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| Der bisherige Finanzvorstand Rupert Stadler hat gleich nach seiner Benennung ehrgeizige Ziele verkündet: Bis 2011 sollen 11,8 Milliarden Euro in Neuentwicklungen fließen, die Modellpalette soll von 22 auf 40 Typen erweitert werden. Auf der Automesse in Detroit stellt er sich erstmals einer größeren Öffentlichkeit vor und MIG-Reporter Stephan Bachenheimer begleitet ihn. | ||||||||
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| In 800 Dörfern hat sie zahlreiche Bildungs- und Infrastruktur-Projekte gestartet. Finanziert werden diese Projekte durch Spenden von Unternehmen sowie gemeinnützigen und staatlichen Institutionen. Manuela Kasper-Claridge hat Marcela Benitez in ein Dorf in der argentinischen Pampa begleitet. In Irazusta lebten die Menschen vollkommen ohne Perspektive, seitdem die Eisenbahnlinie geschlossen wurde. Die nächste asphaltierte Straße endet 13 Kilometer vor Irazusta – für viele Bewohner war das der Grund, wegzuziehen und ihr Glück in einer der argentinischen Großstädte zu suchen. Die "Responde"- Chefin hat den verbleibenden Bewohnern gezeigt, was sie aus ihrem Dorf machen können. | ||||||||
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| Denn die Nordseeinsel gehört nicht zum deutschen Steuergebiet und auch nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union. Die Folge: Viele Tagestouristen kommen hierher, um billiger als auf dem Festland einzukaufen. Zwar hat dieser Einkaufstourismus in den letzten Jahren nachgelassen, aber, so hoffen die Einzelhändler auf der Insel, die erhöhte Mehrwertsteuer könnte wieder mehr Touristen auf die Insel bringen. Und der Bürgermeister hofft sogar auf Investoren, die die Mehrwertsteuer sparen wollen. Mabel Gundlach berichtet. | ||||||||
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| DW-TV: Da kann man nur staunen, dass sich der etablierte Einzelhandel mit den richtigen Läden immer noch so gut hält. Die Frage ist, und zwar an Klaus Deutsch von Deutsche Bank Research: Wie lange noch, wenn das Internet tatsächlich so rasant wächst? Klaus Deutsch: Na, man muss sicherlich unterscheiden: Es gibt Produkte, die sich sehr gut eignen für den Online-Handel, und die werden auch in Zukunft mit sehr starken Wachstumsraten immer mehr übers Internet gekauft und verkauft werden, und dann gibt es andere Bereiche, die sind gar nicht betroffen, wie zum Beispiel die Backstube um die Ecke, wo Sie Ihre Brötchen kaufen werden. Aber die großen Firmen müssen sich sicherlich Gedanken machen, ob sie nicht auch selbst ins Online-Geschäft stark einsteigen wollen, statt es Dritten zu überlassen, so dass sie sich dann auch im Haus selbst Konkurrenz machen werden. DW-TV: Sie sagen: Brötchen und Brot kommen nicht in Frage – was kommt denn in Frage von den etablierten Angeboten? Klaus Deutsch: Reisen, Elektronik, langlebige Haushaltsgüter, vielleicht zukünftig Autos und Häuser – vielleicht können Sie sich selbst Ihre Häuser zusammenbasteln im Internet und dann den Vertragsabschluss woanders machen. Aber es gibt viele Möglichkeiten, die Produktpalette da zu erweitern. DW-TV: Vieles wird auch davon abhängen, wie die Konjunktur läuft, denn nur wenn die Menschen mehr Geld im Portemonnaie haben, geben sie es auch aus. Gucken wir also auf die wirtschaftliche Stimmung auf den wichtigsten Märkten weltweit, hier kommt DBIX! Der Index wird exklusiv von Deutsche Bank Research berechnet - für Made in Germany. Er bündelt die wichtigsten Konjunkturdaten aus Deutschland, den USA und Japan. Die deutschen Daten sammelt das renommierte Münchner Ifo-Institut. Es fragt jeden Monat die Stimmung bei Tausenden Unternehmern ab. In den USA werden 400 Einkaufsmanager nach ihren Erwartungen befragt. Und in Tokio trägt das Wirtschaftsforschungsinstitut ESRI die wichtigsten Daten zusammen. Und hier sehen wir aktuell den DBIX nach einer leichten Herbst-/Winterdepression wieder ein bisschen stärker. Klaus Deutsch: Wo sitzen denn die Optimisten? Klaus Deutsch: Sie sitzen vor allen Dingen in Deutschland – die deutschen Unternehmen sehen die Zukunft und die Gegenwart so gut wie seit fast zwanzig Jahren nicht mehr, und das ist ein bisschen schwer zu verstehen, weil die Amerikaner in der letzten Zeit doch Zeichen der Abkühlung von sich gegeben haben, und die amerikanischen Verbraucher sehr zurückhaltend geworden sind, dort sind die Unternehmen zwar auch noch recht optimistisch, aber dort ist die Entwicklung ganz anders, man geht in den Keller. Bei uns geht man in die Höhen, ins obere Treppenhaus und knallt mit den Sektkorken. DW-TV: Ja, das ist ja ganz erstaunlich. Sehen Sie es so wie andere Experten, dass Deutschland jetzt am Beginn einer sehr langen, mehrjährigen Aufschwungphase steht? Klaus Deutsch: Die wirtschaftliche Erholung ist sicherlich noch nicht vorbei, aber dieses Jahr wird ein ganz schwieriges werden, weil wir durch die Mehrwertsteuererhöhung doch einen erheblichen Schock bekommen, den die deutsche Wirtschaft erstmal verkraften muss. Und es ist auch eine Illusion, zu glauben, dass wir unbeschadet davon kämen, Amerika und der Rest Europas ein wenig langsamer wächst – das ist da nicht der Fall, also die deutschen Unternehmen werden sich schon langsam wieder nach unten anpassen müssen. DW-TV: Also jetzt nicht zwei, drei richtig fette Jahre für die deutsche Wirtschaft? Klaus Deutsch: Das sehe ich nicht. Interview: Katrin Prüfig |
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| Bis 2009, schätzt Axel Garbers vom Branchenverband Bitkom, könnte sich das Geschäft auf 114 Mrd. Euro sogar mehr als verdreifachen. Auch die Familie Bröske wollte etwas von diesem Kuchen abhaben und entschloss sich im Frühjahr 06, eine eigene Plattform ins Netz zu stellen: www.der-gepflegte-mann-de. Das Geschäft lief derartig gut an, dass die Familie bereits jetzt an eine Erweiterung des Betriebs denkt. Aber auch große, bereits lange eingeführte Händler, wie der Elektronik-Spezialist Conrad, freuen sich über hohe Zuwachsraten. Unser Reporter Hagen Tober hat beide Unternehmen besucht. ----------------------------------------------------------- In einem einfachen Einfamilienhaus in Nordhessen steckt ein Online-Shop. Vor einem dreiviertel Jahr hatte Michael Bröske eine Marktlücke entdeckt und daraus ein florierendes Geschäft gemacht: "Hier haben wir Ware aus den USA. Die habe ich gerade aus dem Zoll geholt und die wird jetzt gleich weiter geschickt. Die Kundschaft wartet drauf." Unter "Der gepflegte Mann.de" verkauft er per Internet exklusive Kosmetik nur für Männer. Und obwohl er noch nicht lange auf dem Markt ist, hat er schon weltweit Kundschaft: "Wow, das kommt von weit her. Feldpost für Afghanistan. Das ist unser weitester Kunde, wie es aussieht." Nachdem Bröske die Bestellungen ausgedruckt hat, geht's an's Einpacken. Seine Frau hilft ihm, denn allein kann er das Pensum nicht mehr bewältigen. Und dabei wollte er eigentlich nur seiner Haut etwas Gutes tun: "Das kam eigentlich aus persönlichen Bedürfnissen. Ich habe nach Alternativen gesucht zu herkömmlichen Pflegemitteln und habe festegstellt, daß in den USA ein großer Markt ist für Pflegeprodukte speziell für den Mann. Und nach ein paar Recherchen im Internet habe ich festgestellt, dass die Pfelegprodutke hier in Deutschland nicht erhältlich sind und so hat sich die Idee eigentlich entwickelt." Zur gleichen Zeit jagen beim größten Elektronik-Versandhaus Europas die Laderoboter durchs Hochregal. Conrad.de hat im vergangenen Jahr um 31% zugelegt. Geschäftsführer Bernd Kratz zieht bei den Zahlen gern Bilanz: "Wir haben täglich so um die 33.000 - 34.000 Pakete verschickt ins In- und Ausland; haben unsere Filialen versorgt, ja das waren so etwa 400 Paletten jeden Tag. Das sind dann 15 bis 16 LKW, die raus gingen täglich an unsere Filialen." Conrad.de hat vergangenes Jahr 100 Millionen Pakete verschickt. 75.000 Artikel warten allein in dieser Abteilung auf den Versand. Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Geschäftsführer Bernd Kratz: "Ja, durchblicken tun eigentlich nur noch die Computer. Die gesamte Anlage, Sie haben es ja beim Durchgehen gesehen, überall stehen Computer, Terminals, PC's rum, ohne diese Elektronik sind wir völlig aufgeschmissen." Die Mitarbeiter müssen dem Computer gehorchen, sonst bricht hier das Chaos aus. 20 Online-Shops betreibt Conrad inzwischen, und die liefern weltweit. Bernd Kratz: "Ein Kunde, der beispielsweise in Timbuktu sitzt und braucht Widerstände, kommt übers Internet auf Conrad, und ich weiß nicht genau wo Timbuktu in Afrika liegt, aber auch da liefern wir hin." Zur gleichen Zeit wird beim "gepflegten Mann" die Bestellung für Afghanistan gepackt. Für Bröske ist sein Online-Shop noch ein Hobby. Doch sein Keller platzt inzwischen aus allen Nähten. Er muss expandieren: "Wir müssen aussourcen und überlegen, die ganze Sache einem Logistiker zu übergeben. Um die Lagerhaltung hier abzugeben, weil einfach der Platz nicht mehr ausreicht." Noch ist hier alles Handarbeit. Aber schon bald könnten Bröskes Waren wie bei Conrad über Fließbänder laufen. Dabei geht die Kundschaft nicht mehr nur auf Schnäppchenjagd. Die Verbraucher setzen vor allem auf den Zeitvorteil sagt Conrad-Geschäftsführer Kratz: "Auf allen möglichen Kanälen finden Sie mittlerweile Internet als Priorität Nummer 1. Und ich glaube, wir haben jetzt das Internetzeitalter nicht nur erst begonnen, also es liegt nicht mehr vor uns, wir haben es bereits begonnen." Waren im Wert von über 2,2 Mrd. Euro haben die deutschen Verbraucher in den vergangenen zwei Monaten online geordert. Der Boom soll anhalten. Einkaufen per Internet – ein Trend, der nicht mehr zu stoppen ist. |
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