22.11.2009  
     
 
Porto Alegre
Tornado!
 
  Das war ein wirklich extrem heftiger Sturm, ja, ein waschechter Tornado, der am Donnerstag Mittag im Großraum Porto Alegre gewütet hat: zwar kaum 20 Minuten lang, dafür aber mit extremen Windgeschwindigkeiten von bis zu 137 km/h und großer Zerstörungskraft.


Am Strand hat der Tornado reihenweise Häuser abgedeckt und z. B. auch eine Schule zum Einsturz gebracht. Wie danach in der Zeitung zu lesen stand, hat er auch mehreren Menschen das Leben gekostet: In Rio Grande do Sul sind sieben Personen durch herabstürzende Ziegel, Bäume usw. erschlagen worden, und ganz besonders tragisch, ja bizarr, mutet der Fall eines Feuerwehrmannes im Hilfseinsatz an. Der Mann ist beim Zerteilen von Ästen und Bäumen auf der Straße abgerutscht und in die laufenden Messer seiner Motorsäge gefallen – ihm war nicht mehr zu helfen. „Que horror“, wie man auf portugiesisch sagt!Und ich habe von all dem gar nichts mitgekommen, ich saß nämlich zu der Zeit noch abgeschottet in den fensterlosen Kellerräumen der PUC-Universität – bis das Licht ausging, während ich grade meinen letzten Blogeintrag schrieb. Man hörte von nebenan durch die Wand einen kurzen Aufschrei der überraschten Studenten und alles war rabenschwarz um mich rum. Nur gut, dass ich ein Netbook hab, da wird der Bildschirm dann zwar etwas dunkler, aber sonst passiert nichts weiter, auch der angefangene Beitrag war nicht verloren, denn der Internet-Zugang war offenbar davon nicht betroffen. Tja, und als „Froschmensch“ hab ich natürlich immer die Stirnlampe griffbereit am Mann. So konnte ich ganz gemütlich noch alles zu Ende schreiben.
 
 
 
Wissenschaftsredaktion 22.11.2009, 19:01 # 0 Kommentare
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