
| 21.03.2007 |
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| Für rund 400 Millionen Euro wird ein neues Stauwehr erstellt, später kommt im Maschinenhaus eine Turbinenanlage der neusten Generation hinzu. Auch an den Umweltschutz wird gedacht: Für (Wander-) Fische wird ein eigener Kanal gebaut, der es ihnen ermöglicht, die Staustufen zu erklimmen. Außerdem wird für Laich- und Ruheplätze um das Kraftwerk herum gesorgt. Das Boot ist für Bauleiter Helmut Reif das schnellste Verkehrsmittel auf der Baustelle. Damit nimmt er uns mit zur Besichtigung. Das alte Stauwehr muß dringend erneuert werden. Denn der Beton der Pfeiler ist bereits brüchig und jeden Tag muss er ungeheuren Wassermassen widerstehen. Doch der Neubau kommt gut voran, die Bauleute liegen im Zeiplan. Helmut Reif, Bauleiter: "Wir haben jetzt hier noch 3,4 Jahre. Mitte 2010 sollen die Maschinen, das Maschinenhaus, in Betrieb gehen. Wenn hier keine größeren Ereignisse eintreten, dann sind wir guten Mutes - wir müssen den Terminrahmen halten." Dafür soll auch High-Tech sorgen. Ein Computer-gesteuerter Bagger frißt sich tief in das Rheinbett hinein. 10 Meter muss die Flußsohle tiefer gelegt werden. Helmut Reif kontrolliert die Aushubarbeiten jeden Tag. Helmut Reif: "Herr Meier, jetzt haben wir doch schon ein schönes Stück weggeschafft! Und Sie fahren das dann in 2 Stufen ab?" Arbeiter: "Wir haben hier 5 Meter und ab da wieder 5 Meter abgetragen" Helmut Reiff: "Das heißt, im vorderen Bereich sind wir schon auf Endtiefe gegangen und jetzt machen Sie da weiter?" Arbeiter: "Ja, immer 2 Schichten tragen wir dann ab." Seit 2003 ist der Hochrhein hier eine riesige Baustelle. Abschnittsweise wird der Fluß gestaut und trockengelegt. Nach den Arbeiten wieder geflutet. Einen kilometer Flußabwärts in der Maschinenhalle des alten Kraftwerks. Die Generatoren im Maschinenhaus Rheinfelden sehen aus wie Museumsstücke. Seit mehr als 100 Jahren werden sie schon vom Rheinwasser angetrieben, erklärt uns, Martin Steiger, Chef der Betreibergesellschaft Energiedienst. Bald wandern sie auf den Schrottplatz. Die neuen Maschinen sind 4-mal so stark und liefern Strom für 200.000 Haushalte. Seine Firma investiert 400 Millionen Euro. Martin Steiger, Vorstand Energiedienst: "Ein Wasserkraftwerk hat aufgrund seiner langen Lebensdauer und seiner hohen Kapitalintensivität immer eine 2.Hälfte wo es rentabel sein wird. Wir investieren jetzt hier nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch für unsere Nachfahren." DW-TV: "Das heißt aber, sie sind auf hohe Energiepreise angewiesen, dass Sie die Kosten wieder reinbekommen?" Martin Steiger, Vorstand Energiedienst: "Das ist eine Prämisse von der wir ausgehen, dass die Energiepreise steigen werden, ja." Die neue Stauanlage ist schon fertig. Meterdicker Stahlbeton - tief im Rheinbett verankert. Noch ein paar abschließende Tests und das Wehr kann in Betrieb gehen. DW-TV: "Herr Reif, was passiert denn mit der alten Anlage wenn Sie mal fertig sind?" Helmut Reif, Bauleiter: "In dem Moment wo wir den Anschluß hier rübergenommen haben, zwischen den Wehrfeldern 5 und 6 beginnen wir mit dem Abriß des alten Stauwehrs. Das wird Anfang April geschehen. Dann werden als erstes die Stahlkonstruktionen von Autokränen auf Schwimmpotons heruntergehoben. Und danach wird der alte Beton abgebrochen." Vom alten Kraftwerk wie es über hundert Jahre lang das Landschaftsbild bei Rheinfelden prägte, wird dann nichts mehr übrig sein. |
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| Zum Beispiel in der Region Huelva in Südspanien, Europas größtem Erdbeeranbaugebiet. Rund 200.000 Tonnen Beeren werden hier jährlich produziert, das meiste davon wird nach Deutschland exportiert. Aber was sich die Deutschen schmecken lassen, ist nach Ansicht von Umweltschützern "doppelt illegal": die gewaltige Expansion der Erdbeerfelder erfolgt oft ohne Genehmigung, viel krimineller noch ist deren Bewässerung! Geschätzte 10.000 illegal gebohrte Brunnen sorgen für die Bewässerung der Plantagen, der Grundwasserspiegel sinkt Jahr um Jahr, die Bauern bohren tiefer. Michael Altenhenne begleitet Guido Schmidt, Wasserexperte beim WWF in Spanien. Er zielt auf eine Zusammenarbeit mit europäischen Supermarktketten, die ihren Druck auf die Erdbeerbauern um eine Komponente erweitern sollen: Sie sollen darauf bestehen, dass alle eingekauften Erdbeeren auf legalem Land mit legal bezogenem Wasser gereift sind. Nur über dieses Umweltsiegel ließe sich der Raubbau am Wasser in Südspanien eindämmen. |
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| Er hat sich auf Schwerguttransporte spezialisiert. Kein leichter Markt, weil die Containerschiffe die Schwergutschiffe nahezu aus dem Markt verdrängt haben. Bei voluminösen Gütern für Großbaustellen und z.B. Erdölförderanlagen müssen herkömmliche Containerschiffe allerdings passen. Und genau für diese Aufgaben hat Stolberg seine Flotte zusammengestellt: Schwergutfrachter, die er nach eigenen Plänen bauen lässt. Gerade lässt er in Bremen direkt an der Weser eine neue Zentrale für sein Unternehmen errichten, das zu Land und auf den Schiffen 1300 Menschen beschäftigt und in diesem Jahr 265 Millionen Euro Umsatz erreichen wird. | ||||||||
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| DW-TV: Das Geschäft profitiert natürlich ganz besonders vom boomenden Welthandel. Fragen dazu und zu den aktuellen Gefahren für die Weltwirtschaft jetzt an Professor Wolfgang Gerke vom Bayerischen Finanz Zentrum. Herzlich Willkommen! Schaun wir uns mal die riesige Wachstumsstory des Welthandels an. Seit 1997 hat sich das Volumen verdoppelt auf mehr als 11.000 Mrd. U$, 11. Billionen U$. Sieht toll aus, wo aber lauern die Risiken? Wolfgang Gerke: Ja, dass ist auch toll. Wir wissen ja selber von manchen Waren nicht mehr, wo kommen die her. Da steht ein deutsches Schild drauf und produziert in China oder Südkorea oder sonst wo und da sind Risiken drin. Die Risiken lauern zuteil in den Finanzmärkten wenn hier so riesige Gelder dann auch in ganz kurzen Zeiten hin und her transferiert werden können in den Weltmärkten und die Leute das mit gleicher Software und mit gleichen Ideen noch machen, dann kann das wunderbare Kursblasen produzieren, aber auch ganz schlimme Kurszusammenbrüche und gerade die großen institutionellen Investoren sind sehr schnell, heute in Vietnam, morgen in China und übermorgen in Europa und dann krachs manchmal. DW-TV: Sind es auch die Headfonds die hier ganz schnell, ganz viel bewegen. Inzwischen gibt es ja 9.000 davon und sie haben ein Volumen von mehr 1 Billion Euro? Wolfgang Gerke: Sicherlich ist das eine neuere Entwicklung. Die Headfonds sind insofern besonders gefährlich weil sie häufig sehr hohe Kredite aufgenommen haben und dann natürlich auch anfälliger sind und wenn die nun plötzlich auch das gleiche Signal empfinden und ihr Herdenverhalten in die Märkte hineingehen, dann wird es gefährlich, dass muss nicht sein. Ich glaube das wir uns drauf einstellen müssen das in Zukunft die Märkte volatiler also schwankungsreicher sind. DW-TV: Pessimisten sagen, dass die US-Verbraucher bisher die Staubsauger der Weltwirtschaft waren, weil sie so viel nachgefragt haben. Wie lange noch? Wolfgang Gerke: Ja ich würde nicht nur sagen dass das Pessimisten sagen auch Optimisten können das sagen, denn das war schon immer so amerikanische Haushalte sind traditionell sehr hoch verschuldet verglichen mit europäischen Haushalten und in der Vergangenheit ist das gut gegangen, denn die Häuschen sind dann mehr Wert geworden und dann hat man den Kredit zurückzahlen können. DW-TV: Aber es kippt gerade! Wolfgang Gerke: Es kippt im Moment. Man hat es gesehen und gerade 100 Prozent Finanzierung im Haussektor ist gefährlich, wenn die Zinsen steigen und ich glaube solange Amerika wächst geht das gut, aber wenn dann mal das Wachstum nicht so voran geht wie vielleicht jetzt im Moment und dann noch den Irakkrieg hinten dran hat, also auch der Staatshaushalt nicht gut aussieht, dann ist das für die gesamte Weltwirtschaft gefährlich. Interview: Katrin Prüfig |
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| Zum Beispiel Klaus Jacobs, Spross der gleichnamigen Kaffee-Dynastie. Sein liebstes Stück - ein Stehpult, an dem der Multimillionär so manche wichtige Unternehmensentscheidung getroffen hat. Wolfgang Grupp von Trigema, Textilunternehmer, Roland Berger, Unternehmensberater, Brigitte von Boch, Hotelbesitzerin, und Bastian Fassin, Katjes-Chef: sie alle haben eines gemeinsam - ein Favourite und einen Auftritt bei Made in Germany. Den Anfang macht Hans-Olaf Henkel, ehemaliger BDI-Präsident. Sein Favourite - eine Cordjacke, Geschenk des Stiefvaters. Wenn er sie trägt, dann immer mit dem Lebensgefühl, ein Existenzialist zu sein. | ||||||||
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