „Der Körper soll ja gereizt werden, um darauf zu reagieren.“ Entscheidend sei, wie schnell sich Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz wieder normalisierten „und das war bei ihnen sehr gut“. Der Flachlandtiroler darf also hoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5328.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Der Expeditionsleiter: Ralf Dujmovits</title>
    		<description>Die Todesrate bei Extrembergstei- gern, die Jahr für Jahr auf Expedition gehen, ist sehr hoch: „Zwischen 50 und 80 Prozent“, schätzt etwa der Schweizer Arzt und Bergsteiger Oswald Oelz. &lt;br /&gt;
Ralf Dujmovits ist der lebende Beweis dafür, dass Statistiken Ausnahmen zulassen. Über 40 Expeditionen im Himalaya und Karakorum hat der 45-Jährige hinter sich und überlebt. „Ich habe nicht den Glauben, unverletzlich zu sein“, sagt Dujmovits. „Nach wie vor verspüre ich eine gewisse Angst, die mir immer sehr deutlich sagt, wann ich an der Grenze unterwegs und wann ich auf der sicheren Seite bin.“ &lt;br /&gt;
Dujmovits hat einen Sohn und eine Tochter. Kurz vor der Expedition zum Manaslu heiratete er Gerlinde Kaltenbrunner, die mit neun Achttausendern erfolgreichste Extrembergsteigerin der Welt. Mit Gerlinde und seinem Sohn Joshua lebt Dujmovits in Bühlertal im Schwarzwald – wenn er nicht gerade wieder unterwegs ist. &lt;br /&gt;
Seit 17 Jahren veranstaltet der Bergführer mit seinem Unternehmen &lt;a href=&quot;http://www.amical.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Amical alpin&lt;/a&gt; Expeditionen und Trekkingreisen in fünf Kontinente und bietet Ausbildungskurse in den Alpen an. Auf den Gipfeln von elf der 14 Achttausender hat Dumovits bereits gestanden. Damit ist er der erfolgreichste deutsche Höhenbergsteiger. &lt;br /&gt;
Der Manaslu fehlt noch in seiner Sammlung. 2002 kehrte er kurz vor dem Gipfel um und brachte eine höhenkranke Bergsteigerin seines Teams sicher ins Tal. „Ich bin so weit Bergführer-Profi, dass ich mein persönliches Ziel beiseite schieben kann. Ich würde mich diesmal genauso verhalten“, sagt Ralf Dujmovits. Es sei wichtig, den Gipfel zu erreichen, „vorrangig geht es aber darum, dass alle wieder gesund herunterkommen“.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5305.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Der Expeditionsarzt: Peter Fessler</title>
    		<description>geboren am: 21.2.1961&lt;br /&gt;
Familienstand: ledig&lt;br /&gt;
lebt in: Linz in Österreich&lt;br /&gt;
arbeitet als: Arzt &lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 8600 m am Mount Everest (Tibet/Nepal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Ich erhoffe mir bei der Expedition vor allem Gesundheit und gutes Wetter.“ &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5304.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Helmar Aßfalg</title>
    		<description>geboren am: 17.5.1960&lt;br /&gt;
Familienstand:  verheiratet, zwei Kinder&lt;br /&gt;
lebt in: Vogt in Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
arbeitet als: Ingenieur &lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 6543 m, Shivling (Indien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Für mich ist das die Erfüllung eines Jugendtraums. Ich hoffe, dass ich hoch komme und gesund wieder herunter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5218.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Johannes Bachmann</title>
    		<description>geboren am: 29.12.1982&lt;br /&gt;
Familienstand: ledig&lt;br /&gt;
lebt in: Antholz in Südtirol&lt;br /&gt;
arbeitet als: Elektrotechniker und Holzbildhauer &lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 6230 m, Cerro La Mesa (Argentinien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Ich erwarte, dass wir alle gut zusammenarbeiten, uns gegenseitig motivieren und gemeinsam unser Ziel erreichen. Mein Motto: Habe niemals Angst vor dem Berg, sondern viel Respekt!“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5217.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Josef Bachmann</title>
    		<description>geboren am: 7.11.1954&lt;br /&gt;
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder&lt;br /&gt;
lebt in: Antholz in Südtirol&lt;br /&gt;
arbeitet als: Holzbildhauer&lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 6768 m, Huascarán (Peru)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Ich erwarte ein neues Bergabenteuer in einem unbekannten Land. Wenn der Berg es zulässt, möchte ich mit meinem Sohn ganz oben stehen.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5216.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Rolf Eberhard</title>
    		<description>geboren am: 13.9.1960&lt;br /&gt;
Familienstand: verheiratet, ein Kind&lt;br /&gt;
lebt in: Raubling in Bayern&lt;br /&gt;
arbeitet als: Marketing-Manager &lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 8201 m, Cho Oyu (Tibet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Ich hoffe, dass wir wettermäßig viel Glück haben, dass sich die Gruppe als Gruppe zeigt und es ein positives, freudiges Ereignis wird.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5215.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Jürgen Hadel</title>
    		<description>geboren am: 13.1.1960&lt;br /&gt;
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder&lt;br /&gt;
lebt in: Falkenstein in Sachsen&lt;br /&gt;
arbeitet als: PR-Manager&lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 8201 m, Cho Oyu (Tibet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Ich freue mich, wieder an so einem hohen Berg sein zu können. Es ist das Sahnehäubchen auf einer guten Tasse Kaffee, den Gipfel zu erreichen.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5214.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Joachim Herrmann</title>
    		<description>geboren am: 25.3.1953&lt;br /&gt;
Familienstand:  verheiratet&lt;br /&gt;
lebt in: Rückholz im Allgäu&lt;br /&gt;
arbeitet als: Firmenberater bei HDI&lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 7546 m, Muztagh Ata (China) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Das wäre für mich als Hobbybergsteiger die Erfüllung eines Riesentraums. Wenn es nicht klappt, geht für mich die Welt nicht unter.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5213.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Marc Linke</title>
    		<description>geboren am: 30.11.55&lt;br /&gt;
Familienstand: geschieden, vier Kinder&lt;br /&gt;
lebt in: Zürich&lt;br /&gt;
arbeitet als: Theatermeister&lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 6600 m an der Ama Dablam (Nepal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Natürlich ist der Gipfel ein Stück weit wichtig, aber ich könnte auch wieder kehrtmachen, wenn es nicht gehen sollte.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5212.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Richard Stihler</title>
    		<description>geboren am: 3.7.1968&lt;br /&gt;
Familienstand: liiert, ein Kind&lt;br /&gt;
lebt in: Lahr in Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
arbeitet als: Architekt &lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 8201m, Cho Oyu (Tibet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Hoch und gesund wieder runter. Ich bin schon einmal dran gescheitert und bin damit klargekommen. Ich würde auch ein zweites Mal damit klarkommen.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5211.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Hirotaka Takeuchi</title>
    		<description>geboren am: 8.6.1971&lt;br /&gt;
Familienstand:  verheiratet, ein Kind&lt;br /&gt;
lebt in: Tokio, Japan&lt;br /&gt;
arbeitet als: Sportartikel-Verkäufer &lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 8850 m, Mount Everest (Tibet/Nepal)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Die Geschichte des Manaslu als &lt;a href=&quot;http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5095.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;japanischer Berg&lt;/a&gt; interessiert mich nicht. Ich hoffe auf ein aufregendes Kletter-Erlebnis mit neuen Freunden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://weblog.hochi.co.jp/takeuchi&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hiros Blog (japanisch)&lt;/a&gt;</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5210.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Das Team: Angelo Vedani</title>
    		<description>geboren am: 30.1.1952&lt;br /&gt;
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder&lt;br /&gt;
lebt in: Basel&lt;br /&gt;
arbeitet als: Biophysiker&lt;br /&gt;
höchster bisher erreichter Punkt: 8201 m, Cho Oyu (Tibet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Manaslu? „Ich bin jetzt 55 Jahre alt, seit über 30 Jahren unterwegs, zwei Mal an einem Achttausender erfolgreich. Dass wäre ein schöner Abschluss.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5209.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Der Reporter: Stefan Nestler</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Das Meer sah ich  im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal. Bis dahin hatten alle Familien-Urlaube in die Alpen geführt. Vielleicht rührt daher meine besondere Beziehung zu den Bergen. Nach einem traumatischen Erlebnis in der Jugend hatte ich viele Jahre lang extreme Höhenangst. Als inzwischen 44-Jähriger habe ich sie so weit im Griff, dass ich Gipfel wieder auf zwei Beinen statt auf allen Vieren besteigen kann. Dennoch würde ich mich eher als ambitionierten Bergwanderer, denn als Bergsteiger bezeichnen.  &lt;br /&gt;
Als Journalist bei der Deutschen Welle beschäftige ich mich seit mehreren Jahren mit dem Bergsport. Das „Jahr der Berge“ 2002 öffnete mir das Tor zum Himalaya. Ich machte eine Reportage-Trekkingreise nach Nepal zum Basislager des Mount Everest. Seitdem bin ich vom Virus der höchsten Berge befallen. 2003 berichtete ich aus Kathmandu über die Feiern zum 50 Jahr-Jubiläum der Everest-Erstbesteigung. Ein Jahr später folgte eine Reportage-Trekkingreise zum Basislager am K 2, dem zweithöchsten Berg der Erde, einem meiner persönlichen Traumberge.&lt;br /&gt;
2005 war ich dann mit den Bergsteigern Ralf Dujmovits, Gerlinde Kaltenbrunner und Hirotaka Takeuchi in Tibet unterwegs. Aus dem Basislager zu Füßen der Nordwand des &lt;a href=&quot;http://everest-blog.dw-world.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mount Everest&lt;/a&gt; berichtete ich täglich für DW-Radio und DW-Online über die Expedition. Bei dieser Gelegenheit stellte ich meinen persönlichen Höhenrekord auf: 5800 Meter.&lt;br /&gt;
In den Urlauben mit meiner Frau und unseren fünf Kindern bevorzuge ich zum Wandern und Skifahren die im Vergleich zum Himalaya einige tausend Meter niedrigeren Berge der Alpen.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5207.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Die ersten Deutschen auf dem Manaslu</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Auch im Frühjahr 1973 zeigt der Manaslu seine Krallen. „Der Vormonsun hatte es wirklich in sich. Wir hatten innerhalb von vier Wochen fast fünf Meter Neuschnee“, erinnert sich Sigi Hupfauer. &lt;br /&gt;
Gerhard Schmatz, ein Notar aus Neu-Ulm, hat die Expedition organisiert. Sigi Hupfauer, der ebenfalls nahe Ulm lebt, gehört zum achtköpfigen Team, das auf der Route der japanischen Erstbesteiger über die Nordostflanke des Bergs den 8163 Meter hohen Gipfel erreichen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Erfrierungen nach Schneesturm&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ein erster Versuch von drei Teammitgliedern am 15. April scheitert. Hupfauer und Schmatz beobachten aus ihrem Zelt in 5600 Metern Höhe, wie die Seilschaft in einen Wettersturz gerät. Mit Mühe und Not entkommen die Bergsteiger dem Schneesturm, der Preis sind mehr oder weniger schwere Erfrierungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie Sardinen in der Dose&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun steigen Hupfauer und Schmatz mit dem Sherpa Urkien Tshering auf. Am 21. April erreichen sie das letzte Lager auf 7500 Metern. Der Sturm hat nur ein kleines Zweimann-Zelt verschont. In ihm verbringen die drei Bergsteiger, wie Ölsardinen in der Dose liegend, eine stürmische und eiskalte Nacht. An Schlaf ist nicht zu denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;„So viele starben hier“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Morgen des 22. April, Ostersonntag: Das Wetter beruhigt sich ein wenig. Schmatz und Urkien wollen dennoch umdrehen. Der Sherpa hat Angst: „So viele Menschen sind hier schon gestorben.“ Doch Sigi Hupfauer überredet die beiden, einen Gipfelversuch zu wagen: „Ich war damals eben ein Heißsporn. Und wir hatten doch so viel Geld und Energie in das Projekt gestickt!“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tränen der Freude&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hupfauer und Schmatz werfen ihre Sauerstoff-Flaschen nach wenigen Metern in den Schnee, weil sie keine Luft bekommen. Die Ventile sind zugefroren. &lt;br /&gt;
Gegen 15 Uhr erreichen die drei Bergsteiger den höchsten Punkt. „Ich war richtig glücklich. Gerhard hat mich umarmt und vor Freude geheult“, erzählt Sigi Hupfauer. Sie sind die ersten Deutschen auf dem Gipfel des Manaslu, für beide ist es der erste Erfolg an einem Achttausender. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Abstieg im Gewitter&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel Zeit zum Genießen bleibt ihnen nicht. Der Himmel hat sich wieder zugezogen. Während des Abstiegs geraten die drei Bergsteiger in ein schweres Gewitter. Donner kracht, Blitze zucken. „Ich konnte in dem eisigen Gelände nicht mal meinen Pickel wegwerfen“, sagt Hupfauer, „wir sind um unser Leben gerannt. Ich habe gebetet, dass nichts passiert. Wir haben Glück gehabt.“  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und später ...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Schmatz erreichte später als erster Deutscher die sogenannten „Seven Summits“, die höchsten Gipfel aller Kontinente, inklusive Antarktis. 2005 starb er im Alter von 75 Jahren. Sigi Hupfauer bestieg insgesamt acht Achttausender, darunter den Mount Everest. Auch mit inzwischen 66 Jahren klettert er noch regelmäßig oder geht auf Skitour.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br&gt;&lt;i&gt;Sigi Hupfauer heute&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5110.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Manaslu-Chronik</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Gyaltsen Norbu bei der Erstbesteigung 1956&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1950&lt;/b&gt; Eine Gruppe um den englischen Forscher und Bergsteiger Harold William Tilman erforscht erstmals den Manaslu.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1952-55&lt;/b&gt; Vier japanische Expeditionen erkunden Aufstiegsmöglichkeiten. 1953 wird eine Höhe von 7750 Metern erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1956&lt;/b&gt; Der Japaner Toshio Imanishi und der Sherpa Gyaltsen Norbu erreichen am 9. Mai als erste den Gipfel des Manaslu. Sie benutzen Sauerstoff-Flaschen. Die Route über die Nordost-Flanke ist die heutige Normalroute.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1971&lt;/b&gt; Japaner erschließen eine neue Route durch die Nordwestwand.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1972&lt;/b&gt; Der Südtiroler Reinhold Messner durchsteigt als Erster die Südwestwand, gleichzeitig die erste Besteigung des Manaslu ohne Einsatz von Flaschen-Sauerstoff. Zwei Expeditionsmitglieder sterben in einem Schneesturm. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1972&lt;/b&gt; Auf der Nordseite werden 15 Mitglieder einer koreanischen Expedition von einer Lawine verschüttet – die bisher größte Katastrophe am Manaslu.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1973&lt;/b&gt; Gerhard Schmatz und Sigi Hupfauer erreichen über den Normalweg als erste Deutsche den Gipfel.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1974&lt;/b&gt; Drei japanische Bergsteigerinnen besteigen, begleitet von einem Sherpa, über die Nordostseite den Manaslu. Es ist die erste erfolgreiche Frauen-Expedition an einem Achttausender.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1981&lt;/b&gt; Erste erfolgreiche kommerzielle Expedition am Manaslu: 13 Mitglieder einer von „Sport Eiselin“ aus der Schweiz organisierten Expedition erreichen den höchsten Punkt.  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1984&lt;/b&gt; Den Polen Maciej Berbeka und Ryszard Gajewski gelingt die erste Winterbesteigung des Manaslu: über die Südwestwand.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1986&lt;/b&gt; Die Polen Jerzy Kukuczka und Artur Hajzer steigen über eine neue Route am Ostgrat auf den Gipfel und durch die Nordostwand hinunter.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1991&lt;/b&gt; Den Ukrainern Aleksei Makarov, Igor Svergun und Viktor Pastuch gelingt die erste vollständige Überschreitung des Bergs: Aufstieg durch die Südwestwand und im oberen Teil über den Südgrat, Abstieg über die Normalroute an der Nordostflanke des Bergs.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2002&lt;/b&gt; Im Vormonsun erreichen neun Teilnehmer und zwei Sherpas einer von AMICAL alpin organisierten Expedition auf dem Normalweg den Gipfel des Manaslu.  &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2006&lt;/b&gt; Die Kasachen Denis Urubko und Sergej Samoilov erschließen eine neue Route durch die Nordostwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5095.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Kommerzielle Expeditionen – eine Gratwanderung</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Die Auswüchse am Mount Everest haben die kommerziellen Expeditionen in Verruf gebracht: Dort finden sich zuweilen zahlende Kunden, die kaum Bergerfahrung haben, sich aber auf den höchsten Gipfel der Erde bringen lassen wollen – gezogen von Sherpas, die dazu noch das gesamte Gepäck schultern. Schon in 5000 Metern Höhe greifen manche Everest-Anwärter zu künstlichem Sauerstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;„Mit dem Moped bei der Tour de France“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Das ist so, als würde jemand mit dem Moped die Tour de France mitfahren und sich in Paris zum Sieger küren lassen. Mit Bergsteigen hat das nichts mehr zu tun“, findet Ralf Dujmovits.&lt;br /&gt;
Seit 17 Jahren bietet er mit seinem Unternehmen „AMICAL alpin“ Expeditionen im Himalaya und Karakorum an. Die höchsten Achttausender wie Mount Everest und K 2 hat Dujmovits aber seit langem aus seinem Angebot herausgenommen. „Nach einer Nacht in der Todeszone über 8000 Metern sind wir auch als erfahrene, leistungsstarke Bergführer selbst so geschwächt, dass wir bei einem Notfall nicht mehr helfen könnten.“&lt;br /&gt;
Wenige Veranstalter verzichten auf die sprudelnde Einnahmequelle Mount Everest. Jahr für Jahren drängeln sich mehrere hundert Bergsteiger aus kommerziellen Expeditionen in den Basislagern auf der nepalesischen und der tibetischen Seite.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gipfel wichtiger als Abenteuer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Prestige-Berg Mount Everest sind die technisch einfacheren Achttausender Cho Oyu und Shishapangma die bevorzugten Ziele der zahlenden Kunden. Dort ist die Chance relativ groß, den höchsten Punkt zu erreichen. „Die Leute gehen dem eigentlichen Abenteuer aus dem Weg“, sagt Dujmovits, „sie haben viel Geld, Zeit und Kraft eingesetzt, da wollen sie auch einen Gipfel mit nach Hause bringen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fehlerhafte Selbsteinschätzung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ralf Dujmovits legt bei seinen Expeditionen großen Wert auf die Auswahl der Teilnehmer. Er behält sich auch vor, Kunden abzulehnen, wenn er glaubt, dass sie mangels Erfahrung für die Expedition nicht geeignet sind. Seit einiger Zeit beobachtet Dujmovits, dass es den Bergsteigern zunehmend an richtiger Selbsteinschätzung fehlt: „Viele haben das große Ziel schon so in ihrem Ego verankert, dass sie trotz stichhaltiger Argumente kaum noch davon abzubringen sind.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;„Ein Stück weit lebensgefährlich“&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich verdrängen die Hobby-Bergsteiger, dass selbst bei perfekter Organisation und bestem Risikomanagement durch einen kommerziellen Veranstalter der Ausflug zu den höchsten Bergen der Welt tödlich enden kann. Ralf Dujmovits nimmt kein Blatt vor den Mund: „Das Bergsteigen wird auch weiterhin ein Stück weit lebensgefährlich bleiben. Das gehört einfach zu unserem Sport dazu.“&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5087.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Manaslu-ABC</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Alpinstil&lt;/b&gt;: Bergsteiger verzichten darauf, Hochträger einzusetzen, feste Hochlager einzurichten und Fixseile anzubringen. Stattdessen besteigen sie den Achttausender wie einen Berg in den Alpen. Das Zelt wird mitgetragen, im Bedarfsfall aufgebaut, am nächsten Morgen wieder eingepackt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Basislager&lt;/b&gt;: Das Basislager, Ausgangspunkt der eigentlichen Besteigung des Bergs, liegt auf 4800 Meter Höhe in einer Moränen-Mulde des Manaslu-Gletschers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Bergschrund&lt;/b&gt;: Kluft zwischen Gletschereis und Bergwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Biwak&lt;/b&gt;: Improvisierte Übernachtung während der Besteigung, entweder in mitgeführtem Leicht-Zelt, in einer Schneehöhle oder im Freien im Biwaksack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;By fair means&lt;/b&gt;:  Bergbesteigung mit fairen Mitteln, das heißt u.a. ohne zusätzlichen Sauerstoff und ohne Fixseile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Couloir&lt;/b&gt;: Rinne in einer Bergwand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eisbruch&lt;/b&gt;: Zerklüftete Zone eines Gletschers, die durch starkes Gefälle oder Buckel im Untergrund entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eishaken&lt;/b&gt;: Gezackter, gut 20 cm langer Haken, der in festes Eis getrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eisschraube&lt;/b&gt;: Dient wie Eishaken zur Sicherung, wird hineingeschraubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Expeditionsstil&lt;/b&gt;: Gegensatz zu Alpinstil: Einsatz von Hochträgern, Hochlagern, Fixseilen, häufig auch Atemmasken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eisgerät&lt;/b&gt;: Kurzer Eispickel mit gebogener Haue und gekrümmtem Schaft, zum Klettern in steilem Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Fixseil&lt;/b&gt;: Seil, das fest in Fels oder Eis verankert wird, um schnell auf- und absteigen zu können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;GPS&lt;/b&gt;: Satellitengestütztes System zur Bestimmung von Positionen. Handliche GPS-Geräte werden bei der Manaslu-Expedition mitgeführt, um sicherzustellen, dass die Bergsteiger auf dem großen Gipfelplateau auch im Falle eines plötzlichen Schneesturms zu den Zelten zurückfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Höhenkrankheit&lt;/b&gt;: Sie kann in Höhen ab ca. 2500 Metern auftreten. Symptome sind u.a. Kopfschmerzen, Appetitverlust, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Schlafstörungen. Ursache ist der mit zunehmender Höhe sinkende sogenannte Sauerstoff-Partialdruck: Auf 5000 Metern wird der Sauerstoff nur noch mit der Hälfte, auf 8850 Metern (Gipfel des Mount Everest) mit einem Drittel des Drucks in die Lungen gepresst wie auf Meereshöhe. Der Körper kann sich auf den Sauerstoffmangel (&lt;b&gt;Hypoxie&lt;/b&gt;) bis zu einem gewissem Maße einstellen. Wer sich zu wenig Zeit zur Akklimatisierung nimmt und zu schnell aufsteigt, riskiert höhenkrank zu werden. Im schlimmsten Fall kann dies tödlich enden: wenn Flüssigkeit in der Lunge (&lt;b&gt;Höhenlungenödem&lt;/b&gt;, kurz HAPE von engl. high-altitude pulmonary edema) oder im Gehirn (&lt;b&gt;Höhenhirnödem&lt;/b&gt;,  kurz HACE, von engl. high-altitude cerebral edema) austritt. Statistisch gesehen enden 24 Prozent der HAPE-Fälle und 40 Prozent der HACE-Fälle tödlich. Es gibt Notfallmedikamenten und –therapien. Unbedingt erforderlich ist jedoch zusätzlich der schnelle Abstieg in niedrigere Höhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hochträger&lt;/b&gt;: Sie richten Hochlager ein, transportieren Material hinauf und legen Fixseile an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kambung&lt;/b&gt;: Name einer lokalen Gottheit. Die Bewohner des Dorfes Sama zu Füßen des Manaslu glauben, dass Kambung auf dem Gipfel des Achttausenders wohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kamin&lt;/b&gt;: Senkrechte Felskluft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Karabiner&lt;/b&gt;: Schnappring zum Einklinken in Haken oder um das Sicherungsseil durchlaufen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Moräne&lt;/b&gt;: Wall aus Sand und Geröll am Rande des Gletschers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Naike-Sattel&lt;/b&gt;:  engl. Naike-Col, rund 5600 Meter hoher Schneesattel an der Nordostflanke des Manaslu, unterhalb des Sechstausenders Naike Peak. Das Wort „Naike“ kommt aus dem Nepali und bedeutet Held oder Hauptperson. Vom Naike-Sattel aus öffnet sich der Blick auf die Bergwelt Tibets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nordsattel&lt;/b&gt;: rund 7000 Meter hoch, zwischen dem Plateau, das zum Hauptgipfel führt, und dem Nordgipfel gelegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nordgipfel&lt;/b&gt;:  engl. North Peak , eigenständiger, niedrigerer Gipfel der Manaslu-Gruppe (7157 m).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Normalroute&lt;/b&gt;:  Der von den meisten Expeditionen gewählte „leichte“ Weg auf den Manaslu. Er folgt der Route der japanischen Erstbesteiger über die Nordostseite des Achttausenders. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Pfeiler&lt;/b&gt;: Aus einer Bergwand vorspringende Felsformation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Riss&lt;/b&gt;: Finger-, hand- , oder schulterbreiter Spalt im Fels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sama&lt;/b&gt;: Das Dorf auf 3390 Meter Höhe ist Ausgangspunkt der Expedition. Sama, von den Einheimischen auch Ro genannt, liegt auf der nordöstlichen Seite am Fuße des Manaslu. Vor über 500 Jahren ließen sich dort Tibeter nieder. Noch heute treiben die Einwohner des Dorfes Handel mit Tibet. Die traditionelle Handelsroute läuft über den etwa 15 Kilometer von Sama entfernten 5098 Meter hohen Pass Lajyung Bhanjyang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sauerstoff-Flaschen&lt;/b&gt;: In den Hochlagern wird nur für medizinische Notfälle (!) je eine Flasche Sauerstoff deponiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schlüsselstelle&lt;/b&gt;: Schwierigster Abschnitt einer Route.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schneeschuhe&lt;/b&gt;: Eher traditionelles Hilfsmittel zur Fortbewegung auf Schnee, in jüngster Zeit wieder als Sportgerät entdeckt. Schneeschuhe, die unter die Bergschuhe geschnallt werden, verteilen das Körpergewicht auf eine größere Fläche, so dass die Füße weniger stark im Schnee versinken. Schneeschuhe gehören zur Ausrüstung der AMICAL-Expedition am Manaslu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sérac&lt;/b&gt;: Durch Bewegung des Gletschers entstandene Eistürme und -blöcke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Steigeisen&lt;/b&gt;:  Metallzacken werden an der Sohle des Bergschuhs befestigt. Frontalzacken erlauben das Klettern in steilem Eis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Traverse&lt;/b&gt;:  Klettern in seitlicher Richtung (Quergang), um eine Gefahrenstelle zu umgehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Überschreitung&lt;/b&gt;: Aufstieg und Abstieg über unterschiedliche Flanken des Bergs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verschneidung&lt;/b&gt;: Zwei Felswände, die verwinkelt zueinander stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wächte&lt;/b&gt;: Vom Wind angewehte, überhängende Schneemasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;White-Out&lt;/b&gt;: Schnee, Wolken und Sturm sorgen dafür, dass alles weiß erscheint und eine Orientierung unmöglich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5086.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Die Route</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Das Basislager liegt auf rund 4800 Metern Höhen in einer Moränenmulde am Manaslu-Gletscher. „Die Zelte werden mit größter Wahrscheinlichkeit die ganze Zeit über im Schnee stehen“, sagt Expeditionsleiter Ralf Dujmovits. Jeder Liter Wasser, der zum Trinken, Kochen oder Waschen benötigt wird, muss aus Schnee geschmolzen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Blick nach Tibet&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufstiegsroute führt durch die Nordostflanke des Manaslu und folgt im wesentlichen dem Weg der japanischen Expedition, der 1956 die Erstbesteigung des Achttausenders gelang. Vom Basislager aus geht es zunächst auf dem Gletscher über relativ flaches Gelände zum ersten Hochlager auf etwa 5600 Meter Höhe. Vom sogenannten „Naike-Sattel“ aus öffnet sich der Blick auf die Bergwelt Tibets. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gefährlicher Eisbruch&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb des Lagers 1 führt die Route durch einen Eisbruch, eine laut Dujmovits „objektiv relativ gefährliche Zone“. Meterhohe Türme, die jederzeit einstürzen können, sorgen für Eisschlag-Risiko. Auf etwa 6600 Metern, unterhalb des Nordsattels, wird das zweite Hochlager aufgeschlagen. &lt;br /&gt;
Danach wartet auf die Bergsteiger ein etwa 150 Meter hoher Steilaufschwung mit einer Steigung von bis zu 70 Prozent. Das dritte und letzte Hochlager auf 7450 Meter liegt in einer windgeschützten Mulde am Beginn des Gipfelplateaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Konzentriert auf den Gipfel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort aus führt der Weg über relativ flache Schnee- und Firnhänge Richtung Gipfel. Bei der Erstbesteigung 1956 musste noch ein kleiner Felsturm bestiegen werden, um den höchsten Punkt auf 8163 Metern Höhe zu erreichen. In den vergangenen Jahren war der Gipfel aber stets unter einer Schneehaube verborgen. Der letzte Grat erfordert noch einmal volle Konzentration.&lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5076.html</link>
		</item>
		<item>
			<title>Manaslu - Berg der Seele</title>
    		<description>&lt;br&gt;&lt;br /&gt;
Der Manaslu ist mit 8163 Metern der achthöchste Berg der Erde. Er liegt in Nepal, etwa 200 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu. Die Grenze zum von China besetzten Tibet ist nur wenige Kilometer entfernt. Manaslu wird meist mit „Berg der Seele“ übersetzt. „Manas“ ist ein Wort aus dem Sanskrit und bezeichnet so etwas wie den sechsten Sinn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Götter erzürnt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen in Sama, dem kleinen Dorf zu Füßen des Manaslu, glauben, dass auf dem 8163 Meter hohen Gipfel die Gottheit „Kambung“ wohnt. Nur wer sich dem Manaslu demütig nähert, bleibt von Wetterstürzen, Lawinen und Eisschlag verschont. &lt;br /&gt;
1954 mussten japanische Bergsteiger, die den Achttausender besteigen wollten, kehrtmachen, weil ihnen die Bewohner Samas, mit Steinen und Yakdung bewaffnet, den Zutritt verwehrten. Sie warfen den Fremden vor, mit ihrem gescheiterten Gipfelversuch im Jahr zuvor den Berg entweiht und die Götter erzürnt zu haben. Nach der Expedition hatte eine Lawine die 300 Jahre alte „Gompa“, das kleine Kloster Samas verschüttet. Drei Mönche waren ums Leben gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Höhere Todesrate als der Everest&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Manaslu galt lange als „japanischer Berg“. Nach mehreren gescheiterten japanischen Expeditionen Anfang der 1950er Jahre gelang dem Japaner Toshio Imanishi und dem Sherpa Gyaltsen Norbu am 9. Mai 1956 die Erstbesteigung über die Nordostflanke des Manaslu. Seitdem ist der Berg rund 250 Mal bestiegen worden, 53 Bergsteiger kamen ums Leben. Damit ist die Todesrate des Manaslu mehr als doppelt so hoch wie die des Mount Everest. &lt;br /&gt;
Dabei gilt die Normalroute, die weitgehend dem Weg der Erstbesteiger folgt, klettertechnisch gesehen nicht einmal als schwierig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Unkalkulierbares Wetter&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was den Manaslu gefährlich macht, ist vor allem das unberechenbare Wetter. Der Berg ist berühmt-berüchtigt für Wetterstürze, aber auch lang andauernde starke Schneefälle. Damit steigt natürlich auch das Lawinenrisiko. 1972 wurden zehn Sherpas, vier Koreaner und ein Japaner von einer riesigen Lawine in 6500 Metern Höhe verschüttet – die bisher größte Katastrophe am Manaslu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein gefährlicher, aber schöner Berg&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Unberechenbarkeit gehört der Manaslu nicht zu den „Modebergen“ im Himalaya.  Ein Scheitern ist immer möglich, oft wahrscheinlich. &lt;br /&gt;
Unbestritten ist der Manaslu aber eine Augenweide. „Wenn der Berg von Sama aus gesehen im Abendlicht rot leuchtet, ist er unglaublich schön“, schwärmt Expeditionsleiter Ralf Dujmovits. &lt;br /&gt;
</description>
    		<link>http://blogs.dw-world.de/manaslu/1.5075.html</link>
		</item>
	</channel>
</rss>
