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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Hiro im 14er-Club

Hiro am Ziel

Hiro hat sein großes Ziel erreicht: Er machte einen Haken hinter sein „Projekt 14“. Am Samstag um 17.30 Uhr nepalesischer Zeit (13.45 Uhr MESZ) erreichte Hirotaka Takeuchi laut seinem Blog den 8167 Meter hohen Gipfel des Dhaulagiri. Der 40-Jährige ist damit der erste Japaner, der alle 14 Achttausender bestiegen hat. Hiros Kletterpartner, der 27 Jahre alte Landsmann Kenjo Nakajima, war während des Aufstiegs krank geworden und hatte auf 6800 Metern passen müssen. Den Rest erledigte Hiro im Alleingang.

Datum

27. Mai 2012 | 17:32

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Weitere Tote am Everest

Tibetische Nordseite des Mount Everest

Nicht nur auf der Südseite des Mount Everest hat das vergangene Gipfel-Wochenende Menschen das Leben gekostet. Auch von der Nordseite werden jetzt mindestens zwei Todesfälle vermeldet. Bei einem der beiden Toten handelt es sich nach übereinstimmenden Berichten um den bayrischen Bergsteiger Ralf D. Arnold. Angeblich stürzte er beim Rückweg vom Gipfel am „Second Step“, einer Felsstufe auf  8600 Metern. Er habe sich dabei ein Bein gebrochen und sei gestorben, heißt es. 2010 war Arnold am Achttausender Cho Oyu die erste Besteigung der Herbst-Saison gelungen. Da er alleine unterwegs war und niemand ihn kannte, war ihm der Spitzname „Mystery climber“, der geheimnisvolle Kletterer, verliehen worden.

Datum

24. Mai 2012 | 16:49

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Expeditionsmitglied Tod

Viel Verkehr auf der Normalroute

Vier Tote am Mount Everest an einem Tag, darunter auch ein Deutscher. Die Folge: Sich überschlagende Schlagzeilen im deutschen Blätterwald. Die Fakten: Eberhard Schaaf, ein 61 Jahre alter Arzt aus Aachen, ist am Samstag beim Abstieg vom Gipfel des höchsten Bergs der Erde gestorben. Vermutlich an den Folgen eines Höhenhirmödens, etwa auf Höhe des Hillary-Steps auf knapp 8800 Metern. Drei weitere Bergsteiger kamen oberhalb des Südsattels ums Leben: Ein Koreaner, ein Chinese und eine in Nepal geborene Kanadierin. Auch bei ihnen wird vermutet, dass sie an den Folgen der Höhenkrankheit starben. Todesfälle mit Ansage?

Datum

22. Mai 2012 | 12:53

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Nie mehr Everest – versprochen!

Ralf am Everest-Südsattel

Ralf hat die Schublade Mount Everest für immer verschlossen. „Ich werde für alle Zukunft auf eine Besteigung des Everest ohne künstlichen Sauerstoff und ohne Sherpa-Unterstützung verzichten. Ich habe es Gerlinde versprochen“, schreibt Ralf Dujmovits auf seiner Internetseite. Seine Frau Gerlinde Kaltenbrunner räumt ein, dass sie über diesen Entschluss „unheimlich erleichtert“ sei. Zum dritten Mal nach 2005 und 2010 brach Ralf einen Versuch ab, den höchsten Berg der Erde ohne Atemmaske zu besteigen. Der erfolgreichste deutsche Höhenbergsteiger hatte den Gipfel des Mount Everest 1992 erreicht, dabei aber auf Flaschensauerstoff zurückgegriffen. Die anderen 13 Achttausender bestieg Ralf allesamt „oben ohne“. Zu gerne hätte der 50-Jährige diese Scharte noch ausgewetzt. Doch es sollte nicht sein. Dabei hatte es so gut ausgesehen.

Datum

21. Mai 2012 | 8:40

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Über ihnen nur der Himmel

David am Gipfel des Nuptse

Exklusiv, und doch so nahe am Trubel. Während sich auf den Normalrouten am Mount Everest die Gipfelanwärter stauten, haben Gerlinde Kaltenbrunner und David Göttler am Donnerstag (17. Mai) den 7861 Meter hohen Hauptgipfel des Nuptse erreicht. Außer ihnen war niemand an diesem formschönen Berg unterwegs, der zusammen mit Everest und Lhotse das berühmte „Hufeisen“ rund um das “Tal des Schweigens” formt. „Dort oben am Nuptse-Gipfel, zusammen mit Gerlinde, bei absolut super Wetter, warm, kein Wind, auf diesem winzigen Punkt, ein Ausblick gefühlt über die ganze Welt!“, schwärmt David auf seiner Internetseite. „ Ein Moment, der alle Anstrengung vergessen lässt!“  Gerlinde und David gelang die erst sechste Besteigung des Nuptse-Hauptgipfels.

Datum

20. Mai 2012 | 16:27

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Eilmeldung: Richie hat es geschafft!

Richie 2007 auf dem Gipfel des Manaslu

Freudige Nachricht: Richie hat den Mount Everest bestiegen! Darüber hat mich eben die Frau von Richard Stihler informiert. „Richie und Pasang haben heute, Samstag, 19.05. um 10:00 Uhr Ortszeit bei Sonne, aber starkem Wind den Gipfel des Mount Everest erreicht“, schreibt Felicitas. Richie habe sie aus Lager 3 auf gut 7000 Metern per Satellitentelefon angerufen. Morgen wolle er zum Basislager absteigen. Ich ziehe meinen Hut ganz tief vor meinem alten Kumpel vom Manaslu. Für den 43 Jahre alten Architekten aus Lahr ist es der vierte Achttausender. Herzlichen Glückwunsch! Chapeau!

Datum

19. Mai 2012 | 17:05

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Richtige Nase

Ueli Steck

Meine Nase hat mich nicht getrogen. Ueli Steck stand wirklich gestern auf dem Gipfel des Mount Everest. Auf seiner Internetseite wurde bestätigt, dass der 35-jährige Schweizer Topbergsteiger zusammen mit seinem Kletterpartner, dem 21 Jahre alten Sherpa Tensing, den höchsten Punkt auf 8850 Metern erreicht habe: „Beide waren ohne Flaschensauerstoff unterwegs.“ Ein Bericht samt Fotos wurde für die nächsten Tage angekündigt. Derweil tröpfeln stetig neue Meldungen über Everest-Gipfelerfolge ein. Kein Wunder, haben sich doch insgesamt wohl deutlich mehr als 200 Bergsteiger auf beiden Normalrouten auf den Weg gemacht, um das erste Schönwetter-Fenster für einen Gipfelversuch zu nutzen.

Datum

19. Mai 2012 | 13:46

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Ueli oben?

Erstes Schönwetterfenster der Saison am Everest

Die ersten Bergsteiger in diesem Frühjahr haben den Gipfel des Mount Everest erreicht. Eine chilenische Expedition meldet, eine von Rodrigo Jordan geführte Gruppe von zehn Chilenen und zehn Sherpas habe um 13:50 Uhr Ortszeit (10.05 Uhr MESZ) den höchsten Punkt auf 8850 Metern erreicht. Es gibt einen ersten (zarten) Hinweis, dass auch der Schweizer Ueli Steck mit oben war. In einem Kommentar zu einem Bericht in einem US-Bergsteigerblog schreibt ein gewisser „Juan“: „Das gesamte chilenische Team steht am Gipfel, zusammen mit Ueli und einer Iranerin.“ Bei dem Verfasser könnte es sich um Juan Diaz handeln, der sich von Lager 2 aus um die Kommunikation mit dem chilenischen Gipfelteam gekümmert hatte. Eine Bestätigung dafür steht noch aus.

Datum

18. Mai 2012 | 13:51

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Im (Everest-) Westen nichts Neues

Route über Westgrat und Hornbein-Couloir

Wenn Berge Muskelkater bekommen könnten, würde sich der Mount Everest vor Schmerzen krümmen. Er wird nämlich sehr einseitig beansprucht auf seinen beiden Seiten. 19 Routen wurden seit der Erstbesteigung im Jahr 1953 auf den 8850 Meter hohen Gipfel eröffnet, doch Hunderte von Bergsteigern nutzen Jahr für Jahr fast ausschließlich nur zwei: die beiden Normalwege (auf der tibetischen Everest-Seite über den Nordost-, auf der nepalesischen über den Südostgrat). In diesem Frühjahr sah es aus, als erhielte eine andere meist verwaiste Kante des Bergs endlich wieder Besuch: der Westgrat. Doch die Chancen dafür schwinden.

Datum

16. Mai 2012 | 17:59

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Das Risiko fliegt mit

15 Menschen starben bei dem Absturz nahe Jomsom

„Der gefährlichste Teil unserer Expedition liegt hinter uns.“ Oft habe ich diesen Satz schon gehört, wenn wir nach einem Inlandsflug in Nepal heile gelandet waren. Wer im Himalaya eine ein- oder zweimotorige Propellermaschine oder auch einen Hubschrauber besteigt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er ein größeres Risiko eingeht, als wenn er in Europa eine Kaffeefahrt bucht. „Auch bei Inlandsflügen sollte renommierten Fluggesellschaften der Vorzug gegeben werden“, rät das Auswärtige Amt in Berlin den Nepalreisenden. „Medienberichten zufolge sind die Piloten auch über den technischen Zustand der Flugzeuge besorgt.“

Gestern starben 15 Menschen, als ein Propellerflugzeug der Agni Air nahe dem 2770 Meter hoch gelegenen Flugplatz Jomsom im Annapurna-Gebiet zerschellte.

Datum

15. Mai 2012 | 15:13

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Bereit für den höchsten aller Gipfel

Richie in Lager 3

Es ist angerichtet. „Die Großwetterprognose für den Everest sagt zwischen dem 17. bis 21. Mai die schon fast traditionell windstille Phase voraus. Mögen die Wetterfrösche dieser Welt recht behalten!“, schreibt Richard Stihler. Mein alter Kumpel vom Manaslu hat seine Akklimatisierungsphase abgeschlossen. Zusammen mit dem Sherpa Pasang ist Richie bis zu Lager 3 auf gut 7000 Metern aufgestiegen: „Beide sind wir schwer beladen, wir haben das gesamte Material, das für einen späteren Gipfelgang erforderlich ist, in unseren Rucksäcken. Bereits nach den ersten senkrechten Eispassagen wird mir klar, dass die natürliche Auslese genau jetzt begonnen hat. Das Gelände ist so steil, dass man sich eher anseilen sollte, um auszutreten.“

Datum

14. Mai 2012 | 17:34

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Vollgas mit Handbremse

Ueli am Everest

Alle werden älter. Auch Extrembergsteiger. „Ich spüre, dass ich mich verändere“, schreibt Ueli Steck. „Die wildeste Phase in meinem Leben – so glaube ich zumindest – habe ich hinter mir.“ Der Topkletterer aus der Schweiz gehört zu den 337 Bergsteigern aus aller Welt, denen die nepalesische Regierung die Genehmigung erteilt hat, in diesem Frühjahr den Mount Everest von der Südseite aus zu besteigen. Ursprünglich wollte der 35-Jährige (den ich euch hier im Blog im Februar vorgestellt hatte) den 8850 Meter hohen Gipfel ohne Flaschensauerstoff über den selten begangenen Westgrat erreichen.

Datum

14. Mai 2012 | 13:52

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Haifischflosse

"Shark's Fin" (Route führte von links über den Grat)

Berge müssen nicht 8000 Meter hoch sein, um Abenteuer zu erleben. Das bewies einmal mehr der deutsche Spitzenkletterer Robert Jasper, dem Anfang April an einem nicht nur sprichwörtlich am Ende der Welt gelegenen formschönen Berg eine Erstbesteigung gelang. Zusammen mit Jörn Heller und Ralf Gantzhorn erreichte der 44-Jährige (den ich euch Ende Februar hier im Blog vorgestellt hatte) erstmals den Gipfel des Monte Giordano im Süden Feuerlands. Eine Höhe von 1517 Metern zeigte das GPS-Gerät, Karten weisen 500 Meter mehr aus. Die Erstbesteiger tauften den chilenischen Berg wegen seiner spektakulären Form „Shark’s Fin“, Haifischflosse. Das Ziel der sechswöchigen Expedition war außergewöhnlich, weil zuvor erst wenige Menschen den entlegenen Berg überhaupt gesehen hatten.

Datum

11. Mai 2012 | 15:29

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Russells offene Worte

Gefährlicher Khumbu-Eisbruch

Eingepackt und weg! Der Neuseeländer Russell Brice, der wohl erfahrenste Veranstalter von Expeditionen zum Mount Everest, hat seine Zelte am höchsten Berg der Erde abgebrochen. „Die Gefahr liegt deutlich über dem, was ich verantworten kann“, sagt der 59 Jahre alte Chef des Veranstalters Himalayan Experience, der seit 1974 Expeditionen in den Himalaya führt. Schon zu Beginn der Saison hätten die Sherpas erklärt, dass es im Basislager zu warm sei. „Sie arbeiteten in T-Shirts.“ Inzwischen hätten sich dort kleine Seen gebildet.

Datum

10. Mai 2012 | 17:25

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Blindflug

Richie "überleitert" eine Gletscherspalte

Dicke Luft in dünner. „Inzwischen ist die Stimmung bei den kommerziellen Anbietern und deren Sherpas im Basislager aufgrund der gefährlichen Gesamtsituation am Berg gereizt“, schreibt Richard Stihler vom Fuße des Mount Everest. „Heute hat ein großer Anbieter bereits aufgegeben, er wird seine Lager in diesen Tagen ohne Gipfelversuch abschlagen.“ Mein alter Kumpel vom Manaslu will in diesem Mai den höchsten Berg der Erde besteigen, seinen vierten Achttausender. Richie berichtet, die Route durch die Lhotse-Flanke habe in mehrtägiger Arbeit verlegt werden müssen, nachdem mehrere Bergsteiger in der ursprünglichen Spur durch Steinschlag verletzt worden seien.

Datum

8. Mai 2012 | 18:56

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