
| 31.03.2010 |
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| Die Aufgabe als Staff-Scientist an Bord hat eine Menge Facetten. Es beginnt damit technische und wissenschaftliche Fragen zu beantworten und endet dabei, soziale oder Reise-Fragen zu arrangieren. Carol Cotterill ist Staff Scientist auf dieser Expedition 325 und ich bin Staff Scientist in Ausbildung, sozusagen, ich lerne alles was geht von ihr. Ich bin im letzten Jahr in das Projekt eingebunden worden. Carol fragte mich, ob ich Interesse daran haben, Trainee Staff Scientist zu sein. Ehrlich, aus dem winterlichen England raus zu kommen, um ans Great Barrier Reef zu fahren hatte rein gar nichts mit meiner Entscheidung zu tun! Was folgte war der Weg in Carols Büro, um über „ein paar Dinge“ zu sprechen. Wie sich herausstellte, gab es eine lange Liste von Dingen, die abgearbeitet werden mussten, Massen von komplizierten Papieren usw. Eine gute Stunde später fühlte ich mich zwar einerseits entmutigt, andererseits aber auch sehr aufgeregt, in soetwas involviert zu sein. Zu Carols Rolle gehört die Koordination der Wissenschaftler von Beginn an, auch über die Phasen vor, auf und nach der Expedition. Außerdem ist es ihre Aufgabe sicher zu stellen, dass jeder gebührend für seine Aufgabe gewürdigt wird, bei der Arbeit mit den Bohrprobem, zum Beispiel. Der Staff Scientist muss auch die Ergebnisse der Auswertungen für das IODP zusammenstellen, Erlaubnisse besorgen, Visa, Reisevorbereitungen teffen, Kosten überwachen, Meetings organisieren und Diskussionen führen. Die Liste scheint endlos. Je näher unser Auslaufdatum rückte, desto länger wurde diese Liste, länger und länger, je kürzer die Zeit wurde. Schließlich – nach ein paar Fehlstarts und kleineren Katastrophen schafften wir es doch, wir gingen an Bord des Greatship Maya in Townsville. An Bord angekommen, geht die Arbeit des Staff Scientist natürlich weiter. Hier ist er vor allem ein Bindeglied zwischen Wisschenschaftlern und Mannschaft, um sicher zu stellen, dass jeder weiß, was gerade passiert und dass das Projekt nicht aus der Bahn fällt, sondern alles so läuft, wie geplant. Damit die Arbeit auch nicht langweilig wird und die Wissenschaftler glücklich bleiben, gibt es einen Haufen überraschende Fragen, beginnend bei technischen Dingen über die Bohrungen und Proben bis hin zu so etwas wie „Wo kann ich meine Haare schneiden?“ Einige Frage sind leichter zu beantworten als andere. ![]() Caption: Y_Yokoyama@ECORD_IODP: Carol zeigt den Wissenschaftlern die ESO Container zu Beginn der Expedition. Der Staff Scientist ist auch verantwortlich für die Koordination der Berichte nach außen. Es gibt tägliche Reports über die Bohrungen, technische Probleme und wissenschaftliche Inhalte. Wöchentliche Updates gibt es zu Prozesse während der Offshore-Phase. Dazu bauen wir blog-Eintragungen, um hoffentlich eine größere Menge Menschen zu erreichen. ![]() Caption: D_Wallis@ECORD_IODP: Sophie arbeitet am Expeditions-Logbuch, während Dave etwas aufgeregt aussieht. (Vielleicht hat er den Wetterbericht gelesen!) Nebenbei müssen wir die Leute bei Laune halten während ihrer Schicht. Zur Zeit starten wir Dart-Turniere, was bei hoher See eine sehr schlechte Idee ist. (Scharfe Gegenstände!) ![]() Caption: M_Mowat@ECORD_IODP: Alex und P.K. am Dartboard. Auch wenn wir gerade auf dem Wasser arbeiten, planen wir schon die Onshore Science Party in Bremen. Hier wird eine große Gruppe Wissenschaftler an den Bohrkernen arbeiten. Jeder Spezialist bringt da seine besonderen Fähigkeiten ein. Eine echte Herausforderung, etwas später in diesem Jahr. Redaktion: Klaus Esterluß |
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