
| 03.07.2007 |
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| Osteuropa ist ein lukrativer Absatzmarkt. Das hat auch die deutsche Drogeriekette Rossmann erkannt. In Polen gibt es zum Beispiel kaum noch eine größere Stadt ohne eine Rossmann- Filiale. Die Investition bringt Geld in die Stadt und schafft Arbeitsplätze. Doch: es gibt noch eine andere Seite der Medaille. Auf dem Markt in Posen stehen sich die Seifenhändlerinnen die Füße platt. Seit Stunden haben sie nichts mehr verkauft. Die Frauen bieten Waschmittel aus dem Westen an. Doch seit im Einkaufszentrum immer mehr Untenehmen aus dem Westen ihre Fiilialen eröffnen, bleiben die Kunden weg. Die deutsche Drogeriekette Rossmann z.B. bietet Waschmittel wesentlich billiger an. Dass auch die letzten Seifen- händlerinnen ihren Stand dicht machen, ist nur noch eine Frage der Zeit. sehen die Situation anders. Manuel Özcerkes über den Kampf David gegen Goliath in Posen. |
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| 03.07.2007 |
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| Hans-Peter Wild versorgt die ganz Großen der Branche: Ob für Nestlé oder Unilever, Dr. Oetker oder Haribo – seine Firma liefert ihnen den Geschmack. Wild produziert Aromen und das überall auf der Welt. Der Unternehmer hat schon früh erkannt: Geschmäcker sind je nach Region verschieden. Statt die Kunden in den verschiedenen Ländern mit einem Einheitsprodukt zu beliefern, geht er auf diese lokalen Vorlieben ein. Eine Strategie, die er bei seiner bekanntesten Marke, der Capri-Sonne, erfolgreich erprobt hat. Verkauf: Mehr als 5,5 Milliarden Beutel pro Jahr. Wir treffen Hans-Peter Wild in seinem Berliner Werk und fliegen mit ihm in seinem Privatjet zurück nach Heidelberg. |
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| 03.07.2007 |
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| Mit einer alten Schweinerassen und 8 Landwirten hat es angefangen. Heute sind 1000 Höfe bei der Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall organisiert. Der gemeinsame Nenner: Artgerechte Tierhaltung. Auch der Großkonzern Unilever gehört zu den Kunden. Rudolf Bühler, Bauernsohn und Hoferbe aus Wolpertshausen, hat jahrelang als Entwicklungshelfer in Afrika gearbeitet und gelernt, wie man Projekte aufzieht. Zurück in Deutschland, fand er seine Region auf dem absteigenden Ast und beschloss: Auch hier leiste ich Entwicklungshilfe. Er züchtete das fast ausgestorbene Schwäbisch-Hällische Landschwein und begann mit der regionalen Vermarktung. Damit kam eine Lawine ins Rollen. Immer mehr Gourmets, Sterneköche und Landwirte schlossen sich an. Und auch der Großkonzern Unilever gehört heute zu den Kunden: Die Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall ist der exklusive Lieferant für die Marke "Du darfst" (außer Geflügel). Ziel der Erzeugergemeinschaft ist, die Tiere artgerecht aufwachsen zu lassen und die Verarbeitung und den Verkauf in der eigenen Hand zu behalten. So haben die Bauern vor einigen Jahren auch den Schlachthof Schwäbisch Hall übernommen und sind dabei, ihn um ein Fleischverarbeitungszentrum zu erweitern. Kerstin Schweizer berichtet. |
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| 03.07.2007 |
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| Bernhard Jünemann ist Finanzmarktexperte bei Börse Online. Wir unterhalten uns mit ihm über Finanzierungsmöglichkeiten von Existenzgründungen. DW-TV: Zu Gast im Studio ist Bernhard Jünemann, Finanzmarktexperte bei Börse Online. Sie sind ja nun als Journalist ein Mann des Wortes, Herr Jünemann. Hat es Sie jemals gejuckt, selbst ein Unternehmen zu gründen? Bernhard Jünemann: Naja, zumindest, sich an einem Unternehmen zu beteiligen. So war das im Jahr 2000, da habe ich echt mit mir gerungen. Das war ein Start-Up im Bereich Internet / Fernsehen. Ich habe mich dann entschieden, es aus verschiedenen Gründen nicht zu tun. Es war eine sehr gute Entscheidung, denn wir wissen, was danach passiert ist, dass der Markt richtig zusammengebrochen ist. DW-TV: Heute haben wir andere Zeiten, sieben Jahre weiter. Mal abgesehen von den Idealbedingungen, die wir im Medical Valley gesehen haben: ist es heute einfacher oder schwieriger, ein Unternehmen zu gründen? Bernhard Jünemann: Also, wenn ich wieder etwas Persönliches sagen darf: mein Sohn studiert Medienmanagement und redet davon, dass er bald einen Business-Plan aufstellen möchte und sich einen Business-Agent sucht, um seine Idee zu verwirklichen. Und er hat auch schon einige Kommilitonen, die eine Firma haben, also demnach müsste es leichter sein. Das sagt im Grunde auch, was ich so höre: die Branche für Venture-Kapital sammelt sehr viel Geld ein und will das entsprechend auch loswerden, nur es müssen natürlich gute Ideen sein. DW-TV: Wer steckt denn da wo Geld rein? Bernhard Jünemann: Also das sind Firmen, die beispielsweise einen Fonds auflegen, da kommen also private Gelder zusammen. Etwas Ähnliches macht auch Private Equity, nur sind das dann keine Start-Ups, sondern meistens schon etablierte Firmen. Und die suchen sich dann gute Firmen aus -tausende von Business-Plänen werden da jedes Jahr gewälzt- und was denen vielversprechend erscheint, beispielsweise ein gutes Produkt, ein guter Markt, eine gute Technologie, ein Alleinstellungsmerkmal, das bekommt dann Geld und wird mit finanziert. DW-TV: Eine gute Idee ist möglicherweise ein Hightech-Unternehmen, vielleicht ja auch das Ihres Sohnes. Was ist mit dem Blumenladen an der Ecke? Bernhard Jünemann: Der hat möglicherweise ein bisschen mehr Schwierigkeiten; das ist nicht so hip, und da kommt natürlich kein Venture-Kapitalist rein. Aber es gibt natürlich Mittelstands- Finanzierungsprogramme, beispielsweise die KfW. Und man muss natürlich auch sagen, dass die Investitionskosten hier wahrscheinlich nicht so hoch sind und die Durststrecke auch nicht so lange, so dass der Laden, wenn er an der richtigen Stelle mit den richtigen Blumen ist, dann auch sehr viel schneller Erfolg haben dürfte. Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: DW-TV: Obwohl es offenbar viel Kapital gibt, das es zu verteilen gilt, ist die Zahl der Unternehmensgründungen in den letzten Jahren trotzdem zurück gegangen. Wir sehen hier, im Jahr 2000 gab es noch mehr als 22.000 Hightech-Gründungen, dann ging es auf nur noch 17.700 im vergangenen Jahr runter. Woran liegt das denn? Bernhard Jünemann: Das Jahr 2000 war ein absolutes Boom-Jahr, da wurde den Leuten Geld nachgeschmissen für Ideen, bei denen man wirklich zweifeln konnte, ob die sich realisieren lassen. Das hat sich jetzt bereinigt. Man kann davon ausgehen, dass die Unternehmen, die jetzt finanziert werden, sehr viel vorsichtiger finanziert werden, sehr viel stärker abgeklopft werden. Aber was dann da durchkommt, das hat an sich auch größere Überlebenschancen. |
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| 03.07.2007 |
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| "Medical Valley", so nennen die Bewohner stolz ihre Region. Nirgendwo anders in Deutschland gibt es mehr Hersteller für Medizintechnik. Der Grund: in Erlangen funktioniert die Vernetzung von Forschung, Entwicklung und Handwerk – und das schon seit Jahren. Den Ruf als "Medical Valley" untermauern zusätzlich eine Vielzahl von Universitätskliniken und wissenschaftlichen Instituten rund die Medizintechnik. Große und kleine Unternehmen konkurrieren und kooperieren bei der Entwicklung z.B. besserer Röntgengeräte. Das Geschäft mit der Gesundheit hat der Stadt einen beachtlichen Wohlstand beschert - gemessen pro Einwohner ist Erlangen die drittreichste Stadt des Landes. Das "Medical Valley" trägt entscheidend dazu bei, dass Deutschland zu den führenden Nationen weltweit bei der Medizintechnik zählt. "Made in Germany" ist dem Erfolgsgeheimnis des "Medical Valleys" nachgegangen. |
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