14.03.2007  
     
 
Die Route
 
 

Das Basislager liegt auf rund 4800 Metern Höhen in einer Moränenmulde am Manaslu-Gletscher. „Die Zelte werden mit größter Wahrscheinlichkeit die ganze Zeit über im Schnee stehen“, sagt Expeditionsleiter Ralf Dujmovits. Jeder Liter Wasser, der zum Trinken, Kochen oder Waschen benötigt wird, muss aus Schnee geschmolzen werden.

Blick nach Tibet

Die Aufstiegsroute führt durch die Nordostflanke des Manaslu und folgt im wesentlichen dem Weg der japanischen Expedition, der 1956 die Erstbesteigung des Achttausenders gelang. Vom Basislager aus geht es zunächst auf dem Gletscher über relativ flaches Gelände zum ersten Hochlager auf etwa 5600 Meter Höhe. Vom sogenannten „Naike-Sattel“ aus öffnet sich der Blick auf die Bergwelt Tibets.

Gefährlicher Eisbruch

Oberhalb des Lagers 1 führt die Route durch einen Eisbruch, eine laut Dujmovits „objektiv relativ gefährliche Zone“. Meterhohe Türme, die jederzeit einstürzen können, sorgen für Eisschlag-Risiko. Auf etwa 6600 Metern, unterhalb des Nordsattels, wird das zweite Hochlager aufgeschlagen.
Danach wartet auf die Bergsteiger ein etwa 150 Meter hoher Steilaufschwung mit einer Steigung von bis zu 70 Prozent. Das dritte und letzte Hochlager auf 7450 Meter liegt in einer windgeschützten Mulde am Beginn des Gipfelplateaus.

Konzentriert auf den Gipfel

Von dort aus führt der Weg über relativ flache Schnee- und Firnhänge Richtung Gipfel. Bei der Erstbesteigung 1956 musste noch ein kleiner Felsturm bestiegen werden, um den höchsten Punkt auf 8163 Metern Höhe zu erreichen. In den vergangenen Jahren war der Gipfel aber stets unter einer Schneehaube verborgen. Der letzte Grat erfordert noch einmal volle Konzentration.
 
 
 
Audio (mp3): Ralf Dujmovits zur Route
 
 
Stefan Nestler 14.03.2007, 16:12 # 2 Kommentare
 
 
     
2 Kommentare

  Hello Ralf,
Good luck for the Manaslu Expedition,
Best Regards,
Toze from Portugal
(Kangchenjunga 2006)
 
  Toze | Homepage | E-Mail | 08.05.2007, 12:04  
 
 
  Hallo lieber Junge,
gerade habe ich von Karin erfahren das wir Dir auch schreiben können. Wir wußten das nicht, wundere dich also nicht das du biher nichts von uns gehört hast.Wir haben aber jeden Tag eure Berichte mit Spannung erwartet u.gelesen. Finde das alles gut organisiert ist. Ich lese in meinen
Bergbüchern alle Berichte über die Manaslu-Expeditionen,kann mir dadurch gut veranschaulichen wo ihr seit und wie es da aussieht. Wir wünschen euch nun gute Wetterbedingunge und dir viel Kraft (auch zum umkehren)und alles Gute. Berg-Heil dein Vater u.Ingrid




 
  Vater u. Ingrid | Homepage | E-Mail | 27.04.2007, 18:58  
 
 
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