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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Eine gute Nachricht

Rettung aus der Spalte am Schrankogel

Ente oder Sensation? Wie auch immer – eine gute Nachricht, denn der Mann lebt: Ein etwa 70 Jahre alter deutscher Bergwanderer wurde heute in den Stubaier Alpen aus einer Gletscherspalte geborgen: unterkühlt, erschöpft, aber nur leicht verletzt. Andere Bergsteiger hatten seine Hilfeschreie gehört und die Rettungskräfte alarmiert. Mit einem Hubschrauber wurde der Mann in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Er soll – höre und staune – fast eine Woche lang (!) in der Spalte überlebt haben.

Schneebrücke eingestürzt?

Der ältere Herr sagte, er sei vor sechs Tagen alleine vom Westfalenhaus aufgebrochen, um über den Längentaler Ferner zur Amberger Hütte zu wandern. In ersten Berichten heißt es, in etwa 3000 Meter Höhe unterhalb des Schrankogels habe offenbar eine Schneebrücke unter dem Gewicht des Mannes nachgegeben und er sei in die Spalte gestürzt. Er habe wohl keine Steigeisen getragen.

Kalt und nass

Der Mann habe etwa zehn bis 15 Meter tief in der Spalte gesteckt und auf einer „Art Platte“ ausgeharrt, sagte Einsatzleiter Franz Santer. Die Stelle sei zwar windgeschützt gewesen, aber kalt und nass. „Es ist eine Sensation, dort eine Woche zu überleben.“ Ob der Bergsteiger Proviant bei sich hatte, ist noch offen. Das soll die weitere Befragung des Geretteten im Krankenhaus klären. Ebenso die Frage, ob er tatsächlich sechs Tage im Eis festgesteckt hat – oder ob vielleicht sein Zeitempfinden durch die Kälte gelitten hat.

Nachtrag 15. August: Die Geschichte neigt sich deutlich in Richtung kleines Wunder. Der Hüttenwirt des Westfalenhauses bestätigte, dass der Mann am Mittwoch vergangener Woche um 7.30 Uhr aufgebrochen sei. Eine Vermisstenmeldung gab es offenkundig nicht. Schlimm eigentlich.

Datum

14. August 2012 | 16:50

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3 Kommentare

3 Kommentare

  • Irgendwie kam mir direkt Aron Ralston in den Sinn beim Lesen. Einfach unglaublich solange dort zu überleben. Neben unfassbar viel Glück verfügt er wohl auch über große mentale Kraft.

  • Vielleicht dreht ja jemand auch über diese Story einen Kinofilm.

  • http://www.stern.de/panorama/unglueck-in-der-gletscherspalte-die-wundersame-rettung-aus-dem-eisverlies-1878902.html

    Es wäre auf jeden Fall interessant zu erfahren was ihm da unten durch den Kopf ging, in dem Artikel hier werden ja ein paar Dinge dazu gesagt. Obs für einen Kinofilm reicht, schwierig.. sicherlich nur in sehr abgeänderter Version. Bei 127h musste man da auch alle Register ziehen, trotz dieses dramatischen Höhepunktes. Aber in gewisser Weise ähneln sich die Fälle schon, 2 Männer, Einzelgänger, eingeschlossen fast 1 Woche und bei beiden gibt es keine Suchaktion weil sie offensichtlich niemand vermisst.

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