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Was Amphibien angeht, kann Deutschland echt einpacken: Hier leben gerade mal 14 Arten...
Kein Wunder also, dass es einen Froschfan wie mich immer wieder nach Brasilien zieht: In keinem Land der Erde gibt es mehr Amphibien als hier. 800 Arten sind bekannt und es kommen jährlich neue dazu. Es ist schon echt irre, wenn man das Glück hat, selber eine neue Art zu entdecken - das kann man kaum beschreiben. Vor allem wenn es auch noch so ein prächtig gefärbter ist wie dieser hier, der inzwischen als "Leopardenfrosch" in die Literatur eingegangen ist:

Wobei ich sagen muss, es war schon echt Glück dabei. Der Frosch sprang mir nämlich fast in den Arme. Naja, ganz so romantisch war es auch nicht...genau genommen hatten wir einen Verkehrsunfall: Der Frosch sprang mir nachts in einem Sturzregen einfach vor den Jeep. Und auch als ich ein zweites Mal eine neue Art entdeckt habe, war es wirklich ein Riesenzufall. Ich hatte gerade beide Hände voll zu tun und versuchte, eine wild um sich peitschende Haubennatter zu sichern, die ich im Küstenregenwald gefangen hatte, als sie vor Stress ihre letzte Mahlzeit erbrach...das war natürlich nicht so schön im ersten Moment, aber unten den erbrochenen Fröschen war halt auch dieser dabei:

Wir haben ihn Urhornfrosch genannt. Zu Ehren meines verstorbenen brasilianischen Forscherkollegen Pedro Braun haben wir ihn wissenschaftlich Proceratophrys brauni getauft.
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