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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Search Results for Tag: Makalu

Luis, last minute

Makalu

Der Achttausender Makalu

Achttausender-Bergsteigern geht es nicht anders als normalen Reisenden. Kurz vor der Abreise knubbeln sich die Termine. Beruflich müssen noch die Weichen für die lange Abwesenheit gestellt werden. Dazu gesellen sich private Verpflichtungen und, nicht zu vergessen, die Vorbereitungen für das bevorstehende Projekt. Das geht auch Luis Stitzinger so. Unsere Wege kreuzen sich am Wochenende in Oberstdorf, einen Tag vor Luis’ Abreise nach Nepal. Dort will sich der 45-Jährige mit seiner Frau Alix von Melle erneut am Makalu versuchen, dem mit 8485 Metern fünfthöchsten Berg der Erde. 2010 hatten die beiden auf 8050 Metern bei Temperaturen von minus 45 Grad Celsius umkehren müssen. Sechs Achttausender hat das Bergsteiger-Ehepaar bereits auf dem Konto: Cho Oyu, Gasherbrum II, Nanga Parbat, Dhaulagiri, Broad Peak und Shishapangma. Alle haben sie ohne Flaschensauerstoff bestiegen. Die 43 Jahre alte Alix ist damit die erfolgreichste deutsche Frau an den höchsten Bergen der Welt.

Datum

7. April 2014 | 10:47

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Makalu, die Zweite!

Alix von Melle und Luis Stiztinger

Alix von Melle und Luis Stitzinger

Manche Berg-Seilschaft endet als eine fürs Leben. Beispiele für Ehen zwischen einer Bergsteigerin und einem Bergsteiger gibt es viele: Gaby und Sigi HupfauerDaniela und Robert Jasper, Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits, um nur einige zu nennen. Auch Alix von Melle und Luis Stitzinger haben sich das Ja-Wort fürs Leben gegeben. 2011 war das, zehn Jahre nachdem es bei einer Expedition zum Aconcagua, dem mit 6962 Metern höchsten Berg Südamerikas, zwischen ihnen gefunkt hatte.

Inzwischen haben beide sechs Achttausender auf dem Bergkonto, fünf davon gemeinsam bestiegen, allesamt ohne Flaschensauerstoff. Die 42 Jahre alte Alix ist damit die erfolgreichste Achttausender-Bergsteigerin Deutschlands. Luis hat sich in der Szene mit spektakulären Skiabfahrten von den höchsten Bergen der Erde einen Namen gemacht. So fuhr der 45-Jährige 2009 als Erster die zentrale Diamirflanke des Nanga Parbat mit Skiern hinunter. In diesem Frühjahr will sich das Bergsteiger-Ehepaar erneut am 8485 Meter hohen Makalu in Nepal versuchen. 2010 hatten die beiden am fünfthöchsten aller Berge in 8000 Meter Höhe umkehren müssen. Anfang der Woche habe ich Alix und Luis auf der ISPO in München getroffen.

Datum

2. Februar 2014 | 17:24

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Göttler: Verhältnis mit Sherpas wird gut bleiben

Die letzten Meter zum Gipfel des Makalu

Viele kennen den Anblick des Makalu, ohne dass es ihnen bewusst ist. Auf Bildern, die vom Gipfel des Mount Everest in Richtung Südostgrat geschossen werden, erhebt sich im Hintergrund der formschöne fünfthöchste Berg der Erde. Nur wenige Kilometer Luftlinie trennen die beiden Achttausender, und doch sind es Welten. In diesem Frühjahr überschlugen sich die Everest-Schlagzeilen: erst die Schlägerei in Lager 2, dann das 60-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung. Da verlor auch ich die Expedition von vier deutschen und einem Schweizer Bergsteiger zum Makalu ein wenig aus den Augen.

Siegrist musste abbrechen

David Göttler, Michael Wärthl, Hans Mitterer, Daniel Bartsch und Stephan Siegrist wollten den Berg im Alpinstil über den anspruchsvollen Westpfeiler besteigen. Siegrist musste die Expedition abbrechen, weil er in der Höhe unerträgliche Kopfschmerzen und Sehstörungen hatte, möglicherweise Folge eines Schädelbruchs einige Jahre zuvor. Die anderen vier gaben ihren ursprünglichen Plan auf und schwenkten auf den Normalweg um. Wärthl kehrte wegen eiskalter Finger kurz vor dem Gipfel um. Die restlichen drei erreichten den höchsten Punkt auf 8485 Metern. Sie verzichteten bei ihrem Aufstieg auf Flaschen-Sauerstoff.

Datum

5. August 2013 | 16:55

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Back to the roots

Vor einem Jahr sprang er dem Tod von der Schippe. Jetzt macht sich Steve House wieder auf in die Todeszone. „Mit ein bisschen Glück werden wir in genügend Schwierigkeiten geraten, um ein großes Abenteuer zu erleben“, schreibt der Topbergsteiger aus den USA auf seiner Homepage. Der 40-Jährige hat sich einer slowenischen Expedition zum Achttausender Makalu angeschlossen und kehrt damit zu seinen Wurzeln als Bergsteiger zurück. Bei einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Slowenien hatte Steve die Feinheiten des Klettern erlernt. Mit einer slowenischen Expedition war der damals erst 19-Jährige auch erstmals an einem der höchsten Berge der Welt unterwegs gewesen, am Nanga Parbat.


Steves Ziel 2011: Der Makalu

Datum

30. März 2011 | 8:21

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Steve House, im Herzen ein Purist

„Du kraulst wie ein alter Kahn“, pflegte einst mein Sportlehrer zu mir zu sagen, wenn er mich schwimmen sah. Ähnlich verhält es sich mit meinem Englisch. Genug, um nicht unterzugehen, zu wenig, um zu glänzen. Dennoch, also auf die Gefahr hin, mich als Grammatikmuffel und Vokabelwinzling zu offenbaren, stelle ich euch unten mein Interview mit Steve House ohne Übersetzung bereit. In diesem Fall, glaube ich, ist es wirklich ein Mehrwert, den Spitzenbergsteiger aus den USA im Original zu hören, weil er bei unserem „Wander-Gespräch“ beim International Mountain Summit in Brixen extrem offen war.


Steve House, für Reinhold Messner der derzeit „weltbeste Extrembergsteiger“

Datum

29. November 2010 | 17:27

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Nicht ohne dich

Ich bin euch noch schuldig, wie es dem Bergsteigerpaar Alix von Melle und Luis Stitzinger am 8485 Meter hohen Makalu ergangen ist. Ein erster Gipfelversuch am 24. Mai scheiterte wegen Schneefalls. Alix und Luis legten auf rund 8000 Metern ein Materialdepot an, um am folgenden Tag einen weiteren Versuch zu starten. Als sie zu ihrem obersten Lager zurückkehrten, mussten sie zunächst zwei Ukrainer aus ihrem Zelt verscheuchen, die es sich dort bequem gemacht hatten.


Die geplante Aufstiegsroute

Datum

29. Mai 2010 | 12:04

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Paarweise

Vor ein paar Tagen auf der Heimfahrt vernahm ich im Radio eine mir vertraute Stimme. Reinhold Messner gab eines seiner – geschätzt – fünf Interviews pro Tag. Ich amüsierte mich über die (wie so oft vergeblichen) Versuche der Moderatorin, den Redefluss der lebenden Bergsteigerlegende zu unterbrechen. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie schwer das ist. Dann horchte ich auf. Reinhold war kurz angebunden. Die Frage: Ob er jemals seine Partnerin auf einen schwierigen Berg mitgenommen habe? „Nein, nur bis ins Basislager. Bei meiner Frau, mit der ich seit mehr als 20 Jahren zusammenlebe, waren die Rollen klar verteilt. Sie kümmerte sich um die Erziehung der Kinder.“ Und Messner schob noch nach, dass er es toll finde, dass Gerlinde Kaltenbrunner gemeinsam mit ihrem Ehemann Ralf Dujmovits am Mount Everest eine schwierige Route versuche. „Ich hatte nie eine solche Partnerin.“ Fast klang der 65-Jährige ein bisschen neidisch.


Gerlinde und Ralf

Datum

21. Mai 2010 | 8:37

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