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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Flugzeugabsturz in Nepal

Die Insassen hatten keine Chance

Und wieder eine Unglücksmeldung aus Nepal: Ein Propellerflugzeug der kleinen nepalesischen Fluggesellschaft Sita Air ist nahe dem Inlands-Flughafen der Hauptstadt Kathmandu abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Alle 19 Insassen – sieben Nepalesen, sieben Briten und fünf Chinesen – kamen ums Leben. Bei den ausländischen Passagieren handelte es sich um Trekkingtouristen. Sie waren auf dem Weg zum Flughafen Lhukla, von wo aus sie zu einer Wanderung ins Gebiet rund um den Mount Everest starten wollten. Ein Flughafensprecher teilte mit, der Pilot habe unmittelbar vor dem Absturz per Funk mitgeteilt, dass die Propellermaschine von einem Vogel getroffen worden sei.

Datum

28. September 2012 | 17:14

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Gerlinde mit Kleberücken

Gerlinde für 62 Cent

Gerlinde Kaltenbrunner auf einer Briefmarke – in Deutschland wäre das ein Politikum. Hierzulande werden traditionell nur die Konterfeis von Bundespräsidenten mit Kleberücken versehen. „In allen anderen Fällen lehnt es die Deutsche Bundespost ab, lebende Personen auf Briefmarken abzubilden, weil deren Lebenswerk noch nicht vollendet ist“, teilte schon 1960 das Postministerium mit. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. So gab es vor fünf Jahren eine Marke von Papst Benedikt XVI., der damals seinen 80. Geburtstag feierte. Aber dass sich etwa Ralf Dujmovits, der erste deutsche Bergsteiger auf allen 14 Achttausendern, schon zu Lebzeiten auf einem deutschen Postwertzeichen wiederfindet, ist in etwa so wahrscheinlich wie der Abbau aller Bergbahnen an der Zugspitze. Die Österreicher sehen das lockerer.

Datum

27. September 2012 | 12:29

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Gelesen: 2 x 14 Achttausender

Ich lege euch dieses Buch von Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits ans Herz, obwohl ich es streng genommen nicht dürfte. Mir fehlt nämlich die journalistische Distanz, ich bin eindeutig befangen. Seit vielen Jahren kenne und schätze ich Gerlinde und Ralf sehr. Nicht nur als Bergsteiger, sondern auch als Menschen. 

Datum

26. September 2012 | 22:17

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Der Manaslu ist kein Killerberg

Manaslu, „Berg der Seele“

Ist der „Berg der Seele“ nun zum „Killerberg“ mutiert? Dieser Eindruck könnte sich aufdrängen angesichts der Schlagzeilen zum Lawinenunglück am Manaslu. Vor fünf Jahren war ich selbst am achthöchsten Berg der Erde unterwegs. Im Basislager (4850 Meter) und bei einem Aufstieg bis Lager eins (5700 Meter) sammelte ich meine eigenen Manaslu-Erfahrungen. Dass jeder Achttausender tödliche Gefahren birgt, weiß jeder Bergsteiger. Und auch aus unserer Gruppe hatten damals zwei Teilnehmer großes Glück, dass sie dieses Abenteuer schadlos überstanden. Aber der Manaslu ein Killerberg? Nein, sage ich. Trotz des tragischen Lawinenunglücks vom Sonntag. Auch die Fakten sprechen eine andere Sprache. 

Datum

25. September 2012 | 14:33

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Zahl der Opfer am Manaslu steigt

Geborgene Leichen vom Manaslu

Nach dem Lawinenunglück am Achttausender Manaslu haben die Rettungskräfte ihre Arbeit wieder aufgenommen. Der nepalesische Bergsteigerverband spricht inzwischen von mindesten zwölf Toten. Elf Leichen seien am Berg geborgen worden, ein weiterer Bergsteiger sei im Krankenhaus in Kathmandu gestorben, heißt es. Drei Personen würden noch vermisst. Inzwischen wurden auch Details des Unglücks bekannt. Die riesige Lawine erfasste nicht nur das auf gut 7000 Meter Höhe gelegene Lager drei, sondern auch Lager zwei auf etwa 6600 Metern. 

Datum

24. September 2012 | 12:23

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Lawine am Manaslu

Manaslu, der "Berg der Seele"

Mindestens neun Bergsteiger sind bei einem Lawinenunglück am Achttausener Manaslu ums Leben gekommen. Nach Informationen nepalesischer Medien ist unter den Opfern auch ein Deutscher. Mehrere Bergsteiger werden noch vermisst. Rettungskräften gelang es, per Helikopter etwa ein Dutzend Verletzte abzutransportieren.

Datum

23. September 2012 | 14:43

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Deutschland-Bilder

Zurück in Köln habe ich euch noch ein paar Impressionen meiner Reise quer durch Deutschland zusammengestellt, die noch nicht als Bilder im Blog erschienen sind. Ich sage auch „Danke!“ für eure vielen aufmunternden Kommentare.

P.S. Die Internetseite 4-seasons.de hat über meine Aktion „Fair zum Berg“ berichtet.

Datum

22. September 2012 | 20:31

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Oben abgekommen

Am Ende einer langen Reise

Der Stein von der tiefsten Stelle Deutschlands liegt jetzt auf der höchsten. Heute um 13.30 Uhr habe ich ihn am 2962 Meter hohen Gipfel der Zugspitze abgelegt – nachdem ich ihn ausschließlich mit fairen Mitteln, mit dem Fahrrad oder zu Fuß, quer durch Deutschland dorthin gebracht habe. Die Zugspitze hat  es uns nicht gerade leicht gemacht.

Datum

20. September 2012 | 18:33

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Servus vom Fuß der Zugspitze

Angekommen

Ich bin’s, der Stein von der tiefsten Stelle Deutschlands. In einem dunklen Winkel einer Satteltasche bin ich quer durch Deutschland geradelt worden. 71 Stunden und 16 Minuten reine Fahrzeit liegen hinter mir, in denen ich manchmal ganz schön durchgeschüttelt wurde. Einmal waren wir 46,81 Stundenkilometer schnell. Gott sei Dank haben wir Steine keinen Magen, sonst wäre mir sicher schlecht geworden. Steht ihr auf Statistik? Na dann.

Datum

18. September 2012 | 22:13

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1000-Kilometer-Marke geknackt

Alpakas nahe Landsberg

Da kannst du sagen, du warst in Lima“, sagt einer der beiden älteren Herren, die sehen, dass ich die Alpakas fotografiere. Dabei heißt mein Lima Landsberg und liegt am Lech. Irgendjemand muss ein Faible für diese südamerikanischen Hochlandkamele oder ihre Wolle haben, um sie hier ins Voralpenland zu importieren. Ungewöhnlich. Aber warum nicht, Reinhold Messner hält in Südtirol schließlich auch Yaks, die er aus dem Himalaya mitgebracht hat. Und die Alpakas machen einen durchaus zufriedenen Eindruck.

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Datum

17. September 2012 | 22:34

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Lieber abseits

Romantisches Nördlingen

Straßen sind asphaltiert und meist laut. Sie können nicht romantisch sein, höchstens romantische Plätze verbinden. Genau das macht die Romantische Straße, der ich heute über insgesamt 125 Kilometer bis hinter Donauwörth gefolgt bin, inklusive Fahrrad-Umwege. Als ich morgens in Rothenburg ob der Tauber eine Bäckerei betrete, um mir mein Frühstück zu besorgen, staune ich nicht schlecht. Die Verkäuferin spricht mit ihren Kunden japanisch. Eine geschäftstüchtige Frau, die Stadt wimmelt schließlich von Touristen aus Nippon. Die romantische Altstadt gehört zu den Plätzen in Deutschland, die ein japanischer Urlauber einfach gesehen (und fotografiert) haben muss.

Datum

16. September 2012 | 23:23

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Herr Radfahrer!

Darum ist es am Main so schön

Fair ist schwer. Zumindest, wenn man 133 Fahrradkilometer von gestern in den Knochen und außerdem schlecht und zu kurz geschlafen hat. Und dann fährt in unmittelbarer Nähe zum Radweg alle zwanzig Minuten ein Regionalzug vorbei. Nein, ich mache es nicht wie einige Radprofis in den Gründerjahren der Tour de France, die ein Stück der Etappe mit dem Zug fuhren, um den Strapazen aus dem Weg zu gehen. Ich bleibe fair unterwegs, mit meinem Stein von der tiefsten Stelle Deutschlands in der Satteltasche. Der heutige Tag meint es aber auch gut mit mir. Am Main sind die Radwege wunderbar flach. Kein Lüftchen weht. Und so fahre ich Kilometer um Kilometer, ohne dafür ans Limit gehen zu müssen.

Datum

15. September 2012 | 23:10

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Rhön-Radfahren bis zum Anschlag

Vor dem Fuldaer Dom

„Hier hat man eigentlich immer Gegenwind“, sagt der ältere einheimische Mountainbiker, der angehalten hat, als ich auf einer Brücke über die Fulda die Aussicht genieße. „Du denkst, dann bläst er dir wenigstens auf der Rückfahrt in den Rücken. Aber nein, dann hat er wieder gedreht.“ Der Radweg entlang des kleinen Flusses bis zur gleichnamigen Stadt gehört zu den schönsten Strecken, die ich in den vergangenen Tagen entlang geradelt bin.Wenn bloß nicht dieser vermaledeite Gegenwind wäre. Trotzdem erreiche ich pünktlich zur Mittagspause die Bischofsstadt Fulda. Im Bistro „Mediteran“ fülle ich meinen Kohlehydratspeicher, mit Penne, Auberginen und Schafskäse. Ich ahne, dass ich noch einiges an „Brennmaterial“ brauche. Schließlich geht es hinter Fulda in die Röhn.

Datum

15. September 2012 | 12:00

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Panne am Anfang und ein dickes Ende

Arbeit für den Mechaniker

Es ist der 13., aber ein Donnerstag. Daran kann es also nicht liegen, dass der Tag mit einer Panne beginnt. Bei Kilometer zehn, direkt nach der Frühstückspause in Breuna, verkeilt sich die Kette so zwischen kleinstem Ritzel und Rahmen, dass sich die Pedale nicht mehr vorwärts bewegen lässt. Ich muss das Gepäck abladen und das Hinterrad herausnehmen, um die Kette zu befreien. Da ich nicht gerade der geborene Fahrradmechaniker bin, verliere ich eine dreiviertel Stunde, ehe ich die Fahrt fortsetzen kann. Als radelnder Schornsteinfeger, denn meine Hände sind von der Kettenschmiere schwarz, und auch die Beine haben ein paar Streifen abbekommen.

Datum

14. September 2012 | 0:01

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Landpartie

Ländliche Idylle nahe Brakel

Temperatursturz. Über Nacht ist es in Rinteln kalt geworden. Zehn Grad Celsius zeigt das Thermometer, das an meinem Rucksack baumelt. „Schattig geworden“, sagt die Camperin, die mit ihrem Mann beim Frühstück vor der Blockhütte sitzt. „Aber wir sind ja hart gesotten.“ Die Gute hat ja auch nicht ein nasses Zelt und jede Menge feuchte Sachen einpacken müssen. Aus dem gestrigen Wasserschaden bin ich ein wenig klüger geworden. Ich habe mir Mülltüten besorgt und alles darin eingesackt. Die Aktion hat mich Zeit gekostet. Eine Stunde später als geplant starte ich. Der tote Punkt kommt früh, viel zu früh. Bei Kilometer 20.

Datum

13. September 2012 | 7:25

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