
| 26.11.2009 |
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Die Fahrt nach Floripa war sehr nett und erholsam. Unterwegs hielt ich noch kurz an in einem Reservat, einem Feuchtgebiet, das nicht nur Amphibien, sondern auch andere wunderschöne Tiere beherbergte:![]() Reiher, Kormorane, Quero-queros (eine Kiebitzart), tolle Schwarzhalsschwäne... ![]() ...und sogar Capivaras, das sind riesige Meerschweinchen, aeehh, desculpe, in Wahrheit sind es natürlich Wasserschweine, aber die sehen aus wie übergroße braune Meerschweinchen - die größten Nagetiere der Welt! ![]() Dann noch ein kurzer Halt auf eine Guarana (das ist ein typisch brasilianisches Erfrischungsgetränk, schmeckt wie ne Mischung aus flüssigen Gummibärchen und Brause) in Laguna, einer schönen Strandstadt im Kolonialstil. Und schließlich Florianopolis, im Jargon auch liebevoll "Floripa" genannt. Pünktlich gegen 16.30 treffe ich an der UFSC-Universität ein, Anne Zillikens, die deutsche Projektleiterin und "Finanzministerin" meiner Reise erwartet mich schon. Ich werde nun eine Woche auf der schönen Insel Ilha de Santa Catarina bleiben. Vielleicht verschlägt es mich ja sogar mal an den Strand? Andere, "normale" Leute kommen nach Floripa zum Baden und Surfen, wir halt zum Frösche Gucken. Bin schon gespannt, was wir finden werden… |
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| 26.11.2009 |
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| Eigentlich wollte ich Montag morgen zügig von Torres in Richtung Norden aufbrechen, nach Florianopolis, in die Hauptstadt von Santa Catarina. Aber meine Abreise gestaltete sich schwieriger und schweißtreibender als erwartet. Der Morgen selbst war ja zunächst noch ganz entspannend, direkt nach dem Aufstehen mit einer Tasse Kaffee und Blog schreibend auf dem Balkon mit Meerblick in der Sonne zu sitzen. ![]() Aber als es drum ging, die Alarmanlage von Marcios Strandhäuschen so einzustellen, dass sie erst losgeht, wenn der Dieb kommt, und nicht schon, wenn ich noch mit irgendwelchen Schlüsseln im Haus hantiere, das war mir zunächst nicht möglich. Unglaublich ätzend und innervierend, diese kreischende Alarmsirene! Insgesamt musste ich sie wohl sechs oder sieben Mal über mich ergehen lassen, hätte mich nicht gewundert, wenn eine kleine Einheit der Policia Militar, die sonst eigentlich immer zur Stelle ist, wenn man sie nicht braucht, mich mitgenommen hätte, um dem unwürdigen Treiben ein Ende zu setzen ... Hätte ich doch nur besser aufgepasst, als Marcio es mir erklärte. Es war ja schon äußerst großzügig von ihm, mir das Ferienhaus so mir nichts dir nichts einfach noch eine Nacht zu überlassen. Marcio und die Studenten sind nämlich schon am Sonntag morgen nach Porto Alegre zurück, und ich durfte noch einen Tag und Nacht alleine dort in Torres bleiben. Ich sollte dann einfach Montag morgens alle Fenster schließen, diesen und jenen Knopf der Alarmanlage drücken, damit sie auch scharf ist, und schließlich den dicken Schlüsselbund bei einem Nachbarn einige Straßen weiter abgeben. Aber das war einfacher gesagt als getan! Durch die feuchte Meereslage direkt vorn am Strand waren die ganzen Fenster- und Türrahmen so aufgequollen, dass sie nicht richtig zu gingen. Mit einem kleinen Hammer und entsprechendem Geschick (sagen wir ruhig, rohe Gewalt) gelang es mir aber schließlich, alle Kontakte zur vollsten Zufriedenheit der Anlage zu schließen...Uffff, jedenfalls selten so geschwitzt, meine lange Hose hatte am Abend von den Knien abwärts lauter weiße Salzränder... |
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