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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Teil 1 des Everest-Rätsels gelöst

Bin ich blöd! Das Original-Bild von der NASA-Seite war nur um 180 Grad gedreht. Danke Jan, dass du das Brett vor meinem Kopf beiseite geschoben hast! Bleibt noch die Frage, welcher Berg wo ist.

Datum

13. Dezember 2012 | 10:25

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Everest-Suchbild

Welcher Berg ist wo?

Räumliches Vorstellungsvermögen war noch nie meine große Stärke. Und so sind Berg-Aufnahmen aus dem All für mich erst einmal immer Suchbilder. In der weltweiten Zwitschergemeinde wird derzeit ein Bild (siehe links) des russischen Kosmonauten Juri Malenchenko gefeiert, das er am 9. November von Bord der Internationalen Raumstation ISS geschossen hat. Es zeigt – so die Twitterer – in der Mitte den Mount Everest. So weit, so gut. Aber schaue ich nun auf die von der Sonne beschienene Nordwand? Und wo ist dann der Makalu? Gar nicht mehr auf dem Bild? Oder ist es doch von Süden her aufgenommen und ich blicke in die Everest-Südwestwand. Oder die Lhotse-Südwand? Richtig verwirrt bin ich, seitdem ich auf der NASA-Seite nach dem Original-Bild gesucht habe.

Datum

12. Dezember 2012 | 16:54

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+ 1 Grad = 2 x Kunstschnee

Schneespucker, Wasser- und Stromfresser

Zehn Jahre liegt es bereits zurück: das Internationale Jahr der Berge. Die Vereinten Nationen hatten es auf Antrag Kirgistans für 2002 ausgerufen, um klar zu machen, wie wichtig und damit schützenswert die Bergwelt für die Menschheit ist. Damit dieses Bewusstsein auch anschließend noch wach blieb, erklärten die UN den 11. Dezember zum jährlich wiederkehrenden Internationalen Tag der Berge. Die Gelegenheit, anlässlich des morgigen Aktionstags den Finger in Bergwunden zu legen, hat jetzt der Deutsche Alpenverein genutzt. Er hat scharf kritisiert, dass die Liftbetreiber in den bayrischen Skigebieten immer mehr Schneekanonen einsetzen.

Datum

10. Dezember 2012 | 15:54

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Luxus für Verpimpelte

Schnee in Köln

Schon als Kind habe ich auf diese seltenen Tage gewartet: an denen sich eine dichte Schneedecke über meine Heimatstadt Köln legte. Herrlich. Die Straßen gehörten nun nicht mehr den Autos, sondern uns und unseren Schlitten. Wir bauten Schneemänner und lieferten uns schier endlose Schneeballschlachten. Die Faszination ist geblieben. An diesem Wochenende hat Köln wieder einmal ein weißes Kleid angelegt – und ich genieße den Winter am Rhein, obwohl fernab der Berge. Draußen, selbstverständlich. Die neueste Errungenschaft des Skigebiets Hochzillertal entlockt mir nur ein müdes Lächeln.

Datum

8. Dezember 2012 | 21:36

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Everest-Winterbesteigung im Jobcenter

Schrittzähler anlegen und hinauf!

Wofür der arme Everest alles herhalten muss! Die Schlagzeile “Arbeitslose stürmen den Mount Everest” weckt meine Neugier. Und ich staune nicht schlecht, als ich weiterlese: Das Jobcenter in Brandenburg an der Havel hat sich etwas ganz Besonderes (und nach Ansicht der Verantwortlichen wahrscheinlich wahnsinnig Originelles) einfallen lassen, um seine Klientel in Bewegung zu bringen. 18 Langzeit-Arbeitslose und vier Mitarbeiter des Jobcenters werden in den nächsten 40 Tagen einen Schrittzähler tragen und sollen virtuell den höchsten Berg der Erde besteigen. Einmal in der Woche werden die Werte in den Computer eingespeist. “Dann wird jeder Gruppe gezeigt, an welcher Berghütte sie gerade ist”, sagt eine Sprecherin der Arbeitsagentur. Berghütte am Everest? Ah ja. 

Datum

4. Dezember 2012 | 17:22

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Winter-Wahrheiten und ein (halbes) Märchen

Winter am Nanga Parbat

Der Winter steht kalendarisch vor der Tür, meteorologisch ist er längst im Haus. Für die Wetterfrösche beginnt die kalte Jahreszeit nämlich schon am 1. und nicht erst am 21. Dezember. Das passt zum heutigen Blick aus dem Fenster: Selbst hier im Rheinland fallen Schneeflocken. Sie bleiben jedoch nicht lange liegen. Das ist an den höchsten Bergen der Welt naturgemäß anderes. Auch in diesem Winter werden sich wieder einige wetterfeste Bergsteiger an jenen Achttausendern im Karakorum versuchen, die noch nie im Winter bestiegen wurden. 

Datum

3. Dezember 2012 | 18:29

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Vermisst in Nepal

Dolpo

Gestern war der 54. Geburtstag von Mario Menichetti. Doch gefeiert wurde bei ihm zu Hause nicht – ganz im Gegenteil. Marios Frau Diana wird die Suche nach Mario vorerst einstellen lassen müssen, weil ihr das Geld ausgeht. Der Mann aus Salem am Bodensee wird seit mehreren Wochen im Dolpo im Westen Nepals vermisst. Der begeisterte Wanderer und Nepal-Kenner war Mitte Oktober zum so genannten Dhorpatan Dolpo Trek aufgebrochen – alleine. Am 26. Oktober wurde der deutsche Trekkingtourist beim Eintritt in den Dhorpatan Nationalpark registriert. Dann verlor sich seine Spur.

Datum

1. Dezember 2012 | 15:15

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Ständige Bergrettung in Nepal?

Bergrettung per Hubschrauber in Nepal

Die Zeit ist reif, findet Ang Tshering. Nepal benötige eine ständige professionelle Bergrettung für große Höhen, die im Notfall sofort zur Stelle sei. „Das Klettern im Himalaya wird immer beliebter, und die Gefahr in den Bergen durch Klimawandel und globale Erwärmung wächst“, begründet der 59 Jahre alte Sherpa seinen Vorstoß. „Wir brauchen bestens ausgebildete, erfahrene und gut ausgerüstete einheimische Retter, die sich mit Medizin, Bergsteigen und im Fliegen auskennen.“ Eine solche nepalesische Rettungseinheit sei aber nur mit ausländischer Hilfe auf die Beine zu stellen. Ang Tshering ist nicht irgendwer in Nepal.

Datum

29. November 2012 | 17:31

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Kunst aus Everest-Müll (Bildergalerie)

Hier geht es nicht um Recycling, sondern „Upcycling“. Aufwerten statt nur weiterverwerten. Das sagen die 15 nepalesischen Künstler, die das „Mount Everest 8848 Art Project“ auf die Beine gestellt haben. Ihre Ausstellung „Reise in die Zukunft“ wandert derzeit durch die Gartenanlagen großer Hotels in Kathmandu. Zu bestaunen sind 75 Skulpturen aus leeren Sauerstoffflaschen, Gaskanistern, zerrissenen Zelten, ausgedienten Aluminiumsleitern, Seilen und anderem Unrat. Der Müll stammt vom höchsten Berg der Erde.

Datum

27. November 2012 | 15:04

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Ueli und der Everest

Uelis Blick geht meist nach oben

Das war erst der Anfang. Ueli Steck bestieg am 18. Mai mit seinem Kletterpartner, dem Sherpa Tenzing, den Mount Everest ohne Flaschensauerstoff – eine absolute Ausnahme unter den 565 Gipfelerfolgen in diesem Frühjahr. „Ich wollte mich an die großen Höhen herantasten“, sagt Ueli (das Gespräch könnt ihr euch unten anhören). „Diese Erfahrung habe ich jetzt. Ich weiß, wie mein Körper funktioniert.“ Er wolle nun Sachen probieren, „wo du danach keine Diskussion hast, ob da Fixseile sind oder nicht.“

Datum

24. November 2012 | 22:31

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Gelesen: Die Radsport-Mafia

Eigentlich wollte ich dieses Buch nicht lesen. Denn ich bin immer noch sauer auf die Herren Ullrich, Armstrong, Landis, Hamilton und wie sie alle heißen. Jahrelang habe ich, ein Freund des Radsports im Allgemeinen und der Tour de France im Besonderen, über die „Große Schleife“ berichtet – im guten Glauben, es gebe einige schwarze Schafe, aber doch nicht eine ganze Dopingherde. Wie sich herausstellte, hatten Fahrer und Offizielle des Teams Telekom und später der T-Mobile-Mannschaft mir, ohne mit der Wimper zu zucken, ins Gesicht und Mikrofon gelogen. Das geht mir bis heute nach. War ich zu naiv? Bestimmt. Immer wieder habe ich mich aber auch gefragt, wie diese Leute abends noch in den Spiegel schauen konnten.

Datum

22. November 2012 | 18:56

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Der vergessene Konflikt

Tibet liegt nicht im Nahen, sondern im Fernen Osten. Liegt es an der großen Entfernung, dass wir in den täglichen Nachrichtensendungen so gut wie nichts von dem nach wie vor schwelenden Konflikt erfahren? Oder daran, dass die Himalaya-Region nun schon seit über 60 Jahren von China besetzt ist, wir uns also fast daran gewöhnt haben? Ich empfehle einen Blick auf die Internetseite der tibetischen Exilregierung in Indien. Dort finden sich derzeit fast täglich neue Meldungen über Selbstverbrennungen in Tibet. Seit Anfang des Monats haben sich bereits 16 Menschen in Brand gesetzt, um gegen die Besetzung ihrer Heimat zu protestieren. Gestern war es der 34 Jahre alte Tsering Dhondup aus Amchok im Nordosten Tibets. Der Vater zweier Kinder starb an seinen Verletzungen. Die chinesischen Behörden wollen keine Augenzeugen aus dem Westen. „Einreisegenehmigungen für Tibet (TAR Permit) werden derzeit und bis auf weiteres nicht erteilt“, heißt es beim Auswärtigen Amt in Berlin. Was das für geplante Expeditionen im Frühjahr 2013 bedeutet, ist noch unklar.

Datum

21. November 2012 | 0:52

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Shivas Bug

Mick auf “Shivas Bug”

Mick mag keine Achttausender. Erstens herrscht ihm an diesen Prestigebergen zu viel Rummel. Und zweitens dauert eine solche Expedition einfach zu lange. Maximal vier Wochen gönnt sich Mick Fowler pro Jahr, um an den Bergen der Welt zu klettern. Schließlich verdient der Brite sein Geld als Steuerbeamter und hat nicht endlos Urlaub. Jetzt haben Mick und sein Kletterpartner Paul Ramsden in Indien eine neue anspruchsvolle Route eröffnet: Am 6142 Meter hohen Shiva im Bundesstaat Himachal Pradesh meisterten sie als Erste den Nordostgrat. „Ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, wie ihr das anstellen wollt“, hatte ihnen der russische Bergsteiger Andrej Muryshev mit auf den Weg gegeben, der vorher an dem Grat gescheitert war. Der Berg war 1988 von einer japanischen Frauenexpedition über eine leichtere Route von Süden her erstbestiegen worden. Zu dem Team hatte auch Junko Tabei gehört, die erste Frau auf dem Mount Everest.

Datum

19. November 2012 | 17:00

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Patrick Edlinger ist tot

Patrick Edlinger (1960-1992)

Er war ein großer Kletterer. Patrick Edlinger ist am Freitag in seinem Heimatort La Palud-sur-Verdon im Alter von 52 Jahren gestorben. Über die Todesursache wurde nichts mitgeteilt. „Le Blond“, wie Edlinger wegen seiner langen, blonden Haare genannt wurde, hatte in den 1980er Jahren Maßstäbe im Freiklettern gesetzt, vor allem an den 700 Meter hohen Felsen der Verdon-Schlucht in Südfrankreich. Weit über die Kletterszene hinaus wurde Edlinger durch den spektakulären Dokumentarfilm „Opéra vertical“ bekannt, der ihn in Hochform zeigte.

Datum

18. November 2012 | 19:47

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Göttinmutter reif für Mütterkur

Das Telefon klingelt. Ich blicke auf das Display. Na so was, eine Premiere! Chomolungma ruft mich an. Bisher war das eher eine Einbahnstraße. Stets hatte ich den höchsten Berg der Erde angeläutet, um mich nach seinem Befinden zu erkundigen. Neugierig hebe ich den Hörer ab. 

Hier ist Chomolungma, bist du es, Stefan? 

Namasté, mein Freund! Das ist aber eine Überraschung, dass du dich mal meldest. Wie komme ich zu der Ehre? Ich dachte, du lägst im Winterschlaf. 

Datum

16. November 2012 | 17:41

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