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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Erster Todesfall am Everest

Früh trägt der Mount Everest Trauer. Kaum sind die ersten Bergsteiger auf der nepalesischen Seite des höchsten Bergs der Erde erstmals durch den Khumbu-Eisbruch hinauf nach Lager 1 auf gut 6000 Metern aufgestiegen, gibt es den ersten Toten zu beklagen. Allerdings nicht oben im Western Kwm, dem „Tal des Schweigens“, sondern im Basislager auf 5300 Metern. Karsang Namgyal Sherpa starb allem Anschein nach an den Folgen der Höhenkrankheit. „Ein paar Minuten vor seinem Tod zog er sich in sein Zelt zurück und informierte die anderen Sherpas, dass er sich nicht wohl fühle“, sagt Dambar Parajuli, Chef des Expeditionsveranstalters Prestige Adventure aus Kathmandu. In den Tagen zuvor habe es keine Hinweise gegeben, dass der 40-Jährige krank sein könnte.

Ang Ritas Sohn

Karsang Namgyal galt als äußerst erfahrener Sherpa. Mehrmals hatte er den Gipfel des Mount Everest erreicht, erstmals 1995. Karsang trat damit in die Fußstapfen seines Vaters Ang Rita Sherpa, einer lebenden Everest-Legende. Der „Schneeleopard“, wie Ang Rita genannt wurde, hatte zwischen 1983 und 1996 zehn Mal den höchsten Berg der Erde bestiegen, stets ohne Atemmaske. Karsang war der älteste seiner beiden Söhne. Der jüngere, Chhewang, verdient sein Geld ebenfalls als „Climbing Sherpa“.

Datum

19. April 2012 | 16:58

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