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| Die Alpen sind Giebelstadt deutlich näher als das Meer - Nord- und Ostsee sind hunderte Kilometer weit entfernt. Und doch, was keiner vermuten würde: der kleine Ort in der Nähe von Würzburg ist ein Mekka für Wassersportler. Hier sitzt die Bavaria Yachtbau, eine Firma die im letzten Jahr insgesamt 2849 Segelyachten und fast 700 Motoryachten verkauft hat. Mit einem ganz eigenen Ansatz ist das Unternehmen in Unterfranken zum größten Yachtbauer Deutschlands geworden und hat die Traditionsbetriebe von der Küste auf die Plätze verwiesen. Das Erfolgsrezept: Serienfertigung am Fließband. Die Bavaria-Boote entstehen mit Hilfe modernster Maschinen und Roboter. Und weil die so zuverlässig sägen, schrauben und schleifen kann Werftchef Winfried Hermann mit wenig Personal produzieren und seine Yachten zu einem Preis verkaufen, der in der Branche als unschlagbar gilt. Und damit Menschen mit Yachten versorgen, die sich sonst möglicherweise gar nicht für einen deutschen Hersteller entscheiden würden. | ||||||||
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| 23.01.2007 |
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| Interview mit Hans-Olaf Henkel, Prof. an der Universität Mannheim DW-TV: Hans-Olaf Henkel ist heute bei uns, Professor für Internationales Management an der Universität Mannheim. Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass Holtzbrinck die vielen Millionen schon wieder einspielt die bei StudiVZ investiert wurden. Hans-Olaf Henkel: Ganz gut, denn das Modell, was die Studenten da entwickelt haben, ist sehr überzeugend. Ich glaube auch, dass es klug von Holtzbrinck war, nicht in der ersten Internetwelle sozusagen auf diesem Zug aufzuspringen, sondern in der zweiten. Und ich glaub schon, dass diese Konkurrenz zu Yahoo oder Google erfolgreich sein kann. DW-TV: Was halten Sie überzeugend an dem, was wir gerade gesehen haben? Hans-Olaf Henkel: Naja, erstens die Tatsache, dass man ein großen Anteil der Studierenden in diesem Internetportal angedockt hat und das glaub ich ist entscheidend. Und das ist eine homogene Kundengruppe, die natürlich für Anzeigengruppen oder -kunden sehr interessant sein kann. DW-TV: Aber eine Kundengruppe ohne Geld? Hans-Olaf Henkel: Das stimmt nicht! Die jungen Leute haben viel mehr Geld als sie glauben und irgendwann verdienen die ja auch mal Geld. Also, auch die Kunden oder die Kundinnen der Industrie denken langfristig. Irgendwann werden das mal kaufkräftige Konsumenten. DW-TV: Also Sie sagen, dass funktioniert und wird sich als bald auszahlen, buchstäblich? Hans-Olaf Henkel: Also ich würde mal sagen, die Chancen sind besser als noch vor einigen Jahren. Es gab ja ähnlich interessante Modelle, aber damals war Internet noch nicht so verbreitet wie heute. DW-TV: Damals hat man ja aber auch sehr stark auf Werbung als Einnahmequelle gesetzt. Es hat nicht in dem Maße annähert funktioniert, wie die Unternehmen sich das vorgestellt haben. Warum soll es jetzt klappen? Hans-Olaf Henkel: Es gibt Unterschiede. Erstmals ist die Verbreitung des Internets heute viel weiter fortgeschritten als damals und zweitens hat sich der Konsument auch an die Internetwerbung gewöhnt. Man sieht ja auch als Konsument der Deutschen Welle, das man die Möglichkeit hat, jetzt die Deutsche Welle über Internet sich anzusehen. Sie haben ja selber vorhin erzählt, eine steigende Anzahl von Menschen, jungen Menschen, guckt sich die Deutsche Welle über Internet an und das erklärt, glaub ich, einiges. DW-TV: Man staunt trotzdem über die Preise die Verlage wie Holtzbrinck und auch andere für junge Onlinefirmen zahlen. Die Befürchtung steht im Raum, dass wir am Beginn einer neuen Dodcom-Blase stehen, das heißt überhöhte Preise, alles fällt irgendwann in sich zusammen. Sehen Sie das auch so? Hans-Olaf Henkel: Nicht ganz so, weil wir diesen großen Zusammenbruch schon mal hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch einen bekommen, ist nicht mehr so groß und man darf auch nicht vergessen, so eine große Firma, ich habe selbst in meinem Leben in einem großen Unternehmen gearbeitet. Bei IBM, die kommen nicht so auf diese Ideen wie viele kleine andere Unternehmen. Man darf auch nicht vergessen, dass es ja auch andere kleine Unternehmen gibt, die es nicht geschafft haben. Also, hier haben wir mal ein erfolgreiches. DW-TV: Ganz herzlichen Dank für Ihren Besuch, Hans-Olaf Henkel. |
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| 23.01.2007 |
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| Er ist Chirurg, Geschäftsmann und Wohltäter: Dr. Devi Shetty zählt zu Indiens berühmtesten Herzspezialisten. 2001 baute er mit Spendengeldern die größte private Herzklinik des Landes, und verfolgt damit eine ganz besondere Geschäftsidee: 450 Betten und 8 Operationssäle sind im Dauereinsatz, Shetty setzt auf eine "Low-cost-Strategie", die kostspielige Herzoperationen auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten zugänglich macht. Durch geschicktes Management und Mischfinanzierung hat Dr. Shetty die Kosten erheblich reduziert und operiert mehr als die Hälfte seiner Patienten unter den Selbstkosten oder sogar umsonst. Für dieses Engagement hat Shetty die Auszeichnung "Social Entrepreneur of the Year 2005" der Schwab Foundation gewonnen. | ||||||||
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| Der traditionsreiche Holtzbrinck-Verlag hat jüngst 85 Mio. Euro für das Studentenportal StudiVZ bezahlt. Das gilt als das größte Studentenportal Europas. Holtzbrinck kaufte es, ohne zu wissen, ob die Investition das Geld jemals wieder einspielt werden. StudiVZ ist wie so viele andere Online-Portale völlig unrentabel, nicht einmal Umsatz wird gemacht: Die Nutzung ist kostenlos, es gibt nicht einmal Werbung. Ein lukratives Geschäftsmodell sieht anders aus. Doch der Schatz dieser Portale sind Kundenprofile und –daten. Der Internet-Kaufrausch scheint erst begonnen zu haben. Experten warnen bereits vor einer neuen Dotcom-Blase, die bald zerplatzen könnte. | ||||||||
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| 23.01.2007 |
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| Olivenöl ist auf der ganzen Welt so gefragt wie noch nie. Vor allem in Mitteleuropa steigt der Absatz seit Jahren um mehr als zehn Prozent. Die Käufer schätzen das grüne Gold wegen seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften, so enthält Olivenöl viele ungesättigte Fettsäuren. Die Produktion hält mit der Nachfrage kaum Schritt. Der Preis für Olivenöl hat sich in den vergangenen fünf Jahren fast verdoppelt - zur Freude der Produzenten. Spanien, Italien und Griechenland, die bedeutendsten Anbauländer von Oliven weltweit, erweitern derzeit in großem Stil ihre Anbauflächen. Experten kritisieren, dass trotz der großen Nachfrage Europas Olivenbauern rund eine Milliarde Euro an Subventionen erhalten. "Made in Germany" hat sich nach Kalamata aufgemacht, einem der wichtigsten Anbaugebiete für Oliven in Griechenland. Diese Oliven gehen sogar nach Italien und werden dort als italienisches Speiseöl verkauft. | ||||||||
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