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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

Nummer fünf für Alix und Luis

Was lange währt … Das deutsche Bergsteiger-Paar Alix von Melle und Luis Stitzinger ist für seinen langen Atem am Broad Peak belohnt worden. An diesem Montag (25.07.2011) erreichten die beiden um 14 Uhr Ortszeit den 8051 Meter hohen Gipfel des Achttausenders in Pakistan. Ihr ursprüngliches Team, mit dem Alix und Luis einen ersten erfolglosen Versuch unternommen hatte, war zuvor abgereist. Ruhiges Wetter ohne Niederschläge mit wenig Wind eröffnete dem Duo jetzt eine zweite Chance.


Alix und Luis auf dem Gipfel des Broad Peak

Zusammen mit Bergsteigern mehrerer anderer Expeditionen brechen sie Sonntagabend Richtung Gipfel auf. „Wir haben wirklich Glück und einen Traumtag erwischt“, schreiben Alix und Luis in ihrem Expeditionstagebuch. „Zwar zieht zwischen den Felstürmen des exponierten Gipfelgrats immer wieder die eine oder andere Böe hinauf, doch ist es im Wesentlichen so ruhig und schwachwindig wie im Wetterbericht versprochen.“

Datum

27. Juli 2011 | 10:26

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Lager III am K 2 erreicht

Das Team um Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits hat sich wieder fünf Tage lang durch die Schneemassen auf der chinesischen Südseite des K 2, des zweithöchsten Bergs der Erde, gewühlt. Nachdem „Wetterfrosch“ Charly Gabl ein Schönwetterfenster von sechs Tagen vorausgesagt hatte, brachen die Bergsteiger am 19. Juli vom Basislager auf.


Im Aufstieg nach Lager III

„Noch sehr bescheidenes Wetter – ab unserem Depot durchgängig Schneefall und starker Nebel – bescherte uns fast 30 Zentimeter Neuschnee. Der ließ uns bei Ankunft in Lager I zunächst auch an unseren weiteren Plänen zweifeln“, schreiben Gerlinde und Ralf in ihrem Expeditionstagebuch. „Der Aufstieg über den sehr spaltenreichen Gletscher mit mehreren glimpflich verlaufenen Spaltenstürzen tat sein übriges.“

Datum

26. Juli 2011 | 8:48

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Putha Hiunchuli, ein (relativ) exklusiver Berg

Dhaulagiri-Massiv mit Putha Hiunchuli (ganz rechts)

Gespräche mit meinen Freunden, Verwandten und Bekannten laufen derzeit häufig nach folgendem Muster ab: „Welchen Berg willst du im Herbst besteigen?“ „Den Putha Hiunchuli in Nepal!“ Ratloser Blick. „Putha wer?“ Ich versuche es auf anderem Weg: „Hast du schon mal etwas vom Dhaulagiri gehört?“ „Mmh, ja, schon.“ Soll heißen: Mann, soll ich mir jetzt auch noch die Namen aller verfluchten Berge merken? Ich gehe darüber hinweg: „Der Putha Hiunchuli liegt im gleichen Massiv wie dieser Achttausender und wird deshalb auch Dhaulagiri VII genannt.“ Mein Gegenüber gibt endgültig auf: „Ach so!“ Keine Frage, es besteht Aufklärungsbedarf.

Datum

21. Juli 2011 | 15:58

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Schwerer als erwartet

Was für ein schöner Berg! Dass der K 2 von der pakistanischen Seite aus eine echte Majestät unter den Bergen ist, habe ich 2002 mit eigenen Augen gesehen. Seine Flanken auf chinesischer Seite sind nicht weniger beeindruckend. Das zeigen die Bilder, die Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits geschickt haben. Mit ihrem Team versuchen sie, den zweithöchsten Berg über den selten begangenen Nordpfeiler zu besteigen.


Wie schön!

Datum

19. Juli 2011 | 15:56

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Gipfelversuch am Broad Peak abgebrochen

Das Daumen-Drücken hat nicht geholfen. Alix von Melle, mit vier bestiegenen Achttausendern Deutschlands erfolgreichste Höhenbergsteigerin, und ihr Lebensgefährte Luis Stitzinger mussten ihren Gipfelversuch am Broad Peak in Pakistan abbrechen. „Nein, es sollte nicht sein! Der Schnee war zu tief, zu lange dauerte die Spurarbeit“, schreiben die beiden in ihrem Expeditionstagebuch. Auf 7800 Metern drehten sie um – schweren Herzens: „Der Gipfel liegt zwar nur noch 250 Meter über uns, doch von ihm trennen uns weitere vier bis fünf Stunden – nur für den Aufstieg. Schwermütig müssen wir erkennen, dass uns die Zeit entglitten, eine Fortführung unseres Versuchs sinnlos ist.“


Alix von Melle am Broad Peak

Datum

16. Juli 2011 | 20:03

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Neues aus dem Karakorum

In den letzten Wochen war ich selbst viel in den Alpen unterwegs. Deshalb habe ich es ein wenig versäumt, euch über die Expeditionen im Karakorum auf dem Laufenden zu halten. Der Österreicher Gerfried Göschl hat inzwischen den Gasherbrum I in Pakistan bestiegen, jenen Achttausender, an dem er im vergangenen Winter gescheitert war. Der Aufstieg zum G I soll aber nur die Ouvertüre gewesen sein für seinen Versuch am K 2.


Ralf Dujmovits am Nordpfeiler des K 2

Datum

15. Juli 2011 | 8:13

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Schilda in Österreich

Bill Gates kauft den Mount Everest und tauft ihn in Windows 8000 um. Quatsch! Noch jedenfalls. Aber vielleicht nimmt sich das chronisch arme Nepal ja ein Beispiel an Österreich. Dort waren nämlich zwei Berge zum Verkauf ausgeschrieben: der Große Kinigat (2690 Meter) und der Roßkopf (2600 Meter) in Osttirol. Beide Gipfel nahe der 840-Seelen-Gemeinde Kartitsch gehörten der österreichischen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Und die wollte sie verscherbeln, einzeln oder im Paket, zum Mindestkaufpreis von 121.000 Euro für eine Gesamtfläche von 1.214.483 Quadratmeter. Für jemandem mit einer gut gefüllten Geldbörse „Peanuts“.

Datum

14. Juli 2011 | 11:29

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Kleiner Vorgeschmack

Verdammt, kommen wir denn gar nicht vorwärts? Noch immer scheint der Gipfel der 3772 Meter hohen Wildspitze, des zweithöchsten Bergs Österreichs, weit entfernt. Und dann dieser Matsch-Schnee. Alle drei Schritte sinke ich tief ein. „Du musst dich leicht machen“, rät mir Bergführer Hans Miller, der in unserer Vierer-Seilschaft direkt vor mir die Spur zieht. Aber wie soll das gehen? Diät während der Bergtour? Über den Schnee schweben? Hans ist etwa einen Kopf größer als ich. Wenn er bis zum Schaft seiner Bergschuhe einbricht, hänge ich schon bis zum Knie im Loch.

Datum

13. Juli 2011 | 21:03

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1 Kommentar

Toter Mann

Ein Sprung vom Zehn-Meter-Turm ins Schwimmbecken wäre für mich als Kind niemals in Frage gekommen. Selbst vom Fünf-Meter-Brett wählte ich einst den schmachvollen Rückzug. Vorne angekommen hatte mich beim Blick in die Tiefe der Mut verlassen. Drei Meter, das war das höchste der Gefühle. Und jetzt soll ich freiwillig in diese Gletscherspalte auf dem Hangender Ferner rutschen, deren breiter Schlund nicht zu übersehen, deren Tiefe ich aber nicht abschätzen kann? Kneifen gilt nicht, wäre auch schwer nachvollziehbar. Schließlich bin ich genau deshalb ins Tiroler Pitztal gereist. Der Spaltenbergungskurs gehört zu meiner Vorbereitung auf die Expedition zum Siebentausender Putha Hiunchuli, zu der ich Ende September aufbrechen werde.

Datum

12. Juli 2011 | 10:33

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Im Duft des Windes

Ich würde nicht so weit gehen, mich als Kulturbanausen zu bezeichnen. Aber sicher bin ich nicht der Typ, der stundenlang durch Museen rennt, eher eine Vernissage als das Stadion besucht oder endlos über einen Pinselstrich philosophieren kann. Kunst muss mich ansprechen, meine Sinne rühren oder mich überraschen. Genau das widerfuhr mir vor einer Woche bei einem Ausflug in die Südtiroler Berge. Auf 2200 Metern Höhe, auf der Röschitzalm oberhalb von St. Ulrich im Grödnertal, hat der Bildhauer Wilhelm Senoner sieben lebensgroße Bronzefiguren platziert. Die Ausstellung heißt nicht umsonst “Im Duft des Windes”.


Bronzegesellen auf der Bergkuppe

Datum

4. Juli 2011 | 14:45

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