Search Results for Tag: Expedition
Mit dem Rad zum Südpol
Versägt zu werden, kratzt am Selbstbewusstsein. Mir geht das so, wenn ich auf dem Fahrrad kräftig in die Pedale trete und trotzdem überholt werde – womöglich sogar von einem Fahrer, der (noch) älter ist als ich. Inzwischen habe ich mir jedoch angewöhnt, nach der frustrierenden Überholaktion blitzschnell auf den Rahmen des gegnerischen Fahrrads zu blicken. Und siehe da, häufig bringt das die Entwarnung: Klar, ein E-Doper! Im ewigen Eis hätten Elektrofahrräder keine Chance. Ein kompakter Hochleistungsakku für die dort herrschenden extremen Temperaturen muss erst noch entwickelt werden. Und so bricht Eric Larsen in diesen Tagen mit seinem Geländerad garantiert E-ungedopt Richtung Südpol auf.
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Quäl dich, du Sau!
Der gefallene Radheld Jan Ullrich hatte einst einen Wasserträger, der ihm auch einmal den Marsch blies. Udo Bölts nahm kein Blatt vor den Mund, als er seinem Teamkapitän auf dem Weg zum Tour-de-France-Sieg 1997 Beine machte. “Quäl’ dich, du Sau!”, schleuderte er Ullrich entgegen. Zu einer Zeit, in der wir uns noch als Radsportfans offenbaren konnten, ohne Kopfschütteln zu ernten, wurde Bölts’ Spruch zum geflügelten Wort.
Beim Bergsteigen in großer Höhe bist du dein eigener Wasserträger. Im wörtlichen, wie im übertragenen Sinne. Ein dahingemurmeltes “Quäl’ dich, du Sau!” hilft manchmal. Auch mir am Putha Hiunchuli, dann nämlich wenn ich am Limit war. Wie das aussah? Schaut mal in die Bilder, die meine Weggefährten geschossen haben!
Zwei Paare, zwei Geschichten
Oberhalb des Basislagers grasen bereits die Yaks, die morgen unser Gepäck zurück nach Kakkot bringen werden. Die Zeichen stehen auf Abstieg. Wir verlassen den Putha Hiunchuli. Brigitte und Hans haben beide den Gipfel erreicht. Das war nicht selbstverständlich. Das Paar hatte sich vorgenommen, von Lager 2 in einem Zug knapp 1200 Höhenmeter bis zum Gipfel aufzusteigen.
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Frost, Frust, Freude
So unterschiedlich die Mitglieder der Putha Hiunchuli Expedition sind, am heutigen Ruhetag im Basislager gleichen sie einander. Alle wirken müde, nachdenklich und klagen über schmerzende Fingerkuppen. Die arktischen Temperaturen am Gipfeltag haben Spuren hinterlassen.
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Neben der Spur
Ich fühle mich wie in einem Film, bei dem die Tonspur den Bildern hinterherläuft. Eigentlich bin ich wie alle anderen Expeditionsteilnehmer wohlbehalten ins Basislager zurückgekehrt. Draußen ist es ungemütlich kalt. Es schneit leicht. Ich liege in meinem warmen Schlafsack und versuche zu verstehen, was da eigentlich gestern mit mir im Gipfelbereich des Putha Hiunchuli geschehen ist. Joachim hat mich eine Weile von Lager 3 auf 6600 Metern aus beobachtet. Schöner als er kann ich es nicht beschreiben. „Du hast dich so langsam bewegt. Du sahst aus wie einer, der eigentlich keine Chance hat, aber trotzdem versucht, sie zu nutzen.“
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Neun Gipfelstürmer
Natürlich gibt es immer Ausreden. Da war zunächst das kleine Zelt für Lager 3, das es Sergio und mir schwer machte, rechtzeitig zum Aufbruch um zwei Uhr nachts fertig zu sein. Dann stahl mir die dünne Luft die Kraft, um die Innenschuhe in die Expeditionsschuhe zu drücken. Und schließlich machte ich noch einen Kardinalfehler.
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Neun Bergsteiger auf dem Gipfel des Putha Hiunchuli
Gipfelmeldung von Amical:
„Putha Hiunchuli 7246 m – Herzlichen Glückwunsch!
Den Gipfel des Putha Hiunchuli konnten am 20.10. Brigitte Bayr (D), Helmut Eibel (D), Norbert Huber (A), Hans König (D) der Expeditionsarzt Roland Rink (A), Sergio Zigliotto (I) und Expeditionsleiter Herbert Wolf (A) sowie die beiden Hochträger Pemba Jangbu und Pemba Nuru erreichen. Das komplette Expeditionsteam befindet sich bereits wieder in L I und wird morgen im BC zurück erwartet.
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Vor dem Finale
In der vergangenen Nacht dachte ich ernsthaft, die Expedition sei gelaufen. Ein Sturm schüttelte die Zelte heftig. Es schneite. Graupel gelangte ins Zeltinnere. Ich wälzte mich von einer Seite auf die andere und schlief kaum. Als der Morgen graute, war fast alles vergessen. Etwa 20 Zentimeter Neuschnee lagen auf den Hängen. Der Himmel war wolkenlos, die Aussicht von Lager 2 atemberaubend.
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Müde, kaputt, aber angekommen
Ich bin noch nie einen Marathon gelaufen. Meine Knie würden das nicht mitmachen. Aber heute fühle ich mich so, als wäre ich gut 40 Kilometer gelaufen. Dabei waren es nur 2,7 – die allerdings bergauf. Von Lager 1 auf 5500 Metern nach Lager 2 auf 6100 Metern. Alle sind angekommen, fast alle auf dem Zahnfleisch. Expeditionsleiter Herbert und die beiden Pembas spielen in einer anderen Liga. Der Lagerplatz liegt in einer geschützten Mulde mit einer beeindruckenden Aussicht auf die Berge Nepals.
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Lampenfieber
Eigentlich ist heute Ruhetag, doch wirklich zur Ruhe kommt niemand. Die Spannung ist fast mit bloßen Händen zu greifen. Morgen brechen wir auf, um in vier Etappen den 7000er Putha Hiunchuli zu besteigen. Wenn alles perfekt läuft, könnten wir am Donnerstag den höchsten Punkt auf 7246 Metern erreichen. Doch geschenkt wird uns dieser Berg nicht.
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Umgedreht
Ich war in Lager 2, aber dem Falschen. Die Zelte, die ich heute an der Nordostflanke des Putha Hiunchuli erreichte, gehörten einer französischen Kleinexpedition (ein Bergführer, ein Kunde) und standen auf 5920 Metern. Als ich dort, ziemlich am Limit, eintraf, meinte Expeditionsleiter Herbert: „Stefan, am besten steigst du von hier wieder ab. Spare dir deine Kräfte für die nächsten Tage!“ Im ersten Augenblick kam ich mir vor wie früher, wenn zwei Fußballmannschaften gewählt wurden und keiner auf mich deutete. Doch selbstverständlich lag Herbert mit seiner Einschätzung goldrichtig. Das war einfach nicht mein Tag. Ich hatte zu wenig geschlafen, getrunken und gegessen und näherte mich dem Ende meiner Kräfte.
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Marcs Tipp
Er war, wo ich hin will. Marc Faber stand am 14. Oktober 2010 gegen 10 Uhr vormittags 7246 Meter hoch: auf dem Gipfel des Putha Hiunchuli. „Wenn das so weitergeht, wird er bald ein rheinischer Berg“, hatte mir Marc geschrieben, nachdem er den Putha Hiunchuli gegoogelt hatte und dabei auf meinen Blog gestoßen war.
Wir verabreden uns dort, wo sich Kölner gerne treffen: auf ein Kölsch (oder zwei oder drei …) in einem Brauhaus. Ich hoffe auf ein paar gute Tipps für meinen Trip nach Nepal, der in zwei Wochen beginnt.
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Alle heile unten
Das Abenteuer K 2 ist erfolgreich zu Ende gegangen. Gerlinde und ihre drei Mitstreiter stiegen nach ihrem Gipfelerfolg ohne Zwischenfall bis ins Tal ab. „Mit großer Erleichterung dürfen wir vermelden, dass Tommy und Ralf heute Vormittag Gerlinde, Maxut, Vassiliy und Darek im Depot am Ende der spaltenreichen Zone des Gletschers überglücklich in Empfang nehmen konnten“, teilt Ralfs und Gerlindes Team in der Heimat mit. „Nun geht es gemeinsam den restlichen Weg zurück ins Basislager und, nach einer kurzen Rast, noch weiter hinunter bis ins Chinese Basecamp. Dort warten bereits die Kamele und schon morgen beginnt der Rückweg in die Zivilisation.“
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Putha Hiunchuli, ein (relativ) exklusiver Berg

Dhaulagiri-Massiv mit Putha Hiunchuli (ganz rechts)
Gespräche mit meinen Freunden, Verwandten und Bekannten laufen derzeit häufig nach folgendem Muster ab: „Welchen Berg willst du im Herbst besteigen?“ „Den Putha Hiunchuli in Nepal!“ Ratloser Blick. „Putha wer?“ Ich versuche es auf anderem Weg: „Hast du schon mal etwas vom Dhaulagiri gehört?“ „Mmh, ja, schon.“ Soll heißen: Mann, soll ich mir jetzt auch noch die Namen aller verfluchten Berge merken? Ich gehe darüber hinweg: „Der Putha Hiunchuli liegt im gleichen Massiv wie dieser Achttausender und wird deshalb auch Dhaulagiri VII genannt.“ Mein Gegenüber gibt endgültig auf: „Ach so!“ Keine Frage, es besteht Aufklärungsbedarf.
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Wie heißt der Berg?
Kennt ihr dieses Gefühl beim Joggen? Kaum losgelaufen, weiß ich, dass heute nicht mein Sporttag ist. Habe ich in den Schuhen die Einlagen für meine O-Beine vergessen? Nein, daran liegt es nicht. Aber im Nu ist mir klar: Aller Voraussicht nach werde ich abk….., sprich den Verdauungsweg alles nicht Verwertbaren gehen. Die Beinmuskeln kribbeln, die Pumpe rast. Ich frage mich, wann das Knie streikt oder die Wade krampft. Irgendwie mogele ich mich dann doch noch über die Strecke und kehre mit hängender Zunge zurück. Das ging gerade noch einmal gut. Aber die Botschaft ist klar: Ich muss das Pensum steigern.

Strecke geschafft, Läufer geschafft
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