24.07.2007  
     
 
Portrait Annemarie Lindner - Kosmetikerin aus Verzweiflung
 
  Annemarie Lindner, Gründerin und Eigentümerin von Börlind, einem der größten Unternehmen in der Naturkosmetik-Branche. "Was ich nicht essen kann, trage ich auch nicht auf meiner Haut." Mit diesem Grundsatz startete sie bereits in den 50´er Jahren ihre Unternehmerkarriere. Heute macht ihre Marke rund 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr und zählt zu den Branchenführern. Und das Unternehmen wächst kräftig weiter, denn Naturkosmetik ist mehr denn je gefragt. Letztes Jahr erhielt die mittlerweile 88-Jährige den Natural Legacy Award, Naturkosmetik-"Oscar", in New York verliehen. Bis heute ist sie im Unternehmen aktiv, täglich schaut sie dort in ihrer Funktion als Chefin des Aufsichtsrates nach dem Rechten. Das Tagesgeschäft hat sie vor wenigen Jahren ihrem Sohn überlassen, um mehr Zeit für ihr soziales Engagement zu haben. So unterstützt sie unter anderem Waisenkinder in Bangladesch. Von Milto Arsenopoulos  
 
 
Made in Germany: Porträt Lindner
 
 
MIG 24.07.2007, 18:19 # 1 Kommentar
 
 
     
  24.07.2007  
     
 
Radikal anders - Rumäniens Textilindustrie denkt um
 
  Den treibt auch Maria Grapini voran. Sie leitet einen Textilbetrieb in Temeswar und ist Vorsitzende des Unternehmerinnen-Verbandes des Landes. Grapini hat in ihrem Betrieb junge einheimische Designerinnen eingestellt und präsentiert sich nun mit eigenen Kollektionen auf dem internationalen Markt. Zur Zeit versucht sie in Düsseldorf auf der CPD neue Käufer für ihre Marke zu begeistern. Karl Harenbrock hat die engagierte Unternehmerin begleitet.  
 
 
Made in Germany: Rumänien
 
 
MIG 24.07.2007, 18:18 # 0 Kommentare
 
 
     
  24.07.2007  
     
 
Studiogast - Jürgen Pfister, Chefvolkswirt Bayerische Landesbank
 
  DW-TV: Oder jetzt von Jürgen Pfister, Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank. Der Euro ist gerade vielen Deutschen immer noch nicht so lieb geworden, nicht so ans Herz gewachsen, wie die Mark. Woran liegt das ihrer Meinung nach?

Jürgen Pfister: Die meisten Bürger in Deutschland haben den Euro seit Jahren akzeptiert, aber es entsteht eben nicht jene emotionale Bindung, die wir bei der D-Mark verspürt haben, und dort war sie begründet, dadurch, dass das die D-Mark das Symbol war des Wirtschaftswunders, des Wiederaufstieg Deutschlands nach dem Krieg. Das werden wir beim Euro nicht erleben, also ist eine nüchterne Währung.

DW-TV: Die sich aber nach außen hin ganz gut schlägt, also an der äußeren Stärke kann es kaum liegen. Wir sehen hier den Wechselkurs zum Dollar seit Januar 2002, gerade im Juli jetzt gab es neue Höchststände beim Euro. Was steckt hinter dieser momentanen Stärke?

Jürgen Pfister: Zum einen präsentiert sich die europäische Wirtschaft zur Zeit recht stark, wir haben einen kräftigen Aufschwung seit dem Jahr 2006 und dieser wird sich auch fortsetzen 2007, 2008 und die europäische Zentralbank erhöht alle viertel Jahr etwa die Zinsen um ein Viertelprozentpunkt und macht daher den Euro von der Zinsseite attraktiver.

DW-TV: Das kann ja aber nicht so weitergehen!

Jürgen Pfister: Nein, es wird nicht so weitergehen, aber wir werden immerhin doch die Zinsdifferenz zum Dollar, der bei 5 1/4 steht, und wir stehen bei 4,0 weiter verengen und damit die Attraktivität des Euros tendenziell stärken.

DW-TV: Nach außen ist also viel Bewegung da, nur nach innen hin empfinden viele Länder in der Eurozone den Euro doch sehr als Korsett! Stichwort: Maastricht-Kriterien, die Deckelung der Neuverschuldung! Wie funktioniert der Euro nach innen hin?

Jürgen Pfister: Also, er funktioniert ganz gut! Und dieses Korsett ist nicht so streng, denn wir haben über Jahre teilweise auch in Deutschland ein Verstoß gegen diese Kriterien gesehen. Ich glaube, dass das im besten Interesse der beteiligten Länder ist, wenn sie ihre Neuverschuldung zügeln, weil die künftige Generationen damit weniger belastet werden.

DW-TV: Viele andere Staaten schieben aber die Einführung des Euro auf. Stichwort: Polen, Tschechien, auch Ungarn. Ist der Euroraum für diese Länder offenbar doch nicht so anziehend?

Jürgen Pfister: Ich glaube, die Länder haben gelernt, dass die Mitgliedschaft im Euro auch Nachteile mit sich bringt. Sie haben nämlich keinen Spielraum mehr in der nationalen Währungs- oder Geldpolitik und diesen brauchen diese Länder in ihrem schwierigen Anpassungs- und Übergangsprozess.

DW-TV: In einem ähnlichen Stadium befindet sich gerade Italien. Stichwort: eben Korsett zu wenig Spielraum! Es wird ja offen darüber spekuliert, das Italien aus dem Euroraum austritt. Was sagen sie dazu?

Jürgen Pfister: Ich halte, dass für eine falsche Spekulation, denn der Euro ist in erster Linie ein politisches Instrument der Integration, und Italien als Gründungsmitglied der europäischen Union wird aus meiner Sicht niemals den Euroraum verlassen.

Interview: Katrin Prüfig


 
 
 
Made in Germany: Interview
 
 
MIG 24.07.2007, 18:07 # 0 Kommentare
 
 
     
  24.07.2007  
     
 
Musik - Managementtraining nach Noten
 
  Viele Unternehmen schicken ihre Führungskräfte zur Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. In einem Orchester wirken Kräfte, die Firmen nutzen möchten. Da geht es um Höchstleistung im Team, darum, die Stärken des einzelnen zum Gleichklang zu bringen. Perfektion wird hier angestrebt ohne dabei den Spaß aus den Augen zu verlieren. Mittlerweile ist der Begriff der Orchestrierung sogar in den Sprachgebrauch der Wirtschaft eingegangen. Das Besondere bei den Musikern aus dem Norden ist: Sie verstehen auch was von der Wirtschaft. Seit über 20 Jahren verdienen sie den Großteil ihres Budgets selbst. Sie sind Gesellschafter, haften nicht nur für die Töne auf der Bühne, sondern am Ende auch für die Zahlen in den Bilanzen. Das bedeutet für die Kunden, die Manager - ein Training auf Augenhöhe. Ute Schneider war einen Tag lang dabei, als Personalmanager von E.ON/Ruhrgas ihre Teamarbeit überprüfen konnten.  
 
 
Made in Germany: Orchester
 
 
MIG 24.07.2007, 18:06 # 0 Kommentare
 
 
     
  24.07.2007  
     
 
Gemeinschaftswährung - Der Euro kommt nach Malta
 
  Sie haben nun entschieden, dass Malta im Jahr 2008 den Euro einführen wird. Weil die maltesische Wirtschaft sehr offen und exportabhängig ist, wird das Aus für die maltesische Lira und der Einzug des Euro im Land vieles verändern. Vor allem die beiden wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes werden die Einführung des Euros spüren: der Fremdenverkehr und der Handel.

Unsere Reporterin Grit Hofmann will genauer wissen, was die Malteser von der Einführung des Euros halten, welche Auswirkungen sie haben wird. Die Sprachschule von Herrn De Gaetano ist längst europäisch: Hierher kommen junge Menschen aus Deutschland, Frankreich und Italien, um Englisch zu lernen. In Zukunft werden sie anreisen können, ohne vorher Geld zu tauschen. Wird das das Geschäft beflügeln? Und im Grand Harbour von Valletta? Wie groß sind die Erwartungen der Valletta Gateway Terminal, Maltas zweitgrößte Reederei?
 
 
 
Made in Germany: Malta
 
 
MIG 24.07.2007, 14:10 # 0 Kommentare