11.04.2007  
     
 
My Favourite – Was Machern der Wirtschaft lieb und teuer ist!
 
  Man kennt sie von Pressekonferenzen und Verbandsterminen - die Konzern- und Wirtschaftsbosse. Was niemand weiß, sie haben ein Geheimnis: etwas, das ihnen lieb und teuer ist, ein Favourite.

Prominente aus der Wirtschaft verraten uns ihr Favourite: z.B. Roland Berger, Unternehmensberater; Klaus Jacobs, Spross der gleichnamigen Kaffee-Dynastie; oder Bastian Fassin, Katjes-Erbe.
In dieser Sendung stellt uns Wolfgang Grupp, der Textilunternehmer, sein Favourite vor. Grupp ist Chef von Trigema, produziert T-Shirts nur in Deutschland. Sein Favourite ist kein Gegenstand, sondern ein Ort – ein symbolischer Ort. Der markiert die örtliche Mitte zwischen seinem Unternehmen und seinem Zuhause. Der Ort steht für die enge Verflechtung mit dem Unternehmen. Wolfgang Grupp wohnt direkt neben dem Unternehmen, in einer Villa im schwäbischen Burladingen. Mit diesem Favourite möchte er sein Unternehmensmotto ausdrücken – die persönliche Nähe zu seiner Betriebsfamilie demonstrieren und Standorttreue zeigen. Ute Schneider über den besonderen Ort eines besonderen Unternehmers.
 
 
 
Made in Germany: My Favourite
 
 
MIG 11.04.2007, 14:05 # 0 Kommentare
 
 
     
  11.04.2007  
     
 
Bursa – ein türkischer Automobilzulieferer
 
  Die Türkei präsentiert sich dieses Jahr als Gast auf der Hannovermesse - mit neuem Selbstbewusstsein. Die türkische Wirtschaft wächst rasant, im Schnitt um 7,2 % pro Jahr.

Vor allem die Automobilindustrie boomt. Sie ist der zweitstärkste türkische Industriezweig mit einem Jahresumsatz von über 5 Milliarden Dollar. Ein Drittel der Aussteller in Hannover sind Automobilzulieferer. Bursa, eine Stadt südlich von Istanbul, ist DER türkische Automobilstandort. Mercedes, MAN, Ford, Renault - viele große europäische Hersteller haben ihre Produktion hierher verlagert. Das bedeutet auch ein gutes Geschäft für die einheimischen Zulieferer rundherum. Und viele türkische Firmen sehen sich nicht mehr nur als "Werkbank" Europas. Sie haben gut ausgebildete, junge Mitarbeiter, produzieren mit modernster Technologie und entwickeln ihre eigenen Produkte. Diese Technologie-Entwicklung ist u.a. auch ein Ergebnis der engen Zusammenarbeit mit deutschen Auftraggebern. Die Zulieferer wachsen mit. Claudia Laszczak ist vor Ort und will wissen, wie fit die türkischen Firmen wirklich sind.
 
 
 
Made in Germany: Türkei
 
 
MIG 11.04.2007, 14:04 # 0 Kommentare
 
 
     
  11.04.2007  
     
 
Studiogast – Klaus Deutsch, Deutsche Bank Research
 
  Klaus Deutsch ist Volkswirt bei Deutsche Bank Research in Frankfurt/Main. Wir sprachen mit ihm über den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland und den aktuellen DBIX.

DW-TV: Große Hoffnung für den Standort Frankfurt/Oder durch den Bau einer neuen Fabrik des Solarherstellers Conergy: Investitionen in dieser Größenordnung sind aber in Ostdeutschland immer noch eher die Ausnahme. Wie erklären Sie sich das?

Klaus Deutsch: Mit dem Beginn der Deutschen Einheit gab es einige große Industriebranchen, in denen ausländische Investoren wirklich große Investitionen getätigt haben, weil man auf Bestehendem aufbauen kann. Es müssen sich die Dinge neu entwickeln, das ist eher eine Frage des Mittelstandes und der kleineren Unternehmen und bedeutet nicht große Ansiedlungen auf der grünen Wiese. Die gibt es vereinzelt, aber es ist eher selten.

DW-TV: Auch dem Mittelstand wird ja geholfen, es sind nach ihren eigenen Recherchen bisher mehr als 300 Milliarden Euro an öffentlichen Zuschüssen für private Investitionen geflossen. Wie sinnvoll sind diese Zuschüsse? Wir sehen doch immer wieder, dass Projekte den Bach runter gehen.

Klaus Deutsch: Im Großen und Ganzen war es sehr notwendig, insbesondere im ersten Jahrzehnt, denn es gab so viele Standortnachteile in Ostdeutschland, dass es ohne öffentliche Hilfe nicht gegangen wäre. Aber mittlerweile ist man in einer Situation, wo die Investoren auch stärker marktwirtschaftliche Kriterien anlegen und wo es nicht mehr so sehr auf die öffentliche Unterstützung ankommt, sondern auf die Frage, ob es andere Unternehmen in der Branche gibt, ob die Arbeitskräfte vorhanden sind und die Rahmenbedingungen stimmen.

DW-TV: Das heißt, man könnte die öffentlichen Zuschüsse jetzt auch weglassen?

Klaus Deutsch: Vielleicht nicht weglassen, aber schrittweise reduzieren und vielleicht sollte man auch alles in Form einer Landeshilfe statt in einer Mischfinanzierung von Bund und Ländern betreiben.

DW-TV: Immer wenn Sie da sind, gucken wir ja auch, was weltweit so los ist. Hier kommt der DBIX. Der Index wird jeden Monat neu für uns berechnet - von Deutsche Bank Research. Er bündelt die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio sammelt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten. Der aktuelle DBIX ist stark auf Zick-Zack-Kurs und vor allem ein bisschen schwächer. Herr Deutsch wo drückt der Schuh?


Klaus Deutsch: Na die Amerikaner sind diesmal schuld. Die amerikanische Wirtschaftsentwicklung läuft nicht mehr so rund und wird etwas schwächer und auch in Japan stehen die Zeichen nicht auf Sturm, nur die Deutschen fahren mit sehr gutem Tempo voran.

DW-TV: Und erst mal noch zu den USA: Dort hat es viel mit dem Häusermarkt zu tun, ist da ein Ende des Abschwungs in Sicht?

Klaus Deutsch: Nein, noch nicht und wir wissen auch nicht genau, wie die privaten Verbraucher in Amerika darauf reagieren, dass ihre Immobilienwerte einfach weniger werden und derzeit sehen wir auch, dass sozusagen auf der Industrieseite sich die Zeichen verdunkeln, also es ist nicht so richtig gut bestellt um die amerikanische Wirtschaft.

DW-TV: Wie kann es sein, dass sich die deutsche Wirtschaft davon im Moment so abkoppeln kann?

Klaus Deutsch: Das liegt vor allen Dingen an der Exportwirtschaft. Wir verkaufen sehr viele Investitionsgüter in den Nahen Osten, nach Asien, nach Osteuropa und sind ein bisschen getrennt von der weltweiten Entwicklung derzeit.

Interview: Katrin Prüfig


 
 
 
Made in Germany: Interview
 
 
MIG 11.04.2007, 14:03 # 1 Kommentar
 
 
     
  11.04.2007  
     
 
Conergy - Energie für den Osten
 
  Es sieht so aus, als ob das Märchen doch noch wahr wird: Das Märchen von Frankfurt/Oder als Hightech-Standort, das Märchen von den vielen neuen Arbeitsplätzen.

Der Solarhersteller Conergy will nun Arbeitsplätze schaffen und die modernste Solarmodulfertigung der Welt aufbauen. Dazu hat Conergy die leer stehende Fabrikhalle gekauft, die ursprünglich einmal eine Chipfabrik werden sollte. Die war eines der Großprojekte, die dem Osten neue Arbeit bringen sollten. Doch die Finanzierung scheiterte und statt 1500 neuen Arbeitsplätzen und hohen Steuereinnahmen blieb Frankfurt auf der Investitionsruine sitzen. In die investiert jetzt die Conergy AG 250 Millionen Euro. Zur Zeit wird unter Hochdruck die Halle ausgebaut - im Sommer soll die Produktion starten. Dafür stellt die Firma bereits fleißig Leute ein. Zum Teil Leute, die schon zuvor für den Chipfabrikbetreiber gearbeitet haben. Ralf Lehnert war dabei, als die ersten Maschinen angeliefert wurden.
 
 
 
Made in Germany: Conergy
 
 
MIG 11.04.2007, 14:00 # 0 Kommentare
 
 
     
  11.04.2007  
     
 
Parmesan – Italien kämpft um seinen beliebten Hartkäse
 
  Bella Italia - da denken die meisten wohl an gute italienische Speisen. Sie sind beliebt in der westlichen Welt. Doch was ist noch echt italienisch an der italienischen Küche?

Vor allem die Zutaten kommen immer seltener aus Italien. Es wimmelt von Plagiaten. Vor allem der Parmesan-Käse ist bedroht. In den USA wird kaum noch original italienischer Parmesan gegessen. Über 90 Prozent sogenannter Parmesan kommt aus anderen Ländern, allerdings mit italienischer Aufmachung. Auch in Deutschland ist viel Parmesan im Handel, der nicht aus Italien und vor allem nicht aus der Parma-Region stammt. Die Italiener kämpfen seit Jahren um ihren Parmesan, wollen ihn offiziell schützen lassen. Parmesan darf dann nur heißen, was auch wirklich aus der Region kommt und nach den speziellen Rezepten hergestellt ist. Besonders die Deutschen wehren sich, argumentieren Parmesan sei eine Gattungsbezeichnung wie Gouda, Emmentaler oder Brie und könnte daher überall hergestellt werden. Ein Fall für den EU-Gerichtshof. Der wird demnächst dazu entscheiden. Eine Reportage aus Parma von Katharina Bahn.
 
 
 
Made in Germany: Parmesan
 
 
MIG 11.04.2007, 14:00 # 0 Kommentare