15.05.2007  
     
 
Rudy Tauscher – Ein Bayer in Manhattan
 
  Er ist in den besten Hotels der Welt zuhause – denn in New York managt er Hotels für anspruchsvolle Gäste. Dabei ist sich der Bayer immer treu geblieben.

Ein Bayer, der in Manhattan asiatischen Hotel-Luxus verkauft. Das klingt nach "globaler" Karriere. Tatsächlich aber hat Rudolf (genannt "Rudy") Tauscher nicht so sehr als Weltenbummler von sich reden gemacht, denn als Schöpfer von Spitzenhotellerie in New York - dem vielleicht schwierigsten Hotelmarkt der Welt. So managte Tauscher jahrelang das "Trump International" im weltberühmten Trump-Tower, bevor er sich 2003 um Aufbau und Eröffnung des Mandarin Oriental in New York kümmerte, einer direkt am Central Park gelegenen Luxusherberge, die Tauscher – in den Augen mancher Kritiker – zum besten Hotel der Stadt gemacht hat. Rudy Tauscher lernte sein "Handwerk" von der Pike auf im elterlichen Gastbetrieb in seiner bayrischen Heimat. Seine New Yorker Hotelgäste bescheinigen ihm heute, viel von seiner süddeutschen Bodenständigkeit bewahrt und seinem heutigen Managerjob "beigemischt" zu haben. MiG-Reporter Patrick Benning trifft den Top-Hotelier in Manhattan.


 
 
 
Made in Germany: Rudy Tauscher
 
 
MIG 15.05.2007, 20:22 # 0 Kommentare
 
 
     
  15.05.2007  
     
 
Medizintourismus – Araber zum CheckUp nach Hamburg
 
  Nach den Terroranschlägen von 2001 ist für Araber die Einreise in die USA schwieriger geworden. Deshalb reisen immer mehr von ihnen nach Deutschland um sich medizinisch behandeln zu lassen.

Ob zur Krebstherapie oder für eine Organtransplantation - sechshundert Patienten aus arabischen Ländern kommen jährlich nach Hamburg, in das renommierte Universitätsklinikum Eppendorf. Seit den Terroranschlägen 2001 ist für arabische "Gesundheitstouristen" die Reise in die USA sehr viel schwieriger. Und so entscheiden sich immer mehr für Hightech-Medizin aus Deutschland. Hier haben einige Kliniken den Markt für sich entdeckt: Die Hamburger Uniklinik hat extra eine eigene internationale Station eingerichtet: Mit arabisch sprechendem Arzt und Pflegepersonal sowie einem Gebetsraum. Von ihren Patienten – die sind Selbstzahler - lassen sie sich das gut bezahlen: Fünf Millionen Euro Umsatz machen die Hamburger mit ihren orientalischen Gästen. Eine eigens gegründete Consulting Gruppe plant gerade zwei Krankenhaus-Projekte in Kuwait berichtet Karl Harenbrock.


 
 
 
Made in Germany: Medizintourismus
 
 
MIG 15.05.2007, 20:21 # 0 Kommentare
 
 
     
  15.05.2007  
     
 
Cerberus – Ein Höllenhund kauft Chrysler
 
  DaimlerChrysler trennen sich. Nach neun Jahren gehen die beiden Autokonzere wieder eigene Wege. Chrysler wird von der US-Investmentfirma Cerberus übernommen. Der amerikanische Finanzinvestor ist auch in Deutschland kein unbekannter.

Wenn sich eine Investmentfirma nach dem mythologischen Höllenhund "Cerberus" benennt, braucht sie den deutschen Heuschreckenvergleich nicht mehr zu scheuen. Einfallen, abgrasen, weiterfliegen – das klingt harmlos im Vergleich zum Beißzwang der dreiköpfigen Bestie aus der griechischen Mythologie. Bisher hat Cerberus nie gezögert, härter durchzugreifen, um übernommene Unternehmen rasch auf Vordermann zu bringen. Jetzt will der amerikanische Finanzinvestor Chrysler übernehmen, und die Mitarbeiter in Detroit befürchten weitere Entlassungen. Grund genug für MIG-Reporter Michael Wetzel, einmal nachzufragen, wie Cerberus in Deutschland auftritt, wo das Unternehmen vor einigen Jahren eine Dependance unterhält. So hat der Höllenhund hierzulande Immobilien gekauft, z.B. die GSW in Berlin, und den badischen Autozulieferer Peguform.


 
 
 
Made in Germany: Cerberus
 
 
MIG 15.05.2007, 20:20 # 0 Kommentare
 
 
     
  15.05.2007  
     
 
Studiogast – Michael Heise zum Wirtschaftsaufschwung
 
  Unser Studiogast Michael Heise ist Chefvolkswirt bei der AllianzDresdner in München. Wir sprechen mit ihm über den Aufschwung in Deutschland.

DW-TV: Fragen zu Finanzinvestoren wie Cerberus jetzt an Herr Professor Michael Heise, den Chefvolkswirt der AllianzDresdner. Wir haben den Fall Peguform gesehen, dass sieht ja fast so aus als seien Finanzinvestoren manchmal die besseren Unternehmer! Stimmt das?

Michael Heise: Ich glaube, dass kann so generell nicht sagen, aber Finanzinvestoren sind bereit in schwierige Unternehmen, die in einer schwierigen Lage sind, einzusteigen und mit durchaus harten Sanierungsmaßnahmen diese Unternehmen wieder fit zu machen und das tun sie vielleicht manchmal mit mehr Konsequenz und Härte und dies ist häufig mit einem neuen Management verbunden, so dass der Erfolg da relativ groß ist.

DW-TV: Das was sie Konsequenz und Härte nennen, hat in Deutschland dazu geführt, das man diesen Investoren nicht traut und das ist so ein diffuses Bild die Heuschreckendebatte spielt da rein, weil viele auch das Gefühl haben die beuten die Firmen nur aus. Stimmt das?

Michael Heise: Ich glaube nicht, dass man das so generell sehen kann. Die Firmen die übernommen werden, kriegen zwar in der Regel tatsächlich eine hohe Kreditlast aufgebürdet, aber das ist keine Ausschlachtstrategie, sondern das ist ebenfalls ein Weg über den eine stärkere Disziplin und stärkerer Management erfolgt sozusagen erzwungen wird. Wenn sie einfach Unternehmen mit Schulden überhäufen, dann ist das keine sinnvolle Strategie für den Investor, weil das den Wert seines Unternehmens dadurch dramatisch sinkt und er gar nicht mehr im Stande wäre es am Markt zu verkaufen. Insofern glaube ich, muss man einiges relativieren an der Sichtweise wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wird.


Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: DW-TV: Also, Sie sagen, das schlechte Image ist total unberechtigt?

Michael Heise: Ich glaube, dass die Private-Equity-Unternehmen eine durchaus wichtige volkswirtschaftliche Funktion haben. Sie übernehmen sehr sehr riskante Unternehmen die Aussicht auf hohe Renditen bringen, aber gewaltige Risiken und die Vielfach keine anderen Käufer in dieser Branche mehr finden. Insofern stellen Sie ja auch Kapital bereit das dringend gebraucht wird.

DW-TV: Aber was kann denn Cerberus jetzt bei Chrysler ausrichten, was ein Autokonzern wie Daimler nicht geschafft hat?

Michael Heise: Das ist eine schwierige Frage natürlich, denn DaimlerChrysler hat zweifellos viel in Technologie und auch in die Modellreihen investiert. Ich denke das Cerberus auch hier eine gute Ausgangsposition hat, weil der Kaufpreis verhältnismäßig niedrig ist viel viel niedriger als ursprünglichen Kaufpreis den DaimlerBenz gezahlt hat, und sie werden auch hier einen harten Kurs fahren, einen harten Kostensparkurs und möglicherweise mit den Gewerkschaften, die eine große Rolle spielen sehr hart verhandelt, härter als es möglicherweise Daimler getan hätte.

DW-TV: Ja, da ist Musik drin in der deutschen Wirtschaft und das hilft noch an einer ganz anderen Stelle. Die EU hatte sich ja im Jahre 2000 vorgenommen zur wettbewerbsfähigsten und dynamischten Region der Erde zu werden. 7 Jahre ist das jetzt her, wie weit sind jetzt die Staaten gekommen?

Michael Heise: Ja, die ersten 5Jahre dieser Lissabonstrategie waren eine große Enttäuschung, weil die europäische Wirtschaft kaum Wachstum aufwies, aber seit dem Jahre 2005 und vor allem im letzten Jahr ist die Performance recht gut. Ist die Leistungsfähigkeit der europäischen Wirtschaft wesentlich gestiegen.

DW-TV: Sie sind beteiligt an einem Ranking der Staaten wie gut sie sich also entwickeln mit Blick auf das Ziel. Wie wird das überhaupt gemessen? Welche Kriterien legen Sie an?

Michael Heise: Ja, man kann da wenig interpretieren, was die Staatschef damals in Lissabon gesagt haben, aber im wesentlichen sind es drei Punkte: nämlich das Wachstum der Volkswirtschaften wo wir in etwa 3 Prozent anstreben, dann die Produktivitätsentwicklung die mindestens so sein sollte wie in den Vereinigten Staaten und zum Dritten nach unserer Einschätzung natürlich ein Beschäftigungsziel, dass wir die Arbeitslosigkeit runterfahren und die Beschäftigung verbessern.


Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: DW-TV: Gucken wir uns doch mal im einzelnen an, wie sich die Länder schlagen!In dem aktuellen Ranking auf Platz 1 Schweden vor Belgien, Deutschland hält sich im Mittelfeld auf Platz 6 und dann folgen Frankreich und Italien. Was ist jetzt noch zu tun bis 2010?

Michael Heise: Ja, Deutschland zeigt ganz gut was zu tun ist. Deutschland hat sehr stark verbessert in diesem Ranking von einem der allerletzten Plätze sind wir jetzt auf den Durchschnitt und in diesem Jahr wahrscheinlich auch über dem Durchschnitt. Das Stichwort sind Reformen, Reformen in den Unternehmen mit den Belegschaften, aber eben auch Reformen der Politik insbesondere am Arbeitsmarkt die positive Wirkungen in Deutschland gehabt haben. Ich glaube, dass sollte auch ein Modell für andere Länder sein auch hier fortzusetzen mit den entsprechenden Anstrengungen.

Interview: Katrin Prüfig


 
 
 
Made in Germany: Studiogast Michael Heise
 
 
MIG 15.05.2007, 20:18 # 0 Kommentare
 
 
     
  15.05.2007  
     
 
Spedition Dachser – Der Aufschwung fährt mit
 
  Die bayerische Spedition profitiert vom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Die Geschäfte laufen so gut wie lange nicht mehr. Und auch neue Mitarbeiter sollen jetzt eingestellt werden.

"Unsere Geschäfte gehen gut, weil die Geschäfte unserer Kunden prima laufen", so Bernhard Simon, Chef von Dachser. Die Speditionsfirma mit Hauptsitz im allgäuischen Kempten profitiert vom Aufschwung, 2006 setzte Dachser 3,1 Milliarden Euro um. Weltweit arbeiten rund 15.000 Mitarbeiter für das Traditionsunternehmen. Und wegen der guten Konjunktur sollen es noch mehr werden: 1.000 neue Mitarbeiter will Dachser einstellen, davon 400 allein in Deutschland. Profitieren vom Wachstum soll auch der Standort Hamburg, wo auf 50.000 qm alles verladen und von dort zum Kunden transportiert wird, was "schön auf eine Palette passt". MIG-Reporterin Mabel Gundlach fährt mit zu einem der Dachser-Kunden, nicht ohne sich vorher im Logistikzentrum umgesehen zu haben. Unser Thema in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt.

 
 
 
Made in Germany: Spedition Dachser
 
 
MIG 15.05.2007, 20:17 # 0 Kommentare