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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Großes Abenteuer – zum Tod von Neil Armstrong

Neil Armstrong auf dem Mond

Bergsteiger werden dafür bewundert, dass sie aufsteigen, Neil Armstrong wurde mit einem Abstieg zur Legende. Als er am 21. Juli 1969 von der Landefähre „Eagle” aus die Leiter hinunterstieg und als erster Mensch den Mond betrat, schaute die ganze Welt zu. Das war einer der wenigen Augenblicke, an die sich wohl jeder erinnert, der damals lebte. Ich war sechs Jahre alt. Meine Eltern hatten keinen Fernseher, deshalb schauten wir die Mondlandung bei einem Nachbarn. Ich erinnere mich noch genau an die Spannung, nicht nur bei uns Kindern, auch bei den Erwachsenen. Ich war fasziniert und begeistert vom Mut der Apollo-11-Astronauten Aldrin, Collins und Armstrong. Ich bewunderte sie, vor allem Armstrong. Was für ein Abenteurer!

Datum

26. August 2012 | 14:30

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Bergfeuer

Feuer machen auf dem Snowdon

Bergsteigen in Großbritannien hat eine große Tradition. Britische Bergsteiger und Expeditionen schrieben Alpingeschichte, ob in den Alpen, im Himalaya oder sonst wo: Edward Whymper, der Erstbesteiger des Matterhorns im Jahr 1865; Albert Mummery, der 1895 verschollene Nanga-Parbat-Pionier; George Mallory und Andrew Irvine, die 1924 im Gipfelbereich des Mount Everest verschwanden; Dougal Haston und Doug Scott, die 1975 als Erste die Südwestwand des Everest meisterten; Chris Bonington, der legendäre Bergsteiger und Expeditionsleiter. Sie alle waren oder sind (Scott, Bonington) Briten. Das gilt gefühlt sogar beinahe für die Erstbesteiger des Everest, den Neuseeländer Edmund Hillary und den Nepalesen Tenzing Norgay. Sie gehörten 1953 schließlich zu einer britischen Expedition und wurden nach ihrem Erfolg dementsprechend vereinnahmt. Briten sind eben stolz auf ihre Bergsteiger. Kein Wunder also, dass jetzt das Paralympische Feuer in den Bergen entzündet wurde.

Datum

23. August 2012 | 16:03

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Warnung vor defekten Klettersteig-Sets

Aus dieser Wand stürzte der Jugendliche ab

Ein Ausflug zum Klettersteig könnte böse enden – wenn ihr euer Leben einer Sicherung anvertraut, die unsicher ist. Innerhalb weniger Tage haben gleich zwei Hersteller Rückrufaktionen für Klettersteig-Sets gestartet. Sie reagierten damit auf den tödlichen Absturz eines 17-Jährigen aus dem „Direttissima“-Klettersteig an der Ottenalm in Walchsee. Wie hier im Blog berichtet, war der Teenager völlig erschöpft in die Sicherung gestürzt. Statt gebremst zu werden, fiel er hundert Meter tief. Das Schlauchband seines geliehenen Klettersteig-Sets war gerissen. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen auf.

Datum

22. August 2012 | 20:34

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(Nicht ganz) Allein in Nepal

Trekking in Nepal (hier im Dolpo)

Da werden aber einige Weltbummler aufatmen. Die nepalesische Regierung hat ihren Plan, Solo-Trekkingtouren im Land grundsätzlich zu verbieten, erst einmal zurückgestellt. Damit ist die Kuh aber noch lange nicht vom Eis. Das Tourismusministerium teilte mit, die Diskussion darüber, „wie man die Sicherheit der Trekkingtouristen in Nepal garantieren könne“, dauere an. Sehr bald werde es eine Entscheidung geben.

Datum

22. August 2012 | 17:22

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Umleitung zum Manaslu

Manaslu, der “Berg der Seele”

Der „Berg der Seele“ wird in diesem Herbst seine eigene Seele wohl nicht baumeln lassen können. Der Achttausender Manaslu in Nepal ist nämlich zu einem beliebten Ausweichziel für Expeditionen in der Nach-Monsun-Zeit geworden. Grund ist die nach wie vor unklare Situation in Tibet. Wie hier im Blog berichtet, hatten die chinesischen Behörden Anfang Juni zunächst eine generelle Einreisesperre für ausländische Touristen in die seit 1951 besetzte Himalaya-Region verfügt, um sie dann wieder etwas zu lockern. Nach wie vor werden Visa jedoch nur für Gruppen ab sechs Personen mit derselben Staatsangehörigkeit ausgestellt. Weiter schlechte Chancen hat darüber hinaus jemand, der aus einem Land kommt, über das sich die Führung in Peking geärgert hat.

Datum

17. August 2012 | 17:28

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Lebensretter Schokolade

Sollte in keinem Rucksack fehlen

Ohne Schokolade ist das Leben nicht nur ärmer, sondern unter Umständen auch arm dran, weil kürzer als mit Schokolade. Der 70 Jahre alte Bergsteiger aus Schmidmühlen in Bayern, der – wie hier berichtet – gestern nach sechs Tagen aus einer Gletscherspalte in den Stubaier Alpen befreit worden war, hat jedenfalls auch deshalb überlebt, weil er eine Tafel Schokolade im Gepäck hatte. Die habe er nach seinem Missgeschick sofort rationiert, erzählte der rüstige Senior den Ärzten in der Innsbrucker Klinik. Sein Überlebensrezept: Jeden Tag ein Stückchen Schokolade, dazu ab und zu ein Schluck Gletscherwasser und eine große Portion Hoffnung.

Datum

15. August 2012 | 14:06

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Eine gute Nachricht

Rettung aus der Spalte am Schrankogel

Ente oder Sensation? Wie auch immer – eine gute Nachricht, denn der Mann lebt: Ein etwa 70 Jahre alter deutscher Bergwanderer wurde heute in den Stubaier Alpen aus einer Gletscherspalte geborgen: unterkühlt, erschöpft, aber nur leicht verletzt. Andere Bergsteiger hatten seine Hilfeschreie gehört und die Rettungskräfte alarmiert. Mit einem Hubschrauber wurde der Mann in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Er soll – höre und staune – fast eine Woche lang (!) in der Spalte überlebt haben.

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14. August 2012 | 16:50

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Olympische Gänsehaut

Bald olympisch?

Gänsehaut-Atmosphäre. Die gab es in den letzten zwei Wochen reichlich bei den Olympischen Spielen. Das erinnerte mich an einen meiner Lieblingsträume aus Kindertagen: Ich muss den entscheidenden Elfmeter im Finale meines Leib- und Magenvereins 1. FC Köln schießen. Mucksmäuschenstill ist es im Stadion. 50.000 Zuschauer starren gebannt auf mich. Ich laufe an und versenke den Ball im Netz. Das Stadion tobt, auf den Schultern werde ich hinausgetragen. Mein kaum vorhandenes Fußball-Talent verhinderte, dass aus diesem Traum Wirklichkeit wurde. Auch sonst langte es sportlich nur zu persönlichen Bestleistungen, Galaxien entfernt von Olympia. Zur Meisterschaft brachte ich es lediglich im Mitfreuen. Und ich würde auch mit Kletterern jubeln – wenn sie im Jahr 2020 um olympisches Edelmetall wetteifern sollten.

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10. August 2012 | 17:29

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Stangls Panoramaschwenk

Doppelt hält besser. Nachdem Christian Stangl auf seiner Homepage bereits die GPS-Livedaten seines Aufstiegs auf den K 2 veröffentlicht hatte, legt der Österreicher nun auf YouTube ein Gipfelvideo nach. “Ich bin so froh, dass ich da nimmer hin muss. Über den Berg bin ich drüber”, sagte der 46-Jährige - der 2010 mit seinem Gipfelschwindel am selben Berg für unrühmliche Schlagzeilen gesorgt hatte. Seht selbst:

P.S. Der Bergsteigerverband Pakistans (ACP) hat zwei Todesfälle am Broad Peak bestätigt. Zuzana Hofmanová – so der ACP – werde seit dem 31. Juli vermisst, nachdem sie als erste Tschechin den Achttausender bestiegen habe. Muhammad Baquir, ein pakistanischer Hochträger, sei bei einem Spaltensturz ums Leben gekommen. Insgesamt – so der ACP – hätten 13 Bergsteiger den Broad Peak bestiegen.

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9. August 2012 | 16:00

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Ab auf den Mars

Neugieriger Blick auf den Mount Sharp

Die Marssonde „Curiosity” macht ihrem Namen alle Ehre. Denn sie befriedigt nicht nur, sondern weckt auch die Neugier. Meine jedenfalls. Kaum waren die euphorischen Schreie der Wissenschaftler verklungen und ihre Freudentränen über die gelungene Landung auf dem Mars verklungen, lieferte die Sonde bereits die ersten Bilder vom roten Planeten. Und siehe da, sie zeigten einen Berg.

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8. August 2012 | 16:29

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Tödlicher Absturz

Route führt in der Bildmitte direkt nach oben

Vor drei Wochen saß ich noch unterhalb des Klettersteigs und beobachtete zwei Kletterer, die sich an der „Direttissima“ versuchten, der schwierigsten Route an der Ottenalm, oberhalb von Walchsee in Tirol. Die beiden kamen kaum von der Stelle, schlicht überfordert. Warum bloß waren sie nicht in die mittelschwere Route rechts daneben eingestiegen? Erst im Juni 2011 war die „Kletterarena Kaiserwinkl“ eröffnet worden. Jetzt gab es den ersten Todesfall. An der „Direttissima“.

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7. August 2012 | 17:12

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Spagat zwischen Politik und Berg

Pavel Bém 2007 auf dem Mount Everest

Für einen PR-Gag ist der Berg eindeutig zu hoch und gefährlich. Der tschechische Politiker Pavel Bém gehörte zu den 30 Bergsteigern, die in der vergangenen Woche den K 2 bestiegen, den zweithöchsten Berg der Erde. Acht Jahre lang, von 2002 bis 2010, leitete der Prager als Oberbürgermeister die Geschicke der Hauptstadt. Seitdem sitzt der Konservative als Abgeordneter im tschechischen Parlament. Doch das Sitzen hält Bém nicht lange aus. Immer wieder zieht es ihn in die Berge. 2007 stand er als zehnter Tscheche auf dem Mount Everest. Oberhalb von 8000 Metern nutzte er Flaschensauerstoff. 2011 trug sich Bém in die Liste jener Bergsteiger ein, die die so genannten „Seven Summits“, die höchsten Berge aller Kontinente bestiegen haben. Mit seinen Bergabenteuern machte sich der Politiker jedoch nicht nur Freunde.  

Datum

6. August 2012 | 15:53

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Weder vor noch zurück

Himmelsleiter

Bergsport ist Risikosport. Punktum. Natürlich begibt sich ein Bergsteiger, Kletterer, Skifahrer, Mountainbiker, Gleitschirm- oder Drachenflieger in Gefahr. Schließlich ist er in einer Natur unterwegs, die nicht hundertprozentig vorhersehbar ist. Deren Grenzen verbunden mit den persönlichen bestimmen das Abenteuer. Wie öde wäre Bergsport, wenn alles vorhersehbar wäre. Entscheidend ist, ob ein Bergsportler aufgrund seiner Fähigkeiten in der Lage ist, die Risiken richtig einzuschätzen, zu beherrschen oder ihnen aus dem Weg zu gehen. Selbstverantwortung muss der Standard sein – und zwar ein hoher. Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat jetzt seine Bergunfallstatistik für 2010 und 2011 vorgelegt und einige Trends ausgemacht.

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4. August 2012 | 14:17

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Das ewige Fragezeichen

Christian Stangl

Diesmal dürften genügend Zeugen vor Ort gewesen sein. Christian Stangl vermeldet auf seiner Homepage, dass er den 8611 Meter hohen Gipfel des K 2 erreicht hat. Als Beleg fügt der Österreicher die während seines Aufstiegs übermittelten GPS-Positionsdaten bei. Wie Stangl standen mehr als 20 weitere Bergsteiger auf dem zweithöchsten Berg der Erde, darunter auch Pavel Bém, der frühere Oberbürgermeister der tschechischen Hauptstadt Prag. Da dürfte sich doch wohl einer gefunden haben, der ein sauberes Gipfelfoto von dem Österreicher geschossen hat. Wie kein zweiter Bergsteiger ist Stangl nämlich gezwungen, seine Gipfelerfolge wasserdicht zu dokumentieren. Denn: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht.

Datum

2. August 2012 | 17:28

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Himalaya auf dem Rhein

Schon vorbeigeschwommen: Piz Annapurna (r.)

Ich kann einfach nicht anders. Seitdem ich denken und lesen kann, schaue ich zuerst auf Bug oder Heck der Binnenschiffe auf dem Rhein. Ich will einfach wissen, wie der Kahn heißt, der da gerade auf meinem Heimatfluss an mir vorbeituckert. Und dann frage ich mich, wer oder was wohl Pate gestanden hat: War „Andrea“ die Geliebte des Reeders? Ist der Besitzer der „Libelle“ ein Insektenfan? Dachte der Inhaber der „Aurora“ an die Morgenröte oder eine Mehlpackung? Gestern nun radelte ich wieder einmal am Rhein entlang heimwärts, als mein Blick auf einen gelb-blau lackierten Tanker fiel, an dessen Heck ein ungewöhnlicher Name prangte: „Piz Annapurna“. Ein Achttausender auf dem Wasser, versehen mit einem „Vornamen“, über den ich schon als Kind immer lachen musste.

Datum

2. August 2012 | 14:00

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