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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Noch hundert Tage

Es war Zufall, dass mein heutiger Termin bei der Kardiologin genau auf den Tag fiel, an dem es noch hundert Tage bis zum Beginn der Expedition zum 7246 Meter hohen Putha Hiunchuli in Nepal sind. Nicht ganz zufällig hatte ich um den Routine-Check nachgesucht. Schließlich sollte man vor einer Tour wie dieser so viele Risiken wie möglich ausschließen. Und in extremer Höhe dürfte sich eine schwache oder anfällige Pumpe schnell als extremer Nachteil herausstellen.
Nach eingehender Untersuchung und Belastungs-EKG attestierte mir die Herzspezialistin, dass ich gut in Form sei. „Achten Sie darauf, dass Sie sich genügend Zeit nehmen, um sich zu akklimatisieren“, gab mir die Ärztin mit auf den Weg. Sie weiß, wovon sie spricht. Ihr Bruder hat immerhin drei Achttausender bestiegen. „Gesund ist das nicht gerade“, sagte die Kardiologin und lächelte.


Aufstiegsroute liegt auf der Hand, oder?

Datum

22. Juni 2011 | 14:08

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Berg(ischer)lauf

Noch 104 Tage bis zum Beginn der Expedition zum Putha Hiunchuli. Heute wollte ich meine Kondition ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen. Testgelände war die Sengbachtalsperre, vor den Toren Kölns im Bergischen Land gelegen. Die Runde ist etwa zehn Kilometer lang und hat familiäre Tradition: Meine Eltern gingen dort mit uns häufig an Wochenenden wandern, um nicht zu sagen sehr häufig. Und auch meine eigenen Kinder sammelten dort erste Wandererfahrung.


Laufen im Bergischen Land

Datum

18. Juni 2011 | 15:51

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Jimmy Roberts, Vater des Trekkings in Nepal

Im Gipfelhang des Putha Hiunchuli

„Die Gipfelkuppe war deutlich steiler als die unteren Hänge, aber ohne wirkliche technische Schwierigkeiten“, schrieb James Owen Merion, genannt „Jimmy“ Roberts. Der Engländer bestieg gemeinsam mit dem Sherpa Ang Nyima am 11. November 1954 erstmals den Putha Hiunchuli – jenen 7246 Meter hohen Berg in Nepal, an dem auch ich mich im Rahmen einer kommerziellen Expedition im Herbst versuchen will. Am Gipfel genoss Roberts die Aussicht: „Um 13.13 Uhr, vier Stunden nachdem wir das oberste Lager verlassen hatten, schauten wir voller Dankbarkeit auf im Süden gelegene Meer grüner Hügel, Täler und das Land, das wir sechs Wochen zuvor durchquert hatten.“

Datum

11. Juni 2011 | 17:41

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Putha Hiunchuli

Unsere Lehrer hatten unrecht. „Es gibt keine dummen Fragen“, war einer ihrer beliebtesten Sprüche. Das war allerdings vor Einführung des Privatfernsehens. Dort gibt es ja kaum eine Sendung, bei der die Zuschauer nicht dazu animiert werden, anzurufen und selbstverständlich ein nagelneues Auto der gehobenen Preisklasse zu gewinnen. Dafür müssen sie Fragen auf Nobelpreis-Niveau beantworten. Vorgestern etwa lief das stinklangweilige Europa-League-Finale zwischen Porto und Braga. Ich musste nicht lange auf das unvermeidliche Gewinnspiel warten. Als die Frage „Wer ist in diesem Jahr portugiesischer Meister geworden?“ eingeblendet wurde, war ich ein paar Sekunden lang verblüfft. Ein Rätsel für echte Fußball-Experten? Doch dann flimmerten die beiden Lösungsvorschläge über den Bildschirm: „A) FC Porto oder B) SC Versandkostenfrei?“ Diese Frage ist wirklich so dumm, dass sie schon fast wieder genial ist. Ich war versucht, für den SC Versandkostenfrei anzurufen.


Der Siebentausender Putha Hiunchuli

Datum

20. Mai 2011 | 17:36

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