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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Zahl der Opfer am Manaslu steigt

Geborgene Leichen vom Manaslu

Nach dem Lawinenunglück am Achttausender Manaslu haben die Rettungskräfte ihre Arbeit wieder aufgenommen. Der nepalesische Bergsteigerverband spricht inzwischen von mindesten zwölf Toten. Elf Leichen seien am Berg geborgen worden, ein weiterer Bergsteiger sei im Krankenhaus in Kathmandu gestorben, heißt es. Drei Personen würden noch vermisst. Inzwischen wurden auch Details des Unglücks bekannt. Die riesige Lawine erfasste nicht nur das auf gut 7000 Meter Höhe gelegene Lager drei, sondern auch Lager zwei auf etwa 6600 Metern. 

Datum

24. September 2012 | 12:23

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Lawine am Manaslu

Manaslu, der "Berg der Seele"

Mindestens neun Bergsteiger sind bei einem Lawinenunglück am Achttausener Manaslu ums Leben gekommen. Nach Informationen nepalesischer Medien ist unter den Opfern auch ein Deutscher. Mehrere Bergsteiger werden noch vermisst. Rettungskräften gelang es, per Helikopter etwa ein Dutzend Verletzte abzutransportieren.

Datum

23. September 2012 | 14:43

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Wahnsinnswand

Mount Asgard (r.)

Auf der Flucht rast James Bond auf Skiern einem Abgrund entgegen. An der Kante fällt der Fels senkrecht ab. 007 stürzt im freien Fall in die Tiefe. Dann öffnet er seinen Fallschirm in den Farben des Union Jack und entschwebt seinen Verfolgern. Die Anfangsszene des Bond-Films „Der Spion, der mich liebte“ wurde am Mount Asgard gedreht, einem 2015 Meter hohen formschönen Granitfelsen auf Baffin Island im Norden Kanadas. In diesem Sommer tummelten sich dort drei deutsche Topkletterer – und waren erfolgreich. Nachdem Ines Papert mit zwei kanadischen Partnern eine neue Route durch die Nordwestwand des Südpfeilers eröffnet hatte, kletterten die „Huberbuam“ Thomas und Alexander mit dem Osttiroler Mario Walder jetzt am selben Pfeiler die „Bayerische Direttissima“, eine Route wie ein Strich durch die 700 Meter hohe Westwand, erstmals komplett frei.

Datum

27. August 2012 | 17:31

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Allen und Allan auf dem Nanga Parbat

Der Mazeno-Grat (© Doug Scott)

Sport, das heißt derzeit vor allem Großbritannien. Heute hat Bradley Wiggins die Tour de France gewonnen, als erster Brite überhaupt. Vor seinem Landsmann Christopher Froome. Die letzte Etappe auf den Champs Élysees gewann im Sprint Weltmeister Mark Cavendish, auch er ein Brite. Und in Pakistan haben zwei Bergsteiger aus Großbritannien für ein Glanzlicht gesorgt. Sandy Allan und Rick Allen bestiegen den 8125 Meter hohen Nanga Parbat erstmals über den Mazeno-Grat, den mit rund zehn Kilometern längsten Grat aller Achttausender. Zahlreiche Bergsteiger hatten sich zuvor an dieser Aufgabe die Zähne ausgebissen, auch die beiden Deutschen Luis Stitzinger und Joseph Lunger.

Datum

22. Juli 2012 | 21:58

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Auf dem Grat

Der Mazeno-Grat am Nanga Parbat

Armer Jogi. Joachim Löw erging es bei der EM wie mir am Putha Hiunchuli. Kurz vor dem Gipfel musste er umkehren. Und nun gehen die Diskussionen los. Warum schaffte er es nicht bis ganz oben? Falsche Taktik? Schlechte Vorbereitung? Zu wenig gebissen? Soll er jetzt zurücktreten? Und das Ganze nur, weil Italien an einem Abend schlicht besser war. Aber beim Fußball ist es eben wie beim Bergsteigen. Hier wirst du an Gipfeln, dort an Titeln gemessen. Eigentlich Kokolores. Wie auch immer, die Fußball-EM ist Geschichte. Zeit, den Blick nach Pakistan zu wenden. Denn dort sind inzwischen zahlreiche Expeditionen am Berg.

Datum

2. Juli 2012 | 17:30

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Glück gehabt

Das war knapp (©Florian Hill)

In eine Lawine zu geraten, ist ein einschneidendes Erlebnis – wenn du es überhaupt überlebst. „Ich kann mich nicht erinnern, wie ich herausgekommen bin“, schreibt der deutsche Bergsteiger und Abenteurer Florian Hill auf Facebook. „Aber eines ist sicher, wenn die Schneemassen über dir zusammenkrachen und deine Lunge nach Sauerstoff schreit, wirst du nicht mehr derselbe Mensch sein wie vorher.“ Hill war nach einer Speedbesteigung auf dem Abstieg vom 6194 Metern hohen Mount McKinley, dem höchsten Berg Nordamerikas, als eine Lawine ihn und drei andere Bergsteiger aus Alaska traf.

Datum

25. Juni 2012 | 0:15

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Lawine am Mount McKinley

Mount McKinley, auch Denali genannt

Am Mount McKinley, dem  mit 6194 Metern höchsten Berg Nordamerikas, ist eine Lawine abgegangen und hat fünf japanische Bergsteiger mitgerissen. Einer konnte sich retten, die anderen vier werden noch unter den Schneemassen vermisst. Es gibt keine Hoffnung mehr, sie noch lebend zu finden. Die Japaner waren auf der beliebten „West Buttress“-Route unterwegs, der Normalroute, die nicht als besonders gefährdet gilt. „Diese Lawine war ungewöhnlich groß und traf die Gruppe genau im falschen Moment“, sagte Maureen McLaughlin, Sprecherin des Denali-Nationalparks.

Datum

17. Juni 2012 | 10:50

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Am (Everest-) Ball geblieben

War der Ball wirklich oben?

Die Fußball-EM steht vor der Tür. Und ich bin am Ball geblieben. Anfang des Jahres hatte (nicht nur) ich darüber berichtet, dass ukrainische Bergsteiger auf dem höchsten Berg der Erde Fußball spielen wollten. „Das erste Spiel der EM wird auf dem Gipfel des Everest ausgetragen“, lautete damals die Schlagzeile auf der offiziellen ukrainischen Internetseite zum Turnier. Der ukrainische Bergsteiger Sergej Kovalov hatte 50 Meter unterhalb des Everest-Gipfels ein kleines Plateau als Spielfeld ausgeguckt. Seitdem hörte ich nichts mehr von der Aktion. Ich schickte eine Mail an Kovalov. Keine Reaktion. Eine Nachricht an Alexander Abramov, den russischen Expedionsleiter auf der Nordseite des Everest. Ebenfalls keine Antwort. Dafür beziehe ich jetzt ungefragt den Newsletter des Expeditionsveranstalters. So stöberte ich also dort in alten Nachrichten und Bildergalerien, auf der Suche nach einem Hinweis auf die Fußballpartie auf dem Everest.

Datum

7. Juni 2012 | 14:03

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Analog

Ralf (l.) und Andrew 2006 am Kangchendzönga

Geschichten wiederholen sich. Als ich auf der Internetseite des Australiers Andrew Lock landete, staunte ich über viele Parallelen zu Ralf Dujmovits, Deutschlands erfolgreichstem Bergsteiger. Beide sind 50 Jahre alt, beide im Dezember 1961 geboren. Andrew war 2009 der erste Australier, der alle 14 Achttausender bestieg, Ralf im selben Jahr der erste Deutsche. Beide benutzten nur am Mount Everest Flaschensauerstoff und wollten jetzt diese Scharte auswetzen. Beide kehrten um und erklärten das Kapitel Everest für beendet. Sogar die Motive ähneln sich.

Datum

6. Juni 2012 | 12:19

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Alte Leichen am Mount Everest freigelegt

Mount Everest, Lhotse, Ama Dablam (v.l.)

Der Verdacht klang ungeheuerlich: Wurden Todesfälle von Sherpas am Mount Everest tot geschwiegen? Der Schweizer Topbergsteiger Ueli Steck hatte in einem Interview mit der Zeitung „Tages-Anzeiger“ gesagt, es habe am ersten Everest-Gipfelwochenende in diesem Frühjahr nicht nur sechs, sondern zehn Tote gegeben, „weil niemand von den vier zusätzlichen toten Sherpas sprach“. Das wollte ich genauer wissen. Ich hakte bei Ueli nach. „Ich war zum Glück nie live dabei“, schrieb mir der 35-Jährige zurück. „Da weiß ich zu wenig genaue Details aus erster Hand.“ Die holte ich mir in Nepal.

Datum

31. Mai 2012 | 12:05

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„Was tun?“, spricht nicht nur Zeus

Zeit, in sich zu gehen

„Sag’ mal, was ist da eigentlich los am Mount Everest?“, wurde ich in den vergangenen Tagen häufig gefragt. „Am ersten Gipfel-Wochenende mit mindestens sechs Toten hat sich kein Drama, erst recht keine Katastrophe, sondern nur ein Unglück mit Ansage ereignet“, antwortete ich und schilderte die Umstände. Prompt kam dann meistens die Nachfrage, ob man die kommerziellen Expeditionen am Everest nicht schlicht verbieten solle. Das hatte schließlich auch Reinhold Messner gefordert, der – gefühlt – beinahe reflexartig befragt wird, sobald nur das Wort Himalaya fällt. Doch schon der amerikanische Schriftsteller und Satiriker Henry Louis Mencken (1880-1956) erkannte: „Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.“

Datum

30. Mai 2012 | 15:48

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Gewitter am Manaslu

Alix von Melle im Aufstieg zum Gipfelversuch

Niemals habe ich mehr Schnee geschaufelt als 2007 am Manaslu. Kein Tag verging, ohne dass Frau Holle es aus Nepals Himmel weiß auf unser Basislager rieseln lies. Höhepunkt war ein Wettersturz mit so heftigem Schneefall, dass unser großes Kuppelzelt nachts unter den Massen zusammenbrach. Während die anderen am Berg unterwegs waren, verbrachten Koch Sitaram Rai, seine Küchenhelfer und ich die Nacht damit, die Zelte freizuschaufeln. Auch fünf Jahre später hat der Manaslu seinem Ruf als Achttausender des Schnees und der Gewitter wieder alle Ehre gemacht. Nach Angaben der deutschen Bergsteiger Luis Stitzinger und Alix von Melle erreichten in diesem Frühjahr nur fünf westliche Bergsteiger und einige Sherpas den 8163 Meter hohen Gipfel, alle nutzten Flaschen-Sauerstoff. Ein Iraner, der mit vier Landsleuten ebenfalls oben war, stürzte beim Abstieg ab und wird seitdem vermisst. Viel fehlte nicht, und es hätte noch mehr Opfer gegeben.

Datum

29. Mai 2012 | 16:22

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Der ganz normale Wahnsinn

Winterschlussverkauf am Everest

Die Frühjahrssaison am Mount Everest ist so gut wie beendet. Die letzten Bergsteiger packen ihre Sieben(hundert)sachen und verlassen die Basislager auf der nepalesischen Süd- und der tibetischen Nordseite des höchsten Bergs der Erde. Am Freitag und Samstag erreichten noch einmal rund 180 Bergsteiger den 8850 Meter hohen Gipfel – diesmal offenbar ohne die chaotischen Zustände, die am vergangenen Wochenende geherrscht hatten. Unter den Erfolgreichen war auch der Brite Kenton Cool, der eine Goldmedaille der Olympischen Winterspiele 1924 auf den Gipfel trug und damit ein 88 Jahre altes Versprechen einlöste.

In diesem Frühjahr wurden mehr als 530 Besteigungen des Mount Everest vermeldet. Zehn Todesfälle sind bestätigt. Diese Zahl wird sich nach den Worten des Schweizer Topbergsteigers Ueli Steck noch erhöhen, „weil niemand von den vier zusätzlichen toten Sherpas sprach“.

Datum

28. Mai 2012 | 14:44

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Hiro im 14er-Club

Hiro am Ziel

Hiro hat sein großes Ziel erreicht: Er machte einen Haken hinter sein „Projekt 14“. Am Samstag um 17.30 Uhr nepalesischer Zeit (13.45 Uhr MESZ) erreichte Hirotaka Takeuchi laut seinem Blog den 8167 Meter hohen Gipfel des Dhaulagiri. Der 40-Jährige ist damit der erste Japaner, der alle 14 Achttausender bestiegen hat. Hiros Kletterpartner, der 27 Jahre alte Landsmann Kenjo Nakajima, war während des Aufstiegs krank geworden und hatte auf 6800 Metern passen müssen. Den Rest erledigte Hiro im Alleingang.

Datum

27. Mai 2012 | 17:32

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Weitere Tote am Everest

Tibetische Nordseite des Mount Everest

Nicht nur auf der Südseite des Mount Everest hat das vergangene Gipfel-Wochenende Menschen das Leben gekostet. Auch von der Nordseite werden jetzt mindestens zwei Todesfälle vermeldet. Bei einem der beiden Toten handelt es sich nach übereinstimmenden Berichten um den bayrischen Bergsteiger Ralf D. Arnold. Angeblich stürzte er beim Rückweg vom Gipfel am „Second Step“, einer Felsstufe auf  8600 Metern. Er habe sich dabei ein Bein gebrochen und sei gestorben, heißt es. 2010 war Arnold am Achttausender Cho Oyu die erste Besteigung der Herbst-Saison gelungen. Da er alleine unterwegs war und niemand ihn kannte, war ihm der Spitzname „Mystery climber“, der geheimnisvolle Kletterer, verliehen worden.

Datum

24. Mai 2012 | 16:49

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