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| Man kennt sie von Pressekonferenzen und Verbandsterminen - die Konzern- und Wirtschaftsbosse. Was niemand weiß, sie haben ein Geheimnis: etwas, das ihnen lieb und teuer ist, ein Favourite. Prominente aus der Wirtschaft verraten uns ihr Favourite: z.B. Klaus Jacobs, Spross der gleichnamigen Kaffee-Dynastie: Sein Favourite ist ein antikes Stehpult. Wolfgang Grupp, Textilunternehmer: Sein Favourite ist ein symbolischer Ort, der die örtliche Mitte zwischen seiner Villa und seinem Unternehmen markiert und so auch die Nähe zu seine Mitarbeitern symbolisieren soll. Roland Berger, Unternehmensberater: Sein Favourite ist ein Carbon-Aktenkoffer, der ihn seit Jahren auf Geschäftsreisen begleitet. In dieser Sendung stellt uns Bastian Fassin sein Favourite vor. Fassin führt das Unternehmen Katjes in dritter Generation. Sein Vater zog sich mit 65 Jahren zurück. Bastian Fassins Favourite ist eine Münze, die für Erfolg und Familientradition steht. Ute Schneider hat den Katjes-Erben im westfälischen Emmerich getroffen, dem Firmensitz des Süßwarenherstellers. |
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| 25.04.2007 |
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| Satellitenaufnahmen leisten in immer mehr Bereichen wertvolle Dienste. Von der wachsenden Nachfrage profitiert auch das Friedrichshafener Unternehmen Infoterra. 2001 wurde es gegründet, um Produkte aus Satellitendaten zu vermarkten. Umsatz 2005: knapp 3 Millionen Euro – Tendenz steigend. Bisher muss das deutsche Unternehmen die Satellitendaten kaufen, aus denen es seine Produkte herstellt. Das wird sich bald ändern. Im Mai soll der erste deutsche Erdbeobachtungs-Satellit starten, den öffentliche Hand und Privatwirtschaft gemeinsam finanzieren und betreiben – TerraSar-X. Gebaut hat ihn EADS Space in Friedrichshafen. Das Unternehmen trägt mehr als ein Viertel der Kosten. Als Gegenleistung darf seine Tochterfirma Infoterra die Daten kommerziell vertreiben, muss sie dann nicht mehr bei anderen Anbietern kaufen. In seinem ersten Arbeitsjahr soll der neue Satellit den Umsatz von Infoterra vervierfachen. |
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| Professor Thomas Straubhaar leitet das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut. Wir sprachen mit ihm zum Thema Arbeitsmigration von Ost nach West. DW-TV: Und jetzt gleich im Gespräch mit Thomas Straubhaar, Präsident des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts. Sie haben sich speziell mit dem Thema Wanderung von Arbeitskräften beschäftigt, vielleicht auch weil Sie als Schweizer in Deutschland arbeiten? Thomas Straubhaar: Selbsterfahrung ist auf jeden Fall eine ganz wichtige Erfahrung und zeigt eben die Welt von einer ganz anderen Perspektive, auch die Welt des Wanderns. DW-TV: Sie hatten sicher schon einen guten Job und haben jetzt in Deutschland noch einen Besseren. Viele verlassen aber ihr Land, um überhaupt Arbeit zu finden. Nimmt das zu? Thomas Straubhaar: Ich denke, man muss unterscheiden. Innerhalb Europas ist das nicht die Regel. Innerhalb Europas gehen die Menschen in der Tat vor allem dann, wenn sie bereits einen sicheren Job im Gastland haben. Wenn sie aber von weiter her kommen, dann gibt es in der Tat diejenigen, die aus Risikofreudigkeit einfach mal hinkommen und versuchen dann erst an Ort und Stelle einen Job zu finden. DW-TV: Die Bereitschaft das Land zu verlassen und in ein Anderes zu gehen, ist unterschiedlich groß in Europa. Wir haben uns das einmal angeschaut: am größten ist sie bei polnischen Arbeitskräften. Mehr als die Hälfte würde hier auch woanders arbeiten. Bei den Deutschen ist es ein Drittel, in Tschechien noch weniger! Das Schlusslicht bilden die Österreicher, nur jeder Fünfte würde ins EU-Ausland gehen. Wie kommt es zu diesen Unterschieden? Thomas Straubhaar: Ich denke, zwischen Absicht und Tat ist in der Regel eine ganz große Lücke. Wenn Sie mich fragen, ob ich noch bereit wäre, in ein anderes Land zu gehen, würde ich auf jeden Fall auch ja sagen. Aber ob ich es dann wirklich tue, da habe ich meine Bedenken. Und so sind auch die Unterschiede von Land zu Land zu erklären. Wenn sie in einem vergleichsweise weniger entwickelten Land leben, oder weniger weiterentwickelten Land leben, dann sagen sie auf jeden Fall, gehe ich weg. Aber bis sie das dann wirklich machen, ist es selbst noch eine lange Distanz. DW-TV: Viele Polen haben ihr Land verlassen. Das wird jetzt, wie wir gesehen haben, zu einem wahren Arbeitskräftemangel in Polen. Muss man so etwas vielleicht auch ein bisschen kanalisieren, oder soll man das dem freien Spiel der Kräfte überlassen? Thomas Straubhaar: Ich würde das auf jedem Fall dem freien Spiel der Kräfte überlassen. Und Polen ist längstens ein Transitmigrationsland geworden. Einige Polen gehen eben nach Westeuropa und dafür gibt es eine Einwanderung nach Polen. Polen ist selber ein ganz großes Einwanderungsland geworden. DW-TV: Noch findet diese Wanderung ja vor allem von Osten nach Westen statt, kann sich das vielleicht auch irgendwann einmal umkehren? Thomas Straubhaar: Das wird sich auf jeden Fall umkehren. Wobei das wird dann eine ganz andere Immigration sein. Das wird dann eine Heimkehr von vielen Osteuropäerinnen und Osteuropäern sein und eine Altersmigration, das es vielleicht den ein oder anderen Westeuropäer im Alter nach Osteuropa verschlägt, weil es dort billiger ist, zu leben. DW-TV: Insgesamt wird es ja oft als dynamisch angesehen, wenn Menschen mobil sind, flexibel, die etwas tun, um Arbeit zu bekommen. Hat das Ganze aber auch Schattenseiten? Thomas Straubhaar: Ja, wobei insgesamt überwiegen auf jeden Fall die Sonnenseiten wie sie richtig gesagt haben. Das sind meistens eben jene, die besser qualifiziert sind, die jünger sind, risikofreudig, also genau die Attribute erfüllen, die wir in einer modernen Arbeitswelt erfüllen. Für die Zurückgebliebenen ist es oft traurig. Manchmal kann es dann Effekte geben, dass ein Dorf nur noch ältere Menschen hat. Interview: Christiane Gronau |
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| In Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt: Seit dem EU-Beitritt vor zwei Jahren steht den Polen ganz Europa als Arbeitsmarkt offen. Inzwischen haben schon rund zwei Millionen ihr Heimatland Richtung Westen verlassen und auf dem polnischen Arbeitsmarkt klafft eine riesige Lücke. Es fehlt nicht nur an ausgebildeten Spezialisten wie Ärzten und Informatikern, auch in der Baubranche geht langsam gar nichts mehr: Jede zweite polnische Firma sucht Hände ringend ausgebildete Fachkräfte, zum Beispiel Schweißer und Monteure. Denn in Boomtowns wie Warschau und Krakau blüht das Geschäft mit Immobilien, viele davon finanziert von deutschen, österreichischen oder amerikanischen Investoren. Die Preise für Wohnungen haben sich in den vergangenen zwei Jahren fast verdoppelt. Überall wird neu gebaut - wenn sich denn Bauleute finden, die die inzwischen relativ hoch bezahlten Jobs machen. Nur noch zwei Monate – dann muss auf der Baustelle alles fertig sein. Geplant haben die Bau-Unternehmer Wohnungen auf historischem Grund. Bei ausländischen Investoren steht das alte jüdische Viertel von Krakau derzeit hoch im Kurs sagt uns Architekt Michal Obarzanowski: "Die Quadratmeter-Preise haben sich verdoppelt – sogar verdreifacht. Der ganze Bezirk ist begehrt – deshalb gehen die Preise nach oben." Mehr als 5.000 Euro soll der Quadratmeter Wohneigentum hier kosten. Kaufwillige Iren und Amerikaner stehen bereits Schlange. Doch mit der Schlüsselübergabe könnte es knapp werden. Die Verträge einzuhalten, wird immer schwieriger für den Bauunternehmer. Bauleiter Przemyslaw Walega erklärt: "Unsere besten Leute sind weg – Sie sind ins Ausland gegangen, um Geld zu verdienen. Nun müssen wir uns anders helfen. Wir machen das einfach, indem wir ganz junge Leute einstellen. Aber schon nach kurzer Zeit wollen auch die wieder weg – denn natürlich können wir ihnen hier nicht das Geld zahlen, was sie in Westeuropa bekommen würden." Auch für Großbaustellen gibt es nicht genügend Bauarbeiter. Rund zwei Millionen Polen haben seit dem EU-Beitritt einen Job im Ausland gefunden. Jetzt fehlen sie hierzulande. Bei Alina Paluchowska in der Arbeitsagentur von Krakau stapeln sich die Anfragen: "Wir haben in unserer Region 7.000 offene Stellen für qualifizierte Baukräfte. Zwar haben wir auch genau so viele ARBEITSLOSE Bauleute registriert – doch: wir haben hier einfach nicht genug gut ausgebildete Facharbeiter für den Bau." Dabei lohnt sich Arbeiten in Polen sogar wieder. Rund 800 Euro im Monat verdienen diese Bauarbeiter – deutlich mehr als der Durchschnitt. Brigadier Janusz Tylek: "Früher bin ich auch nach Deutschland gefahren. In der Nähe von Siegen – dort habe ich gearbeitet. Aber jetzt hat sich die Lage in Polen verändert. Jetzt verdiene ich hier mehr, als früher in Deutschland – fast zwei Mal so viel – das lohnt sich." Baustellen findet man in Krakau überall – auch am Hauptmarkt. Ein paar Straßen weiter entsteht die neue Oper – ein Hundert-Millionen-Euro-Projekt. Der Löwenanteil kommt von der EU. Zwar ist hier das Geld da. Was jedoch neben qualifizierten Bauarbeitern fehlt – ist Material sagt uns Bauleiter Jacek Bozek: "Wir stellen fest, dass der ganze Wirtschaftszweig überhaupt nicht auf diesen Bauboom vorbereitet ist. Es ist sehr schwer, an Baustoffe zu kommen. Man reserviert, dann wartet man zwei Monate – besonders bei Isolierstoffen ist es ganz schwierig." Auch das Kulturzentrum von Krakau soll in den nächsten zwei Jahren großzügig erweitert werden. Sofern sich denn genug Bauarbeiter finden. Mit dem Start kann es dem Bauherrn gar nicht schnell genug gehen. Das Haus gilt schon in alter Form als eines der Schmuckstücke am Hauptmarkt. Jacek Purchla, Direktor Kulturzentrum Krakau: "Vor 15 Jahren galt dieser Platz als schmutzig und vernachlässigt. Sie können ja sehen, was sich alles getan hat. Es ist sozusagen EIN WUNDER – dass wir es so schnell geschafft haben, das Gesicht von Krakau zu verändern." Hinter den schönen Fassaden aber – geht der Wettlauf um die besten Grundstücke und qualifizierte Bauarbeiter weiter. Am Hauptbahnhof sind die Filetstücke an österreichische Investoren vergeben. Gesamtbauzeit: 15 Monate. Im Juni sollen die ersten Gäste einziehen. Projektentwickler Jaroslaw Malik verrät, wie das gehen soll: "Wir haben auf jeden Fall alle diese Baumaterialien gesichert. Wir haben alle Firmen hier vor Ort. 150 bis 160 Bauarbeiter haben wir hier auf der Baustelle. Und ich bin sicher, dass der 29. Mai geschafft wird. Dass wir hier eine schöne Eröffnungszeremonie erleben." Damit alles klappt, wurden eigens einige Facharbeiter aus Österreich mit nach Krakau gebracht. |
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| Der Americas Cup gilt als die wichtigste Segeltrophäe weltweit und wird erstmals seit mehr als 150 Jahren wieder in Europa ausgetragen, nämlich im spanischen Valencia. Was früher eher eine Eliteveranstaltung für wenige spleenige Millionäre war, wird mehr und mehr zum populären Sportereignis und zieht deshalb jede Menge zahlungskräftige Sponsoren an: Louis Vuitton, BMW, Prada, Allianz, die Fluggesellschaft Emirates und United Internet sind nur einige der Unternehmen, die zig Millionen in ihre Segel-Teams und in die PR Maschinerie vor Ort stecken. Bis zu 150 Millionen Euro beträgt das Budget für Bootsplatz, Personal und Marketing allein eines der zehn Teams - so wird aus dem prestigeträchtigen Segelrennen ein Wettlauf der Sponsoren um mediale Aufmerksamkeit und Marketing-Erfolge. Derzeit laufen die Vorentscheide, im Sommer findet das Finale statt. |
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