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	<title>Abenteuer Sport</title>
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	<description>Blog über Expeditionen und Grenzerfahrungen</description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 16:05:40 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Im (Everest-) Westen nichts Neues</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 15:59:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Berge Muskelkater bekommen könnten, würde sich der Mount Everest vor Schmerzen krümmen. Er wird nämlich sehr einseitig beansprucht auf seinen beiden Seiten. 19 Routen wurden seit der Erstbesteigung im Jahr 1953 auf den 8850 Meter hohen Gipfel eröffnet, doch Hunderte von Bergsteigern nutzen Jahr für Jahr fast ausschließlich nur zwei: die beiden Normalwege (auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14651" aria-labelledby="figcaption_attachment_14651" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Everest-Westgrat.jpg" rel="lightbox[14641]"><img class="size-medium wp-image-14651 " src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Everest-Westgrat-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Route über Westgrat und Hornbein-Couloir </p></div>
<p>Wenn Berge Muskelkater bekommen könnten, würde sich der Mount Everest vor Schmerzen krümmen. Er wird nämlich sehr einseitig beansprucht auf seinen beiden Seiten. <a href="http://www.8000ers.com/cms/everest-general-info-185.html" target="_blank">19 Routen</a> wurden seit der Erstbesteigung im Jahr 1953 auf den 8850 Meter hohen Gipfel eröffnet, doch Hunderte von Bergsteigern nutzen Jahr für Jahr fast ausschließlich nur zwei: die beiden Normalwege (auf der tibetischen Everest-Seite über den Nordost-, auf der nepalesischen über den Südostgrat). In diesem Frühjahr sah es aus, als erhielte eine andere meist verwaiste Kante des Bergs endlich wieder Besuch: der Westgrat. Doch die Chancen dafür schwinden.<span id="more-14641"></span></p>
<p><strong>Blankeis statt Schnee</strong></p>
<p>Erst gab der Schweizer Topbergsteiger <a href="http://www.uelisteck.ch/" target="_blank">Ueli Steck</a> (<a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/2012/05/14/vollgas-mit-handbremse/" target="_blank">wie berichtet</a>) seinen Plan auf, über den Westgrat den Gipfel zu erreichen. Jetzt entschied sich auch <a href="http://conradanker.com/" target="_blank">Conrad Anker</a>, auf die nepalesische Normalroute auszuweichen. Ursprünglich wollte der US-Amerikaner auf den Spuren seiner Landsleute Tom Hornbein und Willi Unsoeld (<a href="http://www.himalaya-info.org/PDF-Dateien/Everest%201963.pdf" target="_blank">1963</a>) über den Westgrat und den oberen Teil der Nordwand („Hornbein-Couloir“) aufsteigen. Die Verhältnisse dort seien zu gefährlich, <a href="http://ngm.nationalgeographic.com/everest/blog/2012-05-15/a-change-in-plans" target="_blank">schreibt Anker</a>: „Es ist eine sehr trockene und windige Saison. Normalerweise liegt dort ausreichend Schnee in der Route, deine Steigeisen finden genug Halt und du kommst zügig voran. Aber wir haben jetzt andere Verhältnisse: Die Schneeauflage ist verschwunden, übrig geblieben ist nur Blankeis.“ Zudem sei das Steinschlag-Risiko im Hornbein-Couloir zu groß. Conrad hatte zuvor die Bilder des US-Bergsteigers und Filmemachers <a href="http://davidbreashears.com/" target="_blank">David Breashears</a> studiert, der mit dem Italiener <a href="http://www.simonemoro.com/" target="_blank">Simone Moro</a> in einem Spezialhubschrauber die Nordwand überflogen hatte. Moro hatte zeitweise damit geliebäugelt, sich dem Westgrat-Team anzuschließen.  </p>
<p><strong>Schwindet auch das kleine Polster?</strong></p>
<p>Damit bleibt an dieser Route nur noch eine Expedition übrig. Die US-Amerikaner Jake Norton, David Morton, Brent Bishop und Charley Mace haben noch nicht das Handtuch geworfen. Allerdings klingen auch sie nicht gerade optimistisch. Wegen der schwierigen Verhältnisse hätten sie auf dem Weg zur Westschulter gerade mal hundert Höhenmeter am Tag geschafft, <a href="http://www.outsideonline.com/blog/new-aerial-photos-of-the-west-ridge-show-a-route-glazed-with-ice.html" target="_blank">beklagt Expeditionsleiter Jake Norton</a>: „Wenn es oberhalb der Schulter genauso schlimm aussieht, ist es nahezu unmöglich, in diesem Jahr die Route zu klettern -  wenn wir uns wenigstens ein kleines Sicherheitspolster erhalten wollen.“</p>
<p>P.S. Ich würde gerne im Wettbewerb um den &#8220;Online-Star 2012&#8243; meinen Hut in den Ring werfen. Es handelt sich um eine Publikumswahl. Wenn euch mein Blog gefällt, stimmt bitte für ihn. So geht&#8217;s: Auf die Wettbewerbsseite (<a href="http://www.onlinestar.de/onlinestar-home.html" target="_blank">hier</a>) gehen und den Button &#8220;Zur Vorwahl&#8221; drücken. Der Rest ergibt sich eigentlich von selbst. Die Kategorie wäre &#8220;Private blogs&#8221; (im Gegensatz zu Commercial Blogs). Da müsstet ihr dann die Blog-Adresse <a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/wp-admin/post.php?post=14641&amp;action=edit&amp;message=10">http://blogs.dw.de/abenteuersport</a> eingeben. Die Vorrunde endet am 1. Juni. Bitte weitersagen! Tausend Dank!</p>
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		<title>Das Risiko fliegt mit</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Himalaya]]></category>
		<category><![CDATA[Nepal]]></category>
		<category><![CDATA[Flugzeugabsturz]]></category>
		<category><![CDATA[Jomsom]]></category>
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		<description><![CDATA[„Der gefährlichste Teil unserer Expedition liegt hinter uns.“ Oft habe ich diesen Satz schon gehört, wenn wir nach einem Inlandsflug in Nepal heile gelandet waren. Wer im Himalaya eine ein- oder zweimotorige Propellermaschine oder auch einen Hubschrauber besteigt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er ein größeres Risiko eingeht, als wenn er in Europa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14605" aria-labelledby="figcaption_attachment_14605" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Opfer-Jomsom.jpg" rel="lightbox[14601]"><img class="size-medium wp-image-14605" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Opfer-Jomsom-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">15 Menschen starben bei dem Absturz nahe Jomsom</p></div>
<p>„Der gefährlichste Teil unserer Expedition liegt hinter uns.“ Oft habe ich diesen Satz schon gehört, wenn wir nach einem Inlandsflug in Nepal heile gelandet waren. Wer im Himalaya eine ein- oder zweimotorige Propellermaschine oder auch einen Hubschrauber besteigt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er ein größeres Risiko eingeht, als wenn er in Europa eine Kaffeefahrt bucht. „Auch bei Inlandsflügen sollte renommierten Fluggesellschaften der Vorzug gegeben werden“, <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/NepalSicherheit.html?nn=393764#doc393704bodyText3" target="_blank">rät das Auswärtige Amt</a> in Berlin den Nepalreisenden. „Medienberichten zufolge sind die Piloten auch über den technischen Zustand der Flugzeuge besorgt.“</p>
<p><a href="http://www.thehimalayantimes.com/fullNews.php?headline=15+dead+as+Agni+Air+plane+crashes+in+Jomsom%E2%80%9A+6+rescued+&amp;NewsID=331952" target="_blank">Gestern starben 15 Menschen</a>, als ein Propellerflugzeug der Agni Air nahe dem 2770 Meter hoch gelegenen Flugplatz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jomsom" target="_blank">Jomsom</a> im Annapurna-Gebiet zerschellte. <span id="more-14601"></span>Sechs Insassen überlebten. Die meisten Fluggäste waren indische Pilger, die auf dem Weg nach <a href="http://www.muktinath.org/" target="_blank">Muktinath</a> an der Grenze zu Tibet waren. Es war der fünfte Absturz in dem Gebiet. Insgesamt sind seit 1949, dem offiziellen Beginn der Luftfahrt in Nepal (damals landete eine kleine Maschine in Gauchar nahe Kathmandu), bei rund 70 Abstürzen mehr als 600 Menschen um Leben gekommen. Kaum ein Jahr vergeht ohne ein Flugzeugunglück mit mehreren Toten. Woran liegt das?</p>
<p><strong>Coole Profis</strong></p>
<div id="attachment_14611" aria-labelledby="figcaption_attachment_14611" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Flugpiste-Juphal.jpg" rel="lightbox[14601]"><img class="size-medium wp-image-14611" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Flugpiste-Juphal-300x225.jpg" alt="Flugpiste von Juphal im Dolpa im Westen Nepals" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Abenteuerliche Flugpisten</p></div>
<p>Zum einen schlichtweg an den Bergen. Im Himalaya müssen die Piloten auf Sicht fliegen. In und über den engen Tälern haben sie mit teilweise heftigen Turbulenzen zu kämpfen. Und dann müssen sie auch noch auf kurzen, häufig nicht asphaltierten Flugpisten landen, die den Bergen in mühsamer Arbeit abgerungen wurden. Das verlangt von den Piloten nicht nur fliegerisches Können, sondern auch Nervenstärke. Ich kann in dieser Hinsicht wirklich nichts Negatives berichten. Alle Piloten, mit denen ich in Nepal unterwegs war, beherrschten ihr Fluggerät souverän und ließen sich <a href="http://blogs.dw.de/manaslu/archive/20070418" target="_blank">durch nichts aus der Ruhe</a> bringen. Aber ich lebe ja auch noch.</p>
<p><strong>Werkstatt auf der Plane</strong></p>
<div id="attachment_14613" aria-labelledby="figcaption_attachment_14613" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/werkstatt_juphal.jpg" rel="lightbox[14601]"><img class="size-medium wp-image-14613" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/werkstatt_juphal-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Reparaturwerkstatt in Juphal</p></div>
<p>In einem Entwicklungsland, in dem nicht Überfluss, sondern Mangel die Regel ist, werden Flugzeuge natürlich auch anders gewartet als in einem reichen Industriestaat. Daher heben zuweilen Maschinen ab, die hierzulande aus dem Verkehr gezogen würden. <a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/2011/10/05/ein-geheimtipp-der-sich-herumspricht/" target="_blank">Auf dem Flugplatz Juphal</a>, im Dolpo im Westen Nepals gelegen, sahen wir im letzten Jahr eine Flugzeug-Werkstatt im Freien. Auf einer großen Plane lagen die Einzelteile verstreut. Für den Monteur war ein Zelt aufgestellt worden. Improvisation pur.</p>
<p>Die Fluggesellschaft <a href="http://www.agniair.com.np/new15/" target="_blank">Agni Air</a>, deren Maschine nahe Jomsom abstürzte, ist, obwohl erst 2006 gegründet, keine Sandkastenfirma mehr. Im letzten mir vorliegenden <a href="http://www.caanepal.org.np/publication/CivilAviationLayoutReport_2010.pdf" target="_blank">Bericht der nepalesischen Flugbehörden von Ende 2010</a> kam sie in der Rangliste der zehn einheimischen „fixed-wing“-, sprich Nicht-Helikopter-Unternehmen bei der Zahl der Fluggäste immerhin auf Platz drei. Im August 2010 war schon einmal ein Flugzeug der Agni Air abgestürzt. 14 Menschen starben bei dem Unglück in der Everest-Region.</p>
<p><strong>Mehr Touristen, mehr Flüge</strong></p>
<p>Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Flugzeug-Abstürze sind auch in Nepal trotz aller Widrigkeiten eine absolute Ausnahme. Rund 80.000 Mal pro Jahr heben in dem Land Flugzeuge ab und landen wieder sicher. Die vielen Touristen wollen schließlich auch transportiert werden. Pro Jahr besuchen <a href="http://www.tourism.gov.np/uploaded/statistics2010.pdf" target="_blank">inzwischen über 600.000 Menschen</a> Nepal, doppelt so viele wie vor 20 Jahren.</p>
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		<title>Bereit für den höchsten aller Gipfel</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 15:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Expeditionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Lhotse-Flanke]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Dujmovits]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Stihler]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist angerichtet. „Die Großwetterprognose für den Everest sagt zwischen dem 17. bis 21. Mai die schon fast traditionell windstille Phase voraus. Mögen die Wetterfrösche dieser Welt recht behalten!“, schreibt Richard Stihler. Mein alter Kumpel vom Manaslu hat seine Akklimatisierungsphase abgeschlossen. Zusammen mit dem Sherpa Pasang ist Richie bis zu Lager 3 auf gut 7000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14555" aria-labelledby="figcaption_attachment_14555" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Richie_LIII.jpg" rel="lightbox[14547]"><img class="size-medium wp-image-14555" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Richie_LIII-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Richie in Lager 3</p></div>
<p>Es ist angerichtet. „Die Großwetterprognose für den Everest sagt zwischen dem 17. bis 21. Mai die schon fast traditionell windstille Phase voraus. Mögen die Wetterfrösche dieser Welt recht behalten!“, <a href="http://www.badische-zeitung.de/lahr/wir-sind-bereit-fuer-den-hoechsten-berg-der-erde--59403852.html" target="_blank">schreibt Richard Stihler</a>. Mein <a href="http://blogs.dw.de/manaslu/1.5211.html" target="_blank">alter Kumpel vom Manaslu</a> hat seine Akklimatisierungsphase abgeschlossen. Zusammen mit dem Sherpa Pasang ist Richie bis zu Lager 3 auf gut 7000 Metern aufgestiegen: „Beide sind wir schwer beladen, wir haben das gesamte Material, das für einen späteren Gipfelgang erforderlich ist, in unseren Rucksäcken. Bereits nach den ersten senkrechten Eispassagen wird mir klar, dass die natürliche Auslese genau jetzt begonnen hat. Das Gelände ist so steil, dass man sich eher anseilen sollte, um auszutreten.“ <span id="more-14547"></span>Nach einer „schlaflosen, kalten Nacht“ kehrt der Architekt aus Lahr in einem Rutsch ins Basislager zurück. „Wir sind bereit für den höchsten Berg der Erde“, lautet Richies Fazit.</p>
<p><strong>Riesenstau </strong></p>
<div id="attachment_14557" aria-labelledby="figcaption_attachment_14557" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/sherpa_schlange.jpg" rel="lightbox[14547]"><img class="size-medium wp-image-14557" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/sherpa_schlange-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Viel Verkehr in der Lhotse-Flanke</p></div>
<p>Das gilt auch für <a href="http://www.ralf-dujmovits.de/biografie.html" target="_blank">Ralf Dujmovits</a>, der insgesamt drei Nächte in Lager 3 verbracht hat und dann sogar noch weiter aufgesteigen ist. „Die durchschnittlich 45 Grad steile Lhotse-Flanke ist auf ihrer ganzen Höhe von 1500 Metern eine gigantische Lawinenrutschbahn: nur 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee auf hartem Untergrund ergeben ein ungeheuerliches Potenzial für Monsterschneerutsche“, schreibt <a href="http://www.ralf-dujmovits.de/expeditionen/2012/nuptse-ostgrat-expedition.html" target="_blank">Ralf auf seiner Internetseite</a>. „Ich reihe mich in die Schlange der aufsteigenden Sherpas ein. Mit deren schwergewichtigen Rucksäcken geht es verständlicherweise nur zäh voran. Überholen ist entlang der Fixseile schwierig und nicht ungefährlich. Trotz Daunenanzug friere ich ziemlich. Am <a href="http://www.everest3d.de/de/mount-everest-region/geologie.html" target="_blank">Gelben Band</a> auf ca. 7600 Metern gibt es einen Riesenstau.“ Ralf beschließt umzukehren und ins Basislager abzusteigen. Er fühle sich „für einen zusatzsauerstoff-freien Aufstieg auf den Everest gut genug akklimatisiert“, schließt Deutschlands erfolgreichster Höhenbergsteiger. Alle 14 Achttausender hat er bestiegen, 1992 auch den Everest, damals allerdings mit Atemmaske. Das empfindet Ralf als eine Scharte, die er gerne auswetzen würde: „Ich weiß, dass ich ohne Zusatz-Sauerstoff nur mit wenig Wind und maximalen Kältegraden bis minus 25 Grad Celsius eine Chance haben werde. Ich würde mich so freuen, wenn es klappen könnte.“</p>
<p><strong> Everest- „Touristen“</strong></p>
<div id="attachment_14559" aria-labelledby="figcaption_attachment_14559" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><strong><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Ralf_Lhotseflanke.jpg" rel="lightbox[14547]"><img class="size-medium wp-image-14559" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Ralf_Lhotseflanke-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></strong><p class="wp-caption-text">Ralf will ohne Atemmaske auf den Everest</p></div>
<p>Ralf macht darauf aufmerksam, dass am 11. Mai außer den rund 80 Sherpas, die Material zum Südsattel transportierten, nur (<a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/2012/05/14/vollgas-mit-handbremse/" target="_blank">wie heute berichtet</a>) Ueli Steck und er auf über 7000 Metern unterwegs gewesen seien. Von den zahlenden Kunden der kommerziellen Anbieter weit und breit nichts zu sehen. Auch Richie hat sich seine Meinung gebildet über die Everest-„Touristen“. Den typischen Vertreter dieser Kategorie beschreibt der 43-Jährige  - wie gewohnt ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: „Er hat sich bei einer kommerziellen Expedition eingekauft, hat weder Berg- noch Höhenerfahrung, möchte aber trotzdem den höchsten Berg der Erde besteigen. Er kennt keinerlei Gefahren und hat meist zwei Sherpas und/oder einen Führer um sich gruppiert, die ihm Sicherheit vermitteln. In den akut lebensgefährlichen Zonen, die passiert werden müssen, packt er seelenruhig seine Kamera aus, um zu filmen, statt sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu bringen. Seine Chancen auf einen Gipfelerfolg sind äußerst gering und oft nur unter äußerstem Einsatz seiner Begleitmannschaft möglich.“ Das hat Richie perfekt auf den Punkt gebracht.</p>
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		<title>Vollgas mit Handbremse</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Expeditionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle werden älter. Auch Extrembergsteiger. „Ich spüre, dass ich mich verändere“, schreibt Ueli Steck. „Die wildeste Phase in meinem Leben – so glaube ich zumindest – habe ich hinter mir.“ Der Topkletterer aus der Schweiz gehört zu den 337 Bergsteigern aus aller Welt, denen die nepalesische Regierung die Genehmigung erteilt hat, in diesem Frühjahr den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14521" aria-labelledby="figcaption_attachment_14521" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/ueli-am-Everest.jpg" rel="lightbox[14517]"><img class="size-medium wp-image-14521" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/ueli-am-Everest-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ueli am Everest</p></div>
<p>Alle werden älter. Auch Extrembergsteiger. „Ich spüre, dass ich mich verändere“, <a href="http://www.uelisteck.ch/de/aktuelles/aktuelles/314-auf-dem-weg-zum-everest.html" target="_blank">schreibt Ueli Steck</a>. „Die wildeste Phase in meinem Leben – so glaube ich zumindest – habe ich hinter mir.“ Der Topkletterer aus der Schweiz gehört zu den <a href="http://german.china.org.cn/culture/txt/2012-04/18/content_25175213.htm" target="_blank">337 Bergsteigern aus aller Welt</a>, denen die nepalesische Regierung die Genehmigung erteilt hat, in diesem Frühjahr den Mount Everest von der Südseite aus zu besteigen. Ursprünglich wollte der 35-Jährige (den ich euch <a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/2012/03/05/paukenschlag-am-everest/" target="_blank">hier im Blog im Februar</a> vorgestellt hatte) den 8850 Meter hohen Gipfel ohne Flaschensauerstoff über den selten begangenen Westgrat erreichen. <span id="more-14517"></span>Doch Ueli änderte seine Pläne, als er erfuhr, dass dort zwei weitere Teams aufsteigen wollten: „Das heißt aber auch, dass am Westgrat Fixseile sein werden. Also macht es keinen Unterschied, ob man auf der Normalroute oder auf dem Westgrat unterwegs ist.“ Bis auf die Tatsache, dass er dort wahrscheinlich nicht Gefahr gelaufen wäre, in einen Bergsteiger-Stau zu geraten.</p>
<p><strong>Nur ein Zelt, aber bald ein kleines Dorf</strong></p>
<div id="attachment_14523" aria-labelledby="figcaption_attachment_14523" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/ueli-suedsattel.jpg" rel="lightbox[14517]"><img class="size-medium wp-image-14523" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/ueli-suedsattel-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">(Noch) Nur ein Zelt am Südsattel</p></div>
<p>Der droht – wie jedes Jahr – auf der Normalroute, wenn sich eines der seltenen Schönwetter-Fenster öffnet (seit heute könnt euch einen Eindruck vom Wetter verschaffen, wenn ihr auf der rechten Blogleiste den Link zu der Webcam anklickt, die vom Gipfel des 5675 Meter hohen Kala Pattar auf die Südwestwand des Everest gerichtet ist). Ueli hat zusammen mit dem 21 Jahre alten Tenzing Sherpa eine Nacht auf knapp 8000 Metern verbracht. „Wir hatten den ganzen Südsattel für uns. Nur unser kleines Zelt und etliche Materialdepots“, <a href="http://www.uelisteck.ch/de/aktuelles/aktuelles/322-anklimatisiert.html" target="_blank">berichtet Ueli</a>. „In ein paar Tagen wird da oben ein kleines Dorf entstehen.“</p>
<p><strong>Deutlich niedriger kann immer noch hoch sein</strong></p>
<p><a href="http://www.uelisteck.ch/de/aktuelles/aktuelles/307-kein-erfolg-an-der-cholatse-nordwand.html" target="_blank">Seinen Versuch</a>, gemeinsam mit dem US-Kletterer <a href="http://www.thenamelesscreature.com/about/" target="_blank">Freddie Wilkinson</a> eine neue Route <a href="http://www.nationalgeographic.de/die-welt-von-ng/special/ueli-steck-abenteuer-im-himalaja/fotostrecke-unterwegs-in-der-cholatse-nordwand" target="_blank">durch die Nordwand</a> des Sechstausenders Cholatse zu eröffnen, hatte Steck zuvor aufgeben müssen. Zu viel Schnee auf dem Fels, zu gefährlich. Auch die Verhältnisse am Everest-Westgrat („sehr eisig“) sind ihm zu riskant. „Ich bin zurückhaltender geworden als früher“, räumt Ueli ein. „Wenn es passt, dann Vollgas. Aber wenn die Bedingungen nicht stimmen, kann ich viel besser akzeptieren, dass es so ist und dass es besser ist, etwas anderes zu machen. Das Feuer brennt immer noch, aber das Risiko muss deutlich tiefer sein.“ Ich füge hinzu: was für mindestens 99,9 Prozent aller Bergsteiger aber immer noch deutlich zu hoch wäre.</p>
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		<title>Haifischflosse</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 13:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Feuerland]]></category>
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		<description><![CDATA[Berge müssen nicht 8000 Meter hoch sein, um Abenteuer zu erleben. Das bewies einmal mehr der deutsche Spitzenkletterer Robert Jasper, dem Anfang April an einem nicht nur sprichwörtlich am Ende der Welt gelegenen formschönen Berg eine Erstbesteigung gelang. Zusammen mit Jörn Heller und Ralf Gantzhorn erreichte der 44-Jährige (den ich euch Ende Februar hier im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14497" aria-labelledby="figcaption_attachment_14497" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/haifischflosse.jpg" rel="lightbox[14491]"><img class="size-medium wp-image-14497" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/haifischflosse-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Shark&#039;s Fin&quot; (Route führte von links über den Grat)</p></div>
<p>Berge müssen nicht 8000 Meter hoch sein, um Abenteuer zu erleben. Das bewies einmal mehr der deutsche Spitzenkletterer <a href="http://www.robert-jasper.de/profil/portrait/" target="_blank">Robert Jasper</a>, dem Anfang April an einem nicht nur sprichwörtlich am Ende der Welt gelegenen formschönen Berg eine Erstbesteigung gelang. Zusammen mit Jörn Heller und Ralf Gantzhorn erreichte der 44-Jährige (den ich euch <a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/2012/02/22/mr-nordwand/" target="_blank">Ende Februar hier im Blog</a> vorgestellt hatte) erstmals den Gipfel des Monte Giordano im Süden Feuerlands. Eine Höhe von 1517 Metern zeigte das GPS-Gerät, Karten weisen 500 Meter mehr aus. Die Erstbesteiger tauften den chilenischen Berg wegen seiner spektakulären Form „Shark’s Fin“, Haifischflosse. Das Ziel der sechswöchigen Expedition war außergewöhnlich, weil zuvor erst wenige Menschen den entlegenen Berg überhaupt gesehen hatten.<span id="more-14491"></span></p>
<p><strong>Mit gebrochener Rippe auf den Gipfel</strong></p>
<div id="attachment_14499" aria-labelledby="figcaption_attachment_14499" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/gipfelfoto-jasper.jpg" rel="lightbox[14491]"><img class="size-medium wp-image-14499" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/gipfelfoto-jasper-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gipfelfoto bei Nacht (r. Robert)</p></div>
<p>Allein drei Wochen brauchte der erfahrene Skipper <a href="http://polarwind-expeditions.blogspot.de/" target="_blank">Osvaldo Escobar</a>, um die Bergsteiger mit seiner Segelyacht durch die chronisch stürmische See zwischen Magellan-Straße und Kap Hoorn an den Fuß des entlegenen Bergs zu bringen. Tagelang musste die Crew auf einer unbewohnten Insel einen Orkan aussitzen, ehe sie zur „Shark’s Fin“ weitersegeln und die Besteigung in Angriff nehmen konnte. „Der Weg zum Berg führte durch subpolaren Regenwald, Sümpfe und Gletscherspalten – natürlich bei Schlechtwetter“, <a href="http://www.robert-jasper.de/news/artikel/robert-jasper-gelingt-sharks-fin-erstbesteigung-am-ende-der-welt-2/" target="_blank">heißt es auf Roberts Internetseite</a>. Der erste Anlauf scheiterte. Jörn Heller brach sich zudem an Bord der Yacht, die als schwimmendes Basislager diente, eine Rippe. Kurz vor der geplanten Abreise riskierte das Trio doch noch einen letzten Gipfelversuch, „bei dem sich die Schnelligkeit des eingespielten Teams als Schlüssel zum Erfolg erwies“. Kurz nach Mitternacht am 7. April erreichten die drei Bergsteiger nach eigenen Angaben den Gipfel. 27 Stunden brauchten sie für Auf- und Abstieg über den Westgrat des Bergs – um sich dann bei der Rückreise auf See wieder tüchtig durchschütteln zu lassen.</p>
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		<title>Russells offene Worte</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 15:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mount Everest]]></category>
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		<description><![CDATA[Eingepackt und weg! Der Neuseeländer Russell Brice, der wohl erfahrenste Veranstalter von Expeditionen zum Mount Everest, hat seine Zelte am höchsten Berg der Erde abgebrochen. „Die Gefahr liegt deutlich über dem, was ich verantworten kann“, sagt der 59 Jahre alte Chef des Veranstalters Himalayan Experience, der seit 1974 Expeditionen in den Himalaya führt. Schon zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14447" aria-labelledby="figcaption_attachment_14447" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Gefaehrlicher-Eisbruch.jpg" rel="lightbox[14435]"><img class="size-medium wp-image-14447" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Gefaehrlicher-Eisbruch-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Gefährlicher Khumbu-Eisbruch</p></div>
<p>Eingepackt und weg! Der Neuseeländer <a href="http://www.himalayanexperience.com/russell-brice" target="_blank">Russell Brice</a>, der wohl erfahrenste Veranstalter von Expeditionen zum Mount Everest, hat seine Zelte am höchsten Berg der Erde abgebrochen. „Die Gefahr liegt deutlich über dem, was ich verantworten kann“, <a href="http://www.himalayanexperience.com/content/everest-2012-newsletter-18" target="_blank">sagt der 59 Jahre alte Chef des Veranstalters Himalayan Experience</a>, der seit 1974 Expeditionen in den Himalaya führt. Schon zu Beginn der Saison hätten die Sherpas erklärt, dass es im Basislager zu warm sei. „Sie arbeiteten in T-Shirts.“ Inzwischen hätten sich dort kleine Seen gebildet.<span id="more-14435"></span></p>
<p><strong>Zu lange in der Gefahrenzone</strong></p>
<p>Die hohen Temperaturen, so Brice, hätten vor allem die Gefahr im Khumbu-Eisbruch erhöht. „Die Sherpas berichteten immer wieder, das ‚Popcorn-Gebiet’ (eine gefährliche Zone unterhalb brüchiger Eistürme, so genannter Seracs) sei in diesem Jahr aktiver.“ 2011 seien die Trümmer vom Westgrat noch in eine tiefe Spalte zwischen dem Gletscher und dem Berg gefallen. In diesem Jahr sei der Bergschrund jedoch gefüllt. „Es gibt keinen Schutz.“ Russell hat die Zeiten seiner Expeditionsmitglieder gestoppt, die sie brauchten, um die gefährliche Zone zu durchqueren. Sein schnellster Bergführer, <a href="http://www.himalayanexperience.com/adrian-ballinger" target="_blank">Adrian Ballinger</a>, benötigte 22 Minuten, die Sherpas mit ihren schweren Lasten eine halbe Stunde und die meisten zahlenden Kunden zwischen 45 Minuten und einer Stunde. „Meiner Meinung nach ist das viel zu lang bei einem so hohen Risiko. Und wenn ich sehe, dass rund 50 Bergsteiger unterhalb der Wand unterwegs sind, wird mir Angst und Bange.&#8221;</p>
<p><strong>„Die Brocken werden wieder fliegen“</strong></p>
<div id="attachment_14449" aria-labelledby="figcaption_attachment_14449" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Lhotse_Flanke.jpg" rel="lightbox[14435]"><img class="size-medium wp-image-14449" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Lhotse_Flanke-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Steinschlag in der Lhotse-Flanke (vorne), Lawinengefahr am Nuptse (hinten)</p></div>
<p>Auch weiter oben am Berg müssen die Everest-Anwärter laut Brice kaum kalkulierbare Risiken eingehen. Zwei seiner Kunden und ein Bergführer wären um ein Haar in eine ungewöhnlich große Eislawine geraten, die sich vom Nuptse gelöst habe. In der Lhotse-Flanke seien mehrere Bergsteiger durch Steinschlag verletzt worden. „Einige warme Tage mehr, dazu starke Windböen, dann werden wir die Felsbrocken wieder fliegen sehen.“ Zu viel des Schlechten, findet Russell. Der Neuseeländer verweist auch auf die <a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/2012/05/07/todliche-flutwelle/" target="_blank">Springflut am Fluss Seti</a> im Annapurna-Gebiet, nach der <a href="http://www.ekantipur.com/the-kathmandu-post/2012/05/09/nation/experts-off-to-annapurna-to-dig-out-seti-flood-cause/234674.html" target="_blank">inzwischen 27 Tote</a> geborgen wurden und mehr als 40 Menschen immer noch vermisst werden. „Es gibt einfach zu viele Anzeichen, dass in dieser Saison das Wetter nicht passt.“</p>
<p><strong>Vorbeigelaufen</strong></p>
<p>1988 hatte Brice mit dem Briten Harry Taylor die so genannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Three_Pinnacles" target="_blank">„Three Pinnacles“ </a>, drei Felsspitzen auf dem Everest-Nordostgrat, erstmals in Serie bestiegen. 2006 war der Neuseeländer als Expeditionsleiter auf der tibetischen Nordseite des Bergs heftig kritisiert worden, weil seine Kunden auf dem Gipfelgrat <a href="http://www.usatoday.com/tech/science/2006-07-16-everest-david-sharp_x.htm" target="_blank">am sterbenden Briten David Sharp </a>vorbeigelaufen waren. Per Funk hatte Russell einem Teammitglied gesagt: „Kumpel, du kannst nichts machen. Er hat dort x Stunden ohne Sauerstoff gelegen. Er ist definitiv tot. Das Problem ist, dass es auf 8500 Metern extrem schwer ist, selbst am Leben zu bleiben. Lass ihn allein und sorge dafür, dass die anderen weiterleben!“</p>
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		<title>Blindflug</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 16:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dicke Luft in dünner. „Inzwischen ist die Stimmung bei den kommerziellen Anbietern und deren Sherpas im Basislager aufgrund der gefährlichen Gesamtsituation am Berg gereizt“, schreibt Richard Stihler vom Fuße des Mount Everest. „Heute hat ein großer Anbieter bereits aufgegeben, er wird seine Lager in diesen Tagen ohne Gipfelversuch abschlagen.“ Mein alter Kumpel vom Manaslu will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14423" aria-labelledby="figcaption_attachment_14423" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/richie-spalte-neu.jpg" rel="lightbox[14407]"><img class="size-medium wp-image-14423" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/richie-spalte-neu-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Richie &quot;überleitert&quot; eine Gletscherspalte</p></div>
<p>Dicke Luft in dünner. „Inzwischen ist die Stimmung bei den kommerziellen Anbietern und deren Sherpas im Basislager aufgrund der gefährlichen Gesamtsituation am Berg gereizt“, schreibt <a href="http://www.rst-architekten.de/" target="_blank">Richard Stihler</a> vom <a href="http://www.badische-zeitung.de/lahr/mount-everest-im-schneesturm-zurueck-ins-basislager--59164619.html" target="_blank">Fuße des Mount Everest</a>. „Heute hat ein großer Anbieter bereits aufgegeben, er wird seine Lager in diesen Tagen ohne Gipfelversuch abschlagen.“ Mein <a href="http://blogs.dw.de/manaslu" target="_blank">alter Kumpel vom Manaslu</a> will in diesem Mai den höchsten Berg der Erde besteigen, seinen vierten Achttausender. Richie berichtet, die Route durch die Lhotse-Flanke habe in mehrtägiger Arbeit verlegt werden müssen, nachdem mehrere Bergsteiger in der ursprünglichen Spur durch Steinschlag verletzt worden seien. <span id="more-14407"></span></p>
<p><strong>Ins sichere Basislager gemogelt</strong></p>
<p>Dass auch heute noch nicht jede Wetterprognose für den Everest wirklich zutrifft, erlebt Richie beim Versuch, mit seinem Sherpa Pasang bis zu Lager 3 auf 7300 Metern aufzusteigen: „Statt klarem Wetter schneit es stark, und der Wind wird zunehmend stärker.“ Auf einer Höhe von 6600 Metern beschließen die beiden umzukehren. Im dichten Nebel gerät der Abstieg durch den Khumbu-Eisbruch zum Blindflug. „Mit zwei Sherpas, die sich mir inzwischen angeschlossen haben, lege ich sämtliche auffindbaren Seile frei, wir sichern uns daran und mogeln uns Richtung rettendes Basislager“, erzählt Richie.</p>
<p><strong>Raus aus der Mausefalle</strong></p>
<div id="attachment_14415" aria-labelledby="figcaption_attachment_14415" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Nuptse-Lager.jpg" rel="lightbox[14407]"><img class="size-medium wp-image-14415" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Nuptse-Lager-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">David am Nuptse-Lagerplatz</p></div>
<p>Auch Gerlinde Kaltenbrunner und David Göttler geraten in den überraschenden Wetterumschwung. Eigentlich hatten sie in die Nuptse-Nordwand einsteigen wollen, nachdem sie auf 6900 Metern im Schutz eines Felsens ein paar Stunden geschlafen hatten. „Um 3.00 Uhr früh standen wir angezogen in voller Montur vorm Zelt. Es schneite ganz leise, ruhig und beständig dahin. Das durfte doch nicht wahr sein“, <a href="http://www.gerlinde-kaltenbrunner.at/neuigkeiten/" target="_blank">schreibt Gerlinde</a> auf ihrer Homepage. „Würden wir hier länger zuwarten, würden wir in einer Mausefalle sitzen.“ Auch ihnen schlossen sich Sherpas an, die sich im Nebel verlaufen hatten. Mit GPS-Hilfe fanden sie den Weg zurück ins sichere Basislager. Dort erwartete sie <a href="http://www.ralf-dujmovits.de/biografie.html" target="_blank">Ralf (Dujmovits)</a>, dem es nach einer Nasennebenhöhlen-Entzündung wieder besser geht. Ralf will Gerlinde und David jedoch auch bei ihrem nächsten Anlauf zum Nuptse nicht begleiten, sondern versuchen, zum Everest-Südsattel auf 8000 Metern aufzusteigen. Der Mount Everest ist der einzige der 14 Achttausender, den der 50-Jährige mit Flaschensauerstoff bestieg. 1992 war das. Wenn alles passt, will Ralf es diesmal ohne Atemmaske schaffen.</p>
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		<title>Lawinentod an der Annapurna</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 07:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sicherheit ist an der Annapurna ein Fremdwort, Gefahr ein geläufiges. Der etwa 200 Kilometer westlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gelegene Berg gilt nicht nur, sondern ist auch statistisch gesehen der gefährlichste der 14 Achttausender. Auf jede dritte Besteigung kommt ein Todesfall. Die Annapurna ist vor allem wegen des hohen Lawinenrisikos gefürchtet. In den letzten Wochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14389" aria-labelledby="figcaption_attachment_14389" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Annapurna.jpg" rel="lightbox[14383]"><img class="size-medium wp-image-14389" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Annapurna-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Annapurna (übersetzt: &quot;Die Göttin der Fülle&quot;)</p></div>
<p>Sicherheit ist an der <a href="http://www.8000ers.com/cms/annapurna-i-general-info-186.html" target="_blank">Annapurna</a> ein Fremdwort, Gefahr ein geläufiges. Der etwa 200 Kilometer westlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gelegene Berg gilt nicht nur, sondern ist auch statistisch gesehen der gefährlichste der 14 Achttausender. Auf jede dritte Besteigung kommt ein Todesfall. Die Annapurna ist vor allem wegen des hohen Lawinenrisikos gefürchtet. In den letzten Wochen hatte eine ungewöhnlich hohe Zahl an Besteigungen den Eindruck erweckt, der Berg habe seinen Schrecken verloren. Doch die Ruhe erwies sich als trügerisch.<span id="more-14383"></span></p>
<p><strong>R.I.P., Tibor</strong></p>
<p>Beim Abstieg von dem auf 6800 Metern gelegenen Lager 3 wurde der Ungar Tibor Horvath von einer Eislawine verschüttet. „Unser Team ist zutiefst geschockt über den Verlust unseres Freundes”, heißt es <a href="http://4bakancs.com/tag/annapurna" target="_blank">im Blog der Expedition</a>. Horvath gehörte zur Mannschaft des beinamputierten Ungarn <a href="http://hoparduc.hu/" target="_blank">Zsolt Eröss</a>, für den die Annapurna der zehnte Achttausender wäre.   Eröss hatte 2002 als erster Ungar den Mount Everest bestiegen. 2010 musste ihm nach einem Lawinenunglück in der Hohen Tatra das rechte Bein unterhalb des Knies amputiert werden müssen. Zsolt ließ sich nicht entmutigen. 2011 bestieg er mit einer Prothese den Lhotse.  </p>
<p><strong>„Mein bisher härtester 8000er“</strong></p>
<p>Während eines Schönwetterfensters hatten am 21. und 22. April zwölf Bergsteiger den 8091 Meter hohen Gipfel der Annapurna erreicht: sieben Sherpas, zwei Chinesen, zwei Inder und ein Brasilianer. Auch am vergangenen Wochenende waren Erfolge vermeldet worden: Zwei Tschechen, zwei Spanier und ein Iraner standen am höchsten Punkt. Für den Tschechen <a href="http://www.radekjaros.cz/" target="_blank">Radek Jaroš</a> war es der 13. Achttausender, alle hat der 48-Jährige ohne Flaschensauerstoff bestiegen. Nun fehlt ihm nur noch der K 2 in seiner Sammlung. Die Annapurna sei für ihn bisher der härteste Achttausender gewesen, <a href="http://www.explorersweb.com/everest_k2/news.php?id=20820" target="_blank">sagte Radek</a> per Satellitentelefon &#8211; ein Satz, den man in der Profibergsteiger-Szene oft hört.</p>
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		<title>Tödliche Flutwelle</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 19:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Katastrophe kam wie aus dem Nichts. Familien saßen nichtsahnend beim Picknick am Fluss Seti im Gebiet um den Achttausender Annapurna in Nepal, als die Schlamm- und Wassermassen heranschossen. Das Dorf Kharapani, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu gelegen, wurde weggeschwemmt. 19 Tote haben die Rettungskräfte inzwischen geborgen, 45 Menschen werden noch vermisst, darunter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14359" aria-labelledby="figcaption_attachment_14359" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Seti-Flut-1.jpg" rel="lightbox[14355]"><img class="size-medium wp-image-14359" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Seti-Flut-1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Auch das Vieh wurde weggeschwemmt</p></div>
<p>Die <a href="http://www.wtov9.com/ap/ap/top-news/nepal-flood-death-toll-rises-to-17-47-missing/nNrgk/" target="_blank">Katastrophe</a> kam wie aus dem Nichts. Familien saßen nichtsahnend beim Picknick am Fluss Seti im Gebiet um den Achttausender <a href="http://www.8000ers.com/cms/annapurna-i-general-info-186.html" target="_blank">Annapurna</a> in Nepal, als die Schlamm- und Wassermassen heranschossen. Das Dorf Kharapani, rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu gelegen, wurde weggeschwemmt. <a href="http://www.nepalnews.com/home/index.php/news/19/18603-seti-flash-flood-toll-rises-to-19-as-authorities-continue-looking-for-bodies-among-the-debris.html" target="_blank">19 Tote</a> haben die Rettungskräfte inzwischen geborgen, 45 Menschen werden noch vermisst, darunter drei Trekkingurlauber aus der Ukraine. Die Hoffnung, wenigstens einige von ihnen noch lebend zu finden, schwindet.<span id="more-14355"></span></p>
<p><strong>Regierungschef verspricht Soforthilfe</strong></p>
<div id="attachment_14361" aria-labelledby="figcaption_attachment_14361" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Flut-Seti-II.jpg" rel="lightbox[14355]"><img class="size-medium wp-image-14361" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Flut-Seti-II-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kaum noch Hoffnung für die Vermissten</p></div>
<p>Ministerpräsident Baburam Bhattarai flog zum Unfallort. Der Regierungschef versprach den Familien, die Tote zu beklagen haben, eine Soforthilfe von 100.000 Rupies (umgerechnet 850 Euro). Dorfbewohner, die ihr Dach über dem Kopf verloren haben, sollen 25.000 Rupies (knapp 220 Euro) erhalten. Der <a href="http://de.trekking-in-nepal.net/seti+khola+2+tage+1+nacht+im+rivercamp+trip_2756.html" target="_blank">Seti Khola</a> gilt eigentlich als ruhiger Fluss, der geeignet ist, Kajakfahren zu lernen. Während des Monsuns schwillt er an und lockt dann auch erfahrene Rafter.</p>
<p>Was löste die Springflut aus? Im Quellgebiet hatte eine Lawine den Fluss angestaut. Als der natürliche Damm brach, walzte sich die Flutwelle talwärts &#8211; mit verheerender Wirkung.</p>
<p><strong>Apa Sherpa mahnt Klimaschutz an</strong></p>
<p>Das erinnert an Katastrophenszenarien, über die ich <a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/2012/03/21/und-taglich-droht-der-gletschersee/" target="_blank">anlässlich von Apa Sherpas Wanderung</a> über den <a href="http://www.thegreathimalayatrail.org/" target="_blank">Great Himalaya Trail</a> berichtet hatte: Der Klimawandel hat riesige Gletscherseen entstehen lassen, deren natürliche Dämme zu brechen drohen. Apa, mit 21 Besteigungen Mount-Everest-Rekordhalter, hat inzwischen seine Trekkingtour beendet. <a href="http://www.thegreathimalayatrail.org/news/" target="_blank">99 Tage</a> hat der 52-Jährige (so schätzt Apa selbst sein Alter) für die 1555 Kilometer lange Strecke vom Westen in den Osten Nepals gebraucht. Mit der Wanderung wollte Apa auf die Gefahren des Klimawandels für die Bewohner des Himalaya aufmerksam machen. Nach seiner Rückkehr <a href="http://news.in.msn.com/international/article.aspx?cp-documentid=6056099" target="_blank">appellierte er</a> an die internationale Gemeinschaft, die Regierung Nepals, die örtlichen Behörden und die Tourismusanbieter, zusammenzuarbeiten, um die Berge zu schützen. Das Unglück von Kharapani wirkt wie ein Ausrufezeichen hinter seinen Appell.</p>
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		<title>Zahlen, die nachdenklich machen sollten</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 18:16:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht umsonst gilt Bergsport als Risikosport. Immer wieder sind nicht nur Verletzte, sondern auch Tote zu beklagen. Wie jetzt in Japan. Ein Wettersturz kostete in den japanischen Alpen (die nennt man wirklich so) auf der Insel Honshu mindestens acht Bergsteigern das Leben. Nach japanischen Presseberichten starben die Wanderer im Seniorenalter an Unterkühlung. Sie waren bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14335" aria-labelledby="figcaption_attachment_14335" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Bergsport.jpg" rel="lightbox[14325]"><img class="size-medium wp-image-14335" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Bergsport-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bergsport liegt im Trend</p></div>
<p>Nicht umsonst gilt Bergsport als Risikosport. Immer wieder sind nicht nur Verletzte, sondern auch Tote zu beklagen. Wie jetzt in Japan. Ein Wettersturz kostete in den <a href="http://www.japan-alps.com/en/" target="_blank">japanischen Alpen</a> (die nennt man wirklich so) auf der Insel Honshu mindestens acht Bergsteigern das Leben. <a href="http://mainichi.jp/english/english/newsselect/news/20120505p2g00m0dm007000c.html" target="_blank">Nach japanischen Presseberichten</a> starben die Wanderer im Seniorenalter an Unterkühlung. Sie waren bei schönem Wetter aufgebrochen, wurde dann aber von einem Sturm mit heftigem Regen überrascht. Viele Japaner nutzen traditionell Anfang Mai die so genannte &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Woche_(Japan)" target="_blank">Goldene Woche</a>&#8221; mit einer Serie von Feiertagen zu ersten Bergwanderungen. &#8211; Auch in den europäischen Alpen ist Wandern und Bergsteigen Trendsport. Die Kehrseite der Medaille: Mehr Tote und Verletzte als früher.<span id="more-14325"></span></p>
<p><strong>Mehr Bergtote in der Schweiz und Österreich</strong></p>
<p><a href="http://www.sac-cas.ch/de/service/medien/medien-aktuell-detail.html?tx_ttnews[tt_news]=5485&amp;cHash=b8ecd09fb50252b66a20cc2e0ba3efb6" target="_blank">Nach Angaben des Schweizer Alpen-Clubs (SAC)</a> kamen 2011 in den Schweizer Alpen und im Jura 217 Menschen ums Leben, 44 mehr als im Vorjahr. Auch wenn ich mich damit schwer tue, Menschenleben in Prozentzahlen umzurechnen,  ist das ein Zuwachs von 25 Prozent. Beim „klassischen Bergsport“ &#8211;  per Definition des SAC Wandern, Bergsteigen und Klettern &#8211;  waren 151 Tote zu beklagen, 27 mehr als im Vorjahr (plus 22 Prozent). Die meisten Opfer (40 Prozent) kamen <a href="http://www.sac-cas.ch/fileadmin/sac/PDF-Dateien/Medien/Grafiken_und_Zahlen.pdf" target="_blank">aus Deutschland</a>. Auch in Österreich schlagen die Rettungskräfte Alarm. 163 Bergtote <a href="http://www.alpin.de/news/cc8d9481-afe2-49cd-b551-22fb5fce6041/immer-mehr-bergtote-in-oesterreichs-alpen/news.html" target="_blank">zählte das Kuratorium für Verkehrssicherheit </a>(KfV) im Jahr 2011, 26 mehr als im Vorjahr (plus 19 Prozent).</p>
<p><strong>Zu schlapp, mit Neigung zur Selbstüberschätzung</strong></p>
<div id="attachment_14337" aria-labelledby="figcaption_attachment_14337" class="wp-caption alignright" style="width: 300px"><a href="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Lockende-Berge.jpg" rel="lightbox[14325]"><img class="size-medium wp-image-14337" src="http://blogs.dw.de/abenteuersport/files/Lockende-Berge-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Lockende Berge</p></div>
<p>„Selbstüberschätzung und mangelnde körperliche Fitness sind einmal mehr die Hauptgründe für Unfälle“, sagte KfV-Chef Othmar Thann – und liegt damit auch auf der Linie des Deutschen Alpenvereins, <a href="http://www.alpenverein.de/chameleon/outbox/public/e1efbe38-d342-5f75-5244-6ca4ce365427/0818-Bergunfallstatistik_18153.pdf" target="_blank">der schon 2010 feststellte</a>, „dass eine typische Ursachenkombination für Notfälle in den Bergen auf dem Vormarsch ist – mangelhafte Kondition, mangelndes Wissen und Selbstüberschätzung. An der Ausrüstung mangelt es hingegen nicht.“ Es hat sich also offenbar in den Bergen weitestgehend „ausgesandalt“.</p>
<p>Die Zahlen der deutschen Bergretter für das vergangene Jahr werden derzeit noch zusammengetragen. Doch erste Meldungen aus einzelnen Bezirken deuten darauf hin, dass auch hierzulande mehr Menschen ihr Leben in den Bergen verloren haben. So wurden <a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Zahl-der-toedlichen-Bergunfaelle-2011-massiv-gestiegen-id18375461.html" target="_blank">in den Allgäuer Alpen</a> 22 Todesfälle verzeichnet, zehn mehr als 2010. Fast eine Verdopplung.</p>
<p>Ich halte nichts davon, den moralischen Zeigefinger zu heben. Aber vielleicht sollten diese Zahlen doch den einen oder anderen zum Nachdenken animieren, ob er in den Bergen seiner Eigenverantwortung gerecht wird. Schließlich gefährdet er unter Umständen nicht nur fahrlässig sein eigenes Leben, sondern auch das der Bergretter.</p>
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