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Abenteuer Sport

mit Stefan Nestler

(Rh)einsteiger beim Transalpine-Run

Treffpunkt Petersberg, 331 Meter hoch, im Siebengebirge, das eigentlich Siebenhügel heißen müsste. Einige Touristen sind heraufgekommen, um ein bisschen historische Luft zu schnuppern. Schließlich haben sich in dem feinen Hotel auf dem Petersberg früher die Staatschefs die Klinke in die Hand gegeben. Der frühere US-Präsident Bill Clinton joggte hier herum. Jetzt sind es Jochen Dembeck und Gert Fischer, die mir entgegenlaufen. Anderthalb Stunden lang haben sie trainiert, vom Petersberg hinunter, dann hinauf auf den 321 Meter hohen Drachenfels und wieder zurück.


Jochen (r.) und Gert, links hinten der Drachenfels

Datum

31. August 2010 | 12:39

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Neid oder berechtigte Zweifel?

War Oh Eun Sun wirklich die erste Frau, die auf allen 14 Achttausendern stand? Hat Christian Stangl tatsächlich als einziger Bergsteiger in diesem Jahr den K 2 bestiegen? Über diese Fragen wird derzeit in der Szene diskutiert.


Ende März wurde Oh in Südkorea noch gefeiert

Datum

28. August 2010 | 15:20

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Leid ohne Ende

Normalerweise wirkt die Ankunft im Hushe-Tal nach einer Expedition zu den Bergriesen im Karakorum wie eine Rückkehr ins Leben. Nach Wochen in Schnee, Eis und Fels erwarten einen in dem wildromantischen Tal grüne Almen mit Rindern, man wähnt sich fast im Allgäu. Dann das erste Dorf, zurück in der Zivilisation.


Kleine Bäche wurden zu reißenden Flüssen

Als jedoch Gerlinde (Kaltenbrunner) und Ralf (Dujmovits) nach ihrer K 2-Expedition ins Hushe-Tal abstiegen, liefen sie mitten hinein in eine Katastrophe.

Datum

27. August 2010 | 8:52

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Segel-Wahnsinn

Leinen los, grenzenlos verantwortungslos! Finde ich jedenfalls. Die Niederländerin Laura Dekker hat vom Hafen Gibraltars aus ihre Solo-Weltumseglung begonnen. Das würde kaum Schlagzeilen machen, wäre Laura nicht erst 14 Jahre alt.


Laura allein an Bord

Schon mit 13 wollte sie zum Törn um die Welt aufbrechen. Damals stoppten die niederländischen Behörden die junge Seglerin noch. Den Eltern wurde vorübergehend das Sorgerecht eingeschränkt. Begründung damals: Ein so langes, einsames und gefährliches Abenteuer auf See könne “Lauras Gesundheit und ihre geistige Entwicklung gefährden”. Ein Justizmarathon begann, der Ende Juli damit endete, dass die Vormundschaft der Behörden für Laura gekippt wurde. Damit war die letzte Hürde für ihre Weltumseglung gefallen. Laura will den Briten Mike Perham ablösen, der mit 17 Jahren als bisher jüngster Mensch geführt wird, der solo die Welt umsegelte.

Datum

22. August 2010 | 19:28

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Zeigt Herz für Pakistan!

„Wir Bergsteiger haben in diesen Ländern sehr viele schöne Erfahrungen machen dürfen, haben viel bekommen und mitgenommen“, schreibt Marc in seinem Kommentar zu meinem Spendenaufruf für die Flutopfer in Pakistan. „Nun wäre es an der Zeit zurückzugeben.“
Marcs Worte gehen mir immer wieder durch den Kopf. Tag für Tag beginnt im Fernsehen fast jeder Bericht aus Pakistan mit Bildern aus der Luft von den überschwemmten Landstrichen. Ich frage mich, ob diese – zugegeben – eindrucksvollen Aufnahmen aus der Distanz nicht dafür sorgen, dass die Katastrophe uns emotional eher fern bleibt. Vielleicht auch ganz einfach aus Selbstschutz, weil wir nicht das gesamte Leid der Welt an uns heran lassen wollen, um nicht in tiefe Depression zu verfallen. Doch in Pakistan sind derzeit Millionen von Menschen ganz konkret von Hunger und Seuchen bedroht und haben das Dach über dem Kopf verloren. Wir dürfen sie nicht ausblenden. Wegsehen verboten!

Datum

20. August 2010 | 8:31

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Midsummer Crisis

Einige von euch haben sich gestern vielleicht gefragt, warum ich erst mit einigen Tagen Verspätung über Christians Stangls Erfolg am K 2 berichtet habe. Weil ich euch eine sauber recherchierte Story, angereichert mit eigenem Material, bieten wollte? Klar doch! Aber es gibt auch eine viel profanere Erklärung.

Ich war eine Woche lang offline. Ich war nicht krank, habe auch nicht Internet-gefastet und werde darüber nicht – wie es derzeit en vogue erscheint – ein Buch schreiben. Es hat sich einfach so ergeben, im Urlaub in Tignale, rund 400 Meter über dem Gardasee. Jetzt denkt ihr wahrscheinlich, ich wäre verhindert gewesen, weil ich Extremsport getrieben hätte. Vielleicht hätte ich ja mit dem Mountainbike die Gegend unsicher gemacht, wäre im nicht weit entfernten Arco schwierigste Routen geklettert, hätte den See schwimmend durchquert oder einen neuen Geschwindigkeitsrekord im Kitesurfen aufgestellt.


Achtung Kreisverkehr! Wörtlich und im übertragenen Sinne

Datum

19. August 2010 | 9:38

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Stangl besteigt K 2

Einer hat es doch noch geschafft. Der Österreicher Christian Stangl erreichte nach eigenen Angaben am 12. August den 8611 Meter hohen Gipfel des K 2. Der 44-Jährige war allein unterwegs. Ihm gelang die erste Besteigung des zweithöchsten Bergs der Erde seit 2008, die einzige in diesem Jahr.


Christians Gipfelfoto

„Die Sicht war nicht besonders gut, aber brauchbar“, sagte Stangl per Satellitentelefon nach der Rückkehr ins Basislager. „Ich hatte gar keine Freude am Gipfel – es war komisch. Wahrscheinlich realisiere ich das erst in ein paar Tagen! Der Berg ist so saugefährlich!“ Wie zuvor auch Gerlinde und Ralf berichtete auch Christian über Steinschlag in der Route.
Stangl blieb nur kurz am Gipfel und kehrte dann schnellstmöglich wieder ins Basislager zurück. Ingesamt brauchte er für Auf- und Abstieg knapp drei Tage. „Wenn Bergsteigen immer so wäre wie die letzten 70 Stunden hier am K2 würde ich sofort damit aufhören“, sagte Christian anschließend.

Datum

18. August 2010 | 13:18

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K 2: „Leichtsinnsfehler“ mit tödlicher Folge

Meine Gedanken sind bei Gerlinde. Was geht jetzt wohl in ihr vor? Zweimal innerhalb von drei Jahren musste die 39 Jahre alte Österreicherin miterleben, wie in unmittelbarer Nähe befreundete Bergsteiger tödlich verunglückten. 2007 am Dhaulagiri geriet sie selbst in eine Lawine, konnte sich aber aus den Schneemassen befreien. Die Spanier Santiago Sagaste und Ricardo Valencia hatten weniger Glück und kamen ums Leben. Und jetzt am K 2 wieder so ein Schockerlebnis: Vor Gerlindes Augen stürzte der Schwede Fredrik Ericsson, mit dem sie zu einem Gipfelversuch aufgebrochen war, an ihr vorbei rund 1000 Meter tief in den Tod.


Gedenkstelle für die Opfer des K 2: Ericsson war das 79.

Datum

7. August 2010 | 14:58

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Tödlicher Absturz am K 2

Schock für Gerlinde: Vor ihren Augen ist der schwedische Extrembergsteiger und –skifahrer Fredrik Ericsson tödlich abgestürzt. Ralf berichtet aus dem K-2-Basislager, dass Gerlinde mit Fredrik und dessen Freund Trey Cook aus den USA in der vergangenen Nacht vom obersten Lager auf rund 8000 Metern aus Richtung Gipfel aufgestiegen sei. Zu dieser Zeit habe es starken Wind und schlechte Sicht gegeben. Die Wetterprognose sei jedoch günstig gewesen. Trey Cook sei vor der Schlüsselstelle, dem lawinengefährdeten „Flaschenhals“, umgekehrt. Eine Stunde später dann das Drama. Gerlinde habe sich, so Ralf, „mit Entsetzen gemeldet: Fredrik sei an ihr vorbei gestürzt und sie steige sofort ab, um nach ihm zu schauen. Kurze Zeit später meldet sie sich wieder, dass sie nur einen der beiden Skier, die Fredrik mit sich trug, gefunden hätte.“ Gerlinde vermute, dass der Schwede, der im tiefen Schnee unangeseilt vorstieg, einen Haken in einen Fels habe schlagen wollen und dabei weggerutscht sei.


Fredrik Ericsson stürzte am K 2 tödlich ab

Datum

6. August 2010 | 16:14

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K 2, die zweite!

Auf ein Neues. Gerlinde und Ralf befinden sich wieder im Aufstieg zum 8611 Meter hohen Gipfel des K 2. Laut ihrem Heim-Team in Bühl im Schwarzwald brach das leistungsstarke Bergsteiger-Ehepaar am Dienstag vom Basislager auf und erreichte den ersten Biwakplatz auf rund 6300 Metern. Am nächsten Tag stiegen die beiden bis auf 7300 Meter auf.
Heute wollen sie die sogenannte „Schulter“ auf knapp 8000 Metern erreichen.


Ralf in der Česen-Route auf einer Höhe von etwa 7500 Metern

Datum

5. August 2010 | 10:36

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