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Hops-Lawine hat Everest erreicht
Kinder zu haben, ist wirklich toll. Sie führen dir zwar einerseits vor Augen, dass du nicht mehr jung bist, bewahren dich aber andererseits davor, vorzeitig zu vergreisen. Ohne meine Kinder wäre der „Harlem Shake“ wahrscheinlich spurlos an mir vorüber gezogen. Sie machten mich auf ziemlich lustige Varianten dieses Rumgehopses aufmerksam. Das Muster ist immer gleich: Eine alltägliche Szene, im Hintergrund läuft der Hip-Hop-Song „Harlem Shake“ von Harry Rodrigues alias Baauer. Wenn nach 15 Sekunden der Bass richtig wummert und der Ruf „Do the Harlem Shake“ ertönt, beginnt das allgemeine Zappeln. Nach einer halben Minute ist der Spuk vorbei. Das Anfang Februar bei Youtube eingestellte Original von „Filthy Frank“ wurde schon fast 47 Millionen Mal geklickt. Und die Netzlawine ist nicht zu stoppen. Inzwischen gibt es Zehntausende von Varianten. Die aus dem Basislager auf der tibetischen Nordseite des Mount Everest (von Nelson Dellis) kann ich euch unmöglich vorenthalten
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Straßenlaterne im Basislager
Gut, wenn man alte Bekannte vor Ort hat. Richard Stihler, mit dem ich 2007 am Manaslu unterwegs war, versucht sich in diesem Frühjahr – wie berichtet – am Mount Everest. Heute wie damals trägt der Architekt aus Lahr in Baden das Herz auf der Zunge und wirft einen ungeschminkten Blick auf das Geschehen vor Ort. Das Basislager zu Füßen des höchsten Bergs der Erde war für Richie fast ein Kulturschock: „Vor mir liegt eine riesige Zeltstadt inmitten einer Gerölllandschaft mit geschätzt 1500(!) Zelten. Um vom ersten bis zum letzten Lager zu kommen, benötigt man fast eine Stunde“, schreibt der 43-Jährige.
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Zwei Paare, zwei Geschichten
Oberhalb des Basislagers grasen bereits die Yaks, die morgen unser Gepäck zurück nach Kakkot bringen werden. Die Zeichen stehen auf Abstieg. Wir verlassen den Putha Hiunchuli. Brigitte und Hans haben beide den Gipfel erreicht. Das war nicht selbstverständlich. Das Paar hatte sich vorgenommen, von Lager 2 in einem Zug knapp 1200 Höhenmeter bis zum Gipfel aufzusteigen.
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Frost, Frust, Freude
So unterschiedlich die Mitglieder der Putha Hiunchuli Expedition sind, am heutigen Ruhetag im Basislager gleichen sie einander. Alle wirken müde, nachdenklich und klagen über schmerzende Fingerkuppen. Die arktischen Temperaturen am Gipfeltag haben Spuren hinterlassen.
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Neben der Spur
Ich fühle mich wie in einem Film, bei dem die Tonspur den Bildern hinterherläuft. Eigentlich bin ich wie alle anderen Expeditionsteilnehmer wohlbehalten ins Basislager zurückgekehrt. Draußen ist es ungemütlich kalt. Es schneit leicht. Ich liege in meinem warmen Schlafsack und versuche zu verstehen, was da eigentlich gestern mit mir im Gipfelbereich des Putha Hiunchuli geschehen ist. Joachim hat mich eine Weile von Lager 3 auf 6600 Metern aus beobachtet. Schöner als er kann ich es nicht beschreiben. „Du hast dich so langsam bewegt. Du sahst aus wie einer, der eigentlich keine Chance hat, aber trotzdem versucht, sie zu nutzen.“
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Lampenfieber
Eigentlich ist heute Ruhetag, doch wirklich zur Ruhe kommt niemand. Die Spannung ist fast mit bloßen Händen zu greifen. Morgen brechen wir auf, um in vier Etappen den 7000er Putha Hiunchuli zu besteigen. Wenn alles perfekt läuft, könnten wir am Donnerstag den höchsten Punkt auf 7246 Metern erreichen. Doch geschenkt wird uns dieser Berg nicht.
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Relativ sauber
Die Relativitätstheorie gilt überall - auch im Basislager zu Füßen des Putha Hiunchuli, 100 Meter höher gelegen als der Gipfel des Mont Blanc. Man muss nicht Albert Einstein heißen, um das zu verstehen. Es genügt ein Ruhetag wie der heutige, um den Beweis zu erbringen. Die spezielle Relativitätstheorie betrifft die Sauberkeit. Seit anderthalb Wochen sind wir in den Bergen Nepals unterwegs und daher relativ dreckig, auf dem besten Weg zu Halbwilden.
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Ruhetag mit technischen Schwierigkeiten
(telefonisch übermittelt)
Für heute ist noch einmal ein Ruhetag angesetzt. Nach dem Frühstück landete der Hubschrauber mit dem noch ausstehenden Expeditionsmaterial, das unter anderem den Arztkoffer mit Notfallpräparaten enthielt. Wir wurden in den Umgang mit den Sauerstoffflaschen und dem Überdrucksack eingewiesen.
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Basislager erreicht!
Wir sind im Basislager auf 4940 Metern angekommen. Allen geht es gut. Das Wetter ist perfekt. Leider gibt es im Moment Schwierigkeiten mit der Datenübertragung über das Satellitentelefon. Wir arbeiten aber daran.
Auf dem Weg zum K 2 (letzter Teil): Traumberg, Berg meiner Träume
„Ciao“, erscholl es aus allen Ecken. Zeitgleich mit uns traf die italienische K 2-Expedition im Basislager ein. Mehrmals hatten wir uns in den vergangenen Tagen auf dem Gletscher getroffen. Mit ihrer aufschäumenden Lebensfreude, Herzlichkeit und Gastfreundschaft waren mir die Italiener ans Herz gewachsen.
Riesen-Tipi
Das Basislager am K 2 hatte 2004 fast die Ausmaße der Lager auf beiden Seiten des Mount Everest. In einem langen, breiten Streifen stand Zelt an Zelt. Nicht zu übersehen war, wo die größte Gruppe untergebracht war: Die „Casa Italia“, ein rund zehn Meter hohes spitzes Zelt, das wie ein überdimensionales Tipi aussah, bildete das Zentrum des italienischen Camps.

Blick aus dem Zelt auf den König der Achttausender
Mein Zelt stand nicht weit entfernt. Ich aß jedoch mit den Mitgliedern eines internationalen Teams, das eigentlich gar keines war. Ein durchaus übliches Verfahren an den Achttausendern: Um sich die Kosten für die teure Expeditionsgenehmigung der Regierung, das „Permit“, zu teilen und die Organisation der Anreise, des Materialtransports und der Verpflegung in dritte Hände zu geben, schließen sich kleinere Gruppen zu einer großen zusammen. Als ich im K 2-Basislager eintraf, waren einige Bergsteiger dieser bunt gemischten Truppe im Aufstieg, einige erholten sich von ihren ersten Erkundungstrips.
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