
| 17.05.2007 |
|
||||||||
![]() Auf der Suche Tag zwei des Gipfelversuchs: Und wieder scheint morgens die Sonne am fast wolkenlosen Himmel. Lediglich unten im Tal ballen sich ein paar Haufenwolken. Hier oben auf 4850 Metern, immerhin Mont Blanc-Höhe, ist es so warm, dass ich im T-Shirt auf einem Plastikstuhl im Freien sitze. Gemeinsam mit unserem Koch Sitaram beobachte ich mit dem Fernglas, wie die Bergsteiger unseres Teams von Lager eins auf 5680 Metern nach Lager zwei auf 6750 Metern aufsteigen. Kleine schwarze Punkte auf der weißen Leinwand des Manaslu-Gletschers. Fantastisches Wetter mit Affenhitze Zur vereinbarten Funkzeit um 9 Uhr meldet sich Expeditionsleiter Ralf. Eine Stunde trennt ihn noch von Lager zwei. „Wir müssen mit den Schneeschuhen durch etwa 20 Zentimeter Pulverschnee eine Spur ziehen. Kein Problem.“ Und das Wetter, die große Unbekannte der vergangenen Wochen? „Fantastisch“, sagt Ralf, „klare Sicht, völlig windstill, aber eine Affenhitze!“ Der Expeditionsleiter hofft, dass die anderen Bergsteiger Anschluss halten und nicht in die Mittagshitze hineinlaufen. ![]() Aufstieg nach Lager zwei in der Totalen, Ausschnitt siehe unten Aufgebrochen waren sie um 5 Uhr früh gemeinsam. Mit der Zeit aber hatten sich, je nach Aufstiegstempo, kleine Gruppen gebildet. Fast alle oben, Marc dreht um 12 Uhr mittags. Im Basislager sind inzwischen die Wolken aus dem Tal eingetroffen. Wir können die Aufstiegsroute wegen den Nebels nicht mehr einsehen. Aber es bleibt warm – und das Geräusch Schnee auf Zeltplane, das uns in den vergangenen Wochen fast täglich begleitete, fehlt. „Hier oben ist jetzt angenehm“, funkt Ralf aus Lager zwei. „Es ist bedeckt, die Sonne drückt ein wenig durch die Wolkendecke. Eigentlich perfekt!“ Auch die anderen Bergsteiger haben inzwischen das Tagesziel erreicht - bis auf Marc. ![]() Schwarze Bergsteiger-Punkte auf weißer Gletscher-Leinwand Ralf geht – mit dem Walkie-Talkie in der Hand – bis an den Schneevorsprung, von dem aus er weit in die Bergflanke hinunterblicken kann. „Ich sehe Marc nicht. Die anderen sagten auch, er habe umgedreht. Wir können also ziemlich sicher sein, dass Marc nach Lager eins zurückgekehrt ist.“ Marc sicher im Basislager zurück Bis zur nächsten Funkzeit um 15 Uhr ist es zur Gewissheit geworden. „Ich habe gesehen“, sagt Ralf, „wie er unten in Lager eins herumgewerkelt hat.“ Es geht Marc also gut – wir atmen auf. Um 17.15 Uhr erreicht er das Basislager - müde, aber gesund. Herzrasen und Atemnot hätten ihn auf 6300 Metern zur Umkehr gezwungen, so Marc: "Ich bin halt kein 8000-Meter-Mann." Muss er ja auch nicht, oder? ![]() Die anderen Bergsteiger werden am Freitag früh aufstehen. Um 4.30 Uhr, mit dem ersten Tageslicht, will Expeditionsleiter Ralf nach Lager drei auf 7450 Metern aufbrechen – zur vorletzten Etappe auf dem Weg zum Gipfel des Manaslu. P.S. Aus dem Dorf Sama erreicht uns die Nachricht, dass Joachim dort seine Frau und ihre beiden Begleiterinnen getroffen hat und sie jetzt gemeinsam das Trekking talwärts antreten. Viel Spaß dabei! Wir folgen nächste Woche. |
||||||||
|
||||||||
|
||||||||
| 8 Kommentare |
| Hallo Stefan, Hallo Marc, ich drücke Euch und dem Team die Daumen und hoffe, dass das Wetter hält. Neidisch bin ich aber auf Euch, denn Ihr dürft am Berg sein, und ich muss jetzt ins Schwimmbad gehen um meinen Dienst zu versehen. Grüße an alle. Samstagin Gernsbach, 19.Mai 06.52 Uhr Bei Euch müsste es so gegen 10.30 Uhr sein und Ralf meldet sichj gleich vom Gipfel! |
||
| Bernd -Yeti-Keitel | Homepage | E-Mail | 19.05.2007, 04:54 | ||
| Marc, ich glaube es war das Richtige was Du getan hasst. Es is zwar schmerzkich dies einsehen müssen, dass nan im KLeben nicht alles erreichen kann, Aber ich musste auch durchstehen, vor einem 6000 Berg, allerdings in Mexiko, gescheitert zu sein. Der übrigen Crew wünsche ich viel Glück, dass der Mamaslu doch noch bestiegen werden kann. Herbert Jörger, Bühl/Baden/BRD |
||
| Herbert Jörger | Homepage | E-Mail | 18.05.2007, 09:33 | ||
| Lieber Marc, auch wenn du jetzt vielleicht enttaeuscht bist, wir finden du hast die richtige Entscheidung getroffen. Ich weiss, es ist dir sicher nicht leicht gefallen aber es gibt so vieles und viele die dich zuhause erwarten und froh, dass du gesund wieder kommst. Das ist die Hauptsache ! Geniess die verbleibende Zeit und den Rest der Reise. Wir hoffen wir sehen dich/euch alle bald mal wieder. |
||
| Martin , Uta und Anna | Homepage | 17.05.2007, 22:17 | ||
| Hallo Papa, schade das es nicht geklappt hat, wir sind trotzdem alle mächtig stolz auf Dich. Ganz dicken Kuss. Gruss Katharina |
||
| Katharina | Homepage | 17.05.2007, 20:43 | ||
| Hallo Marc Die Bilder sind sehr beindruckend. Ich hoffe das es dir gefäld auf dem berg. Pass auf dich auf!!!! Was isst du so???? Ich würde auch um keren als dich, auch wenns ein Traum für mich wäre.Der beste ist das ich mich gar nicht getrauen würde auf ein 8000 berg zu gehen.................... Sofia aus Zürich |
||
| Sofia | Homepage | 17.05.2007, 20:35 | ||
| Lieber Junge, es ist schön das Du gesund bist.Ich bin stolz auf Dich. Ein großes Erlebniss mit einer ewigen Erinnerung wird bleiben. Geniesse nun den Abstieg, auf unseren Spuren, durch das wunderschöne Marsyangdi-Tal. Gruß Vater u.Ingrid |
||
| Vater u. Ingrid | Homepage | E-Mail | 17.05.2007, 18:19 | ||
| Schade ist es schon, aber Du hast es gut gemacht Marc und Vernunft walten lassen. KLasse. Trotzdem sicher ein großartiges Erlebnis, das Dir keiner nimmt und eine große Leistung überhaupt so weit zu kommen. Ich freu mich auf die Skitouren im nächsten Winter Chris |
||
| Christoph Hoffmann | Homepage | E-Mail | 17.05.2007, 16:17 | ||
| Schade Marc, das ist eben wie für uns auf der Bühne: gegen Herzrasen kann man nichts machen. Aber Kopf hoch, es gibt nur 14 Berge, die höher als 8000 Meter sind, da bleiben ja noch ne ganze Menge andere für Dich übrig...... Gruss, HANNA | ||
| Hanna Holder | Homepage | E-Mail | 17.05.2007, 15:15 | ||




